Dienstag, 30. August 2016

Die Leidensfrage; jetzt auch als Webinar

Die Leidensfrage; jetzt auch als Webinar.
Eine Familie hatte zwei Töchter. Eine hatte einen tödlichen Unfall. Die Eltern, beide Christen, brachen zusammen. Sie verstanden Gott nicht mehr. Wie kann Er das zulassen? Der Mann kündigte Gott die Freundschaft, wollte mit Ihm und der Kirchengemeinde nichts mehr zu tun haben. Er zog sich zurück und verbitterte. Die Frau warf sich mit ihrer Trauer Gott an den Hals. Sie ließ sich von Glaubensgeschwistern tragen und trösten. Sie bekam von Gott keine Antwort nach dem Warum? Aber sie erfuhr Seinen Trost, fand ins Leben zurück, war für ihre zweite Tochter da. Sie fand Frieden.

Als Hiob seine Kinder, seine Knechte, Herden, Ernte und Immobilien verlor, hatte er keine Antwort auf das Warum. Drei Freunde besuchten ihn und, das wird gern überlesen, saßen sieben Tage schweigend bei ihm. Keiner sagte ein Wort, denn sie sahen seinen Schmerz. Erst als sie anfingen, darüber zu diskutieren, wo die Ursache für die Katastrophe lag, wer daran Schuld hat, kommt es zum unbarmherzigen Streit. Aus den Mitleidenden wurden Analytiker. Sowas geht nach hinten los.

Wir können das Leid nicht erklären. Schon gar nicht dem, dem die Seele vor Schmerz
zerreißt. Jeder Erkärungsversuch würde das Leiden nur billig machen. Das Fragezeichen bleibt, Gott erklärt sich nicht. Aber Er lässt uns mit unserem Schmerz nicht allein. Er ist der mitleidende Gott, so wir Ihn lassen. Denn in Jesus hat Er alle Traurigkeit und allen Schmerz dieser Welt durchlebt. Und Er hat versprochen, dass alles Leiden sein Ende finden und Er alle Tränen abwischen wird. So auch wir. Wir können leidende Menschen nur mitleidend und tröstend begleiten. Nicht ob wir in diesem Leben (auch) leiden müssen stellt sich, sondern ob und wie wir damit umgehen. Aus positiv durchstandenen Leidenskrisen können, manchmal geheimnisvoll, großartige neue Lebensinhalte hervorgehen.

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de
Foto-Copyright: fotolia.com | #104042178 | ChenPG

Hier nun zu dem Webinar-Angebot zu dem Thema: 

Gott und das Leid. Warum lässt ein liebender Gott Leid zu?

Das Thema "Gott und das Leid" ist ein Dauerbrenner und eine oft gestellte Frage: "Wie kann das Gott zulassen?"
Pfarrer und Buchautor Alexander Garth wird darüber ein einstündiges Webinar halten. 

Seien auch Sie am 11.09.2016, ab 20:00 Uhr dabei. Zur Anmeldung klicken Sie sich bitte in diesen Link hinein, füllen die drei Felder aus und senden es ab; dazu den Button "Anmelden" anklicken.

Sie erhalten dann eine Anmeldebestätigung per E-Mail.

Sie haben dazu noch Fragen oder möchten eine genauere Anleitung von uns bekommen? 
Bitte senden Sie mir, Projektleiter Thomas Gerlach, dazu eine E-Mail.

Thomas Gerlach

Mobil: 0172-3079544

Mittwoch, 17. August 2016

Werden fremde Herren die Deutschen als Sklaven behandeln?

Werden fremde Herren die Deutschen als Sklaven behandeln?
Es kommt die Zeit des Erwachens in Deutschland. Aber dazu wird es dann mal wieder zu spät sein. Den Menschen wird es dann langsam dämmern, dass die Weisheit Gottes weiser war, als menschliche Weisheit, Vermessenheit, Intelligenz, Vernunft und Arroganz.  Menschen werden dann erkennen, dass alles, aber auch wirklich alles, was Gott vorausgesagt hat, eingetroffen ist.
Dann werden wir erkennen, dass Gottes Wort nicht nur Privatsache ist, sondern auch Anleitung für Gesellschaft,  Rechtswesen und Politik, usw.

Wir hätten uns halt doch mal früher nach Gottes Wort  richten sollen.    In 5. Mose 28, 43-44 lesen wir zum Beispiel folgendes wörtlich in der GUTEN NACHRICHT BIBEL nachzulesen:

"Die Fremden, die bei Euch leben, werden ihren Besitz vergrößern und immer mehr Einfluss gewinnen, während es mit euch immer mehr bergab geht. Ihr könnt ihnen nichts mehr leihen, sondern werdet von ihnen borgen müssen, und schließlich werden sie die Herren sein und ihr die Slaven."

Wetten, das auch diese Voraussage zutrifft?

Das zeigt uns, sobald ein Volk seinen Gott verlässt, bekommt es Probleme.  Dann werden halt auch mal so nebenbei fremde Völker zu uns geschickt, die uns ausplündern dürfen (2. Könige 17, 20) oder Familien werden nicht mehr mit Kindern gesegnet ( Psalm 128,2). Gott sorgt dafür, dass die besten Anreize zum mehr Kinder kriegen nicht mehr fruchten. Nicht Paare entscheiden über die Zahl ihrer Kinder,  Gott entscheidet. Wann geht das in unseren Kopf?

Bei allen Betrachtungen gesellschaftlicher oder politischer Probleme wird die geistliche Dimension konsequent ausgeblendet. Die gesamte Gesellschaft wird für die Wahrheit immun gemacht. Die Plätze,  an denen Gott angebetet werden könnte, verschwinden. Kreuze werden abgehängt, den Fremden gegenüber müssen wir doch neutral sein. Kirchen werden verkauft, werden in Supermärkte, Galerien oder Moscheen umgewandelt. "So wahr mir Gott helfe", wird in immer mehr Bundesländern aus der Verfassung gestrichen usw.

Wetten, dass uns das alles eines Tages unendlich leid tun wird?

Die Kirchen waren nach dem 2. Weltkrieg voll. Das kommt wieder. Denn dann suchen wir wieder Gott, aber er wird sich nicht mehr finden lassen, weil er uns längst aufgegeben, ja dahingegeben hat. Vor jeder Kirchentür steht dann ein Imam, der uns morgens um vier freundlich begrüßen und zum Gebetsteppich leiten wird.

Wie sieht es heute schon ganz praktisch aus?

Habe vor kurzem eine Bekannte in einem großen Berliner Krankenhaus besucht. Sie erzählt mir folgende Geschichte:

Zum Abendessen wird für die gehfähigen Patienten ein Buffet aufgebaut. Ihre Bettnachbarin ausländischer Herkunft macht sich mit ihr auf den Weg zum Essen. Plötzlich kommen fünf Besucher meiner Bettnachbarin. Sie fragen nur GELD? oder KOSTENLOS?. Das Buffet ist für Patienten natürlich kostenlos. Das ist ja prima denken sich die fünf Besucher und schlagen sich die Teller voll und nehmen an den Tischen Platz. Keine zwanzig Minuten später kommen weitere sieben Personen mit zwei Kindern aus der Verwandtschaft meiner Bettnachbarin und    ----    werden ebenfalls von ihr zum Essen eingeladen.
Vorsichtig wage ich mal anzufragen, ob denn die Nahrung nicht ausschließlich für Patienten gedacht sei, bekam ich zur Antwort: Meine Verwandten kommen jeden Tag zum kostenlosen Abendessen hierher. und:  "Außerdem gehe mich das gar nichts an", brubbelte ein "Onkel" dazwischen und sagte er: "gehöre dies alles in einem Jahrzehnt sowieso ihnen". Was heißt "dies alles"? Das Essen oder die ganze Klinik?

Diese Vorfälle seien normal, meint die Stationsschwester resigniert.

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, wir sind schon mehr durch Fremde unterwandert als uns lieb ist. Fast unmerklich hat dieser Dammbruch eingesetzt.
Das sollte doch jeden zum Nachdenken, Umdenken und Handeln bringen. Der oft so bescholtene Seehofer kommt ins Nachdenken. Vielleicht dämmert es ihm, dass man ohne Gott aufs falsche Pferd gesetzt hat?

Oben haben wir gelesen,  dass es mit uns bergab geht, wenn wir nicht Buße tun und zu unserem Gott zurück finden. Die Ausplünderung ist schon in vollem Gange. Nicht nur das Abendessen in der Berliner Klinik. Denken wir an die immensen Ausgaben für die Fremden im Land,  an die zusätzliche Ausbildung für Integrationsmaßnahmen. Denken wir an die gigantischen Ausgaben für mehr Polizei, um die Sicherheit zu gewähren. Trotzdem wird unser Leben von Tag zu Tag unsicherer.
Wie kommt das eigentlich? Da vielen die Weisheit des Lebens abhanden gekommen ist, leben wir halt nach folgendem Motto:
Nur weiter so, wir werden das schon schaffen.
Wezi für gottinberlin.com
Foto-Copyright: fotolia.com | #53978683 | beermedia.de

Mittwoch, 3. August 2016

Beerdigung

Beerdigung
Beerdigungen sind eine ehrliche Sache, wie ich finde. Morgen bin ich auf einer und werde das erleben, was ich so häufig bei diesem Anlass wahr nehme. Jeder, der die Friedhofskapelle betritt und den Sarg oder die Urne sieht, wird sich dessen bewusst, dass es irgendwann mal seine Beerdigung sein wird. Der Mensch morgen war über achtzig, was den Anlass in Ordnung sein lässt. Traurig sind Beerdigungen, bei denen man den Eindruck hat, der/die Verstorbene ist vor der Zeit gegangen.

Das, was wir sonst gern verdrängen, steht hier in ganzer Klarheit vor Augen: jeder von uns muss einmal sterben. Diese Endgültigkeit ist hier deutlich, wie sonst kaum etwas. Für alles, was ich ihm/ihr noch sagen wollte, jeder Konflikt, der noch hätte ausgeräumt werden müssen, dafür ist es nun zu spät. Wenn der Apostel Paulus einmal schreibt, dass wir die Sonne nicht über unserem Zorn untergehen lassen sollen, meint er genau das. Wer weiß, ob es ein Morgen mit dem anderen Menschen geben wird? Falls nicht, bleibt alles Unerledigte unerledigt zurück.

Wem wolltest du noch sagen, dass du ihn/sie liebst? Wen musst du noch um Vergebung bitten oder selbst vergeben? Für Versöhnung und Liebesbekundungen gibt es kein zu früh. Wohl aber ein zu spät. Und niemand von uns weiß, wann dieses zu spät eintreten wird. Hier gilt wirklich der Satz, dass man jeden Tag leben sollte, als wenn es der letzte ist.

Was mich für morgen tröstet ist, dass ich diesen Menschen als Christen beerdigen darf. Wie unterschiedlich ist doch der Abschied am Grab, wenn man sagen muss: von der Erde bist du genommen. Zu Erde sollst du werden. Erde zu Erde. Asche zu Asche. Staub zu Staub. Oder aber wenn ich sagen darf: es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Dass Gott ein Gott des Lebens ist, über dieses Leben hinaus. Wohl dem, der diese tröstende Gewissheit hat. Hast du ihn, diesen Trost Gottes?


Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

 Foto-Copyright: fotolia.com | #52978072 | Robert Hoetink

Freitag, 29. Juli 2016

Ohne Worte?

Iris B.: "An der Hand".
"Du darfst doch nicht die armen Blinden ausgrenzen!" Das kam immer wieder bei mir an; doch ohne Worte. Hätte man es mir direkt gesagt, hätte ich die Chance gehabt, zu antworten: "Die vielen Migranten ausgrenzen, das ist wohl in Ordnung?!"

Kennen Sie die Goldene Regel im Matthäusevangelium 7,12?

"Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. "

Mein Fazit ist, dass auch fromme Christen auch nur Menschen sind und es auch mal wichtig ist, konstruktive Kritik an uns zu äußern, besonders wenn es um Streichen von Bibelstellen im Kopf geht.
Das ist zwar gesellschaftlich nichts schlimmes wir Diebstahl oder (schwere) Körperverletzung, doch es ist einfach verletzend, wenn Beziehungen so einseitig sind.
Streiche ich einen Betrag aus einer Rechnung, meldet sich der Rechnungssteller sofort, wenn er die 
Streichung nicht einsieht. Die andere Variante ist, dass der Rechnungssteller mit der Streichung einverstanden ist.

Ist das nicht ein Zeichen, wie barmherzig Gott ist, wenn er uns nicht postwendent wie der Rechnungssteller unter die Nase reibt, dass wir in unserem Leben Teile aus seinem heiligen Wort eliminieren?
Nun komme ich zu den armen Blinden. Durch ein Inklusionsprojekt bekam ich Kontakt zu blinden Menschen. Meine neue Erfahrung war, dass sie mit gemalten Bildern wesentlich unkomplizierter umgehen als viele ihrer sehenden Zeitgenossen. Eine blinde Bekannte von mir malt sogar selber.

Am meisten beeindruckte mich ein blinder junger Mann, der auf dem Louis-Braille-Festival die Beschreibung eines Rembrandt-Bildes vorlas. Dieses Bild selber wird er nie in seinem Leben zu Gesicht bekommen.

Iris B. aus Berlin für GottinBerlin.de

Dienstag, 26. Juli 2016

Mitfahrgelegenheit am Sonntag

Mitfahrgelegenheit am Sonntag
Da habe ich wieder eine günstige Mitfahrgelegenheit erwischt! Der Fahrer fährt von Nürnberg nach Berlin zu einem Preis, den man sich auch als Student leisten kann. Und so hat man dann normalerweise auch die Mehrheit dieser “Spezies” an Bord.
Der Fahrer selbst steht seit nicht allzulanger Zeit im Berufsleben. Nachdem wir uns austauschen über dieses und jenes (man nennt es Small-Talk), kommen wir irgendwie auf das Thema Sonntag zu sprechen.
Er ist empört darüber, dass ihn die Kirchenglocken am Sonntagmorgen regelmäßig aus dem Tiefschlaf reissen, sich aber andererseits Anwohner beschweren, wenn nach Mitternacht die Polizei alarmiert wird, nur weil die “Mucke” angeblich zu laut sei.
Dafür hat er überhaupt kein Verständnis.
Dann meckert er weiter, und fragt sich, warum nicht jeder Sonntag zum verkaufsoffenen Sonntag erklärt wird– schließlich hat man da endlich mal Zeit zum entspannten Shopping.
Ich frage ihn, warum er dass denn nicht am Samstag machen würde.
Da war kurz Stille – aber nur um kurz Luft zu holen und dann im vorwurfsvollen Ton zu antworten: “Da muss ich mich doch erholen von Freitag Nacht. Den Tag brauche ich zum Ausschlafen!
Im Stillen rechne ich kurz: ca. 1,5 Tage zum Ausschlafen. Das große Schlafbedürfnis auf der einen Seite und das intensive und laute Feiern auf der anderen Seite ist in unserer westlichen Gesellschaft grundsätzlich kein Problem – nur mit den Zeiten hapert es, da hat sich was verschoben.
Ich erkläre ihm, dass ich auch zu dieser Sorte Mensch gehöre, die sich gerne am Wochenende erholt: ich geniesse es, dass es einen Tag in der Woche gibt, an dem es etwas ruhiger zugeht, z.B. weniger Verkehr in der Stadt (keine LKWS) und vor allem keine gestressten Einkäufer an einem vorbeirasen, die Konsumgier ist für einen Tag in der Woche etwas gebremst. Außerdem habe ich endlich Zeit für die wirklich schönen und wichtigen Dinge: ich treffe Freunde, lese ein Buch, gehe in die Kirche, habe dort Gemeinschaft mit Gott und Mensch, oder bin mit dem Rad auf einer längeren Tour unterwegs.
Mein Fahrer kommt etwas ins Nachdenken und ist plötzlich still. Ich erwarte wieder einen verbalen Gegenschlag. Allerdings ist er dieses Mal etwas leiser und sagt nachdenklich: aus dieser Perspektive habe ich den Sonntag noch nie gesehen. Stimmt, eigentlich ist das ganz angenehm, dass es in der Stadt ruhiger ist. Und auch, dass nicht so viele arbeiten müssen. Wenn es den Sonntag nicht mehr gäbe, wäre die Welt wahrscheinlich anders.
Ich lehne mich entspannt in den Sitz zurück und bin froh, einen Sonntags-Ingnoranten zum Nachdenken gebracht zu haben und den Sonntag mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Die Sonntagsfahrt hat sich also nicht nur verkehrstechnisch oder auch in finanzieller Hinsicht gelohnt…vielleicht gibt es künftig wieder einen Menschen mehr auf dieser Welt, der den Sonntag heiligt, also ihn anders lebt als die restlichen 6 Werktage und ihn als Geschenk Gottes annimmt, zur Ruhe und Erholung und um die intensiver zu treffen, für die man sonst nicht viel Zeit hat.
Jutta Lörler Berlin-Märkisches Viertel für GottinBerlin.de
Foto-Copyright: fotolia.com | #113923504 | bybo4ka

Freitag, 15. Juli 2016

Die Obrigkeit im Fadenkreuz

Die Obrigkeit im Fadenkreuz
Die Bewaffnung der Welt schreitet voran. 
"Wirtschaftliche Gesichtspunkte" haben den Waffenexport aus Deutschland mehr als verdoppelt. Es wird überall auf der Welt gekämpft und zerstört. Auch Unschuldige werden getötet.  Doch die Qualität der Kämpfe hat noch eine andere Wendung genommen:  Zusehends mehr gerät auch die Obrigkeit in Beschuss.  
Fünf tote Polizisten in den USA, Dutzende verletzte Polizisten in Berlin.  Die Schuldigen,  die Demonstranten, meinen in Berlin, sie kämpfen für eine gerechte Sache. Die Polizei aber wird nicht mehr als neutraler Freund und Helfer gesehen, sondern als solche, die für die falsche Seite Partei ergreift.

Den Menschen fällt es auch immer schwerer, demokratische Mehrheiten zu akzeptieren. Wahlen werden angefochten, Verträge werden immer weniger eingehalten, Waffenruhe wird brüchig, den Brexit versucht man rückgängig zu machen. Bereits bei der Abstimmung zu Stuttgart 21 fiel es den "Unterlegenen" schwer, das Resultat zu akzeptieren. Sie sind auch heute noch nicht von der "Richtigkeit" überzeugt. Immer mehr "kämpfen" einzelne Menschen gegeneinander, nicht nur Völker oder Volksgruppen.

Wenn ich in meinem Staat die demokratischen Regeln nicht mehr akzeptieren kann, wenn ich will, dass meine Vorstellung von Demokratie und Abstimmung durchgesetzt wird, trage ich zur Entwicklung einer Rechtsdiktatur im Lande bei. 
Die Bevölkerung wünscht sich dann den starken Mann, der endlich "wieder Ordnung in dem selbst erstellten Chaos schafft." Wir müssen als Gesamtvolk wieder erkennen, dass demokratische Freiheit im Gegenzug Verantwortung von uns verlangt. Freiheit ist also doch ein leicht zerbrechliches Gut. Wenn wir Freiheit missbrauchen, wenn wir sie zur Willkür nutzen, wenn wir Freiheit mit " alles ist erlaubt " verwechseln, gehen wir zu freizügig mit ihr um, dann werden nicht nur Frauen zu Freiwild, auch Polizisten, Richter, Lehrer und Politiker. Dann sind bald Übergriffe, Todesdrohungen und Hinrichtungen auch in unserer Demokratie an der Tagesordnung. 
Eine Meinung zu äußern ist heute schon nicht ohne Folgen. Die Wahrheit wird mehr und mehr unterdrückt. Die Angst macht sich breit. Der Wunsch nach Selbstbewaffnung keimt immer stärker. Alle moralischen Barrieren werden dann maßlos überschritten. Eine Demokratie kann das dann nicht mehr bewältigen. Es kommt unweigerlich zur Diktatur, die niemand will. 

Deshalb: Akzeptieren wir  demokratisch getroffene Entscheidungen. Respektieren wir von der Obrigkeit eingesetzte Autoritäten ( Polizei, Gerichte, Bürgermeister, Politiker, usw.). Akzeptieren wir demokratische Mehrheitsentscheidungen, auch wenn sie uns gegen den Strich gehen. 

Der Apostel Paulus sagt im Neuen Testament: "Seid untertan der Obrigkeit, dann geht es euch gut im Lande." Natürlich handeln Autoritäten nicht immer vollkommen, dennoch müssen sie akzeptiert und auch respektiert werden. Denn eines Tages brauche vielleicht ich mal deren Hilfe. Ob sie dann noch helfen wollen, wo sie zur Zeit fast täglich eine von der linken Szene und von der rechten Szene auf die Backe kriegen?
Mach also nur noch friedliche Demos mit, und mach bitte den Mund auf, sollte die Situation wieder mal eskalieren.

Wezi für GottInBerlin.com
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Mittwoch, 6. Juli 2016

Unberufene Missionare

Unberufene Missionare

Mit Gottesdiensten ist es wie mit Musik. "Super" oder "so lala" oder "grottenschlecht". Letzteres erlebte ich kürzlich. Wenn ich selbst nicht predige, gehe ich immer mit der Haltung eines Atheisten in den Gottesdienst. Ich schaue und höre, wie jemand, dem das Christentum komplett fremd und neu ist. An diesem Sonntag war ich, soweit ich das überblicken konnte, glücklicherweise der einzige Pseudoatheist. Denn wäre ich wirklich einer, ich hätte nie wieder eine Kirche betreten.

Zum ersten war es eine Einmannshow. Einer, der als einziger im gesamten Gottesdienst redet. Und wie nach der alten Regel, dass je länger einer redet, umso weniger hat er zu sagen, war es hier noch schlimmer. Er maßte sich eine ungeheure Autorität an, so dass sich jeder als ein kleines Würstchen vorkommen musste. Und als er dann fertig war, hätte man sich, so man ihn ernst genommen hat, nicht mal mehr als Würstchen, sondern nur noch als Würstchenpelle fühlen müssen.

Da wurde über unser Land geredet, als würden hier nur Teufel leben. Und die paar Christen hier sind lahm, Gott ungehorsam und jeder Anwesende, der sich bis dato als Christ empfand, bekam den Eindruck, er müsse sich ersteinmal bekehren. Nur sich selbst hat er natürlich dabei ausgenommen. Und dann auch noch, als wäre der von Pegida, die große Gefahr der Islamisierung Deutschlands. Denn, es leben ja hier 5000 000 Muslime, aber, so seine Einschätzung, wenn überhaupt, nur 800 000 Christen. Ja, ja und diese ganzen Muslime hier wollen uns mit der Sharia und dem Dschihad überrollen. Diese Predigt war ungebildetes, geistloses Gequatsche. Hinterher sagte ich nur zu jemanden: Wer hier nicht depressiv hergekommen ist, müsste es jetzt spätestens sein.

Mann, da müht man sich ab, Leuten mit Geduld, Zuhören, angenehmer Gemeinschaft in voller Akzeptanz ihrer Lebenswirklichkeiten für den Christlichen Glauben zu interessieren und alte Klischees auszuräumen und dann kommen solche unbarmherzigen Dummschwätzer daher, die alle verdammen, die nicht in ihrer enggeistigen Kanalisation mit schwimmen. Es gibt sogenannte Missionare, die sich mit einem Sendungsbewusstsein berufen fühlen und nur Schäden anrichten. Nicht nur, dass sie sich, wenn man ihnen zuhört, als theologische Nieten erweisen. Sie sind es auch noch in der Ausprägung ihres Charakters.

Lieber Christ, lieber Ungläubige, wenn dir so jemand begegnet sein sollte oder begegnet, fliehe, hau schnellstmöglich ab und sage Dir, das, genau das ist das Gegenteil von Christlichem Glauben. Gott ist pure Liebe! Und mit dieser Liebe, nur mit ihr begegnet Er den Menschen bzw. will ihnen begegnen. Mit diesen, ich gebe es zu, zornigen Tönen bitte ich alle, die unseren Jesus lieben, solchen Leuten Einhalt zu gebieten.

Ich bin in fünf Gemeinden predigend unterwegs. Ich kann bezeugen, dass es ungeheuer warmherzige, liebevolle und den Menschen aufrichtende Gemeinden gibt. Für solche Kirchengemeinden möchte ich Werbung machen, denn sie sind die wahrhaft berufenen Missionare. Wenn Du keine kennst, dann schreibe mir.
Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

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Dienstag, 28. Juni 2016

Reif für die Insel!

Reif für die Insel!
Wenn ich meinen kleinen Reisewecker sehe, dann denke ich manchmal an meine Hochzeitsreise mit Rucksack und Interrailticket nach Nizza. Wir wollten mit der Fähre nach Korsika und haben eine Nacht am Strand geschlafen. Sehr „bequem“ auf den vielen Steinen. Dank unseres Weckers sind wir pünktlich um 8 Uhr aufgestanden. Sehr zum Ärgernis der anderen Rucksacktouristen, die den Wecker ebenfalls hörten. Dafür haben wir unsere Fähre noch erwischt.

Das ist nun 38 Jahre her. Urlaubserinnerungen sind mir manchmal hilfreich, wenn ich wieder „reif bin für die Insel“. Einmal abschalten, raus aus dem Alltagstrott und einfach mal die Seele baumeln lassen.

Von Augustinus stammt der Ausspruch: „Mein Herz ist unruhig in mir, bis es Ruhe findet, Herr, in dir.“ Gott hat den Sonntag als Ruhetag eingesetzt. Das ist wie ein kleiner Urlaub, jede Woche neu.
Als Kind war mir dieser Tag stinklangweilig, aber in der Zwischenzeit weiß ich diesen Tag zu schätzen und das nicht nur, weil der Alltagstrott unterbrochen wird. Vielmehr ist es so, dass ich mich auf meine Kirchengemeinde und die Begegnung mit anderen Menschen freue und gespannt bin, wie mir Gott begegnet in Liedern, Predigt oder Gesprächen. 

Eigentlich ist es ganz schön dumm von uns Menschen, wenn wir uns den Sonntag kaputt machen lassen, z. B. durch Lockangebote im Supermarkt. Oder Dinge erledigen, die wir in der Woche nicht geschafft haben. Genießen wir doch die kleinen freien Momente, die wir haben. Schließlich ruhte unser Schöpfer auch nach 6 Tagen Schöpfungswerk aus. Wir, als seine Geschöpfe, haben eine Pause erst Recht nötig. 
Übrigens, der Gottesdienst bedeutet nicht, dass wir Gott dienen sollen, sondern, dass Gott uns dient, in dem er uns segnet und stärkt für den Alltag. In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Urlaub. Damit wir, wie Jesus es sagt, das Leben im Überfluss haben.

                                                                                     Bettina Lattka aus Berlin für GottinBerlin

Foto-Cppyright:  fotolia.com | #67896626 | diegocardini

Mittwoch, 22. Juni 2016

Fußballgott oder wer?

Fußballgott oder wer?
Diesmal klappert's gar nicht so laut. Na ja, vielleicht ab der KO- Phase. Dann wehen vielleicht mehr Fahnen an den Autos und die Fanmeile ist gerappelt voll, dem Fußballgott zu huldigen. Denn "Ich bin der HERR, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir" spricht der Fußballgott. Oder nicht? War das Mammon, der Gott des Geldes und der irdischen Macht, der das sagte? Bacchus, der Weingott könnte es auch gewesen sein. Oder war es Eros? Ich komme da durcheinander. Ach nee, das war ja Der aus dem alten Buch!

In Umfragen, wie wir Menschen zusammen leben können, ist in unserem sterbenden Abendland häufig die Antwort, man müsste sich nur an die Zehn Gebote halten. Richtig. Aber man meint im allgemeinen nur die letzten sieben: nicht morden, nicht stehlen, keine Falschaussagen usw. Das erste Gebot, dass Gott Gott ist und damit der Chef von's Janze, das haben wenige im Blick.

Martin Luther sagt mal: "Woran du dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist dein Gott". In diesem Sinn gibt es keine Atheisten. Denn jeder hat etwas, das ihm das Wichtigste ist, woran er sein Leben ausrichtet. Momentan richten viele ihr Leben nach der EM aus. Und das ist in Ordnung. Mal Urlaub vom Alltag, sich auf ein spannendes Turnier einlassen. Aber das ist eine Form von Lebensfreude, die ein paar Wochen gelebt wird, aber doch nicht das  ganze Leben bestimmt. Nicht wie bei einem Bayernfan, der mal sagte, wenn der FC Bayern absteigen würde, er sich das Leben nähme. Zwar ist das bei Bayern München mehr als unwahrscheinlich, zeigt aber eine klare Symptomatik. Wenn mir Lebensdetails mehr bedeuten als gut sein kann. Der Fußballgott kann sehr gemein sein - und was dann? Wie bei den Mammonisten, wo sich Milliardäre das Leben nahmen, weil sie nach Beginn der Wirtschaftskrise nur noch Millionäre waren. Auch Mammon ist ungerecht. Dann doch lieber mit Wein, Weib und Gesang feiernd mit Bacchus und Eros untergehen. Hier haben besonders junge Leute Chancen auf den Club der 27' er.

Nein, Geld, Karriere, Sex, Alkohol und natürlich König Fußball haben ihre Berechtigung im Leben. Alles kann gut sein und gut tun. Alles hat seinen Platz im Leben. Aber nichts davon sollte das Leben gefangen nehmen, den Blick einschränken. 
Luthers einfache Feststellung ist hier eine gute Orientierungsmöglichkeit. Was, wer ist mir das Wichtigste im Leben? Worauf baue ich? Wer oder was ist meine letzte Sicherheit. Wer oder was gibt mir Trost im Schmerz und hilft mir im Sterben? Für Luther war das Der aus dem alten Buch, der Bibel. "Ein feste Burg ist unser Gott" dichtete er im Lied. Ich habe 500 Jahre später für mich festgestellt, diese Burg steht immer noch, stabil und stark wie eh und je. Obwohl man heute eher das Bild vom sicheren Bunker verwenden würde. Ich würde gern wissen, wo für Dich die letzte Sicherheit liegt? Wer oder was ist Dein Bunker? Schreib mir mal.


Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz, für GottinBerlin.de

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Mittwoch, 15. Juni 2016

Ende der freien Meinungsäußerung?

Ende der freien Meinungsäußerung?
Joachim Gauck hat während seiner Amtszeit immer wieder auf das wertvolle Gut FREIHEIT hingewiesen. Die Bibel erwähnt auch eindeutig, dass wir zur Freiheit berufen sind. Freie Bürger also, die frei ihre Meinung äußern dürfen. Doch die Beobachtung der letzten Jahre in unserem Land bringt mich zum Nachdenken.
Ich habe das Gefühl,  solange meine Meinung dem herrschenden Mainstream gerecht wird, ist sie willkommen. Eine gegenteilige Meinung lässt man und  frau nicht mehr so einfach gelten. Oft erlebe ich Verleumdung, starke verbale Angriffe, ja sogar Drohungen. 

Menschen des öffentlichen Lebens erhalten immer häufiger Morddrohungen. Die soziale Kultur ist in einer bedenkliche Wandlung. Sie ist in eine Schieflage gekommen. Es fehlt immer häufiger am Respekt gegenüber der andersdenkenden Person. Die Attacken sind oft schamlos, entwürdigend und verletzend.
Wenn ein Volk sich immer mehr vom ehemals prägenden Wort Gottes entfernt, verschwinden auch die Werte, die eine Gesellschaft zusammen hält. 
Werte enstehen eben nicht durch Vernunft, durch Nachdenken. Sie werden von dem gegeben, der uns geschaffen hat und der somit weiß, wie seine Geschöpfe ticken.
Da stehen in der Bibel so genial einfache Regeln eines fruchtbaren Miteinanders. Z. B. : "Jeder achte darauf, den anderen höher zu achten, als sich selbst," Man sollte meinen, das ist ein selbstverständlicher Wert.
Ist er nicht mehr, zumindest nicht mehr in der politischen Auseinandersetzung. Werte für eine Gesellschaft kommen von Gott und eben nicht aus der menschlichen Vernunft. Wann waren wir Menschen schon mal vernünftig in der Geschichte der Menschheit?

Werner Zimmermann für GottinBerlin.com
Foto-Copyright: Thomas Gerlach