Freitag, 23. September 2016

Laufen bis nix mehr geht; Berlin-Marathon 2016


Der Legende nach lief der Militärbote Pheidippides 490 v.Chr. 40 km von Marathon nach Athen an einem Stück. Als er ankam rief er "euangelio, wir haben gewonnen" und brach tot zusammen. Am Anfang steht häufig eine scheinbar übermenschliche Leistung. Niemand scheint das bewältigen zu können. Doch dann machen sich Menschen dieses Übermenschliche zum Ziel, bis sie es erreichen. Als Bach seine Sonaten und Partiten für Solovioline komponierte, konnte das niemand spielen. Doch die Violinisten haben so lange daran gearbeitet, bis sie das spielen konnten. Ich habe diese auf Doppel CD und kann kaum glauben, dass da nur eine Violine zu hören ist.

Am 25.09. findet in Berlin der jährliche Marathonlauf statt. Menschen leisten, was früher unmöglich schien. 42,195 km werden am Stück gelaufen. Menschen, die an ihre Grenzen gehen, die sich ein Ziel gesetzt haben und nicht nachlassen, bis sie es erreicht haben. Zielstrebigkeit, Kampfgeist und der Glaube, es zu schaffen, die sich verbinden. Das geschieht in vielen Dingen des Lebens. Manch einer baut so seine Karriere. Ob das, was mir wichtig ist, am Ende auch wirklich wichtig und gut ist, sei mal dahingestellt. Das Ziel von Henkler und Koch, die meisten Waffen weltweit zu verkaufen, halte ich für eine perverse Leistung, die in einem den Frieden liebenden Land verboten werden müsste.

Engagement ja, aber wofür. Denn wenn ich ein Ziel habe, werde ich alles daran setzen, es zu erreichen. Und wenn ich es dann erreicht habe und feststellen muss, dass es mir gar nicht das bringt, was ich mir erwartet habe, war mein Engagement eine Fehlinvestition. Prozentual gesehen ist die höchste Selbstmordrate unter Millionären. Sie haben alles erreicht und stellen fest, dass das eben doch nicht das Leben ist. Während arme Leute noch von Reichtum träumen, stellen die Reichgewordenen fest, dass das zwar die berühmte Beruhigung ist, aber den Hunger der Seele nicht stillen kann. Erinnert mich an Jesus, der mal sagte, dass es dem Menschen nichts nützt, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber dabei die Seele zu kurz kommt, ja tiefen Schaden nimmt.

Kampf und Engagement ja, aber wofür? Paulus schreibt, dass viele in der Kampfbahn laufen und doch nur einer den Siegeskranz empfängt. Was er hier im Bild meint, ist nicht Geschwindigkeit sondern Thema. Also nicht der, der am schnellsten lebt ist hier der Sieger, sondern der, der für das Richtige lebt. Das Richtige ist, was dem Leben dient, es fördert und sich entfalten lässt. In Anbetracht dieser Welt, wird genau das Gegenteil gelebt. Die Menschheit zerstört Leben in allen Gattungen. Zwar schnell, aber eben pervers, dem Gegenteil des Lebens dienend. Die wirklich dem Leben Dienenden sehen selten einen Lorbeerkranz. Sie tun das Richtige und werden gesellschaftlich kaum wahr genommen. Dafür bekommen Kriegstreiber den Friedensnobelpreis.

Ich bewundere die Marathonläufer. Sie gehen an ihre Grenzen und tun sich doch etwas Gutes an. Trotz aller Schmerzen und Krämpfe. Wir Christen haben auch ein Ziel. Leben aus Gott. Ein Ziel, dass diese Welt nicht hat, ja sogar belächelt und verlacht. Als Marathonläufer rennen wir gegen einen Sturm an. Das kostet Kraft und kann ermüden und resignativ machen. So wie Umweltschutz und Friedensbewegung gegen Windmühlenflügel zu kämpfen scheinen, so erlebt sich der Christ nicht selten selbst in seiner Umwelt. Scheinbar siegt immer die Ungerechtigkeit, das Böse. Aber abgerechnet wird zum Schluss. Und vieles, was sich hier herrlich darzustellen scheint, wird sich als Schrott erweisen und auf dem Müllplatz Gottes landen. Und vieles, was hier so unscheinbar zu sein scheint, wird in Herrlichkeit erstrahlen. Es gibt eben auch eine Punktwertung und Gott ist die Jury.

Und eines ist im Christsein erlaubt, was Sportler nicht dürfen: Dopen. Unser Dopingmittel nennt sich Heiliger Geist, Gott in uns. Er gibt Kraft, Trost und ein klares Ziel vor. Was Ihn angeht, kann der Mensch niemals überdosiert sein.


Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

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Mittwoch, 21. September 2016

Nachruf! Mein Bauch gehört mir.

Mein Bauch gehört mir.
Am 17. September fand in Berlin der jährliche "Marsch des Lebens" statt. Die Bezirksämter wollten sich dagegen stellen, eine Gegendemonstration sollte mit Stinkbomben und Gülle auflaufen. War es so? Ihre Begründung lautet, dass da "christliche Fundamentalisten auf Mittelalterniveau" gegen Abtreibung demonstrieren. Und diese selbstgerechten, dümmlich unaufgeklärten Menschen nennen sich dann auch noch Freunde des menschlichen Lebens.

Erstens, ich finde als Christ Fundamentalisten jeglicher Art zum Erbrechen. Wer ernsthaft Christ sein will, dem steht eine fundamentalistische Haltung nicht zur Verfügung, denn die ist Jesus Christus nicht zu eigen. Der Christ ist liebe- und verständnisvoll. Ja, da werden auch Fundamentalisten mit marschieren. Aber eben vor allem Christen und andere Leute, denen das ungeborene Leben nicht egal ist.

Wer sich ein wenig Bildung aneignet, und nur der, der das tut, darf zu diesem Thema mitreden, wird eines feststellen. Von der biologischen Forschung her ist erwiesen, dass mit der Befruchtung der Eizelle im weiblichen Uterus von Beginn an alle Anlagen des menschlichen Lebens vorhanden sind. Der Embryo ist mehr als nur ein biochemischer Klumpen. Dein Bauch gehört dir? Nun, den darfst du ja auch gern behalten. Aber das Leben, das in dir heranwächst ist ein eigenständiger Mensch, über dessen Lebensberechtigung du nicht zu entscheiden hast.

Ich bin weit davon entfernt, Frauen, die abtreiben zu verurteilen. Steckt doch hinter dieser Entscheidung häufig eine große seelische und soziale Not. Die Seelsorge hat mich gelehrt, dass keine Frau abtreibt ohne einen eigenen seelischen Schaden davon zu tragen. Wenn hier einer demonstrieren will, dann bitte für eine Gesellschaft, in der niemand allein gelassen wird. Das Problem der Abtreibung ist, bis auf Ausnahmen, ein gesellschaftliches Problem. Wir sind weder familien- noch kinderfreundlich. Hier müssen Lösungen geschaffen werden, dass Frauen und Mädchen geschützt und mit Perspektive, und sei es eine spätere Adoption durch Menschen, die sich ein Kind wünschen, aber nicht bekommen können, aufgefangen, unterstützt und begleitet werden. Eine Abtreibungsideologie ist nicht nur dumm, sondern böse.

Ich glaube an einen Gott des Lebens. Kein Leben entsteht aus Versehen. Alles menschliche Leben ist zutiefst von Ihm gewollt.
                                                                 Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

Zwei weitere Hinweise zu dem Thema:
  1. Ein starker Film jetzt in den Kinos :http://www.kino.de/film/24-wochen/
  2. Unsere Unterseite zum Thema Abtreibung: www.abtreibung.hierinberlin.com
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Montag, 19. September 2016

Berlin hat gestern gewählt - Gar keine soo üble Wahl.

Gar keine soo üble Wahl
Wahl in Berlin. Große Überraschungen gab es nicht. Aber kleine, angenehme. Dass die AfD ihre Protestwähler einsammelt, damit war zu rechnen. Aber so doll war es dann doch nicht, wenn man mit Meck-Pomm vergleicht. CDU hat ihre Rechnung bekommen. Vielleicht lässt da mal die Arroganz nach. Selbst die FDP hat ihre Verzweiflungswähler gefunden und darf wieder ein bisschen mitspielen. Die Linke konnte, trotz AfD zulegen. Im Ostteil der Stadt sogar mit Abstand die stärkste Fraktion. Also rutschen doch wieder ein paar kluge Berliner mehr nach links statt, wie erwartet wurde, nach rechts. SPD und Grüne verlieren, bleiben aber stabil. Somit ist ein Regierungswechsel vorprogrammiert. Schluss mit Rot-Schwarz. Dafür Rot-Rot-Grün. Das macht Hoffnung? Nun, abwarten. Irgendwie aber schon, denn so, wie die letzten Jahre darf es nicht weiter gehen.

Mietpreisexplosion, unsortierte, von daher nervige Flüchtlingspolitik. Zerfallende Schulen mit 10% und mehr Schulstundenausfall usw. Berlin muss wieder sozialer werden. Dafür ist die jetzt mögliche Koalition unter den gegebenen Umständen die beste Voraussetzung. Die Hochfinanz, so hoffe ich, dürfte sich ärgern. Haben doch ihre Hauptdiener, die CDU und FDP keine Chance, ihnen an der Front zu Diensten zu sein. Stattdessen soll es mehr Direktdemokratie geben. Klingt erstmal gut. Aber:

Die Könige sind gewählt. Nun müssen die Propheten an den Start. Das können nur Leute aus dem Volk sein, die wissen und spüren, was in dieser Stadt abläuft. Wir dürfen die Regierenden nicht mehr einfach mal in Ruhe machen lassen (siehe BER). Wir müssen denen beständig auf die Füße treten. Friedlich für die gewollten Ziele demonstrieren. Hier kann Berlin Vorreiter werden, denn diese Stadt hat das richtige Volk dafür. Und vielleicht sind da auch Propheten, die auf das Reden Gottes hören, sich von Seinem Menschen- und Lebensbild her an die Mächtigen wenden und Gerechtigkeit fordern, wie es die Alten Propheten der Bibel taten. In jedem Fall muss Berlin wieder neu zusammen wachsen. Nicht neureich gegen arm. Sondern arm und reich zusammen für die Kinder und damit für die Zukunft dieser Stadt.

                                                                 Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de
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Pokemon go

Pokemon go
Gestern kam es zu einer Begegnung der ungeplanten Art: eine Gruppe Teenager war unterwegs und kam nicht weiter. Bedingt durch ein defektes Rad konnte die ganze Truppe nicht weiterziehen. Sie waren eigentlich auf der Jagd nach „Taschenmonstern“, die sich momentan weltweit, zumindest digital, auf unseren Planeten ausbreiten. Und durch einen trivialen Fahrradschaden kam es zu einer Zwangspause
Was jetzt? Ich hatte ihr Problem mitbekommen und konnte (als mit Werkzeug ausgerüstete Radfahrerin) „Erste Hilfe“ leisten. Eine Passantin war begeistert darüber, dass da eine Person samt Werkzeug scheinbar „zufällig“ an diesem Ort war und helfen konnte. 
Für mich war das kein Zufall, weil ich nicht an Zufälle glaube, sondern ein Impuls, diese Zeilen zu schreiben. Denn in letzter Zeit werde ich häufig mit dem Thema Spielsucht konfrontiert und frage mich (als Nicht-Spielerin), was die Faszination von pokemon go ausmacht. Ein Spiel, dass Alt und Jung gleichermaßen in seinen Bann zieht und Menschen aller Couleur buchstäblich in Bewegung setzt, selbst eingefleischte Couch-Potatoes. Auch recht vernünftig und bodenständig erscheinende Zeitgenossen können sich offensichtlich nicht dem Spielreiz und dessen Sog entziehen.

Wenn anfängliche Begeisterung und Leidenschaft für eine Sache plötzlich zur Sucht wird, sollte man sich unbedingt drei Fragen stellen und ehrlich beantworten:

1. Welche der beiden Gründe, weshalb Menschen in eine Abhängigkeit geraten können, sind bei mir der Auslöser? A) Langeweile oder B) Überforderung? Bei Antwort A) bitte letzten beiden Absätze lesen, bei B) Hilfe suchen und Problem angehen, auch wenn’s weh tut.

2. Wer oder was leidet unter eigentlich unter meiner Sucht? Mein Freundeskreis, meine Schule/Arbeit, mein Partner bzw. meine Familie, meine Gesundheit…?

3. Wieviel Zeit geht verloren, wenn man hinter Monstern herrennt, die gar nicht existieren?

Wenn man die Summe der Spielzeiten aller Berliner Spieler z.B. in Ehrenamtsarbeit investieren würde, frage ich mich, wie sich unsere Stadt Berlin positiv verändern könnte.
Und mit einer weitverbreiteten und tiefsitzenden Lüge möchte ich aufräumen: dass Spielen entspannt und ehrenamtlicher Einsatz stresst. Aus eigener Erfahrung und auch Beobachtung anderer kann ich sagen, dass bei einem sinnvollen und zeitlich machbaren Ehrenamtsjob wesentlich mehr Freude, Zufriedenheit und Sinn herauskommt, als bei jeder suchtartigen Freizeitbeschäftigung. Einfach mal ausprobieren.

Also pokemon go…!

Jutta Lörler aus Berlin-Reinickendorf für GottinBerlin.de

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Freitag, 2. September 2016

Mein Gott, warum?


Mein Gott, warum?
Mein Gott warum lässt du all das Elend in der Welt geschehen?

Mit diesen, oder ähnlichen Worten klagen wir Menschen unseren Schöpfer an.
Wobei viele Menschen, die so reden, gar nicht an einem Schöpfer - Gott glauben.
Auch wir Christen stellen immer wieder diese Frage, wenn wir Leidvolles erleben oder wir von dem Elend in der Welt  erfahren.
Ich werde auch nicht versuchen eine Antwort darauf zu geben, weil es keine Antwort, die wir Menschen verstehen, darauf gibt.
Doch aus der Bibel habe ich etwas unendlich Wertvolles über diese Frage, aus dem Buch Hiob, gelernt.

Hiob war ein Mensch ganz nach Gottes Wohlgefallen.
Wir können in der Bibel nachlesen, wie Gott selbst die Vorzüge des Hiob aufzählt.
Dort steht: Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse. (Hiob 1,8)

Ist das der Grund, weshalb es Hiob so gut ergeht?
Denn er war mit einer großen Familie gesegnet worden.
Außerdem besaß er viele Ländereien und viel Vieh.
Er war also ein reicher Mann.

Doch was ist mit den Menschen, die auch nach den gleichen Kreterin leben, Gott über alle Maßen lieben und verehren und denen es trotzdem an vielem fehlt?

Dienstag, 30. August 2016

Die Leidensfrage; jetzt auch als Webinar

Die Leidensfrage; jetzt auch als Webinar.
Eine Familie hatte zwei Töchter. Eine hatte einen tödlichen Unfall. Die Eltern, beide Christen, brachen zusammen. Sie verstanden Gott nicht mehr. Wie kann Er das zulassen? Der Mann kündigte Gott die Freundschaft, wollte mit Ihm und der Kirchengemeinde nichts mehr zu tun haben. Er zog sich zurück und verbitterte. Die Frau warf sich mit ihrer Trauer Gott an den Hals. Sie ließ sich von Glaubensgeschwistern tragen und trösten. Sie bekam von Gott keine Antwort nach dem Warum? Aber sie erfuhr Seinen Trost, fand ins Leben zurück, war für ihre zweite Tochter da. Sie fand Frieden.

Als Hiob seine Kinder, seine Knechte, Herden, Ernte und Immobilien verlor, hatte er keine Antwort auf das Warum. Drei Freunde besuchten ihn und, das wird gern überlesen, saßen sieben Tage schweigend bei ihm. Keiner sagte ein Wort, denn sie sahen seinen Schmerz. Erst als sie anfingen, darüber zu diskutieren, wo die Ursache für die Katastrophe lag, wer daran Schuld hat, kommt es zum unbarmherzigen Streit. Aus den Mitleidenden wurden Analytiker. Sowas geht nach hinten los.

Wir können das Leid nicht erklären. Schon gar nicht dem, dem die Seele vor Schmerz
zerreißt. Jeder Erkärungsversuch würde das Leiden nur billig machen. Das Fragezeichen bleibt, Gott erklärt sich nicht. Aber Er lässt uns mit unserem Schmerz nicht allein. Er ist der mitleidende Gott, so wir Ihn lassen. Denn in Jesus hat Er alle Traurigkeit und allen Schmerz dieser Welt durchlebt. Und Er hat versprochen, dass alles Leiden sein Ende finden und Er alle Tränen abwischen wird. So auch wir. Wir können leidende Menschen nur mitleidend und tröstend begleiten. Nicht ob wir in diesem Leben (auch) leiden müssen stellt sich, sondern ob und wie wir damit umgehen. Aus positiv durchstandenen Leidenskrisen können, manchmal geheimnisvoll, großartige neue Lebensinhalte hervorgehen.

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de
Foto-Copyright: fotolia.com | #104042178 | ChenPG

Hier nun zu dem Webinar-Angebot zu dem Thema: 

Gott und das Leid. Warum lässt ein liebender Gott Leid zu?

Das Thema "Gott und das Leid" ist ein Dauerbrenner und eine oft gestellte Frage: "Wie kann das Gott zulassen?"
Pfarrer und Buchautor Alexander Garth wird darüber ein einstündiges Webinar halten. 

Seien auch Sie am 11.09.2016, ab 20:00 Uhr dabei. Zur Anmeldung klicken Sie sich bitte in diesen Link hinein, füllen die drei Felder aus und senden es ab; dazu den Button "Anmelden" anklicken.

Sie erhalten dann eine Anmeldebestätigung per E-Mail.

Sie haben dazu noch Fragen oder möchten eine genauere Anleitung von uns bekommen? 
Bitte senden Sie mir, Projektleiter Thomas Gerlach, dazu eine E-Mail.

Thomas Gerlach

Mobil: 0172-3079544

Mittwoch, 17. August 2016

Werden fremde Herren die Deutschen als Sklaven behandeln?

Werden fremde Herren die Deutschen als Sklaven behandeln?
Es kommt die Zeit des Erwachens in Deutschland. Aber dazu wird es dann mal wieder zu spät sein. Den Menschen wird es dann langsam dämmern, dass die Weisheit Gottes weiser war, als menschliche Weisheit, Vermessenheit, Intelligenz, Vernunft und Arroganz.  Menschen werden dann erkennen, dass alles, aber auch wirklich alles, was Gott vorausgesagt hat, eingetroffen ist.
Dann werden wir erkennen, dass Gottes Wort nicht nur Privatsache ist, sondern auch Anleitung für Gesellschaft,  Rechtswesen und Politik, usw.

Wir hätten uns halt doch mal früher nach Gottes Wort  richten sollen.    In 5. Mose 28, 43-44 lesen wir zum Beispiel folgendes wörtlich in der GUTEN NACHRICHT BIBEL nachzulesen:

"Die Fremden, die bei Euch leben, werden ihren Besitz vergrößern und immer mehr Einfluss gewinnen, während es mit euch immer mehr bergab geht. Ihr könnt ihnen nichts mehr leihen, sondern werdet von ihnen borgen müssen, und schließlich werden sie die Herren sein und ihr die Slaven."

Wetten, das auch diese Voraussage zutrifft?

Das zeigt uns, sobald ein Volk seinen Gott verlässt, bekommt es Probleme.  Dann werden halt auch mal so nebenbei fremde Völker zu uns geschickt, die uns ausplündern dürfen (2. Könige 17, 20) oder Familien werden nicht mehr mit Kindern gesegnet ( Psalm 128,2). Gott sorgt dafür, dass die besten Anreize zum mehr Kinder kriegen nicht mehr fruchten. Nicht Paare entscheiden über die Zahl ihrer Kinder,  Gott entscheidet. Wann geht das in unseren Kopf?

Bei allen Betrachtungen gesellschaftlicher oder politischer Probleme wird die geistliche Dimension konsequent ausgeblendet. Die gesamte Gesellschaft wird für die Wahrheit immun gemacht. Die Plätze,  an denen Gott angebetet werden könnte, verschwinden. Kreuze werden abgehängt, den Fremden gegenüber müssen wir doch neutral sein. Kirchen werden verkauft, werden in Supermärkte, Galerien oder Moscheen umgewandelt. "So wahr mir Gott helfe", wird in immer mehr Bundesländern aus der Verfassung gestrichen usw.

Wetten, dass uns das alles eines Tages unendlich leid tun wird?

Die Kirchen waren nach dem 2. Weltkrieg voll. Das kommt wieder. Denn dann suchen wir wieder Gott, aber er wird sich nicht mehr finden lassen, weil er uns längst aufgegeben, ja dahingegeben hat. Vor jeder Kirchentür steht dann ein Imam, der uns morgens um vier freundlich begrüßen und zum Gebetsteppich leiten wird.

Wie sieht es heute schon ganz praktisch aus?

Habe vor kurzem eine Bekannte in einem großen Berliner Krankenhaus besucht. Sie erzählt mir folgende Geschichte:

Zum Abendessen wird für die gehfähigen Patienten ein Buffet aufgebaut. Ihre Bettnachbarin ausländischer Herkunft macht sich mit ihr auf den Weg zum Essen. Plötzlich kommen fünf Besucher meiner Bettnachbarin. Sie fragen nur GELD? oder KOSTENLOS?. Das Buffet ist für Patienten natürlich kostenlos. Das ist ja prima denken sich die fünf Besucher und schlagen sich die Teller voll und nehmen an den Tischen Platz. Keine zwanzig Minuten später kommen weitere sieben Personen mit zwei Kindern aus der Verwandtschaft meiner Bettnachbarin und    ----    werden ebenfalls von ihr zum Essen eingeladen.
Vorsichtig wage ich mal anzufragen, ob denn die Nahrung nicht ausschließlich für Patienten gedacht sei, bekam ich zur Antwort: Meine Verwandten kommen jeden Tag zum kostenlosen Abendessen hierher. und:  "Außerdem gehe mich das gar nichts an", brubbelte ein "Onkel" dazwischen und sagte er: "gehöre dies alles in einem Jahrzehnt sowieso ihnen". Was heißt "dies alles"? Das Essen oder die ganze Klinik?

Diese Vorfälle seien normal, meint die Stationsschwester resigniert.

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, wir sind schon mehr durch Fremde unterwandert als uns lieb ist. Fast unmerklich hat dieser Dammbruch eingesetzt.
Das sollte doch jeden zum Nachdenken, Umdenken und Handeln bringen. Der oft so bescholtene Seehofer kommt ins Nachdenken. Vielleicht dämmert es ihm, dass man ohne Gott aufs falsche Pferd gesetzt hat?

Oben haben wir gelesen,  dass es mit uns bergab geht, wenn wir nicht Buße tun und zu unserem Gott zurück finden. Die Ausplünderung ist schon in vollem Gange. Nicht nur das Abendessen in der Berliner Klinik. Denken wir an die immensen Ausgaben für die Fremden im Land,  an die zusätzliche Ausbildung für Integrationsmaßnahmen. Denken wir an die gigantischen Ausgaben für mehr Polizei, um die Sicherheit zu gewähren. Trotzdem wird unser Leben von Tag zu Tag unsicherer.
Wie kommt das eigentlich? Da vielen die Weisheit des Lebens abhanden gekommen ist, leben wir halt nach folgendem Motto:
Nur weiter so, wir werden das schon schaffen.
Wezi für gottinberlin.com
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Mittwoch, 3. August 2016

Beerdigung

Beerdigung
Beerdigungen sind eine ehrliche Sache, wie ich finde. Morgen bin ich auf einer und werde das erleben, was ich so häufig bei diesem Anlass wahr nehme. Jeder, der die Friedhofskapelle betritt und den Sarg oder die Urne sieht, wird sich dessen bewusst, dass es irgendwann mal seine Beerdigung sein wird. Der Mensch morgen war über achtzig, was den Anlass in Ordnung sein lässt. Traurig sind Beerdigungen, bei denen man den Eindruck hat, der/die Verstorbene ist vor der Zeit gegangen.

Das, was wir sonst gern verdrängen, steht hier in ganzer Klarheit vor Augen: jeder von uns muss einmal sterben. Diese Endgültigkeit ist hier deutlich, wie sonst kaum etwas. Für alles, was ich ihm/ihr noch sagen wollte, jeder Konflikt, der noch hätte ausgeräumt werden müssen, dafür ist es nun zu spät. Wenn der Apostel Paulus einmal schreibt, dass wir die Sonne nicht über unserem Zorn untergehen lassen sollen, meint er genau das. Wer weiß, ob es ein Morgen mit dem anderen Menschen geben wird? Falls nicht, bleibt alles Unerledigte unerledigt zurück.

Wem wolltest du noch sagen, dass du ihn/sie liebst? Wen musst du noch um Vergebung bitten oder selbst vergeben? Für Versöhnung und Liebesbekundungen gibt es kein zu früh. Wohl aber ein zu spät. Und niemand von uns weiß, wann dieses zu spät eintreten wird. Hier gilt wirklich der Satz, dass man jeden Tag leben sollte, als wenn es der letzte ist.

Was mich für morgen tröstet ist, dass ich diesen Menschen als Christen beerdigen darf. Wie unterschiedlich ist doch der Abschied am Grab, wenn man sagen muss: von der Erde bist du genommen. Zu Erde sollst du werden. Erde zu Erde. Asche zu Asche. Staub zu Staub. Oder aber wenn ich sagen darf: es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Dass Gott ein Gott des Lebens ist, über dieses Leben hinaus. Wohl dem, der diese tröstende Gewissheit hat. Hast du ihn, diesen Trost Gottes?


Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

 Foto-Copyright: fotolia.com | #52978072 | Robert Hoetink

Freitag, 29. Juli 2016

Ohne Worte?

Iris B.: "An der Hand".
"Du darfst doch nicht die armen Blinden ausgrenzen!" Das kam immer wieder bei mir an; doch ohne Worte. Hätte man es mir direkt gesagt, hätte ich die Chance gehabt, zu antworten: "Die vielen Migranten ausgrenzen, das ist wohl in Ordnung?!"

Kennen Sie die Goldene Regel im Matthäusevangelium 7,12?

"Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. "

Mein Fazit ist, dass auch fromme Christen auch nur Menschen sind und es auch mal wichtig ist, konstruktive Kritik an uns zu äußern, besonders wenn es um Streichen von Bibelstellen im Kopf geht.
Das ist zwar gesellschaftlich nichts schlimmes wir Diebstahl oder (schwere) Körperverletzung, doch es ist einfach verletzend, wenn Beziehungen so einseitig sind.
Streiche ich einen Betrag aus einer Rechnung, meldet sich der Rechnungssteller sofort, wenn er die 
Streichung nicht einsieht. Die andere Variante ist, dass der Rechnungssteller mit der Streichung einverstanden ist.

Ist das nicht ein Zeichen, wie barmherzig Gott ist, wenn er uns nicht postwendent wie der Rechnungssteller unter die Nase reibt, dass wir in unserem Leben Teile aus seinem heiligen Wort eliminieren?
Nun komme ich zu den armen Blinden. Durch ein Inklusionsprojekt bekam ich Kontakt zu blinden Menschen. Meine neue Erfahrung war, dass sie mit gemalten Bildern wesentlich unkomplizierter umgehen als viele ihrer sehenden Zeitgenossen. Eine blinde Bekannte von mir malt sogar selber.

Am meisten beeindruckte mich ein blinder junger Mann, der auf dem Louis-Braille-Festival die Beschreibung eines Rembrandt-Bildes vorlas. Dieses Bild selber wird er nie in seinem Leben zu Gesicht bekommen.

Iris B. aus Berlin für GottinBerlin.de

Dienstag, 26. Juli 2016

Mitfahrgelegenheit am Sonntag

Mitfahrgelegenheit am Sonntag
Da habe ich wieder eine günstige Mitfahrgelegenheit erwischt! Der Fahrer fährt von Nürnberg nach Berlin zu einem Preis, den man sich auch als Student leisten kann. Und so hat man dann normalerweise auch die Mehrheit dieser “Spezies” an Bord.
Der Fahrer selbst steht seit nicht allzulanger Zeit im Berufsleben. Nachdem wir uns austauschen über dieses und jenes (man nennt es Small-Talk), kommen wir irgendwie auf das Thema Sonntag zu sprechen.
Er ist empört darüber, dass ihn die Kirchenglocken am Sonntagmorgen regelmäßig aus dem Tiefschlaf reissen, sich aber andererseits Anwohner beschweren, wenn nach Mitternacht die Polizei alarmiert wird, nur weil die “Mucke” angeblich zu laut sei.
Dafür hat er überhaupt kein Verständnis.
Dann meckert er weiter, und fragt sich, warum nicht jeder Sonntag zum verkaufsoffenen Sonntag erklärt wird– schließlich hat man da endlich mal Zeit zum entspannten Shopping.
Ich frage ihn, warum er dass denn nicht am Samstag machen würde.
Da war kurz Stille – aber nur um kurz Luft zu holen und dann im vorwurfsvollen Ton zu antworten: “Da muss ich mich doch erholen von Freitag Nacht. Den Tag brauche ich zum Ausschlafen!
Im Stillen rechne ich kurz: ca. 1,5 Tage zum Ausschlafen. Das große Schlafbedürfnis auf der einen Seite und das intensive und laute Feiern auf der anderen Seite ist in unserer westlichen Gesellschaft grundsätzlich kein Problem – nur mit den Zeiten hapert es, da hat sich was verschoben.
Ich erkläre ihm, dass ich auch zu dieser Sorte Mensch gehöre, die sich gerne am Wochenende erholt: ich geniesse es, dass es einen Tag in der Woche gibt, an dem es etwas ruhiger zugeht, z.B. weniger Verkehr in der Stadt (keine LKWS) und vor allem keine gestressten Einkäufer an einem vorbeirasen, die Konsumgier ist für einen Tag in der Woche etwas gebremst. Außerdem habe ich endlich Zeit für die wirklich schönen und wichtigen Dinge: ich treffe Freunde, lese ein Buch, gehe in die Kirche, habe dort Gemeinschaft mit Gott und Mensch, oder bin mit dem Rad auf einer längeren Tour unterwegs.
Mein Fahrer kommt etwas ins Nachdenken und ist plötzlich still. Ich erwarte wieder einen verbalen Gegenschlag. Allerdings ist er dieses Mal etwas leiser und sagt nachdenklich: aus dieser Perspektive habe ich den Sonntag noch nie gesehen. Stimmt, eigentlich ist das ganz angenehm, dass es in der Stadt ruhiger ist. Und auch, dass nicht so viele arbeiten müssen. Wenn es den Sonntag nicht mehr gäbe, wäre die Welt wahrscheinlich anders.
Ich lehne mich entspannt in den Sitz zurück und bin froh, einen Sonntags-Ingnoranten zum Nachdenken gebracht zu haben und den Sonntag mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Die Sonntagsfahrt hat sich also nicht nur verkehrstechnisch oder auch in finanzieller Hinsicht gelohnt…vielleicht gibt es künftig wieder einen Menschen mehr auf dieser Welt, der den Sonntag heiligt, also ihn anders lebt als die restlichen 6 Werktage und ihn als Geschenk Gottes annimmt, zur Ruhe und Erholung und um die intensiver zu treffen, für die man sonst nicht viel Zeit hat.
Jutta Lörler Berlin-Märkisches Viertel für GottinBerlin.de
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