Donnerstag, 12. Januar 2017

Würden Sie einem Mörder Guten Morgen sagen?

Berlin Moabit Gefängnis
Würden Sie einem Mörder Guten Morgen sagen?

Würden Sie einem Mörder Guten Morgen sagen?

"Ich doch nicht!"

"Nur auf Abstand!"

"Bin ich denn Lebensmüde?"

"Wehe ihm, er nähert sich meinen Kindern!"

Wer einen schwachen Punkt in seinem Leben hatte, muss damit rechnen, in den Knast zu kommen und für immer von der Gesellschaft missachtet zu werden!

"Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben." Marie von Ebner-Eschenbach

Einer meiner Nachbarn sitzt in Moabit ein. Er hatte seine Ehefrau erschlagen. Fünfzehn Jahre hat er bekommen. Nun sind es noch zehn Jahre, wo er einsitzt. Und dann, wenn er freigelassen wird? Wenn er durch unsere Straße geht, um noch mal sein in zwischen verkauftes Haus, zu sehen. Werde ich ihn grüßen? Hat er es verdient, gegrüßt zu werden?

Gott hat sich selbst zum Menschen gemacht, um uns Menschen zu zeigen, wie ein Miteinander unter den Menschen Möglich ist. Wie denn?

Hör es dir mal an, wie Jesus Christus, so hat Gott sich auf dieser Welt genannt, über das Leben gedacht und gesprochen hat. Thomas Nachtigall liest das Markus-Evangelium nach der Übersetzung von Martin Dreyer aus der Volxbibel. Die Lesung dauert keine zwei Stunden und du wirst aus dem Staunen nicht heraus kommen.

Das Wetteramt sagt zum Wochenende viel Schnee und kaum Sonne an. Mach es dir zu Hause gemütlich, ein warmes Getränk vor dir, den Kopfhörer auf die Ohren und begib dich in eine Geschichte hinein, die weiterhin revolutionär aber auch das Heil der Menschheit ist.

Nach dieser Geschichte frage dich dann selbst, ob Du einem Mörder einen Guten Morgen wünschen würdest.
Thomas Gerlach, Berlin-Reinickendorf, für GottinBerlin 
Foto-Copyright: TG

Montag, 26. Dezember 2016

Märchen vom Auszug aller Ausländer

Während der Advents- und Weihnachtszeit  lieben es viele Menschen Märchen zu lesen oder zu erzählen.
Ich habe ein Märchen entdeckt, in dem erzählt wird, wie es sich in Deutschland leben lässt, ohne ausländische Beteiligung. Ich möchte euch daran Teil haben lassen.

Lucie Reichert, Berlin-Tempelhof, für GottinBerlin.de

Märchen vom Auszug aller Ausländer

Märchen vom Auszug aller Ausländer
Es war einmal etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Marktplatz der Stadt kamen ein paar Männer gezogen.  Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer:
 > Ausländer raus<  und  > Deutschland den Deutschen < .
Steine flogen gegen in das Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.

> Los, kommt, es reicht, wir gehen. <
> Wo denkst du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden? <
> Da unten? Das ist doch immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer.
Wir tun was an der Wand steht: Ausländer raus! <

Tatsächlich mitten in der Nacht kam Bewegung in die Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf:
Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtsverpackungen.
Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann der Kaffee, palettenweise, der Deutschen Lieblingsgetränk; Uganda, Kenia und Lateinamerika war seine Heimat.
Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und Erdbeeren und alle Obstsorten aus Südafrika.  Fast alle Weihnachtsleckereien brachen auf, Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne,
die Gewürze in ihrem Innern zog es nach Indien. Der Dresdner Christstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen  Rosinenaugen, als er zugab:  Mischlingen wie mir geht’s besonders an den Kragen. Mit ihm kamen das Lübecker Marzipan und der Nürnberger Lebkuchen.

Nicht Qualität, nur Herkunft zählte jetzt.  Es war schon in der Morgendämmerung, als die Schnittblumen nach Kolumbien aufbrachen und die Pelzmäntel mit Gold und Edelsteinen in  teuren  Chartermaschinen in alle Welt starteten. Der Verkehr brach an diesem Tag zusammen. Lange Schlangen japanischer Autos, vollgetopft mit Optik und Unterhaltungselektronik, krochen gen Osten.
Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von feinen Seidenhemden und Teppiche des fernen Asien.
Mit Krachen lösten sich die tropischen Hölzer aus  den besonderen Möbelstücken und schwirrten ins Amazonasbecken. Man musste sich vorsehen, um nicht auszurutschen, denn überall her quoll Öl und Benzin hervor, floss in Rinnsalen und Bächen zusammen Richtung Naher Osten. Aber man hatte ja Vorsorge getroffen. Stolz holten die großen deutschen Autofirmen ihre Krisenpläne aus den Schubladen: Der Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden. Wozu ausländisches Öl? – Aber die VWs und BMWs begannen sich aufzulösen in ihre Einzelteile, das Aluminium wanderte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, ein Drittel der Einzelteile nach Brasilien, der Naturkautschuk nach Zaire. Und die Straßendecke hatte mit dem ausländischen Asphalt im Verbund auch immer ein besseres Bild abgegeben als heute.
Nach drei Tagen war der Spuk vorbei, der Auszug geschafft, gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest.
Nichts Ausländisches war mehr im Land. Aber Tannenbäume gab es noch, auch Äpfel und Nüsse. Und „Stille Nacht“ durfte gesungen  werden – zwar nur mit Extragenehmigung, das Lied kam immerhin aus Österreich.
Nur eines wollte nicht in Bild passen. Maria und Joseph und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet.  „Wir bleiben“, sagte Maria.  >Wenn wir aus diesem Land gehen – wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, den Weg zurück zur Vernunft und Menschlichkeit.
Ein Märchen von  Helmut Wöllenstein
Foto-Copyright: fotolia.com |  #84107817 |  Jamrooferpix

Dienstag, 20. Dezember 2016

#Breitscheidplatz in Berlin

Wir Menschen schaffen es immer wieder, uns gegenseitig Leid zuzufügen. Gestern Abend mal wieder, auf dem Weihnachtsmarkt, mitten im Herzen von West-Berlin. Das Attentat trifft uns besonders hart, da wir doch meinten, wir wären alle aufgeklärt und vernünftig.


#Breitscheidplatz in Berlin
Die Welt ist krank und ohne Medizin. Wer jetzt eine "heilende Medizin" auf den Markt bringen würde, wäre der Held. Jedenfalls ist es nicht der Humanismus, die Religionen, der Kommunismus, der Kapitalismus. An was wollen wir noch glauben, was bleibt übrig?

Vielleicht hilft es, die Frage zu stellen, nicht an was, sondern an wem zu glauben. Wem glaubst Du? 

Ich glaube an Jesus Christus, ich traue es IHM zu, diese Menschheit, jetzt in meiner Generation (ich bin Bauj. 61), positiv zu verändern. Er hat es selbst vorgemacht. Und als es darum ging, Opfer zu bringen, da hat ER sich selbst geopfert und das, ohne jemanden mit in den Tod zu ziehen.

Du suchst nach Trost und Antworten? Beanspruche einen eMailpartner. Er nimmt sich Zeit für Dich.

Wir, das Team von GottinBerlin.desolidarisieren uns mit den Opfern und deren Angehörigen. 


Thomas Gerlach, Projektleiter von GottinBerlin.de



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Foto-Copyright: fotolia.com | #80475127 | Sven Maaßen Schleife