Freitag, 21. April 2017

Wieder einmal ein Armutsbericht.

Die Armen werden nicht nur immer ärmer, sie werden auch immer zahlreicher. 

Andrea Nahles  zitiert mit Hinweis auf den aktuellen Armutsbericht vom April 2017:  50% des Vermögens in Deutschland besitzen 10% der Bevölkerung. 
Dennoch, Gott hatte ursprünglich ein besseres, vor allem gerechteres Wirtschaftssystem vorgesehen. Gott? Hat der denn von Wirtschaft und Finanzen im 21. Jahrhundert überhaupt Ahnung?
Wieder einmal ein Armutsbericht.
Die Schere arm/reich geht also weiter auseinander. Warum  -  fragt eigentlich niemand.  Was geht denn da vor sich? Wieso werden Reiche immer reicher, obwohl sie doch längst mehr als genug zum Leben haben? Warum verschulden sich immer mehr Firmen und Privathaushalte?  Wenige fragen nach den Ursachen. Ist auch viel zu kompliziert. Das ist nun mal so, wie es ist. Lasst uns lieber Krimis oder Fußball gucken. Das ist entspannter, unterhaltsamer.

Was aber niemand weiß, dass die Armen immer zahlreicher werden, hängt mit der größten Abzocke der Menschheitsgeschichte zusammen. Es soll aber niemand merken. Und eine Finanz-Elite sorgt dafür, dass es auch niemand merkt.
Nur, wenn es so weitergehen würde, hätte zuletzt ein einziger Mensch das gesamte Vermögen. Doch vorher kracht es irgendwann. Das klingt zwar unglaublich, dennoch ist es so. Es gäbe  genug Leute im Land, die Durchblick haben. Die werden ignoriert, tot geschwiegen oder als kleinkariert hingestellt. Hauptsache der Clou wird niemals aufgedeckt. 


Fachleute müssen her!

Wenn ich auf diesem Blog versuchen würde, alles erklären zu wollen, würde mann/frau auch mich zu den verqueren  Verschwörungstheoretikern zählen. Ich verweise deshalb besser auf Fachleute wie auf den Berliner Wirtschaftsprofessor BERND SENF (auf youtube zu hören), auf die kleine HUMANWIRTSCHAFTSPARTEI und auf das Alte Testament, das diesen Wirtschaftsvorgang als größten Diebeszug in der Geschichte der Menschheit geißelt, auf den die Menschen in allen Jahrhunderten immer wieder reingefallen sind und reinfallen. Übrigens: Die meisten Menschen, denen ich das Problem und den Grund dazu erkläre, sagen nur 'ach so ist das" und gehen zur Tagesordnung über.

Hat Gott überhaupt Ahnung vom heutigen Wirtschaftssystem?

Dennoch, Gott hatte ursprünglich ein besseres, vor allem gerechteres Wirtschaftssystem vorgesehen. Gott? Hat der denn von Wirtschaft und Finanzen im 21. Jahrhundert überhaupt Ahnung? In den 5 Büchern Mose einfach mal nachlesen und gründlich darüber nachdenken. Da ist schon so manchem ein Licht aufgegangen.
Wezi für gottinberlin.de 

Foto-Copyright: fotolia.com | #105605499 | Jürgen Fälchle

Samstag, 15. April 2017

Berliner Karfreitagsprozession 2017

Diesmal mit muslimischer Beteiligung
In diesem Jahr nahmen meine Frau und ich wieder einmal an der ökumenischen Karfreitagsprozession in Berlin-Mitte teil. Dies sei eine geistliche Übung – so hieß es in dem Handzettel - Leid auszuhalten und sich dem Schmerz zu stellen. In sieben Stationen betrachteten wir bei diesem Schweigemarsch die Passion Jesu Christi und gedachten der Opfer linker, rechter und islamistischer Gewalt. Auch die Muslimin Seyran Ates, die durch ihren Einsatz für Menschenrechte und gegen religiöse Gewalt bekannt ist, war dabei.
Am Berliner Dom erinnerte uns Pfarrer Nikolaus Schneider an das Schicksal der 15-jährigen  Nigerianerin Aisha Moussa, die im Februar vergangenen Jahres von der islamistischen Terrormiliz Boko Haram in ein Lager im Sambisa-Wald verschleppt worden war und ein unvorstellbares Martyrium erleiden musste, bis ihr die Flucht gelang: „Ich wurde bis zur Taille eingegraben. So wollte man mich zwingen, zum Islam überzutreten“, erinnert sich Aisha. Nach knapp drei Wochen Tortur gab sie den Widerstand auf. Sie widerrief ihren christlichen Glauben und wurde mit einem der Fundamentalisten zwangsverheiratet – einem Mann, den sie auf Anfang 30 schätzt.
Tagsüber musste sie wie viele andere Mädchen im Lager arbeiten, doch am meisten fürchtete sie sich, wenn der Ehemann abends zurückkam, denn das bedeutete Misshandlung und Vergewaltigung bei vorgehaltenem Revolver. Nach Angaben der Vereinten Nationen sollen in Nigeria bis zu 7000 Mädchen und Frauen in Gefangenschaft der Terroristen leben: „Sie werden zwangsverheiratet, als Sexsklavinnen gehalten, müssen Waffen transportieren oder werden zu Selbstmordattentaten gezwungen.“ Aisha ist eine der wenigen Mädchen, der die Flucht gelang.
Kim – gefangen in Nordkorea
An der Neuen Wache, einer Erinnerungsstätte für alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, konfrontierte uns Kyoung-Sun Kang von der koreanischen Gemeinde mit der Christenverfolgung in Nordkorea, wo ein unmenschliches Regime Menschen brutal unterdrückt. Die Journalistin Antje Schippmann schilderte das Leben und die Haftbedingungen von Kim Yong Sook, die vor 17 Jahren aus Nordkorea fliehen konnte. Mit 16 Jahren erlebte sie, dass ihr Vater und ihr Großvater abgeholt wurden, weil ihre christliche Gruppe aufgeflogen war. Die Familie wurde zwangsdeportiert, lebte in ärmlichsten Verhältnissen und litt unter der Hungerkatastrophe in den 90iger Jahren, als die staatlichen Essensrationen eingestellt wurden. 
1997 wagte sie mit ihrer Familie einen Fluchtversuch, wurde jedoch gefasst und eingesperrt: „In einer kleinen Zelle musste sie mit 30 Frauen leben, ihre Strafe: Sitzen. Von morgens 5.30 Uhr bis abends 23 Uhr mussten die Frauen auf engstem Raum im Schneidersitz ausharren, durften nicht reden, sich nicht bewegen. Noch heute kann Sook ihre Beine nicht lange ausstrecken, sie werden dann taub. Zum Schlafen lagen die Frauen aufeinander, ineinander verhakt, es wäre vielleicht Platz für sechs Menschen gewesen, aber nicht für 30, erinnert sie sich.“
Heute lebt Kim Yong Sook in Südkorea, träumt jede Nacht von ihrer Heimat, wünscht sich die Rückkehr in ein befreites Nordkorea, fühlt sich aber von der Politik im Stich gelassen. 
Opfer des Nationalsozialismus und des kommunistischen Terrors
Weiter ging es zur katholischen St.Hedwigs-Kathedrale, der katholischen Bischofskirche von Berlin. In ihrer Krypta wird der vielen Glaubenszeugen Berlins gedacht. Der von den Nationalsozialisten ermordete Domprobst Bernhard Lichtenberg ist hier beerdigt. Doch auch der Opfer linken Terrors werde hier gedacht, sagte Erzbischof Dr. Heiner Koch. Er nannte hier stellvertretend Petro Werhun, den Seelsorger der ukrainischen Katholiken in Berlin ab 1927. Er blieb hier trotz der Schikanen durch die Nazis, wurde dann aber vom 1945 vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet und zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt, die er in einem Straflager am Baikalsee verbüßte. Danach wurde er nach Sibirien verbannt, wo er am 7. Februar 1957 entkräftet starb. 
Die Glaubenszeugen Berlins starben, so Erzbischof Koch, weil sie sich in letzter Konsequenz unter das Kreuz Christi stellten: „Das ist es, was wir heute zeichenhaft und hoffentlich auch mit unserem Leben tun: Wir heben das Kreuz empor, tragen es durch unsere Straßen und folgen ihm nach. Wir tun es voller Liebe und voller Hoffnung, dass das Kreuz uns den Weg zeigt, der vom Tod zum Leben führt.“
Malala Yousafza – Opfer der Taliban
Danach führte die Prozession zum Reiterstandbild Friedrich II., der durch seine liberale Religionspolitik bekannt ist. Seyran Ates, Initiatorin einer liberalen Moschee in Berlin, sprach hier über Malala Yousafza, die mit 11 Jahren einen Blog im Internet begonnen hatte, in dem sie über Missstände in ihrem Land Pakistan und die Gräueltaten der Taliban berichtete. Auch weil sie als Klassenbeste für die Bildung von Mädchen kämpfte, wurde sie zu einer Gefahr für die islamistischen Terrorkämpfer. Am 9. Oktober 2012 bestieg ein Taliban ihren Schulbus und schoss in die Menge der Kinder. Sein Hauptziel war die jetzt 15-jährige Malala. Aus nächster Nähe schoss er ihr in den Kopf. 
Britische Ärzte konnten ihr Leben durch viele Operationen retten. 2014 wurde ihr der Friedensnobelpreis verliehen. Dennoch kann sie nicht in ihre Heimat zurück, da ihr dort immer noch viele nach dem Leben trachten. Von der UN wurde sie in der letzten Woche zu einer Friedensbotschafterin erklärt. 
Weder ihr politisches Engagement noch ihr Glaube an Gott konnte von den religiösen Fanatikern gebrochen werden. In ihrer Biographie schrieb sie: „Wie groß ist Gott! Er hat uns Augen geschenkt, um die Schönheit der Welt zu sehen! Hände, um sie zu berühren; eine Nase, um ihren Duft zu riechen und ein Herz, um für all das dankbar zu sein!“ 
Von links n. r.: Seyran Ates (mit Mikrofon), Bertold Höcker, Bischof Dröge, Erzbischof Koch.
Weiter ging es zur Friedrichstraße, wo unserer jüdischen Mitbürger gedacht wurde, die Opfer des Holocaust wurden. Pfarrer Schneider las hier einen Text von Heinz Galinski vor, dessen Mutter und Ehefrau in Auschwitz ermordet wurden, der aber von britischen Truppen Mitte April 1945 aus dem KZ Bergen-Belsen befreit wurde.
Terror gegen koptische Christen in Ägypten
Die Prozession endete am Französischen Dom, der im 18. Jahrhundert für Flüchtlinge aus Frankreich erbaut wurde, die in Preußen eine neue Heimat fanden. Hier gedachte Pfarrer Emmanuel Sfiatkos der Terroranschläge gegen die Kopten in Ägypten. Am letzten Sonntag kamen dabei 49 Christen ums Leben. Auch der Vater eines dreijährigen Kindes, der sein Martyrium schon vorausgeahnt hatte. Es war nicht der erste Anschlag dieser Art. 
Erst am 11. Dezember 2016 waren in Kairo 23 Christen in einer Kirche getötet worden, als sich ein Selbstmordattentäter während des Gottesdienstes in die Luft sprengte. Trotz jahrhundertelanger Verfolgung hätten orthodoxe Christen immer wieder Brücken der Verständigung gebaut und sie auch mutig beschritten. Trotzdem würden sie heute aus ihren Heimatländern systematisch vertrieben.
Er schloss mit den Worten: „Wir hoffen und erbitten für alle Menschen in diesem Land ein Licht der Hoffnung. Dieses Licht erleben wir in der Erfahrung der Auferstehung unseres Herrn. Wir Orthodoxen beschreiben unser Leben als eine Kreuzauferstehungserfahrung. Möge Gott uns allen Kraft geben, unser Kreuz voller Mut auf unsere Schultern zu heben und der Welt die frohe Botschaft zu verkünden: Der Herr ist von den Toten auferstanden. Er hat den Tod durch den Tod zertreten und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.“
Gerhard Lenz (für GottinBerlin.de)
Lesen Sie auch: Es gab so viele Judasse (Prozession durch das historische Berlin)
Schlusssegen am Gendarmenmarkt. Schade, dass die Prozession nur einige Hundert Teilnehmer hatte.

Donnerstag, 13. April 2017

Gegen Dummheit versichern!?


Der Versicherungsvertreter suchte ratlos nach Worten. "Ja", erklärte der Kunde, "ich möchte mich gegen die Dummheit versichern. Ich will nicht in Gefahr geraten zu leben, als hätte ich noch 'eine zweite Welt im Kofferraum'."
Gegen Dummheit versichern!?







"Wie bitte?", fragte der Versicherungsvertreter verblüfft, "Sie wollen sich - wogegen - versichern lassen?" - "Gegen die Dummheit", wiederholte der Kunde. Der Versicherungsvertreter suchte ratlos nach Worten. "Ja", erklärte der Kunde, "ich möchte mich gegen die Dummheit versichern. Ich will nicht in Gefahr geraten zu leben, als hätte ich noch 'eine zweite Welt im Kofferraum'."

Viele planen ihr Leben und setzen sich Ziele, als hätten sie grenzenlos Zeit, als ginge alles immer so weiter. Sie fragen sich nicht: "Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?" Auch mit zwischenmenschlichen Problemen gehen sie um, als gäbe es noch eine 'zweite Welt im Kofferraum'. Da pflegt einer seinen Zorn, seinen Hass, seinen beleidigten Stolz - jahrelang. Unversöhnlich, nicht bereit zur Vergebung - vielleicht später einmal - nur nicht jetzt.

Immer mehr Versicherungen nötig!

Doch wie viel Zeit steht jedem von uns zur Verfügung? Keiner weiß, wie lange er leben wird. Wir haben unzählige Wünsche, aber ob sie sich verwirklichen? Kinder, Familie, Beruf, Erfolg ...? Und je mehr wir erkennen, dass nichts kalkulierbar ist, umso mehr Versicherungen schließen wir ab - "für den Fall, dass...", "damit nur ja nicht...". Da lässt sich einer die Beine versichern, ein anderer die Hände, wieder einer die Perücke oder den Sonnenschirm. Tausend Schlösser hängen wir um unser Leben nach der Devise "sicher ist sicher." Wir wollen uns schützen, uns und unseren Besitz. Keiner darf wegnehmen, was mir gehört.

Angst ist es, die uns Schlösser in die Hand drückt und uns eilig die Schlüssel verstecken lässt. Wir haben Angst vor dem Verlust. Angst, plötzlich mit leeren Händen dazustehen. Doch Angst sichert nicht ab - Angst sperrt ein.
Dagegen setzt einer sein mächtiges befreiendes Wort: "Sorget nicht", sagt Jesus, "um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?" Nur er kann dieses "Sorget nicht" zusagen, uns von der Angst freimachen. "Sorget nicht" heißt: er will und kann als einziger die Verantwortung übernehmen.

Ein Leben lang zahlte sie ein, in die himmlische Versicherung.

Wenn er die Vollmacht hat, uns von der Angst zu befreien, können wir auch unser ganzes Vertrauen in ihn setzen. Und merkwürdig: Je mehr wir das tun, umso mehr verschwinden viele "Schlösser" aus unserem Leben. Neuer Mut und neue Zuversicht erfüllen uns, ohne ständige Rückversicherung.
Nur eine Versicherung hält bis in Ewigkeit. Sie wird im Himmel geschlossen. In einem Nachruf für seine geliebte Frau schreibt ein alter Herr: "Menschliche Sicherheiten waren für sie nebensächlich. Ein Leben lang zahlte sie ein in die himmlische Versicherung." Diese Frau hatte wirklich die Versicherung gegen die Dummheit abgeschlossen - durch die Klugheit des Glaubens. Sie hatte die Ewigkeit schon in das 'Jetzt' hinein genommen und sich darauf vorbereitet. Sie hatte tatsächlich eine 'zweite Welt im Kofferraum'.
Dr. Irmhild Bärend, Berlin-Zehlendorf, für GottinBerlin
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