Dienstag, 2. April 2013

Bad Girls - Das Buch


Hinter dem Buch „Die wirklich bösen Mädchen der Bibel“ von Liz Curtis Higgs, ehemaliges Bad Girl steckt mehr, als ich zu Anfang vermutet hatte. Etwas skeptisch hab ich mal reingelesen und war ziemlich überrascht über den Schreibstil der lieben Liz. Auf den ersten Seiten liest sich das Buch fast wie ein Roman. Eine Geschichte aus dem heutigen Leben. Was hat DAS denn jetzt mit der Bibel zu tun?

In der Einführung erzählt die Autorin über Beth, die am Tiefpunkt ihres Lebens steht oder besser gesagt am Boden liegt.  Beth stellt sich später heraus ist Elisabeth kurz Liz – die Autorin selbst. Durchzechte Partynächte, Drogen und Alkohol waren genauso normal wie Wutausbrüche und Selbstmordgedanken. Nach einer Partynacht mit einigen wenigen Erinnerungsfetzen, fällt sie einen Entschluss: Ihr Leben muss enden.

Was ist Betts Problem? Klar, die äußeren Umstände sind nicht prickelnd, aber sind das die Probleme? Alkohol, Drogen, Minderwert, Einsamkeit? Die Autorin selbst weiß, das Problem ist: „Beth befindet sich in einem tiefen Loch und kommt alleine nicht raus“. Als ich das las, dachte ich: „Wie jetzt? Das ist das Problem? Die Frau nimmt Drogen, hat kein Selbstwertgefühl und will sich gleich UMBRINGEN. So ein großer Wirbel und dann ist das Problem, dass sie einfach nur in einem dreckigem Loch sitzt? Irgendwer kann sie da doch herausziehen, wenn es weiter nichts ist.“ Ich hätte mir was viel Spannenderes gewünscht, wo man kombinieren muss, in der Vergangenheit wühlen, Erlebnisse aufarbeiten, Drogenentzug. Sie sitzt ja „nur“ in einem Loch.

Bist du auch gerade
 in einem tiefen Loch?
Dann wurde mir aber eins bewusst. Dieses Loch ist in unserem Inneren. Du kannst nach Außen genauso wie Beth, ein Leben führen wie ein richtiges "Bad Girl", wo es offensichtlich viele Probleme zu geben scheint. Oder dein Leben sieht makellos aus in jeder Hinsicht. Beruf, Familie, Partnerschaft.  Trotzdem sitzt ihr in dem gleichen tiefen dunklen Loch, weil ihr beide innerlich leer und tot seid.  Sind es nicht nur andere äußere Umstände, aber das gleiche Problem?
Vielleicht nimmst du keine Drogen, kennst aber das Gefühl, umgeben von Menschen zu sein und sich doch alleine zu fühlen, von der Familie oder auf der Arbeitsstelle gebraucht zu werden, aber sich trotzdem unnütz vorzukommen, nach außen glücklich zu scheinen, aber im Inneren verzweifelt zu sein. Die äußeren Umstände haben oft weniger mit unseren Problemen zu tun, als wir vermuten.

Die Frage ist nun: „Wer geht schon gerne freiwillig an einen stockfinsteren Ort, zu einer leeren  Person? Wie komme ich aus meinem Loch heraus?“ Als Beth wirklich bewusst wurde, wo sie war, ganz unten, in diesem Loch, ohne eine Chance alleine da rauszukommen, sah sie, wie jemand zu ihr hinunterstieg. Es war Jesus. Er holte sie dort ab, genau da, WO sie gerade war und WIE sie gerade war. Was niemand sonst kann - er kann es. Er stieg in das dunkle Loch und brachte Licht. 
Seine Botschaft? Liebe! 
Bedingungslose Liebe und das Angebot, ihr rauszuhelfen. Sie willigte ein im Wissen, dass sie nur eins konnte: daran glauben, dass diese kleine Hoffnung Wahrheit werden würde. Sie musste vertrauen,  dass er sie halten kann und tragen kann, den ganzen Weg raus aus dem Loch. Und er tat es. Sonst könnte Liz uns nicht heute davon erzählen.


Sitz du auch fest? Irgendwo ganz unten, du weißt nicht mehr, wo vorne oder hinten ist? Was richtig oder falsch ist, auf wen du dich überhaupt noch verlassen kannst? Ich gebe dir einen Tipp. Schau mal nach oben! Ich bin mir sicher, da klettert gerade jemand zu dir hinunter, um dich rauszuholen. DU BIST NICHT ALLEIN!

Anna G. (für  GottinBerlin)

Wenn du Hilfe brauchst, auf unserer Webseite helfen dir E-Mail-Partner weiter! Natürlich vertraulich!




1 Kommentar:

Danke für Ihren Kommentar. Wir werden ihn in Kürze freischalten.
Ihr Gott-in-Berlin-Team