Montag, 22. April 2013

Der Hl. Geist ist ein Muntermacher!


Gestern hatte ich das Glück, an einem wunderbaren Gottesdienst in der Gemeinde „Mater Dolorosa“ in Berlin-Lankwitz teilnehmen zu dürfen. 24 jungen katholischen  Christen wurde das Sakrament der Firmung vom Weihbischof Dr. Matthias Heinrich gespendet. Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche. Durch sie empfängt man den Geist Christi, das große Geschenk, das Jesus seinen Freunden versprochen hat.
Die Firmung, so erklärte der Weihbischof in seiner Predigt, werde unter drei Zeichen gespendet:
1. Das Zeichen des Kreuzes: Es sei das bekannteste Zeichen des Christentums. Milliarden Menschen tragen es um ihren Hals. Als „Leute des Kreuzes“ habe man die Christen bezeichnet. Es sei ein Zeichen der Liebe Gottes. Gott sei für uns bis an das Kreuz gegangen: „ So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er für uns seinen einzigen Sohn dahingab.“
Ein kleines Kind, das er einmal mit einem Kreuzzeichen gesegnet hatte, erzählte der Weihbischof, habe ihn hinterher gefragt, warum er ihm ein Pluszeichen auf die Stirn gemalt hätte. Eigentlich habe das Kind recht: „Das Kreuz ist ein Pluszeichen für uns und unser Leben, denn das Kreuz sagt uns: Gott sieht uns positiv. Er nimmt uns an, so wie wir sind. Keiner von uns wird Gott jemals egal sein.“ Die Firmung sei die Besiegelung, die Bestätigung der Taufe.
2. Das Zeichen der Handauflegung: Es sei ein altes Zeichen der Übertragung des Hl. Geistes. Dies sei nicht nur eine Segensgeste, dass Gott seine Hand über uns halte, es gehe um das Empfangen des Hl. Geistes, um Teilhabe der Sendung Jesu Christi. Die orthodoxe Kirche nennt die Handauflegung eine „charismatische Mobilisierung“. Das bedeute: „Der Hl. Geist macht uns Beine! Er ist unser Munter- und Mutmacher für das Leben als Christen!“ Die Jünger hatten nach der Auferstehung des Herrn Angst hinauszugehen und das Evangelium den Menschen zu verkünden. Erst durch den Hl. Geist wurden sie mutig und so sei aus der kleinen Schar der Jünger eine Gemeinschaft von zwei Milliarden Christen geworden. So sollen auch wir Zeugen Jesu Christi werden, aber nicht mit großen Sprüchen, sondern vor allem durch unser Leben. „Wir sollen leben, was wir glauben“, erklärte Dr. Heinrich.
Jesus habe die frohe Botschaft durch Worte und Taten verkündet. Sein ganzes Leben war eine frohe Botschaft. Deshalb bat der Weihbischof die Firmanden: „Macht euer Leben zu einer frohen Botschaft für die anderen! Seid selber eine frohe Botschaft für die Menschen, besonders für die Benachteiligten, für die Leidenden, für die Armen!“
3. Das Zeichen des Chrisam-Öls: In der Firmung wird wie schon in der Taufe mit dem Chrisam-Öl gesalbt. Christus bedeute wörtlich übersetzt „der Gesalbte“. Durch die Salbung werden wir mit ihm verbunden, heißen wir wie er: Christen. Und als Christen gehören wir auch zur Gemeinschaft der Christen: der Kirche. Mit ihr sollen wir verbunden sein und bleiben.
Die Firmung sei kein Abschiedssakrament, hier werde nichts beendet, sondern vollendet. „Christ zu sein heißt immer auch Christ zu werden“, erklärte der Weihbischof.  Das Christ werden gehe für uns niemals zu Ende, es werde vollendet bei unserem Vater im Himmel. Deshalb seine abschließende Bitte an die Firmanden: „Löscht den Hl. Geist nicht aus, den ihr in dieser Stunde empfangen werdet!“
Gerhard Lenz (für Gott in Berlin)
Macht euer Leben zu einer frohen Botschaft für die anderen!
Macht euer Leben zu einer frohen Botschaft für die anderen!

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