Dienstag, 23. April 2013

Mario Götze - ein Verräter?


Wer wissen will, wie Menschen so sind, sollte nicht nur probehalber mit 20 km/h durch eine Tempo-30-Zone fahren, sondern sich auch einmal die Kommentare auf der Facebookseite von Mario Götze anschauen. Die BILD-Zeitung hatte heute Morgen enthüllt, dass Dortmunds Spieler in der nächsten Saison für eine Ablösesumme von 37 Millionen Euro zu Bayern München wechselt.
Nicht nur Fußballfans - auch Christen ziehen gern über andere her!
Nicht nur Fußballfans - auch Christen
 ziehen gern über andere her!
Ein Shit-Storm im Internet brach los. 8325 Kommentare kamen innerhalb weniger Stunden zusammen, von denen diese hier noch nicht zu den schlimmsten gehören:
„Verräter genauso wie Manuel Neuer. Viel Spaß auf der Ersatzbank , hat man ja bei Klose und Poldi gesehen.“ - „Das kam doch nur in die Presse, weil Uli Hoeneß von seinem Steuerskandal ablenken wollte. Und zu Götze: Du bist einfach ein jämmerlicher Bastard. Und so was wie dich hab ich im Stadion angefeuert?!“ - „Du bist der größte Verräter, den es gibt! Manuel Neuer ist genau so ein charakterloses Schwein wie du, Judas!“ -„VERRÄTER ! Was verkaufst du sonst noch für Geld ? Ehre und Treue hast ja schnell verkauft!“
Zwar kann ich die Enttäuschung der Dortmunder Fußballfans verstehen, doch die Art und Weise, wie hier „Kreuziget ihn!“ gerufen wird, ist nicht akzeptabel. Beim nächsten Länderspiel, in dem Götze vielleicht ein entscheidendes Tor für Deutschland schießt, werden ihm dieselben „Fans“ wieder zujubeln.
Nun sollte man meinen, wir Christen wären anders. Haben wir doch die Liebe unseres Herrn erlebt, die uns ihm täglich ein wenig ähnlicher werden lässt oder lassen sollte. Pustekuchen! Was ich heute auf Facebook von einigen Mitchristen an Postings über die „reiche“ Katholische Kirche und den „heuchlerischen“ Papst Franziskus gelesen habe, stimmt mich nur noch traurig. Ich habe es mir auch inzwischen abgewöhnt, mich an derartigen Gesprächen zu beteiligen. Sie führen zu nichts.
Die Welt hungert nach der erlösenden Liebe unseres Herrn. Doch statt ihre Kräfte für eine glaubwürdige Verkündigung des Evangeliums zu bündeln, machen sich manche Christen lieber gegenseitig runter. Genug gejammert!
Ich bin froh, dass ich bei „Gott in Berlin“ etwas anderes erlebe. Hier ziehen Christen aus Freikirchen, evangelischen und katholischen Gemeinden gemeinsam an einem Strang, um Menschen für Christus zu gewinnen.
„Seht, wie sie einander lieben!“, schrieb der antike Schriftsteller Tertullian über die Christen im 2. Jahrhundert. Möge die Liebe zueinander auch im 21. Jahrhundert ein Erkennungszeichen von uns Christen werden.
Gerhard Lenz
Albert Schweitzer, Zitat

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