Dienstag, 16. April 2013

Promi-Trennungen ohne Ende


„Nach Oliver Pocher möchte nun auch ich eine Trennung bekanntgeben! Ja, auch wir haben uns heute Morgen getrennt: mein Federbett und ich! Ab heute Abend schlafe ich mit einer dünnen Sommerdecke!“
Berliner Morgenpost vom 13.4.2013, Liebe in d. Flegeljahren, Foto: Gerhard Lenz
Bei unseren Promis herrscht Trennungszeit.
So witzelte ich am letzten Samstag auf meiner Facebookseite, nachdem meine Tageszeitung der Trennung von Alessandra (alias Sandy Meyer-Wölden, Ex-Verlobte von Boris Becker) und Oliver Pocher einen Riesenartikel gewidmet hatte. 33 mal „Gefällt mir“ und 18 Kommentare hat mir dieses Posting auf meiner Facebook-Seite eingebracht. J
Direkt daneben war mein Blogartikel über das erfolgreichste Video von „Gott in Berlin“ zu lesen. Titel: „Gespräch mit Gott“ – Kein „Gefällt mir“, keine Kommentare. L
Was fasziniert uns Menschen so sehr daran, wenn es bei anderen schlecht läuft? Die Pochers und die Van der Vaarts füllen tagtäglich ganze Seiten in den Zeitungen und Medien.
Ich glaube, es hat ein wenig mit jener Geschichte zu tun, die Jesus (Lukas 18, 10-14) einmal den Leuten erzählt hat, die auf andere herabsehen. Da gingen zwei Menschen in den Tempel, um zu beten.
Der eine betete etwa so: Gott, ich danke dir, dass ich nicht so bin wie die anderen Leute:
·       wie unsere Nachbarn, die sonntags nicht in die Kirche gehen;
·       wie der Herr Maier, der dem Alkohol verfallen ist;
·       wie der Herr Krause, der seine kranke Frau betrügt;
·       wie die jungen Leute, die nur für ihren oberflächlichen Spaß leben;
·       wie die Promis mit ihrem Bussi-Bussi-Getue und ihren Designerklamotten;
·       wie die Pochers, die sich trotz ihrer drei kleinen Kinder getrennt haben...
Der andere dagegen schlug sich an seine Brust und betete: „Gott, hab’ Erbarmen mit mir, ich bin ein sündiger Mensch!“ Sein Gebet habe Gott erhört, das andere nicht, fügte Jesus hinzu. 
Jesus möchte nicht, dass wir auf andere herabschauen und uns zu Richtern über sie aufspielen. Gerade dazu verführt uns aber der tägliche Klatsch und Tratsch in der Zeitung und der Nachbarschaft. Er gibt uns das gute Gefühl, besser zu sein als die anderen Leute, über die wir uns das Maul zerreißen.
„Gut ist nur Gott, sonst niemand“, sagt Jesus uns (Lukas 18,19). Wir sollten deshalb mehr auf ihn schauen als auf das Schlechte in der Welt. Je näher wir ihm kommen, desto stärker wachsen wir in der Liebe zu Gott und den Menschen, die ihn (noch) nicht kennen und die wir dann (hoffentlich) nicht mehr von oben herab behandeln.
Gerhard Lenz (für Gott in Berlin)



PS.: Zur Ehrenrettung meiner Facebookfreunde und der Freunde von „Gott in Berlin“ muss ich noch anmerken: Das Video „Gespräch mit Gott“ wurde von Samstag bis Montag 516 mal angeklickt und hat jetzt schon 45.549 Zuschauer gefunden. Danke für euer Interesse! J

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Ihr Gott-in-Berlin-Team