Dienstag, 23. Juli 2013

Entspannung pur

Diesen Sommer verbrachte ich mit meinem Mann zwei wunderschöne Wochen an der spanischen Küste. Entspannung pur. Aussteigen aus dem Alltag. Mal raus aus dem vollen Berlin. Am Strand liegen, baden, lesen, einfach abschalten, ... In einer so tollen Umgebung fällt uns das Entspannen nicht besonders schwer. Doch vor kurzem erwischte mich diese Frage mitten im Alltag: Entspannen – wie geht das eigentlich?


Entspannung pur
Entspannung pur
Endlich ist sie da: die lang ersehnte Ferienzeit, die Urlaubszeit – Zeit zum Entspannen! Wir alle lieben sie, wir sehnen uns danach: Diese Zeit im Jahr, in der man einfach mal in den Tag hineinleben kann. Keine Verpflichtungen, keine Hektik. Ich erinnere mich an eine Mitschülerin, die in der Schule täglich eine Strichliste führte, auf der sie die Tage bis zu den großen Ferien herunterzählte. Im Berufsleben führen manche Menschen diese "Liste" wohl eher gedanklich, vor allem, wenn der Stress des Alltags einem mal bis zum Hals steht und uns der Gedanke an den nächsten Urlaub wieder über Wasser hält.

So zwei, drei Wochen aus dem Alltag auszusteigen ist schon toll. Aber was passiert eigentlich in der restlichen Zeit des Jahres? Funktioniert es eigentlich, das ganze Jahr lang durchzupowern und dann während des Urlaubs wieder alle Kraftreserven aufzufüllen? Mhm, ich denke nicht. Bei mir zumindest funktioniert es nicht.


Entspannung pur
Entspannung pur
Was ist das eigentlich: Entspannung? Geht es nur darum, dass der Körper sich entspannt? Ich denke, es ist mehr als das. Ich fühle mich wirklich entspannt, wenn meine Gedanken loslassen und ich das tiefe Gefühl habe: Jetzt bin ich wirklich irgendwo angekommen. In solchen Momenten denkt man einfach nicht an alles, was man noch machen müsste oder was in meinem Leben alles besser sein könnte oder sollte. Es sind Momente von totaler Zufriedenheit, Gelassenheit und Ruhe.


Entspannung pur
Entspannung pur
Manchmal erlebe ich es mitten im Alltag. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen Abend vor ein paar Wochen. Eigentlich ein ganz normaler Tag. Ich saß auf dem Sofa, nach Feierabend und hatte tausend Gedanken im Kopf und noch ganz viele Ideen, was ich noch schnell erledigen könnte. Dann kam mir ein spontaner Impuls: Ich legte eine CD ein, die ich länger nicht gehört hatte. Ich schloss die Augen und hörte auf die Texte. Spontan fing ich an, mit Gott ein paar Worte zu wechseln und merkte, wie ich wirklich ankam: bei ihm. Wow, dieses Gefühl ist nicht zu ersetzen! 

Eine halbe Stunde später saß ich immer noch auf dem Sofa, mein Körper völlig entspannt, mein Kopf voller guter Gedanken. Mit einem mal war ich raus aus den vielen Sorgen und dem "Was-noch-alles-zu-tun-wäre." Als mein Mann kurze Zeit später nach Hause kam, hatte ich kurz das Gefühl, im Urlaub gewesen zu sein. Das war also der Beweis: Es geht auch ohne Strand! Ich glaube, beim Entspannen geht es vielleicht weniger um meine Umgebung, sondern um die Unruhe in mir selbst. Es geht darum, loszulassen: Von allem, was mich belastet, mir Druck macht. Bei Gott kann ich wirklich loslassen, weil er sich kümmert: Um mich, um alles was mich beschäftigt. Darauf kann ich mich wirklich verlassen, weil ich es schon oftmals erleben durfte.

Jesus sagt es sogar ganz konkret:

"Kommt alle her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid: Ich will euch erquicken" (Mt 11,28)!

Und dabei hält Jesus sich nicht an unseren Urlaubsplan: Er erquickt uns auch mitten im Alltag, da wo du bist. Und auch hier – mitten im vollen Berlin! Probier`s mal aus :-)!

Monika L. für Gott-in-Berlin

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