Dienstag, 16. Juli 2013

Gesetz - Glauben - Gerechtigkeit


Als Anwalt wird man häufig bei Gesprächen in Themen verwickelt, die mit Gerechtigkeit zu tun haben. Menschen haben ein starkes - und wie ich meine - angeborenes Gerechtigkeitsempfinden. Das eine wird als ungerecht empfunden, das andere hingegen als gerecht. Fragt man eine andere Person, wird es möglicherweise genau umgekehrt sein. Das Problem liegt darin, dass Gerechtigkeit in vielen Fällen eher eine persönliche Meinung ist und nicht an einer festen Skala gemessen werden kann. 

http://office.microsoft.com/de-de/images/results.aspx?qu=haus&ex=2#pg:2|mt:2|
Gesetz vs. Glauben - Was heißt Gerechtigkeit?
Nehmen wir ein Beispiel: Eine Person ersteigert ein Grundstück mit einem Einfamilienhaus, um dort mit seiner Familie einzuziehen. Leider wohnt dort eine andere Person, ebenfalls mit seiner Familie zur Miete. Der neue Eigentümer stellt sich vor und kündigt den Mietvertrag mit der Begründung, dass er sein Grundstück gerne selbst nutzen möchte. Schon zu dieser Frage wird es viele unterschiedliche Meinungen geben, je nachdem, in welche Situation sich der Gefragte besser hineinversetzen kann. Unterstellt man nun, dass der neue Eigentümer sehr reich ist und nur eine Frau und ein Kind hat, der Mieter sehr arm ist und dort mit einer 7-köpfigen Familie wohnt und keine Chance hat, sich ein anderes Haus zu leisten, wird sich das Meinungsbild nach meiner Erfahrung verschieben. Was ist unser Gerechtigkeitsmaßstab?

Das Interessante daran ist, dass wir keinerlei Fakten verändert haben, die in rechtlicher Hinsicht Einfluss auf die Kündigung haben. Unser Gesetz sagt relativ eindeutig, unter welchen Voraussetzungen ein Eigentümer sein Grundstück oder Wohnung selbst nutzen und dem Mieter kündigen kann. Für den Juristen ist die Bewertungsskala das Gesetz. Erfüllt der Eigentümer die Voraussetzungen, ist er zur Kündigung berechtigt. Dann ist sie nach juristischen Maßstäben gerecht.

http://office.microsoft.com/de-de/images/results.aspx?qu=richter&ex=1
Was heißt Gerechtigkeit?
Viele Menschen haben ein ähnliches Bild von Gott. Die zehn Gebote werden landläufig als Maßstab angesehen, ob eine Person "gerecht" vor Gott ist oder nicht. Hat er sich an alle Regeln gehalten, hat er die Prüfung bestanden und darf ins "Paradies". Eine Fehlvorstellung. Paulus beschreibt in Epheser 2 Verse 8-9 deutlich Gottes Gerechtigkeitsmaßstab: "Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme." 

Gottes Maßstab ist zuallererst der Glaube an ihn. Wer also nach Gott sucht, sollte sich nicht von vermeintlich vielen Regeln abschrecken lassen. Gottes Wort selbst sagt, dass der Glaube die erste und wichtigste Tätigkeit ist, um ihm zu gefallen. 

Dominik S. für GottInBerlin.com

Kommentare:

  1. Na da. Sehr auführlicher Aufsatz. Haat miг gut geholfеn.
    Τhx hierfür!

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