Montag, 22. Juli 2013

Lass die Leute reden!

"Lass die Leute reden" - ein Ohrwurm von den Ärzten aus dem Jahr 2007. Ja, es ist schon einige Zeit her, als die Single der Band die deutschen Charts stürmte. Sie gehört aber immer noch zu den Klassikern. Wer hat das nicht schon mal gehört oder gesagt: „Lass sie reden!“ Irgendwie einfacher gesagt als getan.

Vor ein paar Tagen musste ich es mir selbst zusprechen. Wer kennt das nicht: Gerüchte brodeln und Tatsachen werden durch Zusätze oder Weglassungen verfälscht. Eigentlich ja alles kein Problem - bis es um uns selbst geht.

http://office.microsoft.com/de-de/images/results.aspx?qu=ausgeschlossen&ex=1#ai:MP900448468|
Lass die Leute reden - gar nicht so einfach.
Mich überkam ein seltsames Gefühl. Es ist unangenehm zu wissen, dass die Leute hinter deinem Rücken über dich tratschen, ohne dass du etwas dagegen tun kannst. Du kannst dich weder rechtfertigen, noch verteidigen oder erklären. Sie sagen oder sehen etwas, urteilen über dich und das war’s.

Dabei kann es um Beziehungskisten gehen, Outings, Geld oder Glaube. Jeder kennt so eine Situation.

Dabei musste ich an Noah denken, der damals der einzige war, der Gnade vor Gott gefunden hatte. Er hat eine Arche gebaut in dem Glauben, dass bald eine alles zerstörende Flut kommen würde. Die Leute müssen ihn für verrückt gehalten haben, hinter seinem Rücken sich lustig über ihn gemacht haben und getratscht.

Oder David, der sich verhielt wie ein Irrer, aus Angst vor der Reaktion des Königs Achischs von Gat (vgl. 1. Sam 21,14+15). Was haben die Leute da wohl über ihn gedacht?
Oder JESUS.


Die Meinungen über Jesus sind so vielseitig wie es Menschen gibt. Damals wie heute. Jesus wurde gehasst, über ihn wurde gerätselt, er wurde verspottet, er wurde GETÖTET, ohne dass er überhaupt schuldig war.

Oh ja, wenn Gott eins weiß, dann, wie es sich anfühlt ausgegrenzt zu werden, nicht gemocht zu werden und verurteilt zu werden, von Menschen, die ihn gar nicht richtig kannten. Er hat es selbst an Leib und Seele erfahren. Und irgendwie macht es mich froh zu wissen, dass Gott da ist, dass mein Gott für mich ist und weiß, wie ich mich fühle. Er kann aus allen Dingen Gutes hervorbringen.

Jesus sagt einmal "Meine Last ist leicht" (Matthäus 11,30). Und das stimmt. Ich will nämlich nicht wissen, was es mich kosten würde, von allen gemocht zu werden.


Anna für Gott in Berlin

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