Freitag, 30. August 2013

Berliner Stadtmission hat gefeiert

Wer seine Kleidung nach unserer Logo-Farbe abstimmt, der bekommt einen Ehrenplatz
Letzten Sonntag hat die Berliner Stadtmission ihr  "Sommerfest 2013" veranstaltet. Das war richtig gut organisiert, es waren ständig neue Highlights zu erleben. Für alle Generationen war was dabei. Ich selbst habe zum ersten mal die riesige Fläche wahrgenommen, worauf viele Gebäude mit unterschiedlichstem Nutzen stehen. Kompliment an die Verantwortlichen und Durchträger!

GottinBerlin.com hatte auch einen Info-Stand auf diesem  Fest. Wir hatten uns zur Aufgabe gemacht, Menschen auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen.

Diese Motto sollte uns eng anliegen!
"Suchet der Stadt Bestes", sagt der Gottesmann Jeremia; Altes Testament Jeremia, Kapitel 29,Vers 7.
Ich möchte es so verstehen: Suchet ständig nach dem Besten für die Stadt Berlin. Ständig auf der Suche sein? Na klar, immer wieder neu überlegen, was der Stadt Berlin am besten dient. Dazu gehört das Ringen nach der besten Lösung, nach der besten Strategie, etc..

Wenn wir aufhören, nach dem Besten zu streben, dann kann es uns passieren, dass sich das Gegenteil breit macht. Wer will das schon? Wer will schon ein Produkt im Internet kaufen, was eventuell nicht gut ist? Deshalb sehen wir uns die Bewertungen an.  Je mehr 5-Sterne-Bewertungen wir für das Produkt haben, um so sicherer sind wir dann beim Kauf.

Wo kannst Du eine 5-Sterne-Bewertung anschauen, dass Gott gut für unsere Stadt ist? Dass Gott gut für dich ist? Würdest du dir so eine Bewertung wünschen?

Gott hat über die vielen Jahrhunderte immer wieder Bewertungen bekommen, weil Menschen Vertrauen zu ihm hatten. Du willst wissen, wo diese Menschen sind? Ich traf viele von ihnen auf dem Fest. Von denen haben viele Erfahrungen mit Gott gemacht und tragen dadurch in ihren Herzen eine volle 5-Sterne-Bewertung. Leider unsichtbar.
Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Dir, Menschen aus Berlin vorzustellen, die von ihren 5 Sternen berichten. Schau Dir die Seite an, klicke hier.

Die Veranstaltung am Sonntag der Berliner-Stadtmission hat von mir eine 5-Sterne-Bewertung bekommen. Ich empfehle für das nächste Fest in 2014: Hingehen, staunen, selbst einbringen und mitfeiern.

Thomas G. für GottinBerlin.com

Hier noch einige Eindrücke vom Fest:


Besucher an unserem Stand  fragen nach.

Süße Bienen verteilen süßen Honig von der eigenen Imkerei.

Menschen fühlen sich vor unserem Stand wohl.

Suzan und Tim, die fleißigen Helfer.

....... und zwei Hunde im Gepäck :-)
Wer nicht redet, kann nicht verstanden werden.
Ehrengäste: Erhard Zeiser und Axel Nehlsen im Honigrausch.


Ein Fest voller Spezialitäten.

Donnerstag, 29. August 2013

„ Alleine weinst Du wütender“

Eine Autobiographie von Rob Mitchell.

Engl. Originaltitel: „ castaway kid“


Wie fühlt es sich an, mit drei Jahren als Halbwaise in einem Heim untergebracht zu werden? Der Vater, nach einem gescheiterten Selbstmordversuch, ein Pflegefall. Die Mutter, labil und psychisch krank und nicht in der Lage, ihr Kind zu versorgen.

„ Alleine weinst Du wütender“, Photo by SCM Hänssler
„ Alleine weinst Du wütender“

Dem Leser gelingt es auf Anhieb, sich in den kleinen Rob hineinzuversetzen. Der Alltag im Kinderheim wird oft sachlich und nüchtern beschrieben. Aber die ständige Sehnsucht nach einer Familie und dem bedingungslosen Angenommen sein kommt einem, zumindest in der ersten Hälfte des Buches, auf fast jeder Seite entgegen. Aber auch dieser Wunsch wird ihm verwehrt. Die wohlhabende Familie väterlicherseits, gewährt zwar ein paar Wochen im Jahr dem Jungen eine Abwechslung vom Heimleben, ist aber nicht gewillt, ihn zu adoptieren bzw. in Pflege zu nehmen. Der Eindruck verdichtet sich, dass seine Großmutter, als Patriarchin des Clans, dies nicht wünscht.
Einzig die liebevolle Fürsorge einer Erzieherin, gibt ihm so etwas wie emotionale Stabilität.

Erst als Rob mit 17 Jahren als Rettungsschwimmer auf einem Sommerlager mitarbeitet und dort mit dem christlichen Glauben in Berührung kommt, erfährt sein Leben eine neue Ausrichtung. Seine große Liebe Susan Davies, die er dort kennenlernt, und ihn herausfordert, sich mit Gott und der Bibel zu beschäftigen, trägt mit dazu bei, dass Rob sein Leben in einem neuen Licht sieht.
Susan, die er später dann auch heiratet, ist ihm eine grosse Hilfe und Stütze, um schrittweise seine Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Heute ist Rob Mitchell nicht nur Familienvater, sondern auch ein erfolgreicher Finanzberater und vor allem, ein Mensch, der es sich zum Ziel gesetzt hat, vernachlässigten Kindern und Jugendlichen zu helfen.

Mehr Informationen unter www.castawaykid.org ( englisch) oder direkt in dem sehr gut sortierten Bücher-Shop im Forum Steglitz, in COEO, im Haus der guten Taten.


Harald Schieffers / coeo- haus der guten taten für GottinBerlin.com

Mittwoch, 28. August 2013

GLAUBE ZUM ANFASSEN


Der Glaube fragt nicht, ob gute Werke zu tun sind, sondern ehe man fragt, hat er sie getan und ist immer am Tun.  Martin Luther (1483-1546)


Es geht in allem immer wieder um unseren „Glauben zum Anfassen“.

In uns, um uns herum - in unserem Kiez, in unserer Stadt, in dieser Welt- unüberhörbar sind die Schreie der Notleidenden, Kranken, Hilfsbedürftigen Obdachlosen- wem schenke ich Gehör? Was braucht mein Gegenüber, dem ich zum Nächsten werden soll? Wir können uns so gewaltig irren, wenn wir nach kurzem Hinsehen zu wissen meinen, was der andere braucht.

Gerade in der sogenannten institutionellen Diakonie, in der Gesundheitspolitik der Bundesregierung, der Bundesländer scheinen zu viele zu genau zu wissen, was der Mensch in Notlagen braucht. In der finanziellen Notlage unserer Krankenhäuser mit der strikten Budgetierung der Kliniken leiden Patienten und Beschäftigte gleichermaßen. Es gibt eine ganz wichtige Klammer zwischen dem diakonischen Handeln des Einzelnen und der Institution, dem Menschen, dem ich zum Nächsten werde, und der organisierten Diakonie. Diese Klammer heißt: Was willst du, dass ich dir tun soll?


Das Kreuz oder Kruzifix im Eingangsbereich des Krankenhauses

Dienstag, 27. August 2013

The Wire.. oder der richtige Draht

Sie versuchen, die jährliche Mordrate unter 300 zu halten. „Hätten wir die Einwohnerzahl von New York, müssten wir jedes Jahr 4000 Morde bearbeiten“, sagt der Comissioner in der Serie „The Wire“, die schlichtweg brillant ist.

Quelle: YouTube

Ausgangspunkt ist die Polizei von Baltimore, von der aus diese Stadt, die eigentliche Hauptdarstellerin, beleuchtet wird. Die Drogenszene, der Hafen mit seinem Schmuggel, die Schulpädagogik, das Rechtssystem, die Politik im Rathaus und das Pressewesen. Alles ist miteinander verstrickt.
„The Wire“ gilt als die realistischste Serie, die je produziert wurde. Die wirklichen Polizisten von Baltimore erkennen sich nach eigener Aussage in dieser Serie wider. Keine Helden im klassischen Sinn, keine Übermenschen. Nur das ganz normale Leben. Und siehe da, es stellt sich interessanter dar als die ganzen fiktionalen Geschichten über den guten Cowboy mit dem weißen Hut, der im Showdown den bösen Cowboy mit dem schwarzen Hut zur Strecke bringt. Bullen, die besoffen durch die Stadt fahren und trotzdem ihre Arbeit machen, Dealer, die darunter leiden, dass es keinen Ehrencodex mehr gibt wie in früheren Zeiten, Junkys, die versuchen clean zu werden oder, komplett am Arsch, darauf scheißen, ob der nächste Schuss der goldene ist. Machtgerangel und Postenverschiebung, Politiker, die als Idealisten starten und am Ende doch dem korrupten System zum Opfer fallen.. Viele Persönlichkeiten, in denen man sich irgendwie wiederfindet und die sich im Verlauf der Handlung, in welche Richtung auch immer, entwickeln oder das Zeitliche segnen.
Die Wirklichkeitstreue hängt mit den beiden Autoren zusammen, die in Baltimore als Polizist und Lehrer bzw. Journalist gearbeitet haben. Nach eigener Aussage schildert diese Serie den Untergang der USA.
Sicher, keine deutsche Serie, da haben wir nach wie vor nur weiße und schwarze Hüte. Und, Gott sei es gedankt, keine deutschen Verhältnisse.. (noch nicht?). In den Staaten hielten sich die Einschaltquoten in Grenzen, denn auch dort liebt man bis heute die klare Aufteilung in weiß und schwarz. In Europa ist „The Wire“ mittlerweile Kult. Ein Kritiker schrieb: „Man muss sich ernsthaft fragen, wie Fernsehen vor dieser Serie überhaupt möglich war".
Das passt zur Titelmusik, die ein Song von Tom Waits ist, der ja auch erst durch europäische Aufmerksamkeit zum Durchbruch kam. „Way Down In The Hole“ enthält die Textzeile „..you don´t have to worry, if you hold on Jesus´hand”(Du brauchst dich nicht zu sorgen, wenn du an Jesu Hand festhältst). Und, wie immer Waits diesen Song persönlich gemeint hat, er sagt aus, was nötig ist: Eine stabile, vertrauenswürdige Instanz, die dich nicht fallen lässt, wenn nötig, durch den tiefsten Dreck trägt. Jemand, der konstant ist in seiner Haltung und seinem Handeln. Der durchträgt und bewahrt, wenn alles den Bach hinunter zu gehen scheint. Denken wir an 2008 und die Jahre davor. Bankengeschwätz, Politikergeschwätz und noch viel mehr geschwätziger Unsinn. Wer oder was hält, wenn nichts mehr hält? Ich behaupte Gott.. und höre sofort die Frage, die immer kommt, warum Gott diesen ganzen Blödsinn zulässt. Hier nur noch eines: Es geht um eine Liebe, die Dir diese Liebe dauerhaft, ja ewig garantiert, mit Ihrem eigenen Leben, das sich hat kreuzigen lassen. Ob diese Liebe wahr ist, musst Du schon selbst herausfinden. Ach ja, und schau dir diese Serie an.. 
Im Folgenden der Titelsong von Tom Waits mit freier Übersetzung:

      Quelle: YouTube
When you walk through the garden
Wenn du im Garten wanderst
you gotta watch your back
Blicke hinter dich
well I beg your pardon
Nun, ich bitte um Verzeihung
walk the straight and narrow track
Geh den schmalen geraden Weg
if you walk with Jesus
wenn du mit Jesus gehst
he's gonna save your soul
wird er deine Seele retten
you gotta keep the devil

doch schicke den Teufel                                                
way down in the hole                                              
tief in den Abgrund Abgrund
he's got the fire and the fury
er hat das Feuer und das Gericht
at his command
in seinem Kommando
well you don't have to worry
und du brauchst dich nicht zu sorgen
if you hold on to Jesus hand
wenn du an Jesus´ Hand festhältst
we'll all be safe from Satan
wir werden alle vor dem Satan errettet
when the thunder rolls
wenn der Donner rollt
just gotta help me keep the devil
nur, du must mir helfen den Teufel
way down in the hole
tief in Abgrund zu schicken
All the angels sing about Jesus' mighty sword
alle Engel singen über Jesus´ mächtiges Schwert
and they'll shield you with their wings
und sie werden dich mit ihren Flügeln schützen
and keep you close to the lord
und dich bewahren für den HERR´n
don't pay heed to temptation
lass dich nicht verführen
for his hands are so cold
seine Hände sind so kalt
you gotta help me keep the devil
doch hilf mir, den Teufel
way down in the hole
tief in den Abgrund zu schicken.

Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com

Montag, 26. August 2013

Die Sonne

Sommer, Urlaub und Sonne; Photo by ClipArt-MSOffice
Sommer, Urlaub und Sonne

Sommer, Urlaub und Sonne sind oft im Gedanken verbunden.

Ich war im Urlaub in Frankreich und auf dem ganzen Strand schien die Sonne.
Jeder auf dem Strand durfte die Sonne genießen. 
In dem Moment erinnerte ich mich an einen Satz aus der Bibel:
„Die Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte“ (Matthäus 5.45).

Man sollte sich nicht darüber empören und denken, dass Gott keinen Gerechtigkeitssinn besitzt, da Gerechte und Ungerechte die Sonne gemeinsam und gleichzeitig genießen dürfen. Nein, Jesus wird zu Recht oft als „Sonne der Gerechtigkeit“ genannt. Gott ist eine wärmende Gerechtigkeit, die immer wieder versucht uns Liebe anzubieten. Wir sollten als Christen die Gerechtigkeit nicht als Strafe wie aus dem Strafgesetzbuch wahrnehmen, sondern mehr als Weg der Erwärmung in der Liebe auf dem Weg zu Gott.


Jean-Paul, ein Franzose aus Berlin für GottinBerlin.com

Freitag, 23. August 2013

Für immer und ewig

"Ich mag dich heiraten!" - das verkündete mir vor ein paar Tagen freudestrahlend ein fünfjähriges Mädchen der neuen Erstklässler. Seit kurzem betreue ich sie als Pädagogin im Schulhort einer Berliner Grundschule. 

Für immer und ewig; Photo by ClipArt
Für immer und ewig
Einige Kennenlern-Spiele und Erzählrunden mit mir hatten dieses Mädchen offensichtlich schon nach wenigen Tagen zu der Überzeugung gebracht, mich heiraten zu wollen. Vermutlich wird sie dies im Laufe ihrer Schulzeit doch noch einmal überdenken. Für mich war es ein schönes Feedback, das mich natürlich sehr zum Schmunzeln brachte. Es passiert übrigens gar nicht so selten, dass Kinder diese Formulierung gebrauchen, um anderen - auf den Punkt gebracht - etwas auszudrücken.
Ich denke, im Grunde drückt es nichts anderes aus als: "Ich mag dich", "Ich fühle mich wohl bei dir" oder vielleicht auch: "Ich will einmal so werden wie du." - Aber, warum gleich heiraten?, könnte man sich fragen. Das ist eines der tollen und faszinierenden Eigenschaften von Kindern: Sie übertreiben gerne mal, um etwas auf den Punkt zu bringen – und machen einem völlig selbstverständliche Dinge wieder bewusst, die man als Erwachsener schnell aus dem Blick verliert.

Ehe, das ist die engste Gemeinschaft, die zwei Menschen miteinander haben können. Wenn ich jemanden heirate, dann sage ich wirklich "Ja" zu allem, was dieser Mensch mitbringt, was ihn ausmacht – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nichts drückt das Gefühl einer Zuneigung so sehr aus wie die Bereitschaft, sein ganzes Leben mit einem Menschen teilen zu wollen.

Vielleicht liegt es Kindern deshalb auch so nah, auf diese Art und Weise Zuneigung auszudrücken. Was doch alle Menschen miteinander gemeinsam haben, trotz aller Unterschiedlichkeiten, ist das tiefe Bedürfnis nach Beziehung. Tragfähige Beziehung, in der wir uns wirklich geliebt, verstanden und gesehen fühlen. Warum ist uns Beziehung so wichtig? Ich persönlich glaube, dass Gott dieses Bedürfnis in jeden Menschen hineingelegt hat. Und das nicht ohne Grund. Beziehung verbindet nicht nur Menschen miteinander, sie verbindet uns auch mit Gott.

Wie das gehen soll?

Donnerstag, 22. August 2013

Pornos: sehen und gesehen werden?

Regte man sich in den 50er Jahren über eine nackte Hildegard Knef auf, die für 30 Sekunden im Bildhintergrund als Aktmodell zu sehen war, so regt man sich heute gerade mal noch über Kinderpornos auf – zu Recht! Ansonsten... Wir sind doch frei! Aus einer alten Werbung ist mittlerweile ein Triebmotto geworden: Heute schon gepoppt?

Pornos sehen und gesehen werden? Photo by ClipArt
Kinderleicht können Pornoseiten angeschaut werden.
Ein Elfjähriger erzählte mir – in Einzelheiten – von seinem ersten Porno, den er gesehen hat. Mein erster Gedanke: Wie soll dieser Junge in diesem Leben ein normales Verhältnis zur Sexualität entwickeln? Warum eigentlich? Was er in (zumindest gängigen) Pornofilmen sieht, ist doch sowas wie Aufklärung? Ich zumindest wusste mit elf noch nicht, wie eine Frau zwischen ihren Schenkeln detailliert aussieht.
Was spricht eigentlich gegen diese ganze Pornoindustrie? Ich behaupte: unser Kulturauftrag. Ich meine keine klein- und spießbürgerliche Kultur, die dem Menschen ein Korsett anlegen will, das ihn ersticken lässt, wenn es zugeschnürt wird. Nein, ich meine Kultur. Kultur meint, das Leben zu gestalten, ihm inhaltlich, ästhetisch und qualitativ Ausdruck zu verleihen. Sexualität gehört zu unseren animalischen Anteilen. Biologisch sind wir Säugetiere, Warmblüter, Allesfresser und  - Allesficker? So, wie damals in der DDR ein „Sexualexperte“ aufrief: „Ihr seid Tiere, also treibt es wie die Tiere!“
Die Pornoindustrie hat horrende Einsatzeinbrüche. Nicht, weil das Bedürfnis danach rückläufig wäre, sondern weil zum einen alles, häufig kostenlos, im Internet anschaubar ist (12,5% aller deutschen Klicks gehen auf derartige Seiten) und zum anderen, weil sich neben dem dafür notwendigen Voyeurismus nun zunehmend ein Exhibitionismus eingestellt hat, der Leute veranlasst, ihre „Privatpornos“ ins Netz zu stellen.
„Sex wird überbewertet“ sagte mir eine Freundin.

Dienstag, 20. August 2013

Taufe

Taufe; CopyRight by Thomas Bruhnke
Taufe
Ich bin ein richtiger „Wassermensch“. Ich springe mit Juchhee hinein, schwimme gern, tauche mit Lust. Den ganzen Sommer über bin ich immer wieder in Seen geschwommen, in Schweden und hier im Berliner Umland auch.

Wasser ist etwas ganz Besonderes oder? Da kommt kein Sekt mit und kein Bier, keine Cola und kein Energydrink ….

Wasser ist ganz klar. Es schmeckt nach nichts und darum schmeckt es nach „allem“, nach Leben! Es ist die einzige Flüssigkeit, die wirklich Durst löscht. Ohne Wasser könnten wir nicht leben ….

Wie schön ist es, unter einer Dusche zu stehen, einer richtig kalten erfrischenden! Aber auch schön: eine warme Badewanne im Winter …

Und wenn ich wie neulich, an den Stechlin oder an den Paetzer Vordersee komme oder an – gerade vor ein paar Tagen – an den Motzener See … nichts wie ins Wasser …. Herrlich!

Nach handwerklicher Arbeit kann ich Schmutz und Staub von den Händen abwaschen. Mit Wasser. Ich kann täglich frische Wäsche anziehen. Im Wasser gewaschen.

Ja, Wasser ist etwas Besonderes. Als ich 15 Jahre alt war, habe ich mit einem Freund in einem Wald in der Nähe meiner Heimatstadt eine kleine Quelle in einem Bach entdeckt. Das war so schön anzusehen, wie es ganz leicht sprudelte. So oft sind wir dorthin gefahren und haben allein den Anblick genossen.

In der Bibel schreibt ja ein betender Mensch (König David in den Psalmen), dass Gott die Quelle des Lebens ist. Das ist ein tolles Bild. Da denke ich auch eine sprudelnde Wasserquelle.

Neun Leute aus meiner Gemeinde haben sich vor ein paar Tagen taufen lassen. Ich durfte sie taufen. Sie haben ihre ersten Schritte mit Jesus gemacht. Sie möchten ihn nicht mehr missen in ihrem Leben. Als wir die Taufe vorbereiteten, hatten sie in einem Gespräch ganz unterschiedliche Ansichten und Motivationen zur Taufe, aber eines wurde deutlich: Sie hatten Jesus als den Reichtum, als die Quelle ihres Lebens entdeckt und wollen ihm folgen. Folgerichtig haben sie sich – seinem Willen folgend, sich taufen zu lassen auf Gottes Namen – taufen lassen. Wenn Jesus das will, hat das ja etwas zu bedeuten und ist nicht nur unsererseits ein Bekenntnisakt. Es ist auch die Besiegelung dessen, was er immer schon für dich empfunden hat und dass er sich für dich hingegeben hat, selbst durch den Tod gegangen ist.

Einer der Täuflinge verglich dabei die Taufe mit der Hochzeit. Wenn zwei einander lieben, heiraten sie (sie müssten das nicht, tun es aber doch, beide erklären ihre „Bindung). Bei der Taufe ist es vielleicht ähnlich! Das hat mir gefallen.

Taufe also. Tauchen ! Bei der Taufe wurden die neun Personen im See untergetaucht. Das haben sie nicht selbst getan. Sie wurden getaucht. Der eigentlich Taufende war also gar nicht ich, sondern Gott selbst. Gott und der Täufling haben da etwas miteinander und Gott nimmt den Täufling in den Bund liebender Gemeinschaft hinein. Der Mensch ohne Gott soll untergegangen sein, der neue Mensch mit Jesus soll wieder auftauchen. Was mich von Gott trennt, soll im Wasser versenkt werden. Ein tiefes Symbol der Zwiesprache zwischen dem unendlich liebenden Gott und einem Menschen, der das für sich entdeckt hat. Ein Symbol, in dem der Mensch seinen Glauben und Willen bekennt, mit Jesus leben zu wollen, und Gott sich zum Menschen bekennt, an seiner Seite zu sein und ihn mit dem auszurüsten, was man für einen Lebensweg mit Jesus, für einen Weg ins Reich Gottes braucht. Wer mit Jesus ernst macht, wird durch ihn ganz neu.

Diese neun Leute machen mir Mut. Ich bin nun schon so lange mit Jesus unterwegs. Da erfrischt es mich wie Wasser zu erleben, dass die Liebe Jesu immer wieder Menschen so erreicht, dass sie ihr Leben bedenken und neu ausrichten.

Thomas Bruhnke für GottinBerlin.com

Montag, 19. August 2013

Lange Nacht der Religionen! - Wie war es?

Lange Nacht der Religionen. Im Roten Rathaus in Berlin-Mitte; Photo by Thomas Gerlach
Lange Nacht der Religionen. Im Roten Rathaus in Berlin-Mitte
Am Samstag, also vorgestern, waren meine liebe Frau Angela und ich der Einladung unseres Berliner Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit, gefolgt und haben an der Auftaktveranstaltung im Roten Rathaus teilgenommen. Da die SPD momentan einen großen Geburtstag feiert, konnte Klaus Wowereit nicht als Einladender die geladenen Gäste begrüßen. Bürgermeister Frank Henkel tat dies an seiner Stelle. Die Auftaktveranstaltung war auch diesmal sehr bunt besetzt. Viele Religionsvertreter waren eingetroffen.

Ich möchte jetzt gar nicht die Reden auszugsweise wiedergeben, doch zwei Begebenheiten haben mich berührt:

  1. Eine Podiumsdiskussion brachte mir Peter Spiegel näher. In einem seiner Ausführungen sagte er, dass die Wissensvermittlung in der Zukunft über das Internet geschehen werde. Der Beruf Lehrer werde dezimiert und bekäme eine neue Bestimmung: von der "Erziehung" zur "Beziehung". 
  2. Wie abschreckend war es doch wieder wie im letzten Jahr auch, dass "Christen" wieder mit Parolen im Saal und vor dem Rathaus (siehe Foto) eine Stimmung erzeugen wollten, die zum Inhalt hatte, alles zu verteufeln. Auch ich wurde persönlich attackiert.
Zu 1.: Das Internet hat eine sehr große Zukunft für uns Menschen noch vor sich. Was wir in der Zukunft dringend benötigen, ist die Beziehung zueinander. Es werden wieder Vorbilder gesucht, an denen sich die Menschheit orientieren kann. Auch in Berlin. Wir Christen gehen einer starken Nachfrage entgegen. Sind wir bereit? Wer bereitet sich wie dafür vor?

Zu 2.: Wenn wir Christen uns zur Aufgabe machen, gegen das "Weltliche" zu kämpfen, dann haben wir schon verloren. Wie entspannend ist doch ein Gebet zu dem Sieger: "Vater, Jesus Christus, Du hast die Welt schon besiegt. Danke, dass ich daran teil habe und somit freundlich und gewinnend zu meinen Mitmenschen sein kann." Wir sind die Mit-Sieger! Diese Freude darüber kann und darf ansteckend sein.

Frank Henkel und Thomas Gerlach; Photo by Angela Gerlach
Frank Henkel (re.)
Zum Schluss hatte ich noch einige Minuten mit Bürgermeister und Senator Frank Henkel zu tun. Wir beide waren uns schnell einig, dass die Kirche des lebendigen Gottes eine große Verantwortung trägt. Auch in Berlin. Selbstverständlich hatte ich eine GottinBerlin.com - Karte mit, die er dann auch dankend angenommen hatte. Wo diese jetzt wohl liegt?

Auf dem CVJM Parkplatz am Nolli in Berlin-Schöneberg. CopyRight Thomas Gerlach
Auf dem CVJM-Parkplatz am Nolli in Berlin-Schöneberg.
Unser Auftritt dann bis 23:00 Uhr auf dem Parkplatz vom CVJM am Nollendorfplatz war bewegend. Zwei Stunden verteilten wir die bedruckten Karten in dem größten Schwulen-Kiez von Europa. Dabei konnte ich passend folgende Einladung aussprechen: "Haben Sie auch schon für heute Abend die Einladung von Klaus Wowereit erhalten?" Die Gespräche anschließend waren meistens kurz aber knackig.

Die nächste "Lange Nacht der Religionen in Berlin" ist am 6. September 2014. Wer hat eine Idee, was wir Christen an diesem Tag für Gott in Berlin tun können?


Thomas G. für GottinBerlin.com

Sonntag, 18. August 2013

Warum lässt Gott das zu?

Diese Frage, die wohl zu allen Zeiten gestellt wurde, taucht immer wieder auf. Nach 1945 fragte eine bestimmte Richtung, die „Gott ist tot“-Theologen, wo denn Gott in Auschwitz gewesen sei und wie man jetzt noch Loblieder auf Ihn singen könne.

Letztendlich lasten wir Ihm, so wir Seine Existenz für möglich halten, ALLES an, was uns zuwiderläuft. Belügen, Betrügen, Vergewaltigen, Morden.. ein GERECHTER GOTT müsste doch wohl eingreifen!

Und ganz ehrlich, jeder Betroffene, der Betrug oder Verlust erleidet, darf und muss wohl auch so fragen. Ich kenne Eltern, die ihre jüngste Tochter völlig sinnlos an einen Autounfall verloren haben.. solch ein Schmerz! Solch ein Verlust! Niemand sollte sein eigenes Kind überleben müssen!

Sicher, es gibt viele Menschen, die ein rettendes Eingreifen Gottes in ihrem Leben erfahren haben und das bezeugen.
Als ich als Jugendlicher sturzbetrunken in Berlin ohne zu schauen eine sechsspurige Straße überqueren wollte, war ich ganz plötzlich für einige Sekunden gelähmt und konnte mich keinen Millimeter bewegen. In dem Moment raste ein LKW an mir vorbei.. ich müsste schon längst tot sein. Da hat mich einfach jemand unsichtbar festgehalten. Und das ist nur eine Episode meines Lebens. Übrigens geschah das, als ich mit Gott noch gar nichts am Hut hatte. Und doch bleibt die Frage, warum der eine in solchen Situationen gerettet und bewahrt wird und ein anderer Mensch nicht? Die Antwort bleibt ein Geheimnis, Sein Geheimnis.

Die Bibel erzählt von Hiob, einem wohlhabenden, angesehenen Mann, der in kürzester Zeit ALLES verliert: Gebäude, Viehherden, Dienerschaft, seine gesellschaftliche Stellung und.. seine Kinder. Dazu noch wird er mit schwerer Krankheit geschlagen. Seine Frau, selbst in tiefstem Schmerz, weiß ihm nur noch zu sagen: „Willst du immer noch an deinem Gott festhalten! Schwöre Ihm ab ins Gesicht und stirb!"

Die Freunde, die ihn besuchen, beginnen irgendwann zu philosophieren und zu theologisieren, um eine plausible Antwort für die Ursache dieses Unglücks zu finden. Sie scheitern jämmerlich. 

So muss es jedem ergehen, der eine Erklärung für die Not und das Leid in dieser Welt zu geben versucht. Er macht sich damit entweder lächerlich oder wird unbarmherzig verletzend. Wie die Freunde Hiobs, die schließlich die Schuld bei Hiob selbst suchen.

Wann hat Gott denn gefälligst einzugreifen? Wenn jemand lügt, schwarzfährt  oder Ladendiebstahl begeht; besoffen Auto fährt, einem anderen Geschöpf Leid zufügt oder bei Steuerbetrug in Millionenhöhe? Da hat wohl jeder seine eigene Messlatte und bemerkt vielleicht gar nicht, dass er sich mit diesem Anspruch selbst auf den Thron Gottes setzt, weil er meint, die Welt besser begriffen zu haben als Gott. Wir leben durch Ihn, ob wir an Ihn glauben oder nicht. Und wir sterben zu Ihm hin, ob wir das wollen oder nicht. Er ist und bleibt selbst das Geheimnis alles Lebens.

Gott hat auf Dich schon lange gewartet.
Hiob hat sich nicht von Gott abgewendet. Er hat zu Ihm geklagt und mit Ihm gestritten (lies mal nach, was er Gott so alles um die Ohren haut). Merkst Du den Unterschied? Nicht über jemanden klagen und reden, sondern zu ihm klagen und mit ihm reden. Nur hierin kann die Möglichkeit einer Lösung liegen. Hiob schrie zu Gott und Gott redete mit ihm. Er gab Hiob keine Antwort auf das Warum? Aber Er gab ihm eine Antwort, mit der er leben, weiterleben konnte. Und er wurde mit Gott versöhnt, sodass er sagen konnte: „Ich hatte Dich nur vom Hörensagen vernommen, aber jetzt hat mein Auge Dich gesehen“.

Wo also war Gott in Auschwitz? Hier war Er nicht am Kreuz. Hier war Er in der Gaskammer. Gott und Leid sind nicht getrennt, Er will hineinkommen in alles Leid, ist ein mitleidender Gott.. also, was immer Dich bedrückt, rede mit Ihm.

Wie Du mit Ihm reden kannst? Wir Christen nennen es Gebet. Schau und hör dir mal dieses Gebet an. Willst Du so etwas Gott sagen? Dann tue es. Gott hat auf Dich schon lange gewartet. Gott drängt sich Dir aber nicht auf. Deshalb nutze deine Freiheit und tue Du den ersten Schritt. 


Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com

Samstag, 17. August 2013

HEUTE: Lange Nacht der Religionen in Berlin

Heute wird es mal wieder richtig religiös in Berlin. Der Regierende Bürgermeister von Berlin lädt zu der "Langen Nacht der Religionen" ein. 

Offizielle Informationskarte der Senatskanzlei
Mit mehr als 250 unterschiedlichen Kirchen und Religionsgemeinschaften ist Berlin europaweit mit der größten religiösen Vielfalt. Viele von ihnen nehmen diesmal an einhundert Orten in Berlin an der "Langen Nacht der Religionen" teil.

Auch wir, die Internetmission Berlin e.V., haben uns platziert. Wir haben einen Info-Stand auf dem Parkplatz, vor dem CVJM-Gebäude, in der Einemstraße 10 am Nollendorfplatz/ Berlin-Schöneberg.

Die Lange Nacht schafft Räume der Begegnung für Menschen, die über den Tellerrand ihrer eigenen Traditionen und Gedankenwelt hinausschauen möchten.Mit eigenen Augen zu sehen und eigenen Ohren zu hören, ist das beste Rezept gegen blinde Nachahmung und Vorurteile.

Das kann doch nur klug sein, wenn wir gemeinsam denken, weiterdenken.
Pastor Klaus Vollmer sagte mal:
Informationskarte, die wir morgen verteilen.
"Klugheit ist, wenn ein Mensch bereit ist, die Dinge zu denken, die er bisher noch nicht gedacht hat."

Nun wollen wir unserem lebendigen Gott zutrauen, dass seine offenen Kirchen in dieser Nacht den Besuchern das vermitteln, was ER, Gott, sich mit seiner Kirche gedacht hat. 

Was hat ER sich denn mit seiner Kirche gedacht? Was hat denn die Kirche mit dem Menschen und dem Leben zu tun?
Stellt denn Gott, der Schöpfer dieser Erde, eine Religion dar? Was sagt denn Gott zu den anderen Religionen? Diese und viele andere Fragen dürfen wir Christen uns gefallen lassen; auch morgen Nacht. 

Wenn Du, wenn Sie Fragen zu dem lebendigen Gott und seiner Kirche haben, morgen weder einen Christen noch eine offene Kirche angetroffen haben, dann lade ich Dich und Sie zu dem oben angegebenen Treffpunkt ab 20:00 Uhr ein. Zu persönlich? Dann nimm per E-Mail-Korrespondenz, ganz anonym, Kontakt mit einen unserer Berliner E-MailpartnerInnen auf. Diese Möglichkeit besteht sogar ganzjährig.


Thomas G. für GottinBerlin.com

Freitag, 16. August 2013

Ich habe einen Traum!

Träume; Photo by Thomas Bruhnke
Träume
Am 8. August 1963 – also vor 50 Jahren – fand der in die Kriminalgeschichte eingegangene Postraub in England statt. Umgerechnet 50 Mio. EURO wurden erbeutet. Ob sich die Posträuber damit Träume erfüllen wollten und ob sich die Posträuber damit Träume erfüllen konnten?

Am 24. August 1963 – ebenfalls vor 50 Jahren – wurde in den USA eine der berühmtesten Reden unserer Zeit gehalten. Martin Luther King, Baptistenpastor, begann seine Rede als Bürgerrechtler gegen die politische Praxis der Rassentrennung in den Südstaaten mit den Worten I HAVE A DREAM. Im April 1968 wurde er ermordet. Er wäre heute 84 Jahre alt.

»Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages diese Nation erheben wird und die wahre Bedeutung ihrer Überzeugung ausleben wird: Wir halten diese Wahrheit für selbstverständlich: Alle Menschen sind gleich erschaffen. Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können. Ich habe einen Traum, dass eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und in der Hitze der Unterdrückung verschmachtet, in eine Oase der Freiheit und Gerechtigkeit verwandelt wird. Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt. Ich habe heute einen Traum!«[1]

Träume. Wer träumt nicht ? Und das auch tags? In den Anfangssätzen seiner Rede, die mit den Worten I have a dream (today) rahmte, taucht das Wort GOTT nicht auf. Und doch war Kings Traum von Gottes Mitleid, von Gottes Liebe, von Gottes Sehnsucht nach Menschlichkeit und Gerechtigkeit, nach Frieden unter den Menschen inspiriert.

Die Posträuber träumten von Glück und Freiheit, das sie verbrecherisch erreichen wollten. Alles, was man dazu lesen kann, hat mit Glück dann nichts mehr zu tun, sondern mit Flucht, Angst, Strafe ….

Martin Luther King versuchte, im Einklang mit Gottes Willen für das Miteinander der Menschen zu sein. Sein Traum, sein Leben, seine Worte sind bis heute für viele Menschen, die sich am Guten orientieren wollen, inspirierend.

Mein Traum ist es, dass sich Gottes Traum von mir nach und nach verwirkliche. Da jeder Mensch anders ist, möchte Gott sicher, dass ich ganz ich selbst bin und nicht nur eine billige und letztlich unerreichbare Kopie eines Idols. Ich kann immer mehr der werden, der ich sein kann, wenn ich es zulasse, dass Gottes Liebe mich verändert. Ich kenne Menschen, die so verbunden mit Jesus Christus leben, dass Jesu Leben ihr Leben prägt. Das ist mein Traum für mich. Darum lese ich gern in der Bibel. Darum bin ich gern mit Menschen zusammen, die mich von Gott etwas spüren lassen.

Und Du ? Möchtest Du mehr erfahren über Gottes Möglichkeiten in Deinem Leben ? Dann fange doch an, die Fragen zu stellen, die dich bedrücken. Einer unserer Berliner E-MailpartnerInnen erwartet deine E-Mail.

Thomas Bruhnke für GottinBerlin.com


(Foto: Abutilonblüte auf meiner Fensterbank: Blüten sind ein sehr schönes Gleichnis für Gottes „Traum“ von mir ...)







[1]  Aus Wikipedia, Seite: I Have a Dream

Donnerstag, 15. August 2013

Uli, mache reinen Tisch!

Werte in Höhe von 350.000.000 Euro soll Uli Hoeneß in der Schweiz versteckt haben. Es scheint so, dass nach und nach immer mehr Details ans Licht kommen.  

Uli Hoeneß; Photo by Kevin Voigt
Uli, mache reinen Tisch! Wir müssen es doch auch!
Ein ehemals reichster Mann der Welt, Paul Getty, besaß sogar viele Milliarden Dollar. Auf die Interviewfrage, ob er denn nun glücklich wäre, antwortete er, dass ihm noch ein wenig Geld fehle zum vollkommenen Glück. Frage: Macht Geld, vor allem so viel Geld, glücklich?

Ein ehemaliger Millionär,  Gunter Sachs, hat sich das Leben genommen. Nicht nur er. Wie viele steinreiche Menschen sind vorzeitig aus dem Leben geschieden. Ihr Herz hing zu stark am Geld. Das Wahrnehmen sinnvollerer Lebensziele wird dadurch oft verdrängt. "Wo euer Schatz ist, da ist euer Herz",  sagte Jesus Christus. 

Man stelle sich vor, wie viel Gutes wir mit 350 Millionen tun könnten: Krankenhäuser in Elendsgebieten bauen, Hunderttausenden von Kindern in den Entwicklungsgebieten eine Schulausbildung ermöglichen,  den Obdachlosen einer Großstadt eine neue Perspektive geben,  Kampagnen gegen die weltweite Kinderarbeit starten, usw. usw.

Je mehr Geld ein Mensch anzuhäufen in der Lage ist, desto stärker wächst die Angst,  es wieder zu verlieren. Die Angst wird zur treibenden Kraft zu immer mehr.

Es gibt in der Bibel einen befreienden Satz: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, dann wird euch alles andere (alles, was wir zu einem erfüllten Leben benötigen) hinzugegeben werden." Auf diese Zusage Gottes darf man zuversichtlich bauen.

Reich Gottes auf Erden heißt, den anderen höher zu achten als sich selbst, heißt helfen, wo man kann, heißt, die Lasten unserer Mitmenschen tragen.

Damit wir dies alles auch umsetzen können,  bedarf es eines neuen Geistes, der uns hilft, nicht auf die Machenschaften und Gesinnungen dieser Weltzeit reinzufallen.

Wie das funktioniert mit dem neuen Geist? Darüber geben ihnen unsere E-MailpartnerInnen Auskunft, Hinweise und Hilfen.



Werner Z. für GottinBerlin.com

Mittwoch, 14. August 2013

Neid und Eifersucht

Jesus spricht: "Kommt her zu mir, die ihr schwere Lasten zu tragen habt, ich will euch frei davon machen" (Mt.11,28).

Mein Bruder hatte im Juli mit seiner lieben Frau die Goldene Hochzeit feiern dürfen. Dieses Fest wollte er unbedingt in der Kirchengemeinde feiern, in der ich seit 1961 Mitglied bin. Denn wir, mein Bruder und ich, sind im gleichen Jahr, also 1963, in dieser Gemeinde, jeweils den Bund der Ehe eingegangen.

Mein Mann und ich würden also auch in diesem Jahr, im November unsere Goldene Hochzeit feiern, wenn mein Mann noch bei mir sein dürfte. Doch vor 4 Jahren hat Gott meinen geliebten Mann zu sich in die Ewigkeit genommen.

Als ich dann schriftlich in unserem Programm diese Ankündigung und Einladung zur Feier der Goldenen Hochzeit meines Bruders mit seiner Frau las, überwältigte mich ein unheimliches Gefühl des Neides und der Eifersucht auf meinen Bruder und meine Schwägerin. Ich kann es nur so beschreiben, dass es mich innerlich zerriss und peinigte. Ich wollte dieses Gefühl nicht in mir haben und wusste doch nicht, wie ich es wieder los werden konnte.

Ich betete im Stillen zu Jesus, sagte immer wieder, dass ER mir dieses Gefühl nehmen sollte. Doch es veränderte sich nichts. Ich überlegte und überlegte, wie ich an der Situation etwas verändern könnte. Eines Tages im letzten Mai las ich dann in der Bibel, im Brief Jakobus 5: "Bekennt einander eure Sünden und betet für einander". Von da an wusste ich, was zu tun war.

Ich ging zu einer Schwester aus der Gemeinde, zu der ich großes Vertrauen habe und erzählte ihr von meiner inneren Not. Und so knieten wir vor Jesus. Ich bat Jesus laut und inbrünstig, dass ER von mir dieses Gefühl des Neides und der Eifersucht hinwegnehmen möchte. Anschließend betete die liebe Schwester auch darum. Das Wunder geschah! - Ich bin davon völlig befreit worden.

Am Tage der Goldenen Hochzeit konnte ich mich mit meinem Bruder und meiner Schwägerin aus ehrlichem Herzen mitfreuen. Und so ist es auch geblieben.

Es ist einfach wunderbar, zu erleben, wie Jesus seine Verheißungen wahrmacht.

Wenn Du oder Sie nicht jetzt gerade einen Goldenen Hochzeitsneid in sich tragen, aber andere schwere Lasten auf der Seele drücken, dann kann für Dich, für Sie gebetet werden. Schreibe, schreiben Sie deshalb einen unserer Berliner E-Mailpartner oder E-Mailpartnerinnen an und nenne dein Anliegen.

Lucie R. für GottinBerlin.com

Montag, 12. August 2013

Gibt es Himmel und Hölle?

"Wie ist es im Himmel?", wird Brad Pitt gefragt, der den Tod in dem Hollywoodstreifen „Rendezvous mit Joe Black“ verkörpert. Die Frage nach dem Danach beschäftigt jeden Menschen mindestens einmal in seinem Leben.



Für manche erledigt sich die Frage sehr schnell, indem sie sich und anderen die Antwort geben, dass mit dem Tod alles vorbei ist.

„Es beginnt mit mir und es endet mit mir“, hat Karl Lagerfeld für sich entschieden. Vorsichtig Karl! Nicht nur, dass man seine irdische Egomanie nicht auch noch in die Ewigkeit verlagern sollte, man könnte sich selbst eine Wirklichkeit erschaffen, die nicht der Wirklichkeit entspricht. 


Jesus sagt einmal den bedenkenswerten Satz: „Nach deinem Glauben wird dir gegeben." Was wäre also, wenn uns mit unserem Ableben das erwartet, was wir erwarten? Dass der, der Nichts erwartet, im Nichts endet? Interessanterweise macht der Gedanke, dass wir im Sterben zu Nichts werden den Menschen Angst und stellt die Sinnhaftigkeit des Lebens an sich zutiefst infrage. Wozu sich entwickeln, lernen, reifen, wenn das alles am Ende für die Grube ist? Wir sind auf Beständigkeit angelegt.


Erinnerst du dich, wie es war, als du das erste Mal verliebt warst? Es war perfekt und sollte nie mehr aufhören. Dass das Gute Bestand hat, bleibenden Wert in sich trägt, das wünscht sich der Mensch. Deshalb haben wir in unserer Gesellschaft auch so große Probleme mit dem Verlust geliebter Menschen. Dass Liebe stirbt, widerspricht unserem Empfinden total. Nur ein abgeklärter Resignativismus kann sich mit dieser Vorstellung abfinden, indem er den Rest von Kindlichkeit in sich abtötet. Und die europäische Geistesgeschichte der letzten Jahrhunderte hat ausreichend dazu beigetragen. Himmel und Hölle sind nur noch alte verbrauchte Klischees, mit denen heute keiner mehr etwas anfangen kann.

Was jedoch, wenn sie Wirklichkeit sind? Sicher, die Beschreibungen in der Bibel sind sehr bildhaft und haben eine Menge kitschige Vorstellungen hervorgebracht. Doch wie soll man, wie es die Bibel tut, Wirklichkeiten irdisch formulieren, die nicht von dieser Welt sind? Es muss hier, wie so oft, erwähnt werden, dass es bei Himmel und Hölle nicht um moralische Machtinstrumentalien geht, sondern um die Frucht eines menschlichen Lebens. Denn Himmel und Hölle sind bereits im Hier und Heute erfahrbar. Wer das Leben - und dazu gehört auch das Leben des anderen -  liebt und gestaltet, wird das Leben ernten. Wer das Leben an sich reißt auf Kosten anderer und es verunstaltet, wird mit sich allein bleiben müssen. Alleinseinmüssen heißt aber Sterbenmüssen. Denn menschliches Leben ist auf Gemeinschaft angelegt. Und Gemeinschaft kann nur leben und überleben, wenn sie in der Liebe zum Menschen gründet.
  
Leben kann ich nur, wenn da jemand ist, den ich lieben kann. Lieben kann nur, wer geliebt wird. Wer nicht oder nicht mehr lieben kann, lebt nicht, auch wenn er atmet. Die Wurzel der Liebe ist Gott selbst, von dem es heißt, dass wir Ihn lieben sollen, weil Er uns zuerst geliebt hat.


Wie ist es im Himmel? Joe Black´s Antwort gehört mit zu dem Besten, was ich je dazu gehört habe: „Nimm den glücklichsten Augenblick deines Lebens und multipliziere ihn mit der Unendlichkeit und du bist nah dran."


Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com