Dienstag, 6. August 2013

Beide sind zu früh gestorben!

Beide sind zu früh gestorben! Photo by Thomas Gerlach
Beide sind zu früh gestorben!
Am Freitag war ich bei Ursula Haberkern. Sie ist schon über 90 Jahre alt, fährt einen alten VW-Shirocco (110 PS) und lässt, was an Überholmanövern möglich ist, nichts anbrennen. Ursula kenne ich schon seit 25 Jahren und bin ihr sehr dankbar, das sie mich in einer Zeit unterstützt hatte, wo andere Menschen mir was Böses wollten. 

Der Grund meines Besuches war der Samstag, vorgestern,  wo ich mich mit dem Besitzer einer Insel im Berliner Tegelersee getroffen habe und von Ursula Haberkern einen Gruß per iPad mitbringen wollte, da beide sich ca. 45 Jahre nicht gesehen und sich aus den Augen verloren haben.

"Thomas, gut, dass Du da bist. Ich muss dir was ganz Wichtiges zeigen", sagte Ursula. Sie holte einen Zeitungsausschnitt der BZ, Berliner Zeitung vom 26.Juni 2013, hervor. Dort wurde im Juni zum aktuellen Anlass auf den Besuch von J.F. Kennedy vor 50 Jahren in Berlin hingewiesen und auch ein Foto von seinem Besuch am Check-Point-Charlie veröffentlicht.

"Schau mal Thomas", Ursula hatte Tränen in den Augen und strahlte gleichzeitig, "schau mal, Thomas, wen ich auf dem Foto entdeckt habe, meinen Sohn Ingo" (rechter Zeigefinger)!

Beide sind zu früh gestorben! Photo by Thomas Gerlach
Beide sind zu früh gestorben!
Ursula holte ein weiteres Foto, wo ihr Sohn , schon mit 23 Jahren verstorben, abgelichtet war. Ja, er war es, der nicht unweit von J.F. Kennedy am Check-Point-Charlie stand. Ingo hatte auf beiden Fotos sogar die gleiche Krawatte und die gleiche Strickjacke an.
Welch eine Dramaturgie. 

Beide, Ingo und Kennedy sind sehr früh, für viele zu früh gestorben. Der eine durch eine damals noch unheilbare Krankheit, der andere durch Gewehrschüsse. Welch eine Traurigkeit hat das ausgelöst!

Sterben gehört zum Leben dazu. Auch das Trauern. Ich persönlich habe Angst vor dem Sterben, aber keine Angst vor dem Tod. Das Sterben ist eine so sichere Sache, todsicher, dass ich mich schon jetzt darauf einstellen kann. Das Sterben kann mit vielen Schmerzen und Qualen verbunden sein. Doch der Tod (Tod, wo hast du deinen Stachel?) wird mir das Leben bringen. Wisst ihr, wovon ich schreibe? Wer denkt von euch ebenso? Wie lautet eure Antwort zum Thema Tod?


Thomas G. für GottinBerlin.com

Kommentare:

  1. Wenn ich ganz ehrlich bin, es gibt Momente in meinem Leben, wo ich mir vorstelle, vor JESUS zu stehen und GOTT meinen Vater an seiner Seite. Dann überkommt mich so eine heilige Ehrfurcht, dass ich nur noch ganz still bin und in Dankbarkeit und Anbetung über dieses Glück, das ich nicht verdient habe staune und nur noch vor Freude heulen könnte.

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  2. Hallo Martin, wie kommt man zu so einer Einstellung?

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Ihr Gott-in-Berlin-Team