Dienstag, 20. August 2013

Taufe

Taufe; CopyRight by Thomas Bruhnke
Taufe
Ich bin ein richtiger „Wassermensch“. Ich springe mit Juchhee hinein, schwimme gern, tauche mit Lust. Den ganzen Sommer über bin ich immer wieder in Seen geschwommen, in Schweden und hier im Berliner Umland auch.

Wasser ist etwas ganz Besonderes oder? Da kommt kein Sekt mit und kein Bier, keine Cola und kein Energydrink ….

Wasser ist ganz klar. Es schmeckt nach nichts und darum schmeckt es nach „allem“, nach Leben! Es ist die einzige Flüssigkeit, die wirklich Durst löscht. Ohne Wasser könnten wir nicht leben ….

Wie schön ist es, unter einer Dusche zu stehen, einer richtig kalten erfrischenden! Aber auch schön: eine warme Badewanne im Winter …

Und wenn ich wie neulich, an den Stechlin oder an den Paetzer Vordersee komme oder an – gerade vor ein paar Tagen – an den Motzener See … nichts wie ins Wasser …. Herrlich!

Nach handwerklicher Arbeit kann ich Schmutz und Staub von den Händen abwaschen. Mit Wasser. Ich kann täglich frische Wäsche anziehen. Im Wasser gewaschen.

Ja, Wasser ist etwas Besonderes. Als ich 15 Jahre alt war, habe ich mit einem Freund in einem Wald in der Nähe meiner Heimatstadt eine kleine Quelle in einem Bach entdeckt. Das war so schön anzusehen, wie es ganz leicht sprudelte. So oft sind wir dorthin gefahren und haben allein den Anblick genossen.

In der Bibel schreibt ja ein betender Mensch (König David in den Psalmen), dass Gott die Quelle des Lebens ist. Das ist ein tolles Bild. Da denke ich auch eine sprudelnde Wasserquelle.

Neun Leute aus meiner Gemeinde haben sich vor ein paar Tagen taufen lassen. Ich durfte sie taufen. Sie haben ihre ersten Schritte mit Jesus gemacht. Sie möchten ihn nicht mehr missen in ihrem Leben. Als wir die Taufe vorbereiteten, hatten sie in einem Gespräch ganz unterschiedliche Ansichten und Motivationen zur Taufe, aber eines wurde deutlich: Sie hatten Jesus als den Reichtum, als die Quelle ihres Lebens entdeckt und wollen ihm folgen. Folgerichtig haben sie sich – seinem Willen folgend, sich taufen zu lassen auf Gottes Namen – taufen lassen. Wenn Jesus das will, hat das ja etwas zu bedeuten und ist nicht nur unsererseits ein Bekenntnisakt. Es ist auch die Besiegelung dessen, was er immer schon für dich empfunden hat und dass er sich für dich hingegeben hat, selbst durch den Tod gegangen ist.

Einer der Täuflinge verglich dabei die Taufe mit der Hochzeit. Wenn zwei einander lieben, heiraten sie (sie müssten das nicht, tun es aber doch, beide erklären ihre „Bindung). Bei der Taufe ist es vielleicht ähnlich! Das hat mir gefallen.

Taufe also. Tauchen ! Bei der Taufe wurden die neun Personen im See untergetaucht. Das haben sie nicht selbst getan. Sie wurden getaucht. Der eigentlich Taufende war also gar nicht ich, sondern Gott selbst. Gott und der Täufling haben da etwas miteinander und Gott nimmt den Täufling in den Bund liebender Gemeinschaft hinein. Der Mensch ohne Gott soll untergegangen sein, der neue Mensch mit Jesus soll wieder auftauchen. Was mich von Gott trennt, soll im Wasser versenkt werden. Ein tiefes Symbol der Zwiesprache zwischen dem unendlich liebenden Gott und einem Menschen, der das für sich entdeckt hat. Ein Symbol, in dem der Mensch seinen Glauben und Willen bekennt, mit Jesus leben zu wollen, und Gott sich zum Menschen bekennt, an seiner Seite zu sein und ihn mit dem auszurüsten, was man für einen Lebensweg mit Jesus, für einen Weg ins Reich Gottes braucht. Wer mit Jesus ernst macht, wird durch ihn ganz neu.

Diese neun Leute machen mir Mut. Ich bin nun schon so lange mit Jesus unterwegs. Da erfrischt es mich wie Wasser zu erleben, dass die Liebe Jesu immer wieder Menschen so erreicht, dass sie ihr Leben bedenken und neu ausrichten.

Thomas Bruhnke für GottinBerlin.com

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