Montag, 5. August 2013

Whistleblower und andere offene Geheimnisse

Fugitive former U.S. spy agency contractor Edward Snowden's new refugee documents granted by Russia is seen during a news conference in Moscow
Whistleblower und andere offene Geheimnisse
Foto: Süddeutsche Zeitung, 2.8.2013
Edward Snowdon ist in aller Munde. Vor ein paar Tagen hat er nach einem Monat den Moskauer Flughafen verlassen und vorübergehendes Asyl in Russland erhalten. Er hat Staatsgeheimnisse verraten. Das dient einerseits größerer Transparenz, die wir alle irgendwie wollen, andererseits ist es Verrat, der einem Staat schadet. Ich enthalte mich hier mal einer Wertung, weil die NSA ja ohnehin mitliest. ;-)

Whistleblower kommt laut Wikipedia von dem Englischen „to blow the whistle - in die Pfeife blasen“. Im Deutschen sagt man meist „Enthüller“, „Skandalaufdecker“ oder „Hinweisgeber“ und meint damit „eine Person, die für die Allgemeinheit wichtige Informationen aus einem geheimen oder geschützten Zusammenhang an die Öffentlichkeit bringt. Dazu gehören typischerweise Missstände oder Verbrechen wie Korruption, Insiderhandel, Menschenrechtsverletzungen, Datenschutzmissbrauch oder allgemeine Gefahren, von denen der Whistleblower an seinem Arbeitsplatz oder in anderen Zusammenhängen erfährt. Im Allgemeinen betrifft dies vor allem Vorgänge in der Politik, in Behörden und in Wirtschaftsunternehmen.“ (Wikipedia)

So weit, so gut – oder auch schlecht. Aber wollen wir nicht alle gerne Geheimnisse entdecken, dachte ich. Wir freuen uns offen oder zumindest heimlich, wenn Dinge ans Licht kommen, die bis dahin nur einem begrenzten Kreis von Eingeweihten zugänglich waren. Der sogenannte Enthüllungs-Journalismus befriedigt ja dieses Bedürfnis. Dennoch bleiben viele Geheimnisse. Was steckt hinter den Dingen? Wer zieht wirklich die Strippen? Wie ist das mit den großen Geheimnissen des Lebens? Leben und Sterben - und was kommt danach? Mikrokosmos und Makrokosmos - und wer steuert die? Hat das alles einen Sinn und eine Bestimmung, mein eigenes Leben eingeschlossen?

Mir kommt dabei ein Satz aus der Bibel in den Sinn, dessen umfassende Bedeutung ich nur ahne: Im Kolosserbrief, Kapitel 2, Vers 3, schreibt der Apostel Paulus: „Ich wünsche mir, dass sie absolutes Vertrauen haben, weil sie das Geheimnis Gottes - das ist Christus - in seiner ganzen Größe erkennen und verstehen. Denn in ihm liegen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen“ (zitiert nach der Bibelausgabe Neues Leben).

Paulus – ein antiker Whistleblower? Ja, wir dürfen ein bis dahin verborgenes Geheimnis entdecken! Gott mag für viele sehr geheimnisvoll sein und für andere gar nicht erkennbar. Aber die gute Nachricht ist: Das muss nicht so bleiben! Er will uns seine Geheimnisse verraten und tut das sogar gerne! In Jesus Christus sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. Aber sie sollen nicht verborgen bleiben, sondern offenbar werden. Heißt also: Wer sich auf diesen Jesus einlässt, wird die Geheimnisse umfassend verstehen lernen.

Ja, es gibt viele verborgene Schätze der Weisheit und Erkenntnis, schreibt Paulus. Davon reden auch die griechischen Philosophen. Und es ist natürlich Thema aller Religionen. Aber seine provozierende These ist: Weil unser Gott alles in allem ist, sind diese Schätze sämtlich bei ihm aufgehoben, dem Vater unseres Herrn Jesus. In Gott ist alles verborgen - aber er hat das Geheimnis für die Seinen gelüftet: in Jesus Christus. Deshalb reden wir ja auch von Offenbarung: Da wird uns etwas geöffnet, was vorher verschlossen war – und was ohne Jesus und seinen Geist auch verschlossen bleibt.

Also nichts wie los! Schatzsuche ist angesagt – und das Finden ist garantiert! Eine wichtige Suchhilfe gibt es auf www.GottinBerlin.com. Da erzählen völlig unterschiedliche Berliner und Berlinerinnen, wie sie auf ihrer Schatzsuche ans Ziel gelangt sind. Sie sind unsere besten Whistleblower!
Axel N. für GottinBerlin.com

1 Kommentar:

  1. Geheimnisse Gottes entdecken mit Aufdecken der Skandale einer Gesellschaft zu vergleichen...na ich weiß nicht so recht...trotzdem: Jeder Beitrag, der zum Weiterdenken anregt, ist ein GUTER Beitrag

    AntwortenLöschen

Danke für Ihren Kommentar. Wir werden ihn in Kürze freischalten.
Ihr Gott-in-Berlin-Team