Donnerstag, 31. Oktober 2013

..ein "Madensack" verändert die Welt.. Reformationstag

Seine 95 Thesen widmete er in seiner Naivität Papst Leo X. Er wollte eigentlich nur ein wenig diskutieren, denn der Ablass, der den Bau des Petersdoms finanzieren sollte (gegen den, sowohl architektonisch als auch finanziell, der Limburger Bischofssitz als Bauernkate einzustufen ist) irritierte ihn. "Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt". 

Petersdom;Quelle: wiki.zum.de
Petersdom
Damit machte der Dominikanermönch Johann Tetzel den Leuten falsche Hoffnung und unsinnige Angst. Denn die glaubten damals, dass sie für ihre irdischen Vergehen zur Läuterung eine Weile in einem elendigen Fegefeuer schmoren müssen. Die konnten nach Tetzel sich und ihre Verstorbenen durch Geld davon auslösen. Ja, mit Angst lässt sich Geld machen, damals wie heute. Nur heute sind das Versicherungen und Politiker,die ihre Interessen durch Angstmacherei durchzusetzen suchen.

Für Luther, der selbst lange unter dieser falschen Theologie litt, war Gott der Liebende, der den Menschen zwar in Verantwortung nimmt, ihm aber in Barmherzigkeit begegnen will. Da, wie er meinte, der Papst doch ein Christenmensch sein muss, wollte er durch Leo X. den Ablasshandel aus der Welt schaffen. Dass er sich den Papst dadurch zu seinem Erzfeind macht, konnte er nicht wissen.

Was kam, war ein Selbstläufer, der eine neue, die Evangelische Kirche hervorbrachte. Denn "Ein Christenmensch ist ein Herr über alle Dinge und niemand untertan" formulierte Luther 1520 in seiner Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen". Er hat ausschließlich seinem Gewissen und Gott Tribut zu zollen (ach würden wir das doch heute wieder neu begreifen). Dass dieser Gott in Jesus aus Nazareth Mensch wurde und in seinen Kreuzestod die ganze Menschheit erlösend mit hineinzieht, damit diese mit Jesus als freie, gerechte Menschen auferstehen sollen, und zwar bereits im Hier und Heute, das hat die Menschenherzen erreicht. Denn nur die Wahrheit erreicht das menschliche Herz dauerhaft. Jede Lüge hat ihre Halbwertzeit und bricht in sich zusammen, wie es die religiösen und politischen Ideologien der Menschheitsgeschichte beweisen. 
Ein Madensack verändert die Welt; Quelle: funforlesstours.com
Ein Madensack verändert die Welt

Als sich die ersten Leute Lutheraner nannten, wurde Luther stinksauer und schrie (was er wirklich gut konnte):"Was fällt den Leuten ein, sich nach dem Madensack Luther zu benennen!". Doch die Geschichte, die er selbst, wie ich behaupte aus Gottes Gnaden, losgetreten hatte, konnte er nicht aufhalten. Er wollte die Kirche reformieren, d.h. erneuern, keine Reformation, also keine neue Kirche. Aber hier hat sich die mittelalterliche Katholische Kirche selbstverschuldet die Glieder amputiert. Den gegenwärtigen Papst Franziskus würde er wohl aus tiefstem Herzen lieben.

Luther war ein schwieriger Charakter. Davon wusste sein engster Mitarbeiter Melanchton zu berichten. Aber große Persönlichkeiten sind häufig schwierig und darin eben auch fehlbar, wie seine Schriften zum Bauernkrieg und die späteren Schriften zu den Juden zeigen, auf die sich später die Nazis beriefen. Und er war sich seiner Vergebungsbedürftigkeit auch voll bewusst.  Als er starb, waren seine letzten Worte: "Wir sind Bettler, das ist wahr".

Luther hat die Welt verändert, was in einschlägigen Werken detailliert nachzulesen ist. Bei aller Unvollkommenheit - und Gott hat nur unvollkommene Menschen zur Verfügung, mit denen ER arbeiten kann, ist Luther ein Vorbild für alle Menschen, die aufrecht durchs Leben gehen und allen Authoritäten trotzen, die in Bosheit, Gier und Ungerechtigkeit herrschen wollen, seien es Päpste, Kanzler, Präsidenten oder auch nur mobbende Abteilungsleiter. Und unter allen widrigen Umständen war für Luther eins gewiss:

DASS JESUS SIEGT IST EWIG AUSGEMACHT


Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Der Berliner Gebetsdienst „GEBET FÜR DIE REGIERUNG“ wird eigenständig


Zum 01.11.2013 übergibt TOS Dienste Deutschland e.V. den Dienst GEBET FÜR DIE REGIERUNG in die Verantwortung von Klaus-Helge und Gabriele Schmidt. Die TOS setzt ihr langjähriges Engagement unter dem Namen „TOS Berlin“ am Leipziger Platz fort.
 
Gebet für die Regierung; Quelle: bundesregierung.de
Gebet für die Regierung
Der Berliner Gebetsdienst wurde im Jahr 2001 von Jobst und Charlotte Bittner gegründet. Ein Jahr später wurden Klaus-Helge und Gabriele Schmidt von TOS Dienste Deutschland e.V. als Gebetsmissionare nach Berlin ausgesandt. Unter ihrer Leitung hat sich der Dienst in den letzten Jahren in unterschiedliche Gemeinden und Denominationen hinein vernetzt und ausgeweitet.

Zum 01.11.2013 wird GEBET FÜR DIE REGIERUNG verantwortlich in die Hände von Klaus-Helge und Gabriele Schmidt gelegt, sodass unter ihrer Leitung ein eigenständiger Verein entstehen kann.

TOS Dienste Deutschland e.V. wird sein langjähriges Engagement mit dem Namen „TOS Berlin“ unter der Leitung von Corinna Böttcher und Wiebke Drewes fortsetzen. Neben der Betreuung von Gebetsteams werden gesellschaftspolitisch relevante Projekte, unter anderem im Bereich der christlich-jüdischen Zusammenarbeit, weiterentwickelt.

Renate Schrader für GottinBerlin.com



Wichtige Info für Empfänger des "Newstickers":
Empfänger des Newstickers, der von GEBET FÜR DIE REGIERUNG herausgegeben wird, werden diesen Service wie gewohnt weiter erhalten. Weitere Infos zu dem Dienst findet man auf www.gebetfuerdieregierung.de
Wenn Sie mit TOS Berlin verbunden bleiben möchten, können Sie den neuen Newsletter bestellen, der monatlich erscheinen und über Aufarbeitung in Deutschland berichten wird, die beispielhaft die „Decke des Schweigens“ zerbricht. Sie können ihn im Internet www.tos.info/medien/publikationen/newsletter oder unter 07071-360920 bestellen.
Regelmäßige Informationen über den Dienst der TOS erhalten Sie durch den monatlichen E-Mail Newsletter tosHotnews, den Sie ebenfalls hier bestellen können: www.tos.info/medien/publikationen/newsletter/

Montag, 28. Oktober 2013

armer SC Freiburg.. armer Baumann.. happy HSV

armer SC Freiburg.. armer Baumann.. happy HSV; Quelle: die-welt.de
armer SC Freiburg.. armer Baumann.. happy HSV
Ich habe zu lange in Hamburg gelebt, als dass ich gestern in der Begegnung des SC und dem HSV hätte Partei für die Freiburger ergreifen können. Doch im Laufe der Begegnung bekam ich dann doch Mitleid. Mitleid vor allem mit dem Torhüter von Freiburg.

Nicht gleich beim 0.1. Da war noch Lachen und pure Schadenfreude bei mir im Spiel. Schließlich stand der HSV auf einem Tabellenplatz, der dem Dinosaurier der Bundesliga unwürdig ist (schließlich der einzige Verein, der noch nie aus der 1. Bundesliga abgestiegen ist). Der Hamburger Beister stürmt auf das Freiburger Tor, Oliver Baumann muss sein Tor verlassen, um ihn abzufangen und verdattelt sich in seinem Lauf derart, dass ein, aus Freiburger Sicht, unnötiges, ja zwingend verhinderbares Tor zustande kommt. Beim 0:2 - eigentlich ein Duplikat des ersten Tores, war nur ein anderer Hamburger bzw. der von Hertha ausgeliehene Lasogga Nutznießer. Ab hier, obwohl ich mich natürlich für Hamburg freute, tat er mir echt leid, der arme Baumann. Als er dann auch noch einen Ball von Beister aus den Armen zugunsten von van der Vaart (dem ich jedes Tor von Herzen gönne) zum 0:3 gleiten ließ, dachte ich nur noch an Schutzhaft für Baumann.

Jetzt, dachte ich, werden ihn Manschaft und Fans in der Luft zerreißen und selbst, wenn er das überlebt - die nächste Nacht wird ohne Schlaf für ihn sein. Aber nix. Ich weiß zwar nicht, ob er schlafen konnte, aber das Verhalten der Freiburger war für mich anrührend bis zauberhaft. Als er dann kurz vor Schluss noch einmal patzte und gerade so noch seinen Verein vor dem 0:4 bewahrte, bekam er rasenden Beifall. Obwohl der SC eine heftige Klatsche einstecken musste, gingen sie mit ihrem Keeper um, als hätte der drei Tore gegen Hamburg gemacht. Kompliment, solches Verhalten kenne ich sonst nur von den St. Paulianern oder den Eisernen des 1.FC Union.


Es gibt so Tage, da scheint alles, aber wirklich ALLES gegen den Baum bzw. ins eigene Netz zu gehen. Der Normalbürger zieht sich an solchen Tagen dann zurück und schmollt eine Weile mit sich und der Welt; ist er ein gläubiger Mensch, selbst mit Gott. Doch wie muss es sein, wenn dir das vor einem Millionenpublikum passiert und du dann auch noch die Spielzeit auf dem Platz stehen bleiben- diesen Horrortrip bis zur letzten Minute überstehen musst? Hut ab lieber Oliver Baumann. Ich wäre wohl in die Kabine gestürmt, ohne den Trainer zu fragen, dem ich an so einem Tag sowieso nicht in die Augen hätte sehen können.

Für mich als "fromme Suppe" war das ein Gleichnis für das Verhalten Gottes. Wie oft in meinem Leben war ich mir selbst so peinlich, dass ich nicht in der Lage war, erhobenen Hauptes mit meinem Himmlischen Vater zu reden. Doch ER? ER hat immer Mittel und Wege gefunden, um mir deutlich zu zeigen, dass für IHN alles in Ordnung ist, dass ER in der Lage ist, aus Mist noch Dünger zu machen. Dieses Erbarmen wünsche ich jedem Menschen, nicht nur mir und Torhütern.

Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com

Sonntag, 27. Oktober 2013

Wurzeln

Wurzel, Hinterpommern; Quelle: donicht.de
Hinterpommern
In Polen gewesen. Genauer gesagt, dort, was bis zum Ende des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte Hinterpommern hieß. Jeder Mensch hat ja seine familiären Wurzeln und es sei jedem Menschen auf´s seelsorgerlichste empfohlen, diese Wurzeln einmal aufzusuchen.

Jeder von uns trägt Geschichte in sich. Seine ganz persönliche aus der Zeit bewussten und unbewussten Erlebens und weit, sehr weit darüber hinaus. Ein Europäer ist ein Abendländer und wird, sobald er tiefere Schichten seines Gemüts berührt, zumindest etwas von seiner tiefen Verwurzelung in der abendländischen Kulturgeschichte spüren.

In Polen ging es um Familiengeschichte. Ein seltsames, schwer beschreibbares und wohl kaum erklärbares Empfinden beim Durchfahren weiter wunderschöner Landschaften, die meine unmittelbar vorhergehende Generation noch Heimat nannte. Städte, die einmal Neustettin und Baldenburg hießen und heute aufgrund brauner kriegspolitischer Egomanie zu Recht mit polnischen Namen versehen sind, welche auszusprechen mein Artikulationsvermögen übersteigt. Dort und an vielen anderen Orten wurden einst viele Menschen entwurzelt. Über Nacht, mit Gewalt, als Konsequenz einer untergegangenen despotischen Tyrannenherrschaft.

So durchfahre ich Landschaften, deren Schönheit nichts von den damaligen schrecklichen Ereignissen mehr erahnen lässt. Über einen Bach, der vor sechzig Jahren noch ein reißender Fluss war, in dessen Strom sich Mütter mit ihren Kindern aus Angst vor den Russen warfen, um darin zu ertrinken.

Ich stehe im Geburtshaus meines Vaters, wo heute eine alles andere als wohlhabende Familie mit drei Kindern und einem entsetzlich feindseligen Hund lebt. Die Frau ist hübsch, hat nur leider ein von Karies zerfressenes Gebiss. Ich stehe vor einer Fußbodenklappe, die zum Keller führt, in welchem damals die älteste Tochter versteckt wurde und auf welcher, auf einem Teppich darüber, mein Vater auf den Nachttopf gesetzt wurde, als russische Soldaten das Dorf nach jungen Frauen durchsuchten. Sie fanden sie nicht. Auch den alten Kachelofen gibt es noch und siehe da, er funktioniert bis heute.

Ich begegne Menschen, die damals bleiben durften, die damals meinen Vater als Kind kannten, heute vergreist und zumeist zahnlos sind. Sie grüßen sehr freundlich. Ich sehe den See, an dem mein Vater leidenschaftlich Karpfen und Hechte gefischt hat, betrachte Felder, die einst meinem Großvater gehörten. Ich betrete den Weg, der früher einmal kilometerweit der tägliche Schulweg war. Ich begegne meiner Geschichte.

Ich war damals noch lange nicht geboren. Alles ist für mich neu und fremd. Doch inmitten dieser Fremdheit spüre ich Vertrautheit, Zugehörigkeit. Es ist ähnlich dem Erleben, welches noch viel unaussprechlicher ist; als ich das erste Mal bewusst gebetet hatte und Gott begann, in mein Bewusstsein zu treten. Ein mir Unbekannter und doch zugleich Wesensvertrauter. Und so, wie ER damals begann, mein Selbst in sich zu verwurzeln, so fing meine Seele an, in einem fremden Land an alte Wurzeln anzudocken, den Wurzeln meiner Geschichte.


Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com

Samstag, 26. Oktober 2013

Arbeit und Bestrafung


Nach dem Sündenfall wird der Mensch gezwungen zu arbeiten (Genesis 3:19):


„Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zur Erde, denn von ihr bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren

Arbeit und Bestrafung; Quelle: rolling-stone.com
Arbeit und Bestrafung




Wie soll man Arbeit betrachten? Ist das eine Strafe als Folge des Sündenfalls und der Vertreibung aus dem Paradies? Oder wie heute als Basis der Organisation unserer Gesellschaft?

Was manchmal als Gegensatz erscheint, muss nicht immer unbedingt so stimmen. Wenn die Kinder aus dem Haus gehen, müssen sie ihr Leben bestreiten und arbeiten. Natürlich ist es nicht so perfekt wie bei den Eltern und das große Kind wird arbeiten, kochen, putzen usw. müssen.

Die Menschheit hat sich entwickelt und befindet sich nicht mehr ganz am Anfang. Gott ist unser Vater und Schöpfer. Er freut sich darüber, wenn wir intelligente Lösungen anwenden und die Erde gut pflegen.

Somit ist auch Arbeit eine Anteilnahme an der Weiterentwicklung der Schöpfung. Dennoch müssen wir auch darauf achten, dass Arbeit nicht zur Ausbeutung der anderen oder zur Beschädigung der Schöpfung führt.

Was wir als Christen tun, muss immer in Bezug zu Gott sein. Wir können nicht trennen: Christ am Sonntag sein und von Montag bis Samstag agieren als ob die Welt nur weltlich wäre. Arbeit kann auch ein Segen im Dienst des Herrn werden.



Jean-Paul

Ein Franzose aus Berlin für GottinBerlin.com

Freitag, 25. Oktober 2013

GOTT vs. Wildecker Herzbuben

Anfang der Neunziger kam ein Film mit Micheal Douglas raus, der hieß "Falling Down". In diesem Film verliert der Protagonist seinen Job; seine Existenz. Nachdem er eine Zeit lang eine Scheinexistenz aufrecht erhält, dreht er durch. Mit einer Tasche voller Waffen rennt er durch die Straßen und schließlich endet das alles auch für ihn tödlich. 

Falling Down; Quelle:burgerac.com
Falling Down
Es gibt eine Szene, in der er in ein Fastfoodrestaurant geht und sich einen Burger bestellt. Was er bekommt, sieht scheußlich und ungenießbar aus. Er zeigt auf die Fotos über der Theke, wo die Hamburger natürlich total schön und lecker abgebildet sind und brüllt die Verkäuferin an: "Ist das der Burger, der da oben abgebildet ist?". Ein Sinnbild für ein Leben, dass ihm mal versprochen wurde und das sich dann vollkommen hässlich, gegenteilig darbietet. Er fühlt sich vom Leben betrogen, so wie wir (zumeist) von der Werbung betrogen werden. Denn das Produkt hält selten, was es im Versprechen der Verkäufer halten sollte.

Wer einen Weg beschreitet, hat im allgemeinen ein Ziel und eine Vorstellung davon, was ihn dort erwartet. Für dieses Ziel, diese Erwartung, ist man dann auch gern bereit, Anstrengungen und Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen. Blöd nur, wenn man dann auf dem Weg den Eindruck bekommt, belogen und betrogen worden zu sein. Es scheint genau das Gegenteil von dem einzutreten, was einem versprochen wurde.

Nun sind wir aus Erfahrung gewohnt, dass uns Menschen belügen, betrügen, hintergehen, uns ausnutzen. Was aber, wenn wir diesen Eindruck von Gott selbst haben, der doch die Liebe und Wahrheit in Person sein soll. Was, wenn wir Sein Versprechen, dass ein Leben mit Ihm ein qualitativ unüberbietbares Leben ist (und nicht weniger als das verspricht die Bibel, ja Jesus selbst) sich der Erscheinung nach ins Gegenteil verkehrt, wir uns eben nicht einfach von einem Menschen, sondern dem Schöpfer selbst betrogen fühlen?

Im Alten Testament schreit der Prophet Jeremia Gott ins Gesicht: "Du hast mich verführt und ich habe mich von Dir verführen lassen! Du hast mich betrogen, mich belogen! Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde!" So redet ein Diener und Liebhaber Gottes mit seinem Schöpfer.
Er war nicht der Erste, der sich so äußerte und auch nicht der Letzte. Es gibt Menschen, die heute so empfinden und es wird sie auch in Zukunft geben.

Billig die Leute, die sich über Kirche und Kirchengeschichte aufregen und darin ihr Pseudoalibi zu finden meinen, sich gegen den christlichen Glauben zu wenden. Ich jedenfalls kann diese Feiglinge nicht mehr ernst nehmen. Sie gleichen einem Menschen, der wissen will, was Musik ist, sich die Wildecker Herzbuben anhört und dann pauschal behauptet Johann Sebastian Bach und Queen, ja Musik überhaupt sei Schrott- er weiß es halt nicht besser.
Ein feste Burg ist unser Gott; Quelle: lieder-archiv.de
Ein feste Burg ist unser Gott
Wildecker Herzbuben; Quelle: dattelner-morgenpost.de
Wildecker Herzbuben
Wer mit Gott lebt, kommt (auch) in Zustände und Lebenssituationen, in denen er den Eindruck bekommt, Seine Qualität sei auch nicht besser als die der Wildecker Herzbuben. Aber vielleicht erlebt er dann auch, dass es dahinter eben auch noch andere Qualitäten gibt.


Ob Gott, das Leben ein Lügner und Betrüger ist, kann nur erfahren, wer es mit Ihm und an Ihm erfährt und erleidet. Wer es mal einfach so pauschal von Ihm behauptet, ist nicht ernst zu nehmen. Der Prophet Jeremia hat sich vom Gegenteil überzeugen lassen, und zwar durch Gott selbst. Jeremia nämlich war kein billiger, ignoranter Feigling sondern ein Mensch den man ernst nehmen konnte.

Wer Gott, was das Leben wirklich ist, können wir nur mit und an Ihm erfahren. Wer diesen Schneid nicht aufbringt, sollte weiter die Wildecker Herzbuben hören, aber bitte die Menschheit mit seinem Geschwätz verschonen.

Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com  

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Lass Dich nicht vom Bösen überwinden...

... sondern überwinde das Böse mit Gutem (Rö.12,21).
lass dich nicht vom Bösen überwinden; Quelle: facebook-sprueche.de
lass dich nicht vom Bösen überwinden
Diese Aufforderung richtet der Apostel Paulus in seinem Brief an die Christen in Rom. Die hatten dort keinen leichten Stand. Er aber forderte sie auf, nicht Böses mit Bösem zu vergelten. Das wäre doch sehr menschlich. Wenn mich jemand ärgert, na dann ärgere ich ihn auch, damit er weiß, wie das ist. Paulus denkt anders. Jesus Christus handelte anders, ganz anders. Er tat Gutes, als er auf dieser Erde weilte. Er heilte Kranke, er erweckte Tote, er predigte die Frohe Botschaft 

Aber man suchte bei ihm Fehler, man provozierte ihn mit Fragen. Er aber blieb der, der er war. Er dachte nicht an Rache. In einem Punkt aber wurde er ziemlich ungemütlich. Weil der Tempel von Händlern für ihre Geschäfte missbraucht wurde, trieb er sie hinaus.

Aber als er gefangen genommen wurde, ließ er sich freiwillig fesseln und schließlich kreuzigen. Er wusste, dass das der Weg seines Vaters war, den er gehen musste, um die Sünde der Menschen zu tragen, die Sünde, die die Menschen sonst selbst hätten tragen müssen. Er nahm sie auf sich. Er hatte diese große Aufgabe freiwillig übernommen. Was aber ist unsere Aufgabe in schwierigen, hasserfüllten Situationen. Wenn ich an die verfolgten Christen in vielen Ländern der Welt, Nordkorea, Ägypten, Syrien und anderen denke, höre ich oder lese ich, dass sie sich töten lassen. Aber ich lese auch, dass sie sich mancherorts verteidigen. Ich kann die Meldungen nicht nachprüfen. Ich weiß, dass Menschen, auch Christen nicht fehlerfrei sind aber ich weiß nicht, wie die Kämpfe zustande gekommen sind. Wer würde schließlich nicht, wenn er meint, sein Leben und das seiner Familie zu retten, gegen die Feinde kämpfen. Das ist menschlich und verständlich. Ich weiß auch nicht, wie ich unter solchen extremen Situationen handeln würde oder könnte.   Wahrscheinlich würde ich mich verteidigen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte.

Gemessen an den lebensbedrohenden Situationen der verfolgten Christen in jenen Ländern haben wir es leicht. Es gibt Mobbing, es gibt Neid, Hass, Bosheit. Aber nur die wenigsten Menschen hierzulande erleben Bedrohungen für Leib und Leben.

Vor vielen Jahren kam ich als „Neue“ in eine neue Abteilung auf einen neuen Arbeitsplatz. Die Kollegin, mit der ich das Zimmer teilte, war fachlich ausgezeichnet, aber menschlich schwierig. Stellte ich ihr eine Frage, bekam ich etwa als Antwort: „Sie haben doch studiert, das müssen sie doch wissen.“ Jeder weiß, dass kein Studium Antworten arbeitsspezifische Fragen bringt.

Über jeden Kollegen hatte sie eine negative Aussage, niemand war in ihren Augen kompetent. Vielleicht hatte sie die Befürchtung, dass ich ihr eines Tages den Arbeitsplatz streitig machten könnte. Die Frage stand nicht, aber ich hatte eine Arbeit übernommen, die eigentlich ihre Aufgabe war. Sie war mir gestellt worden und ich hatte das akzeptiert, ich fand die Aufgabe interessant und stimmte ohne Zögern zu. Eine genaue Abgrenzung unserer Tätigkeiten war mir noch nicht bekannt. Mein Chef hätte das wissen müssen. Ich merkte erst an ihrer Reaktion, dass etwas nicht stimmte. Da aber war es zu spät. Was sollte ich tun? Zuerst litt ich unter der Situation furchtbar. Ich betete intensiv und dann kam mir der Gedanke: Es gibt noch andere Kollegen, die meine Fragen  beantworten können. Ich rief sie an, fragte, ob sie ein paar Minuten Zeit haben, ging hin und bekam die erbetenen Antworten. Das brachte gleich mehrere Vorteile: Ich lernte die Kollegen kennen und schätzen, erfuhr auch mehr von ihren Aufgaben, Fragen und Problemen und dem fachlichen Umfeld und erwarb ihre Wertschätzung. Das half mir in ganz entscheidendem Maße.

lass dich nicht vom Bösen überwinden; Quelle: gottliebtuns.com
Lass dich nicht vom Bösen überwinden
Ich betete weiterhin intensiv, denn die Situation in unserem Arbeitszimmer hatte sich nicht verändert. Wenn aber mein Gegenüber negative Aussagen über jemanden traf, konnte ich positive Aussagen entgegensetzten. Zuerst stutze sie, wollte das nicht akzeptieren. Dann aber ließen ihre negativen Aussagen nach, wurden im Laufe der Jahre weniger und unsere Zusammenarbeit verbesserte sich. Nach 5 Jahren war das Problem gelöst, wir konnten zusammenarbeiten. Sie sah in mir keine Konkurrentin mehr sondern eine Kollegin, obwohl ich ihr fachlich nicht mehr wesentlich nachstand. Aber nun sah sie ihre Arbeit als sicher und nicht durch mich bedroht an. Es war eine harte Zeit, ich musste einen sehr langen Atem haben.

Meine Empfehlung: Werden Sie der netteste Kollege/die netteste Kollegin in ihrem Betrieb, gehen sie zu den Kollegen und wenden Sie sich im Gebet an Gott  mit allen ihren Problemen und Fragen. Er kennt Antworten, die kein Mensch geben kann.

Renate Schrader für GottinBerlin.com

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Zurück zum Original

Im vergangenen Monat, kurz vor der Bundestagswahl, brachten einige Berliner ihre kreativen Fähigkeiten auf den aushängenden Wahlplakaten zum Ausdruck. Auf meinem Weg durch die Stadt boten sich mir immer wieder neue Variationen der Wahlplakate, die vielerorts von einigen Mitbürgern ein wenig "umgestaltet" wurden. Eines Morgens blickte mir auf dem Weg zur S-Bahn plötzlich nicht mehr die freundlich lächelnde Frau Merkel entgegen, sondern eine schaurig furchteinflößende mit blutunterlaufenen Augen und scharfen Vampir-Zähnen. Der eigentliche Sinn und Zweck des Plakates, nämlich eine warmherzig, vertrauensvolle Bundeskanzlerin, war damit leider völlig entstellt. 
Zurück zum Original; Quelle: rethinkxian.com
Zurück um Original
Für andere Parteien und Kandidaten gab es ähnlich kreative Ideen. Teilweise wurden ganze Werbe-Slogan durch nur wenige Buchstaben verändert, manchmal sehr unterhaltsam, aber ganz bestimmt nicht gerade zur Freude der Kandidaten. Es muss sich ein bisschen so anfühlen wie für einen Künstler, der sein Werk fertiggestellt hat, es ausstellt und plötzlich merkt, dass eine andere Person einfach noch ein paar Dinge hinzugefügt oder verändert hat. Das Gesamtbild ist vielleicht noch zu erkennen, aber es ist trotzdem nicht mehr das, was der Künstler eigentlich gemeint hat.
Obwohl sie mittlerweile nicht mehr sichtbar sind, kamen mir die gefälschten Wahlplakate in den letzten Wochen plötzlich wieder in den Sinn. Warum? Ausgelöst durch die aktuellen Ereignisse um den Limburger Bischhof beschäftigte mich folgender Gedanke: Es gibt noch ein anderes "Original", das von Menschen allzu oft verzehrt wird. Mit diesem "Original" meine ich Gottes Vorstellung von christlicher Kirche bzw. Gemeinde. Damit meine ich nicht eine bestimmte konfessionelle Richtung, sondern einfach: Gottes ursprüngliche Idee, wie Menschen, die an ihn glauben, sich zusammentun, ihren Glauben teilen, Gemeinschaft miteinander haben. Wie sie positiv, kraftvoll in die Gesellschaft hineinwirken und einen Unterschied machen für die Menschen in ihrem Umfeld.

Wenn Gott sein Bild von Gemeinde auf ein Plakat gezeichnet hätte, würde es uns mit Sicherheit sehr viel Freude machen, es zu betrachten. Es geht in dieser Gemeinde nicht um Macht und Ämter, sondern um eine Gemeinschaft von Menschen, die die Gesellschaft bereichert auf allen Ebenen und etwas wirklich Gutes zu geben hat. Was ist aus dem "Original" geworden? Geschichten wie aktuell die des Bischhofs von Limburg bringen das Bild ganz schön ins Wanken. Ein wenig Machtanspruch, ein wenig Luxus oder auch Geldgier kommen mit ins Bild – und schon ist das ursprüngliche Bild von Gemeinde völlig verzehrt. All das sind Dinge, die Gott nicht für diese Gemeinschaft vorgesehen hat.

Gott hat gute Ideen für die Gemeinde, aber er weiß auch, dass es Menschen sind, die sie gestalten. Menschen die Fehler machen, manchmal auch gravierende. Damit sollte man schwerwiegende Fehler, besonders von leitenden Personen der Gemeinde, nicht entschuldigen. Aber mir persönlich hilft es, zu verstehen: Es sind Menschen, die Gemeinde gestalten. Aber es ist Gott, der das Original vor Augen hat und uns immer wieder behutsam zu diesem Original hinführen möchte. Es erschreckt mich, wenn ich von Menschen höre, die ihren Glauben an Gott in Frage stellen aufgrund solcher menschlicher Verfehlungen. Gott ist der Künstler. Und letztendlich geht es um ihn. Das Fehlverhalten von Menschen kann seine Vollkommenheit niemals in Frage stellen. Wir sind keine Marionetten, sondern er lässt uns Gemeinde gestalten: leider nicht immer zu seinem Vorteil.

Ein Zitat von Hape Kerkeling aus seinem Buch "Ich bin dann mal weg" trifft es sehr gut:
"
Gott ist für mich so eine Art hervorragender Film wie „Ghandi“, mehrfach preisgekrönt und großartig!





Zurück zum Original; Quelle: meran.eu
zurück zum Original
Und die Amtskirche ist lediglich das Dorfkino, in dem das Meisterwerk gezeigt wird. Die Projektionsfläche für Gott. Die Leinwand hängt schief, ist verknittert, vergilbt und hat Löcher. Die Lautsprecher knistern, manchmal fallen sie ganz aus (...). Man sitzt auf unbequemen, quietschenden Holzsitzen und es wurde nicht mal sauber gemacht. Da sitzt einer vor einem und nimmt einem die Sicht, hier und da wird gequatscht und man bekommt ganze Handlungsstränge gar nicht mehr mit.
Kein Vergnügen wahrscheinlich, sich einen Kassenknüller wie „Ghandi“ unter solchen Umständen ansehen zu müssen. Viele werden rausgehen und sagen: „Ein schlechter Film.“ Wer aber genau hinsieht, erahnt, dass es sich doch um ein einzigartiges Meisterwerk handelt. Die Vorführung ist mies, doch ändert sie nichts an der Größe des Films. Leinwand und Lautsprecher geben nur das wieder, wozu sie in der Lage sind. Das ist menschlich.
Gott ist der Film und die Kirche ist das Kino, in dem der Film läuft. Ich hoffe, wir können uns den Film irgendwann in bester 3-D- und Stereo-Qualität unverfälscht und mal in voller Länge angucken! (...)"

Und wenn ich mir diesen Text so anschaue, muss ich doch sagen: Ich habe auch schon in sehr hervorragenden Kinos gesessen und durfte schon oft sehr Vieles von dem "Original" abspüren. Lasst uns gegenseitig Mut machen, mehr von diesem Original zu erleben, es mitzugestalten, mehr in das hineinzuwachsen, was Gott sich vorgestellt hat, anstatt uns entmutigen zu lassen von Menschen, die uns in dieser Hinsicht enttäuscht haben.

Monika L. für GottinBerlin.com

Dienstag, 22. Oktober 2013

Lässt Gott sich am Mond finden ?

earthrise; Quelle: neunplaneten.de
Vor einigen Tagen las ich einen Artikel in einer Berliner Tageszeitung, der mich dann doch stutzig machte.
Der amerikanische Astronaut William Anders feiert in diesen Tagen (17.10.) seinen achtzigsten Geburtstag. Bekanntgeworden ist er als Teilnehmer der Apollo-8-Mission der NASA im Dezember 1968.
Berühmt wurde dieser Raumflug, weil zum ersten Mal ein bemanntes Raumschiff den Mond umrundete und die Astronauten die ersten Menschen waren, die mit eigenen Augen der Mondrückseite ansichtig wurden. Zum anderen wurde diese Apollo-Mission historisch, weil Kommandant James A. Lovell aus dem Mondorbit heraus an Heiligabend Zitate aus der Schöpfungsgeschichte vortrug. Dazu waren im TV die fantastischen Bilder der aufgehenden Erde über dem Mondhorizont zu sehen. Millionen von TV-Zuschauern verfolgten damals ergriffen die Worte von Lovell. Mir ist allerdings nicht bekannt, ob Lovell aus dem Gedächnis heraus zitierte oder vom Blatt ablas. In dem Zeitungsartikel dieser Tage wurde Anders nun sinngemäß zitiert:

Er war aufgebrochen, um den Mond zu erforschen. Dabei habe er die Erde entdeckt, erzählt er. Die Beobachtung dieses winzigen Punktes in den unendlichen Weiten des Weltalls veränderte sein Leben fundamental. Bis dahin hatte er als Katholik geglaubt, dass Gott die Welt erschaffen habe. Das war vorbei. Und der Mensch, ein besonderes Wesen im Universum ? „Das glaube ich nicht“, sagte Anders.

Diese beide Aussagen machten mich stutzig, ich erschrak regelrecht, was ist dies für eine Aussage?. Wer denn sonst als GOTT sollte diese Welt erschaffen haben. Wieso zweifelte Anders plötzlich an Gott, was ist ihm da durch den Kopf gegangen? Ich verstehe es nicht: Gerade wenn man als Teilnehmer eines Raumfluges die Erde von oben sieht, wenn man die Schwärze des Weltall bewundert, die Sterne und Sternhaufen leuchten sieht, gerade dann denkt man doch „Wer hat all dies geschaffen, wer hat all dies in Gang gesetzt?“

Und so berichten auch zurückgekehrte Astro- und Kosmonauten, dass sie ob der dünnen Atmosphäre unser Erde, dem Fehlen jeglicher Grenzen, der Zerbrechlichkeit der Schöpfung ins Staunen, Schwärmen und Nachdenken geraten. Einige gestehen auch, dass sie als atheistische Wissenschaftler gestartet und als gläubige, auf Gott hörende Menschen wieder gelandet sind. Umso erstaunlicher ist die Aussage von Anders, geradezu konträr !

Und bis heute sind keine weiteren Lebensformen im Weltall von uns Menschen entdeckt worden. Bis zum Beweis des Gegenteils müssen wir annehmen, dass wir die einzigen Geschöpfe in der von unserem Vater geschaffenen Welt sind. Wieso zweifelt Anders auch hier an unserer Einzigartigkeit ?

Oder ist er vielmehr von den „Zeitungsmachern“ bewusst oder unbewusst falsch zitiert worden ?

Was denken Sie darüber? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit.

Thomas Nobiling für GottinBerlin.com

Montag, 21. Oktober 2013

Raaben-Schwarz

Wer kennt ihn inzwischen nicht? Den Bischof aus Limburg,
Franz-Peter Tebartz-van Elst.


Raaben-Schwarz, Stefan Raab, Photo by pi-news
Raaben-Schwarz
Nun hat sich auch Stefan Raab (hier anklicken, ab Minute 02:12) auf den Bischof in seiner Show TV-Total gestürzt. Na klar, ein gefundenes Fressen. Eine Provinzposse aus Limburg wird uns seit Tagen und Wochen als Deutschlands wichtigstes Thema verkauft.
Warum ist das gerade so intensiv, wenn es um die Kirche geht? 

Ja, ich weiß, die Presse stürzt sich am liebsten auf Katastrophen usw, damit die Schlagzeilen Empörung und Interesse hervorrufen. Das bringt Umsatz und Gewinn ein.

Ich frage mich jedoch, was wir Christen, "Wir sind Kirche", der Presse sonst noch an Schlagzeilen bieten können? Wollen wir überhaupt Schlagzeilen? Wollen wir, soll Gott, zum täglichen Stadtgespräch werden? Muss es immer eine Negativ-Schlagzeile sein?

Bischof Tebartz-van Elst hat es sicherlich anders als gewünscht, geschafft. Es wird von der Kirche, von dem Bistum in Limburg berichtet. Doch zu welchem Preis? Menschen treten aus der Kirche aus und kehren Gott direkt und indirekt den Rücken zu. Wie sah die Bindung dieser Menschen zu der Kirche und zu Gott aus? Was hat die Kirche versäumt, bei den Austretenden im Vorfeld zu investieren? 
Was ist uns Berliner Christen denn wertvoll? Können wir von Limburg lernen? 

Ich habe den Eindruck, dass die Kirche zuviel Moral sät

Sonntag, 20. Oktober 2013

Im Schatten der Reformation



Radialsystem; Quelle: Freidrichshainblog.de
„ Im Schatten der Reformation“ – das ist das Thema, um das es am 25. Oktober 2013 um 19.00 Uhr  im Radialsystem in Berlin gehen wird.

„Allein die freie Kraft des biblischen Wortes entfaltet ihre Wirkung, nicht die Gewalt!“ So hat es Martin Luther für seine Zeit formuliert. Die Reformation fand gleichwohl – bei allen zu würdigen Ansätzen – keinen wirklichen Zugang zum Thema Toleranz. Die Hetzschriften Luthers gegen die Bauern, die grausame Verfolgung der Täufer und eine erschütternde Judenschrift: Die Entdeckung der Freiheit des Evangeliums wurde vom gnadenlosen Kampf um die Wahrheit begleitet.

Toleranz und Kirche – das ist die 500jährige Schuld- und gleichzeitige Lerngeschichte, die bis in die heutige Zeit hineinwirkt. Um den damit verbundenen Fragen nachzugehen, lädt der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider zu dieser Veranstaltung bei, der der die Schicksale damals Verfolgter im Mittelpunkt stehen werden:

Mitwirkende sind u.a.:


  • Margot Käßmann, Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum 2017
  • Micha Brumlik, jüdischer Erziehungswissenschaftler
  • Lamya Kaddor, muslimische Islamwissenschaftlerin
  • Wolfgang Krauss, mennonitischer Pastor,
  • Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der EKD
  • Andrea Strüblind, baptistische Kirchengeschichtlerin
  • Moderation: Jörg Thadeusz
  • Kabarett: Martin Buchholz   
 Ute Rastert für GottinBerlin.com