Samstag, 30. November 2013

Ist der Papst etwa Christ?

..ist der Papst etwa Christ?;Quelle: hispaniola.eu
Papst Franziskus
"Wer euch sieht, sieht mich", sagt Jesus zu seinen Jüngern. Wie häufig suchen die Menschen vergeblich nach dieser Wiedererkennung bei uns Christen. Doch plötzlich, so hat es den Anschein, sehen wir einen Jesus von Mitte Siebzig mit Lachfalten. In Rom, im Vatikan. Ein Nachfolger des Petrus, der in dieser Nähe zu Jesus lebt wie dieser erste Papst, wie es in der katholischen Glaubenslehre verankert ist.

"Raus mit Euch!", fordert Papst Franziskus, der jeden Morgen sein Bett selbst macht, damit sich seine Mitarbeiter um die wichtigen Dinge kümmern können, wie er meint. Er lebt, was er glaubt und fordert, was er glaubt: eine Kirche für die Menschen, für alle Menschen. Und das nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch, vor Ort. Bei den Menschen, mit den Menschen. "Gehet hin an die Hecken und Zäune", zu denen die zerbrochenen Herzens sind, den Kranken und Leidenden, den Traurigen und Einsamen. Gebt, was Ihr habt, denn Geben ist seliger den Nehmen.

Er redet wie Jesus und er handelt wie Jesus. Er hat nach einem halben Jahr Pontifikat eine weltweite positive Aufmerksamkeit wie, meines Wissens, kein anderer Papst vor ihm. Warum erregt er diese Bewunderung und Hoffnung bei den Menschen? Wie kommt es, dass plötzlich Katholiken wieder stolz darauf werden, zur Katholischen Kirche zu gehören?

Die Antwort ist ganz schlicht. Er redet und handelt wie ein Christ. Ist es nicht seltsam, dass sich die Welt und selbst die Christen über das Oberhaupt der Christenheit verwundern, nur weil der sich an Jesus orientiert? Er kritisiert die Mächtigen dieser Welt, die Bosheit und Menschenverachtung der weltweiten Wirtschaftsstrukturen. Er stellt den Menschen als Ebenbild Gottes in den Mittelpunkt als ein zutiefst von Gott geliebtes Wesen. Was werden wir noch von ihm zu erwarten haben? Das, was die Welt unglaublich nennt und doch eigentlich das ganz normale christliche Leben ist bzw. sein sollte?

Er beschämt uns alle; auch die, die sich evangelisch nennen, kommen nicht drum herum, sich von Franziskus infrage stellen zu lassen, von ihm zu lernen; zu lernen, als Christen zu leben. Vielleicht wird er massiv dazu beitragen, dass die Christenheit wieder zu einer liebenden und sich in ihrer Unterschiedlichkeit respektierenden Einheit zusammenwächst.

"Mir ist eine verbeulte Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinaus gegangen ist, lieber als eine Kirche, die aufgrund ihrer Bequemlichkeit und Verschlossenheit krank ist." Dieser Satz von ihm wird in die Geschichte, die Kirchengeschichte eingehen.

Danke Herr Jesus für einen Papst, an dem ich als evangelischer Christ ein Vorbild und meine Freude habe.

Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com 

Freitag, 29. November 2013

"Über den Schmerz"

Am 22. November 1963 wurde nicht nur John F. Kennedy in Dallas ermordet. Am selben Tag starb in England ein Mann, dessen Spuren nicht nur ins zurückliegende Jhd. reichen, sondern weit darüber hinaus. Bekannt geworden durch seine Narnia-Chroniken und Perelandra Trilogie im Genre Fantasy. 

Weniger bekannt, aber nicht minder bedeutsam, seine Essays in Zeitungen und Rundfunk zu Themen der Philosophie und Religion.
Gemeint ist Clive Staples Lewis. Professor für engl. Literatur in Oxford und bekennender Atheist. Nach seiner Hinwendung zum Christentum ( nachzulesen in der Autobiographie “Überrascht von Freude“ ) wurde er,“… vielleicht zum bedeutendsten Apologeten ( Verteidiger ) des christl. Glaubens und der Bibel im 20 Jhd“ ( Zitat von Prof. Helge Stadelmann). Sein bekanntestes Buch „Pardon, ich bin Christ“ wurde in viele Sprachen übersetzt und erlebt immer wieder Neuauflagen.

C.S.Lewis "Über den Schmerz"; Quelle: profimusic.ch
„Über den Schmerz“ ( orig. „The Problem of Pain“) ist möglicherweise sein anspruchsvollstes Buch. Woher kommt der Schmerz, wieso erfahren wir Menschen Schmerzen, kann es aufgrund dessen, das Schmerz existiert, überhaupt einen liebenden Gott geben, wie gehen wir damit um ?…….etc. Sehr vielschichtig und komplex wird dieses Thema, das die Menschheit seit jeher bewegt, behandelt. Landläufige Meinungen ( und Vorurteile) werden unter die Lupe genommen.

Wer sich auf die Lektüre einlässt, wird von dem Vor-Denker C.S. Lewis profitieren.

Harald Schieffers / coeo-berlin.de - Haus der guten Taten für GottinBerlin.com

Mittwoch, 27. November 2013

KG und die Südsee

KG in der Südsee; Quelle: azur.de
KG in der Südsee
KG ist in der Südsee und ich darf nicht neidisch werden. Da fragt man sich, wie weit es noch her ist mit den Witzen über Musiker. Besonders Jazz- Musiker, von denen man ja in jeder zweiten Mülltonne einen finden soll und der den Arzt auf die Diagnose hin, er hätte nur noch sechs Wochen zu leben, nur fragen kann: „wovon denn?“. 

Nein, heute haben die Südsee- Engagements. Alle Jazz- Musiker? Weiß nicht, jedenfalls KG. Und da KG der einzige Vollzeitjazzmusiker ist, den ich näher kenne, ist er also für meinen Blickwinkel repräsentativ für diese Berufsgruppe

Hätte ich davon im Mai erfahren, ich hätte mich mit dem bevorstehenden abendländischen Sommer getröstet und haufenweise Gründe dafür gefunden, weshalb es nur nervig sein kann, auf einem Luxusschiff irgendwelchen überfütterten, gelangweilten Senioren ohne Musikverständnis Abend für Abend die Zeit zu verjodeln. Ja im Mai würde ich sämtliche Klischeeregister und Allgemeinplätze bedienen um mich dessen zu vergewissern, dass hier sein angenehmer ist als dort, wo KG jetzt herumtreibt. Doch leider ist November, der Himmel ist grau und die Luft feuchtkühl. Aber man hört ja viel von Stress, wenn Menschen es lange auf engem Raum miteinander aushalten müssen. Bestimmt sind die Musiker untereinander längst zerstritten, unter den Gästen ist nicht eine attraktive Frau unter fünfzig und jeden Abend muss er wenigstens drei Mal den Holzmichel spielen, der ja soo lustig ist und das Herz jedes Rentners nach dem vierten Bier tief erfreut. Der Kapitän ist ein narzistischer Tyrann und der erste Offizier sowieso total von sich eingenommen und hat nur Verachtung für Schiffsmusiker übrig.

Armer KG. Jetzt hängt er auf hoher See herum, einsam, traurig und seekrank, zählt die Tage bis zur Rückkehr und weiß nicht, wie er die verbleibende Zeit überstehen soll. Nur Masochisten können auf Jazzmusiker mit Südseeengagement neidisch sein. 


Was denkst Du, lieber Leser? Ist und wenn ja, welcher Ort nötig, um sich in seiner Haut wohl zu fühlen?

 Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com

Dienstag, 26. November 2013

Die Kleinen des Vaters

In Matthäus 11, 25-30 sagt Jesus: „ weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. In Matthäus 18,1-4 ermutigt uns Jesu wie die Kinder zu sein.
Die Kleinen (Kinder, Armen, Kranken und Analphabeten) genießen bei Jesu eine spezielle Aufmerksamkeit. Der Sohn Gottes macht sich klein für die Kleinen dieser Welt.
Er ermahnt oft die Reichen, die Mächtigen und die Gelehrten.
Die Kleinen des Vaters; Quelle: t-online.de
Die Kleinen des Vater

Also Geschwister Jesu, was machen wir mit dieser Botschaft? Wie handeln wir im Alltag, wenn wir in der U-Bahn einen Bettler sehen? Was pflegen wir zu lesen und zu sehen.

Wie entwickeln wir unsere Achtsamkeit?

Wie öffnet (Effata) sich unser Herz?

Heute mit der Vitalisierung der Welt (Internet, Drohnen, Finanzwirtschaft usw.) verlieren wir immer mehr den Bezug zur Realität. Die Kleinen des Vaters sind immer noch da und Ihre Medienpräsenz sehr gering oder schlecht in Perspektive gesetzt.

Wie die Kinder staunen wir über diese wunderbare Schöpfung und lassen uns begeistern von der Botschaft Christi.



Jean-Paul, ein Franzose aus Berlin für GottinBerlin.com

Advent heißt Ankommen



Häufig hören wir einen Menschen seufzen: ich bin noch nicht ganz da. Lass mich doch erst mal ankommen. So sprechen wir nach einer Reise, deren Erlebnisse wir noch nicht verdaut haben.  Kennst Du dieses Gefühl? Wir sind oft nicht dort, wo wir sind- meint: wir sind noch nicht mit unserer Seele angekommen.
Advent heißt Ankommen, Quelle: padresteve.com
Advent heißt Ankommen
 

Im Advent feiern wir die Ankunft Gottes in dieser Welt. Gott kommt zu uns in Seinem einzigen, einzigartigen Sohn Jesus, den Soter, den Retter, den Heiland, wie Martin Luther übersetzt. Im Advent wollen und müssen wir auch Sein Ankommen in unseren Herzen feiern, sonst ist alles umsonst.


Natürlich wissen wir, dass Jesus schon gekommen ist. Es war vor fast 2000 Jahren, damals in Bethlehem in dem Stall, von dem die Engel den Hirten künden: Euch ist heute der Heiland geboren. Und  doch feiern wir jedes Jahr neu den Advent und sein Kommen zu uns Menschen. So erleben wir ihn immer wieder als den Kommenden, und das ist auch notwendig, weil wir so oft nicht bei uns selbst sind. Karl Valentin hat das treffend ausgedrückt: Ich bekomme heute Abend Besuch. Ich hoffe, das ich daheim bin.
Wo sind wir jetzt mit unseren Gedanken und Gefühlen? Wir kennen es alle: wir gehen mit unseren Gedanken spazieren- dann sind wir nicht bereit, wenn ER auch in diesem Jahr neu an unsere Herzenstür klopft und um Einlass bittet. Gott kommt- das ist die Botschaft des Advent. Gott will auch bei mir und Dir ankommen- dann wird es Weihnachten.

Das deutsche Wort Abenteuer  ist von dem lat. Wort advenire- Ankunft, Ankommen, Advent abgeleitet. Wenn Gott zu uns kommt, ist das ein Abenteuer für uns. Dann geht alle Routine den Bach runter, unsere selbstgebauten Sicherheiten brechen zusammen- das Abenteuer muss live erlebt, oft auch durchlitten  werden. Schon unmittelbar nach der Ankunft Jesu heißt es in der Bibel: Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf. (Joh.1,11) Er musste draußen bleiben- vor der Tür- für viele des erwählten Bundesvolkes Israel bis zum heutigen Tag. Wissen wir so genau, wann und wie ER ankommt, auch heute? In vielen Geschichten zur Weihnacht wird  diese Frage , oft in fiktiven Begegnungen, bewegt. Jemand- oder Jedermann  erwartet die Ankunft Gottes . Er bereitet ein festliches Essen vor. Aber da kommen ihm andere in die Quere. Ein Bettler klopft an und bittet um Hilfe. Er wird weggeschickt. Der Nachbar klopft an- er braucht jemanden zum Zeitvertreib- auch er wird weggeschickt. Fazit der Erzählung: Gott ist in diesen Menschen gekommen, doch Jemand, Jedermann  hat es nicht erkannt.

Advent  lehrt uns: Gott kommt täglich zu uns in Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Jede Begegnung  mit einem Menschen ist ein Abenteuer, ein Ankommen Gottes bei uns, das zu einem besonderen Ereignis wird, wenn wir dafür offen sind. Merken wir, wie leichtfertig wir die Begegnung mit einem Menschen verspielen, weil wir nicht bei uns sind.
Advent heißt Ankommen;Quelle: eineweltkreis.de
Advent heißt Ankommen


In der Mystik wird die Wahrnehmung mit dem Menschen und mit Gott neu eingeübt. Gott kommt in jedem Augenblick. Warte nicht auf das Besondere- sei ganz bei Dir und offen für den Anderen. So möchte auch diese Adventszeit wieder einladen, bei dir selbst anzukommen, damit Christus zu dir kommen kann, in jedem Augenblick- bis ans Ende der Zeit, wenn Deine und meine Zeit hier auf Erden zu Ende ist und Christus in seiner Herrlichkeit zu uns kommt: maranatha- o komme bald Herr Jesu. Dann werden wir für immer bei uns sein und bei ihm, angekommen am Ziel unseres Suchens und Hoffens. Amen


                   
 Wolfgang Lorenz, Pastor i.R., Baptistengemeinde Tegel für GottinBerlin.com

Montag, 25. November 2013

Adventskalender – Kreativität ohne Grenzen

Bald beginnt die Adventszeit. Wir haben also noch eine Woche Zeit um uns Gedanken über unseren Adventskalender zu machen. Ich gehöre zu den Menschen, die sich ohne einen Adventskalender gar keine Adventszeit vorstellen können. Ich liebe Adventskalender! Ich bekenne hiermit meine ganz persönliche Leidenschaft und kann nur jeden dazu ermutigen, sich einen zuzulegen. Warum?

Adventskalender-Kreativität ohne Grenzen


Erstmal eine ganz nüchterne Bestandsaufnahme: Was gibt es denn da überhaupt so für Exemplare? Also für die ganz Pragmatischen gibt es ja die ganz klassischen Schoko-Adventskalender. Jeden Tag öffnet man ein Türchen und hat etwas kleines zum Naschen.



Etwas ganz Besonderes sind natürlich die persönlichen, selbstgemachten Adventskalender. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Den ersten kreativen Adventskalender in meinem Leben hat meine Mutter ins Leben gerufen. Er ging als sogenannter "Säckchenkalender" in die Familiengeschichte ein. Für meinen Bruder und mich war es ein absolutes Highlicht: 24 Säckchen, die meisten davon für uns beide gefüllt mit vielen unterschiedlichen Dingen: kleine Süßigkeiten, Gutscheine o.ä.. Ein paar davon füllten wir für unsere Eltern. Allein dieses Ritual, jeden Morgen zusammen das Säckchen des Tages zu öffnen, machte uns einen riesen Spaß. Als Jugendliche nahm mein Interesse an Adventskalendern eher ab und erlebte dann in der Studentenzeit eine neue Hochphase:



Im Studentenwohnheim lernte ich Menschen kennen, vorzüglich Frauen, die ihre ganze Kreativität in das Erfinden und Basteln von Adventskalendern steckten. Die Ideen reichten von Foto-Adventskalendern über Botschaften für jeden Tag bis hin zu einer Idee, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Eine "Adventskalender-Box". Diese Box wurde jeden Tag an eine andere Person im Wohnheim weitergereicht, also morgens vor die Zimmertür gestellt, und mit etwas befüllt.



In der Dorfgemeinschaft meiner Großeltern gibt es seit einigen Jahren einen "Lebendigen Adventskalender", den die Kirchengemeinde dort ins Leben gerufen hat. Jeden Tag treffen sich die Dorfbewohner vor einer bestimmten Haustür oder auch im Garten. Es gibt Glühwein und Punsch, Kekse oder Waffeln. Man singt gemeinsam Adventslieder, machmal werden auch Texte vorgelesen oder Kinder sagen ein Gedicht auf. Eine tolle Idee! Schade nur, dass sie sich für uns Berliner so schwer umsetzen lässt...

Adventskalender-Kreativität ohne Grenzen


Dann gibt es Adventskalender mit kurzen Andachten oder Texten, die dem Leser jeden Morgen ein paar gute Gedanken mit in den Tag geben. Diese Kalender mag ich besonders, weil sie mich wieder neu ausrichten und weil sie oft ein ganz guter Indikator dafür sind, wie sehr ich gerade im Alltagstrubel zu versinken drohe. Wenn ich es ein paar Tage hintereinander nicht geschafft habe, morgens in Ruhe ein paar Zeilen zu lesen, dann sagt mir das: Es ist mal wieder Zeit, mein Leben etwas zu entschleunigen und mir Zeit zu nehmen zum Anhalten.



Anhalten – das wünsche ich mir für meine Adventszeit. Und nicht nur für diese Zeit, sondern auch sonst für meinen Alltag. Vielleicht ist es das, was ich an Adventskalendern so mag: eine Minute am Tag zum Schenken, zum Beschenkt-werden, zum Anhalten und zum Zuhören. Das ist so wenig Zeit. Aber die Wirkung ist manchmal viel größer als man denkt.


Monika Lusky für GottinBerlin

Donnerstag, 21. November 2013

Was trägt mich?

Im Juni war ich in Wilmersdorf unterwegs um die GottinBerlin-Feier für den 07.Juni vorzubereiten. Ich wollte das Essen bestellen. Der Lieferant meinte jedoch, dass dies nicht so einfach ginge, ich müsse wenigstens 50 % der vereinbarten Kosten schon jetzt im Voraus zahlen. Und bitte mit Bargeld! Also hin zum nächsten EC-Geldautomat.

Wer trägt mich? Photo by Thomas Gerlach
Wer trägt mich?
Da sah ich sie dann. Irgend was passte nicht. Diese Damenschuhe auf dem begrenzten Platz, wo sonst das "Berliner Hundi" sein Häufchen macht.Warum wurden sie nicht mehr von der Dame getragen, zu der diese gehören? Welche Geschichte steckt dahinter? Vielleicht ist es mein Männerblick und mein Männerverständnis, es sagen zu dürfen: "Na, die kann frau doch noch tragen!" Doch ich will mich lieber zurück halten, da Männerverständnis und Frauenschuhe eventuell Kriege auslösen können.
Frauenschuhe? Mein Blick war nun geschärft. Das Plakat vom "Berliner Pilsner - Made in Berlin" war auf Beutefang und auch erfolgreich. Ich blieb stehen, schaute mir es an und fotografierte es ab und kaufte mir kein Berliner Pilsner :-(. 

Wer trägt mich? Photo by Thomas Gerlach
Wer trägt mich?
Weder bei dem einen noch bei dem anderen Schuhepaar habe ich eine Hintergrundgeschichte. Und doch dachte ich, wie schnell aus NEU, ALT wird. Schuhe sollen uns durchs Leben tragen. Wobei ich bei den Frauen eher schon eine Ideologie beim Kauf und beim Tragen erkenne. Ist das so?

Was trägt uns wirklich und zwar dann, wenn es eng in unserem Leben wird. Wenn wir hin und her gerissen werden und sich von allen Seiten Druck aufbaut? 

Egal, welche Schuhe wir tragen, wenn es wirklich nicht mehr zum Aushalten in unserem Dasein ist, dann benötigen wir den Satz: "Du bist unendlich von mir geliebt! Egal, ob Du und wen, welche Schuhe Du trägst" Das sagt Gott zu DIR!

Wir wollen unsere Füße mit wunderbaren Schuhen bestücken und diese genießen, doch unser Herz, unser Sein benötigt mehr, wenn es darauf ankommt, getragen zu werden. Versuche es mit dem lebendigen Gott.

Thomas G. für GottinBerlin.com

Mittwoch, 20. November 2013

..vom Missverständnis der beiden B´s


betender Mann;Quelle: abendgottesdienst.blogspot.com
betender Mann
Eine Stunde am Tag, einen Tag im Monat, eine Woche im Jahr - Allein, mit sich und Gott. So lautet eine alte Mönchsempfehlung. Der Sinn ist klar. Mal runter kommen, raus aus dem Alltagsgeflecht, mal wieder sortieren, ruhen, neu-blicken, durch-blicken. Die meisten unter uns können dieser Empfehlung nicht folgen. Zu stark sind sie durch familiäre, berufliche oder gesellschaftliche Verpflichtungen terminiert, als dass sie diesen Freiraum für sich in Anspruch nehmen könnten.

Der Buß- und Bettag, einst wurde er vom Deutschen Kaiser als, übrigens politisch motivierter, Feiertag eingeführt und dann 1998 der Pflegeversicherung wieder geopfert. Es gab wenig Protest. Niemand hat ihn vermisst. Während zu Weihnachten der Weihnachtsmann kommt, zu Ostern der Osterhase, man Christi Himmelfahrt zum Vater- oder Männertag umfunktionieren konnte und schließlich Helloween sich perfekt auf den Reformationstag legen ließ, fällt uns für den Buß- und Bettag kein echter Ersatz ein und so kann er getrost wegfallen. Klingt sowieso so düster und bedrückend, wurde auch im Volk immer so gehört. Der arme Sünder, der in Sack und Asche sich als Büßer in den Staub wirft und unter Tränen vor Gott seine reuigen Gebete verrichtet. So in etwa stellte man sich das vor.

Gemeint ist mit dem Buß- und Bettag eigentlich so etwas wie eine persönliche oder auch gesellschaftliche Inventur. Einmal inne halten und schauen, wie die Dinge in meinem Leben stehen. Fragen, was veränderungsbedürftig, was veränderungsmöglich ist. Bestandsaufnahme des Guten und auch kontraproduktiven in meinem Leben und unserer Gesellschaft. Und wer dann Ohren zum Hören hat und bereit ist, mit dem Herzen zu sehen, der wendet sich an Gott. Er oder sie legt dem Schöpfer des Universums seine Gedanken, Fragen, Wünsche und Nöte vor - und der Schöpfer des Universums hört sogar zu, mit Interesse zu; hat Seine Gedanken zu unseren Belangen.

Aber wir dürfen ja nicht zur Ruhe kommen, und wollen wir es überhaupt? Wir sind Leistungsgesellschaft, immer auf Zack, immer im Trab, wenn nicht gar Galopp. Ruhe, Besinnung hieße Stillstand, Stillstand hieße Rückschritt und Untergang.
vom Missverständnis der beiden B´s; Quelle:ekkw.de
Buße heißt, bereit zu sein, die Dinge in neuem Licht zu sehen, Beten diese Dinge dann im Lichte Gottes zu sehen. Das haben wir nicht nötig, wie es scheint. Gottes Weisheit ist uns Torheit. Also vorwärts im Galopp, denn die Letzten beißen die Hunde.




Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com



Dienstag, 19. November 2013

STATUS-Symbol



Habe ich keins, dachte ich bisher. Wer braucht das heute noch? Dachte ich. Wer braucht Status-Symbole in Zeiten des Gesundheits- und Wohlfühl-Wahns und der unzähligen Selbstverwirklichungsmöglichkeiten und Erfahrungstrips.

Statussymbol;Quelle:Berlin.de
Statussymbol
Im Jahr 2000 – noch vor 9/11 und der Wirtschaftskrise – reiste ich durch die USA und hatte eine leicht irritierende Begegnung mit einem 3-jährigen Amerikaner (genauer gesagt: er war 17, wanderte 3 Jahre zuvor aus dem russischen Hinterland in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein). Da saßen wir, in seiner Riesen-Villa mit Swimmingpool, 2 Autos in der Garage und seiner hübschen, deutlich geschminkten 16-jährigen Freundin und versuchten, uns zu unterhalten. Im brüchigen Englisch bzw. mit starkem Akzent (seinerseits) stellte er mir drei Fragen: 1. Welches Haus ich besäße, 2. Welchen Wagen (nein, welche Marke) ich denn fahren würde und 3. was meine Familie beruflich so macht. Meine Antworten führten die gerade begonnene Unterhaltung zu einem relativ abrupten Ende. Der Grund: Status-Symbole – ich hatte keine. Statt der Villa in Potsdam lebte ich in einer kleinen Mietswohnung, statt der erwarteten Limousine eines süddeutschen Herstellers fuhr ich ein gewöhnliches Trekking-Rad und was den Mann anbelangt – da gab’s keinen. Meinem Gegenüber gingen dann die Fragen aus, ich war nicht unglücklich darüber. Ich hatte auch keine Fragen mehr, meine Themen waren anderer Natur.


Status-Symbole zeigen den gesellschaftlichen Status bzw. auch den „Wert“ einer Person. Das ist im Business das gleiche wie in der Kirche. Von dem kürzlich in den Medien ausführlich berichteten Größenwahn eines Kirchenobersten mal abgesehen, hat fast jeder Mensch Statussymbole. Warum eigentlich? Was verrät uns die Uhr am Handgelenk eines populären Staatsoberhauptes, was der Firmenwagen einer bestimmten Marke eines Managers und was bewirkt ein Doktor-Titel in Karrierefragen? Viel! Ein bestimmtes Auftreten mit entsprechender Kleidung zum Beispiel ist unabdingbar für das Vorankommen im (Berufs-)Leben.


Aber was macht das mit dem Menschen selbst? Viele Führungskräfte leiden an den dunklen Seiten der Status-Symbole:  sie kreieren Distanz und machen einsam, sie werden zu Getriebenen, um den Status nicht zu verlieren, es macht stolz und fördert Eitelkeit, Dünkel bzw. Einbildung.

In Zeiten von Jesus war das nicht anders, die Prestigeobjekte haben sich vielleicht etwas verändert, aber das Streben nach Rang und Namen und Bewunderung war für viele eine Lebensaufgabe.


Jesus gibt ein Bespiel, um der Statusfalle zu entgehen: Demut! Als Leiter hatte er keinerlei Statussymbole (ok, er hatte ein wertvolles Gewand), er diente seinen Schülern/Jüngern und verbrachte viel Zeit mit ihnen. Er erzählte Geschichten, z.B. wie man erhöht wird und wie man erniedrigt wird – das kann man nachlesen in der Bibel, in Lukas 14, 7-11. Und er machte auf die Vergänglichkeit dieser Dinge immer wieder aufmerksam.


Statussymbol;Quelle:spreadshirt.de
Statussymbol
Was zählt wirklich im Leben? Für mich? Ein unermesslicher, innerer Reichtum an Menschlichkeit. Mein äußerer Status heute: eine noch kleinere Mietswohnung als damals, ein 14-Jahre altes Trekkingrad…, aber Menschen als Freunde, die mit mir gehen, mich lieben, die da sind, wenn ich sie brauche und oft schon vorher. Mit denen ich mein Leben teile und Mensch sein kann. Denen ich ebenfalls ein Unterstützer und Freund sein kann und das Privileg habe, deren Leben zu bereichern.


Jutta Loerler für GottinBerlin.com


Sonntag, 17. November 2013

Pumuckl oder die Sprache der Liebe

Ellis Kaut feiert heute einen hohen Geburtstag. Sie ist die „Mutter“ des Pumuckl. Pumuckl hat ganze Generationen von Kindern begeistert. Seine Erlebnisse wurden in Kinderzimmern vorgelesen, in Radios gehört, im Fernsehen gezeigt. 

Pumuckl oder die Sprache der Liebe; Quelle: kurier.at
Pumuckl
Ellis Kaut hat die vielen Geschichten geschrieben. Aber den lustigen Namen hat ihr Ehemann erfunden, als er seiner Frau den Namen „Pumuckl“ zurief, als diese ihm Schnee in den Nacken rieseln ließ beim Schütteln von Ästen auf einem Winterspaziergang. So ähnlich wurde es mir erzählt. Klingt liebevoll, klingt nach Lachen, klingt nach guter Beziehung.

Aus einem Kosewort, aus einer lustigen Begebenheit erwachsen solche liebevollen Dinge.

Auch in Deinem Leben ist das vielleicht so, dass Dich einer in ganz freundlicher Weise mit einem Namen benennt, den Du gar nicht hast, aber der sich doch gut macht in der Beziehung, die man zueinander hat. Oder Du hast ein solches Wort für jemand, den Du magst, den Du liebst, der Dir wichtig ist.



Kosenamen; Quelle: styleranking.de
Kosenamen
Da sagen Verliebte zum Beispiel „Schatz“ oder „mein Spatz“ oder „Wuschelbär“ oder … das ist liebevoll gemeint und kommt auch gut an, oder?

Es ist vertraut und doch nicht ohne Achtung, da es nichts Schattiges bei sich trägt, so genannt zu werden.



Der blinde Bartimäus in der Bibel (Markus-Evangelium, Kapitel 10) sagt zu Jesus RABBUNI. Maria von Magdala nennt in der Bibel Jesus auch nicht RABBI, sondern RABBUNI, da klingt etwas Ehrfürchtiges mit durch, oder? Es heißt so viel wie: „Mein lieber Meister“, aber auch etwas sehr Liebevolles und Vertrautes - im Gegensatz zu der eher nüchternen Anrede RABBI - höre ich in der Endung „-uni“.

Schalom Ben Chorin hat es so übersetzt: Rebbele – mein lieber Rabbi. Vertraut klingt das, fast zärtlich. Nach Beziehung klingt das. Gut klingt das!

So beziehungsvoll wie ich ja Gott auch Vater nennen darf und er mich sein Kind nennt. Der Schöpfergott hat väterliche Züge. Er hat eine Beziehung zu mir. Ich darf ihn liebevoll Vater nennen. Das tut gut.



O, nun habe ich ein bisschen geplaudert, bin vom Geburtstag einer Kinderbuchautorin bis zum Vatergott gekommen, aber immerhin doch von menschlichen Beziehungen zu göttlichen.



Nun gut. Möchtest Du mehr erfahren über den Segen einer liebevollen Beziehung zwischen Jesus und Maria von Magdala, über die Beziehung, die Gott zu DIR haben will und die voller Zärtlichkeit ist ? Dann ...


Thomas Bruhnke für GottinBerlin.com

Samstag, 16. November 2013

Fundamentalismus oder die Angst der Dummen

Als sich Bob Dylan seinerzeit nach einem schweren Motorradunfall zu Jesus bekehrte, nahm er drei Alben auf, in denen er seinem Glauben Ausdruck verlieh. Er wurde er von allen Seiten verrissen. Die säkulare Presse machte ihn nieder als einen, der nun wohl komplett den Verstand verloren hätte und die sogenannten Frommen bezeichneten ihn als Heuchler und machten ihm erstmal Vorgaben, wie er zu sein und zu leben hätte, bevor er sich als Christ bezeichnen dürfe. Ich finde diese Leute zum kotzen, die einen wie die anderen. Wer heute als Christ leben will, der selbständig denkt, unkonventionell sein Leben gestaltet und nach seiner persönlichen Überzeugung handelt, sitzt irgendwie zwischen allen Stühlen.
Fundamentalismus oder die Angst der Dummen; Quelle:vitamin-c-online.com
Denkverbot

Als ich noch studierte, gab es da ein paar Leute, die sich selbst als Fundamentalisten bezeichneten und furchtbar enttäuscht waren, als sie die Vorlesung Fundamentaltheologie besuchten und merkten, dass das gar nichts mit Fundamentalismus zu tun hat. Sie nahmen die Bibel nicht nur wörtlich, sondern nahezu buchstäblich. Wenn da am Anfang der Bibel steht, dass Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hat, dann war das für sie so: in sieben Tagen a 24 Stunden vor genau 5774 Jahren. Ich, so waren sie der festen Überzeugung, würde nicht in den Himmel kommen, wenn ich das nicht ganz genau so "glauben" würde. Dass der biblische Schöpfungsbericht, schon sprachlich, nicht als wissenschaftlicher Tatsachenbericht sondern als Lobhymnus und polemische Abgrenzung zu anderen Religionen und Kulturen formuliert ist, dafür scheint das Studium nicht ausgereicht zu haben, als dass sie es hätten kapieren können oder wollen.

Um Missverständnisse zu vermeiden, ich halte die Bibel für das größte und bedeutsamste literarische Buch der Weltgeschichte. Ein vielstimmiges Buch, dass über mehr als 2000 Jahre entstanden ist (inklusive der mündlichen Tradition). Ein Chor von Bekenntnissen von der Zeit des Nomadendaseins über die Zeit des Großstaates Israel bis hin zum Zerfall des Staates. Viele Generationen, die in ihrer Zeit, unter ihren Umständen davon erzählen. EINES jedoch bezeugen sie in ihrer kulturellen Vielschichtigkeit gemeinsam: Ihren Gott, der rettet, begleitet und barmherzig ist inmitten Seiner Heiligkeit und Allmacht.

Meine alte Lehrerin wurde nicht müde, klar zu machen, dass der Christliche Glaube nicht darauf beruht, ein Buch zum Gesetzbuch zu machen, sondern darin, dass dieser Gott, der die Welt und alle Menschen erschaffen hat, sich in Jesus aus Nazareth endgültig offenbart hat. In Ihm können wir das Wesen und die Liebe Gottes unverwechselbar und unmissverständlich erkennen. Die Bibel gibt Zeugis von Ihm, prophetisch in der Vorausschau und rückwirkend bezeugend, dass in Ihm Gott wirklich gegenwärtig war und ist. Ihr Hauptsatz war, in Anlehnung an das Johannesevangelium: "Das Wort wurde Fleisch - nicht Buch".

Ein alter Merksatz lautet: Entweder wir nehmen die Bibel wörtlich oder wir nehmen sie ernst. Wer sich allerdings die Mühe macht, die Bibel ernst zu nehmen, der hat echte Arbeit vor sich. Der kann nicht einfach pauschal behaupten, das Alles, was zwischen diesen beiden Buchdeckeln steht wahr, absolut wahr ist. Ich würde nie ein Kind schlagen, auch wenn es im Alten Orient zur Erziehung gehörte und im Buch der Sprüche als Empfehlung gegeben wird. Jesus scherzte, kuschelte mit ihnen und segnete sie. Martin Luther sagte es mal ganz deutlich: was Christum treibet ist Heilige Schrift zu nennen, und wenn es Pilatus oder Judas gesagt hätte. Was Christum nicht treibet, ist nicht Heilige Schrift zu nennen, und wenn es Petrus, Paulus oder ein Engel selbst behauptet. Fundament: ja, in Jesus dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Mit Fundamentalismus hat und darf das nichts zu tun haben.
Fundamentalismus oder die Angst der Dummen; Quelle: huk.org
Viele Fragen bezüglich des Zusammenlebens, der Sexualität und Partnerschaft, politische Fragen müssen auch heute von Christen beantwortet werden. Doch was man weitläufig zu hören bekommt, sind dümmliche Reglementierungen, die sie einer altorientalischen Kultur entnehmen. Wer die Bibel verstehen will, muss sie von Jesus her lesen. Er selbst nahm sich das Recht heraus, die Bibel zu kritisieren: "Mose hat euch gesagt, Auge um Auge, Zahn um Zahn; ich aber sage euch, liebet eure Feinde, segnet die euch fluchen."

Fundamentalismus ist eine Ideologie mit geschlossenem System. Wer dieses System infrage stellt, löst Angst aus. Denn wenn man nur einen Stein aus diesem System heraus nimmt, fällt alles in sich zusammen. Fundamentalisten müssen nicht mehr nachdenken, sie haben sozusagen auf alle Fragen schon eine festgeschriebene göttliche Antwort. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Glauben und dem lebendigen Gott zu tun. Sie sind Ideologen, die ohne Nachdenken, Beten, Lebenskrisen und Lebenshöhen schon von vornherein alles ganz genau wissen, als unumstößlich göttlich wissen. Von daher sind natürlich alle, die anders denken, anders leben als sie, auf der falsche Seite, zum Höllenfutter verdammt. Dummheit ist unbarmherzig
und Fundamentalisten sind, das ist meine Erfahrung, häufig herzensdumme und ignorante Rechthaber.

Ich will mit solchen Leuten nichts zu tun haben. Denen, die die Menschen gern mit Bibelsprüchen erschlagen, gebe ich zwei Paulusworte mit auf den Weg: "Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig". "Was nicht in der Liebe geschieht, ist Sünde".



Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com

Freitag, 15. November 2013

Enden Finanzkrise und Staatsverschuldung im Crash?

Kommt er oder kommt er nicht? Der Crash. Seriöse Wirtschaftswissenschaftler, Schwarzseher, Untergangspropheten, Fachleute oder Verschwörungstheoretiker kommen in Fernsehsendungen in Talkshowes, im Internet oder auf YouTube zu Wort. Manches wird zu schwarz gesehen, anderem können wir zustimmen,  manches bleibt unverständlich. Jeder hat irgendwie recht,  keiner weiß es genau. Es wird schon irgendwie weitergehen. Das Leben geht immer weiter.
Machen wir also weiter wie bisher.

Seltsam ist aber, dass einige maßgebliche Banker sich heimlich (sie wollen unerkannt bleiben und nicht als Spinner betitelt werden) mit Lebensmittel-Vorräten eindecken, dass Tausende von Bankkunden ihre Ersparnisse abheben und zuhause aufbewahren, weil sie den Banken nicht mehr trauen.  Außerdem gibt es derzeit sowieso nur wenig Zinsen. Andere pachten ein Stück Land,  um sich selbst etwas anbauen zu können.

Der große Crash; Quelle: amazon.de
Die dachten in den goldenen Wirtschaftszeiten nie daran, mal einen Spaten in die Hand zu nehmen. Auch viele andere Menschen stellen Schritt für Schritt ihr Leben um. Das geschieht intuitiv,  das kann mann und frau nicht erklären.  Die Seele des Volkes ist oft klüger als alle Wissenschaft.  Vielleicht sind es auch göttliche Warnsignale,  die den Menschen vor etwas schützen möchten.  Der russische Ökonom Kondratieff spricht von den langen wirtschaftlichen Wellen, sog. Konjunkturzyklen. Spätestens nach 50-70Jahren kommt ein Wirtschaftssystem in den Umbruch. Oft kam es eben zu einem Crash, im günstigsten Fall zu einer Währungsreform. Manchmal zum Krieg.
Thorarolle; Quelle: jüdisches-museum-emmendingen.de
Also, irgendetwas kommt in leider noch nicht ganz absehbarer Zeit. Wussten Sie, dass Gott die Menschen schon frühzeitig auf wirtschaftliche Umbrüche vorbereitet hat? Der Mensch beherzigt solche Mahnungen leider nicht. Er will von seinem Schöpfer und guten Ratgeber nichts wissen und versucht allein, das Unabwendbare abzuwenden. Und wieder wird er in seinem Stolz scheitern. Schade. Denn in einem der 5 Bücher Mose steht klipp und klar, was spätestens alle 50 Jahre wirtschaftlich passieren sollte.  Möchten Sie auch damit beginnen, darin zu forschen? Wenn Sie unten anklicken, hilft man Ihnen weiter.


 
Werner Zimmermann für GottinBerlin.com