Montag, 29. Dezember 2014

Vorsätze für 2015

Das Jahr neigt sich seinem Ende zu und wieder sind die Zeitungen voll mit guten Vorsätzen für das neue Jahr. Gern erteilt man anderen dabei Ratschläge, was sie ändern sollten, z. B. Merkel und Gabriel, den Gut- und Wutbürgern.
Ein guter Vorsatz für 2015
In einer repräsentativen Umfrage hat das Institut Forsa die Deutschen befragt, was sie sich für 2015 vornehmen. Hier die Top Ten ihrer guten Vorsätze:
1.) Stress vermeiden oder abbauen (60 Prozent)
2.) Mehr Zeit für Familie & Freunde (55 Prozent)
3.) Mehr bewegen, Sport machen (55 Prozent)
4.) Mehr Zeit für sich selbst nehmen (48 Prozent)
5.) Gesünder ernähren (48 Prozent)
6.) Abnehmen (34 Prozent)
7.) Sparsamer leben (28 Prozent)
8.) Weniger fernsehen (15 Prozent)
9.) Weniger Handy, Computer, Internet nutzen (15 Prozent)
10.) Weniger Alkohol trinken (12 Prozent)
Etwas Entscheidendes fehlt mir bei diesen guten Vorsätzen: Die Beziehung zu Gott zu vertiefen oder in der Nächstenliebe zu wachsen, das scheint vielen Menschen in unserem Land nicht mehr wichtig zu sein. 
Vor einem Jahr fragte ich hier im Blog„Habt ihr gute Vorsätze für 2014? Ich kaum noch. Im 64. Lebensjahr sind es ohnehin immer dieselben Vorsätze, die man sich vom vorigen Jahr in Erinnerung ruft, um dann festzustellen, dass man nach kurzer Zeit doch wieder in die alten Gewohnheiten zurückgefallen ist.“
Dennoch habe ich mir für dieses Jahr wieder etwas vorgenommen:
1. Die Beziehung zu Gott zu vertiefen, um in der Liebe zu wachsen.
2. Das Jahr mit einem leeren Glas zu starten (wie in der obenstehenden Grafik vorgeschlagen wird), um mich am Jahresende daran zu erinnern, was für gute Dinge Gott im vergangenen Jahr getan hat. 
Was nimmst du dir für 2015 vor? Wie vertiefst du deine Freundschaft mit Gott?
Gerhard Lenz (für Gott in Berlin)

Sonntag, 28. Dezember 2014

Komisch

Komisch, dass 50 Euro nach so viel aussehen, wenn man sie der Kirche spendet, aber so wenig sind, wenn man damit einkaufen will.
Komisch, wie lange es dauert, Gott für eine Stunde zu dienen, aber wie schnell 60 Minuten mit Freunden vergehen.
Die meisten menschen sorgen nicht für die Ewigkeit vor.
Die meisten Menschen sorgen
nicht für die Ewigkeit vor.
Komisch, wie lange ein paar Stunden in der Kirche sind und wie kurz sie sind, wenn man ein Video schaut.
Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können, aber wir unserem Freund immer etwas zu erzählen haben.
Komisch, wie spannend es ist, wenn es im Fußball in die Nachspielzeit geht und wie wir auf die Uhr schauen, wenn der Gottesdienst länger dauert als sonst.
Komisch, wie schwer es ist, ein Kapitel der Bibel zu lesen, aber wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen.
Komisch, wie sich die Leute auf einem Konzert oder bei einem Spiel um die vordersten Plätze bemühen und sich um einen der hintersten Plätze in der Kirche drängeln.
Komisch, dass wir 2 oder 3 Wochen Vorwarnung brauchen, um ein kirchliches Ereignis in unseren Plan zu bringen, ihn für andere Ereignisse aber im letzten Augenblick umändern können.
Komisch, wie schwer es für Leute ist, die Gute Nachricht weiterzugeben, aber wie leicht es ist, den neuesten Klatsch und Tratsch zu verbreiten.
Komisch, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was die Bibel sagt.
Komisch, wie sich Witze im Internet verbreiten, aber wenn man anfängt, Nachrichten, die Gott verherrlichen, zu versenden, denken die Leute zweimal nach, ob sie die weiterschicken.
Komisch - oder? Lachst du? Denkst du nach?
Verbreite die Gute Nachricht und gib Gott die Ehre!
Komisch, wie viele auf deiner Adressliste die Mail nicht erhalten, weil du dir nicht sicher bist, dass sie an irgendetwas glauben?
Komisch? Traurig.
Trau dich!
(Autor: unbekannt)

Dienstag, 23. Dezember 2014

Wir trauern um Udo Jürgens

Nie werde ich vergessen, wie ich einige Wochen vor unserem 30. Hochzeitstag im Internet suchte, um meiner Frau mit einem ganz besonderen Geschenk für die vielen Jahre zu danken, die sie es schon mit mir ausgehalten hatte. „Wenn Udo nach Berlin käme, das wäre der Hammer“, dachte ich, aber es war sehr unwahrscheinlich, dass er ausgerechnet an einem Montag ein Konzert in Berlin geben würde. Ich traute meinen Augen nicht: Er trat tatsächlich am 23.10. 2006 in Berlin auf und es gab sogar noch einige Karten.
15.11.2014: Udo Jürgens letztes Konzert in Berlin
Seit dieser Zeit waren wir jedes Mal dabei, wenn er hier wieder ein neues Konzert gab, konnte man doch bei einem über 70-jährigen Künstler nicht wissen, wie lange er das noch machen kann. Seine Lieder hatten uns seit mehr als 50 Jahren durch unser Leben begleitet, hatten uns Freude, Hoffnung und Lebensmut vermittelt („Immer wieder geht die Sonne auf, denn Dunkelheit für immer gibt es nicht...“). Udo war fast schon so etwas wie ein Familienmitglied bei uns geworden.
Udo Jürgens Bademantelzugabe 15.11.2014 O2-World, Berlin
Seine legendäre Bademantelzugabe
Umso größer war der Schock, als am vergangenen Sonntag plötzlich die Eilmeldung auf meinem iPad angezeigt wurde: „Udo Jürgens an Herzversagen gestorben.“ Ich konnte es kaum glauben, hatten wir doch den 80-jährigen Sänger noch im November drei Stunden live bei seinem begeisternden Konzert in der O2-World erlebt. Mit stehenden Ovationen feierten ihn die Berliner und er trug jedes Lied mit einer Hingabe und Leidenschaft vor, als ob er es zum ersten (oder zum letzten) Mal sänge. Er wirkte dabei so jung und frisch, als sei er in den letzten Jahren gar nicht gealtert.
Am 21.12.2014 hat Udo Jürgens die Bühne des Lebens für immer verlassen
Am 21.12.2014 hat Udo Jürgens
die Bühne des Lebens für immer verlassen
„Mitten im Leben“, lautete der Titel seines letzten Albums und seiner letzten Tournee und doch war er schon vom Tod umfangen. Ausgerechnet in dem Ort „Gottlieben“ wurde er von seinem Schöpfer heimgerufen, an den er vielleicht nicht geglaubt hat, der ihn aber trotzdem liebt.
2001 hat Udo auf die Frage nach seinem Glauben geantwortet: „Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt, der die Erde beschützt. Nehmen Sie den aktuellen Fall der ermordeten Ulrike: Wenn es einen barmherzigen Gott gibt, dann lässt er ein Kind nicht so sterben. Der Beschützer existiert nicht. Wir müssen selbst auf uns aufpassen und auf unsere Kinder. Es gibt auch keine wirkliche Gerechtigkeit.“
Da bin ich anderer Meinung als Udo. Auch wenn in unserer Welt schreckliche Dinge geschehen, will Gott uns durch alle Schwierigkeiten hindurchführen und wird alles einmal – auch unser Scheitern, unser Versagen, unsere Sündhaftigkeit - zu einem guten Ende führen. Deshalb hat er uns den Erlöser Jesus geschenkt, dessen Geburt wir in diesen Tagen feiern.
Ja, auch Udo war nicht frei von Schuld. Seine Frauengeschichten füllten die Klatschspalten der Boulevardblätter. Und wer ohne Sünde ist – wie offenbar einige christliche Internetseiten - mag den ersten Stein auf ihn werfen. Doch in den letzten Jahren wurde er lebensweiser und demütiger. Er schaute sich nicht einmal die Show zu seinem 80. Geburtstag im Fernsehen an, um nicht die „Bodenhaftung“ zu verlieren, denn er sei doch immer noch voller Fehler, bekannte er. Oder wie er es in einem seiner Lieder ausdrückte: 
„Nichts, gar nichts darf im Leben selbstverständlich scheinen, es wird uns frei geschenkt, ich nehm's in Demut an und bin nur dann mit mir und aller Welt im Reinen, wenn ich auch ander'n davon weitergeben kann.“
Er hat uns viel mit seiner Musik gegeben und auch uns Christen oft an unseren Auftrag erinnert („Bring’ Licht ins Dunkel“) oder den Spiegel vorgehalten, wie in der Symphonie „Die Krone der Schöpfung“. Er wird deshalb von unserem Gott der Liebe Barmherzigkeit erfahren – davon bin ich überzeugt. Von einem seiner weniger bekannten Songs dokumentiere ich hier den Text, der zu meinen Lieblingsliedern von Udo gehört.
Gerhard Lenz (für Gott in Berlin
IST DAS NICHTS? (Udo Jürgens, 1979)
Du bist jung und du sagst, es gibt nichts, was dich hält.
Da wär' nichts, was sich lohnen könnt', in deiner Welt.
Und du sagst, du siehst wirklich in nichts einen Sinn.
Und dann wirfst du alles hin...

Ist das nichts, dass du suchst, dass du zweifelst und fragst?
Ist das nichts, dass du traurig warst und wieder lachst?
Ist das nichts, dass du sagen kannst: "Ich esse mich satt.".
Während irgendwo jemand kein Reiskorn mehr hat.

Ist das nichts, dass du helfen kannst, wenn du nur willst?
Ist das nichts, dass du Sehnsucht nach irgendwas fühlst,
Dass du lebst, wo die Freiheit ein Wort nicht nur ist.
Ist das nichts? Ist das nichts? Ist das wirklich nichts?
Hör' mir zu, meinst du nicht, du es wär' endlich Zeit,
Für ein wenig Dankbarkeit?

Du verkriechst dich und sagst, du siehst nirgends' ein Ziel.
Schau dich um auf der Welt, auf dich wartet so viel.
Es gibt Menschen, die würden gern tauschen mit dir.
Es liegt sehr viel auch an dir.

Ist das nichts, dass du weißt, wo du schläfst heute Nacht?
Ist das nichts, wenn ich sag': „Ich hab' an dich gedacht.“?
Ist das nichts, wenn du ahnst, dass es irgendwen gibt,
An den du zwar nicht glaubst und der trotzdem dich liebt?
Ist das nichts, dieser Sonnenstrahl auf deiner Haut?
Ist das nichts, dass ein Mensch dir verzeiht und vertraut?

Ja, du lebst, wo die Freiheit ein Wort nicht nur ist.
Ist das nichts? Ist das nichts? Ist das wirklich nichts?
Hör' mir zu, meinst du nicht, du es wär' endlich Zeit,
Für ein wenig Dankbarkeit?

Wenn du den Gott kennenlernen möchtest, der dich liebt und dir seine Liebe schenken möchte, schaue dich auf unserer neuen Webseite um: www.GottinBerlin.de!


Die Symphonie "Krone der Schöpfung" hat Udo Jürgens einmal als eines seiner besten Werke bezeichnet.

Montag, 8. Dezember 2014

Berliner Geschenke an Flüchtlinge in der Stadt!

Letzten Freitag; Kirk Smith im Boulevard Steglitz
Ich hatte das Gospel-Konzert schon in den vorherigen Blogs angekündigt; Kirk Smith, ein Kandidat von "The voice of germany 2014" singt im Boulevard-Steglitz/ Schlossstraße.
Angela und ich  waren mit zwei Freunden da. Wir haben unsere Tüten mit den Wintersachen für Flüchtlinge in Berlin an den vorgesehenen Platz abgestellt und der Musik gelauscht.
"Danke Kirk, das hast Du zusammen mit
deinem Keyboarder richtig gut gemacht."
Besonders die anwesenden Kinder wurden von Kirk mit in seinen Auftritt hineingenommen und zweimal sogar auf die Bühne geholt. Alleine diese glücklichen Kinderaugen waren es wert, diese Veranstaltung gehabt zu haben.
Nun waren Berliner aufgerufen, nicht nur Hörer zu sein, sondern auch Kleidungsgeschenke für Flüchtlinge in Berlin mitzubringen und zu spenden. Im Verhältnis zu den Zuhörern hat das an Spenden auch gut geklappt. Ein Dank an die Berliner.
Berliner Geschenke an Flüchtlinge in der Stadt!
Außer den neuen, hohen Damen-Winterstiefeln waren unsere Spenden gebrauchte Kleidung. Kleidung, die ich persönlich aus meinen Schrankfächern entnommen habe; sie wurden nicht mehr von mir gebraucht. Diese Kleidung hatte ich übrig. Soviel Gebrauchtes hatte ich für die Flüchtlinge übrig.
Ich empfinde zu den Flüchtlingen eine Entfernung, eine Distanz, die dazu führt, dass meine Handlung zu ihnen auch nur distanziert umgesetzt wird. Wie anders wäre es doch, wenn
  1. die Flüchtlinge in meiner Nachbarschaft leben würden.
  2. einer dieser mit mir zusammen arbeiten würde und ich bekäme immer Infos aus erster Hand.
  3. unsere Söhne Kontakte zu diesen hätte.
  4. ich in eine dieser Flüchtlingsunterkünfte gehen würde, um mir ein Bild zu verschaffen.
  5. ich mich mit den Flüchtlings-Gegnern zusammensetzen würde, um auch deren Beweggründe zu erfahren.
  6. ich eine Kampagne starten würde, mit Buttons, usw, damit die Flüchtlinge bemerken können: "Jemand oder viele sind für uns!"
  7. ich mich einsetzen würde, unmittelbar in der Nähe der Flüchtlingsunterbringungsstätte eine Kirche in Leichtbauweise aufzubauen, um an jeden Morgen und an jeden Abend eine mutmachende Andacht zu halten und tagsüber für die Menschen da zu sein und ihnen zuzuhören und ihnen zu erklären, wie das Zusammenleben mit uns Berlinern gelingen kann.
  8. ich mir von Psychologen und Sozialhelfern und vom Senat erzählen lasse, wo die Probleme liegen, damit ich zielgenau Hilfe ansetzen kann.
  9. die "BZ" oder der TAGESSPIEGEL oder die BERLINER MORGENPOST sich jeden Tag einen von den Flüchtlingen herausnimmt und sein Leben uns bekannt macht.
  10. das Wörtchen wenn nicht wär.  
So groß, wie die Distanz der Spendertüten zu den Angeboten im Schaufenster ist, so ist die Distanz zwischen mir und den fremden, hilfsbedürftigen Menschen.
Ich bin dankbar, dass der Stallbesitzer damals die Notsituation von Maria und Josef erkannt hatte und auch handelte. Kennst Du schon die "Berliner Weihnachtsgeschichte" als Film in der heutigen Zeit?

Thomas Gerlach für GottinBerlin.com 

Samstag, 6. Dezember 2014

Bald ist Nik'lausabend da ...

Bald ist Nik´laus da ...; Quelle: de.academic.de
Bald ist Nik´laus da ...
Nikolaus war eine historische Person der Welt- und frühen Kirchengeschichte. Er war Bischof von Myra in der heutigen Türkei. Der Ort heißt heute Demre. Seine Grabstelle ist in einer Kirche in Bari (Süditalien).
 

Nikolaus hat als Bischof am Konzil von Nizäa teilgenommen. Bei dieser „Leiterkonferenz“ ging es unter anderem um das Glaubensbekenntnis der Christen, wie es bisweilen feierlich im Gottesdienst gesprochen wird, also das formale Kurzbekenntnis zu den primären Glaubensinhalten. Auf dieser Konferenz soll er Arius, seinem theologischen Gegner, eine Ohrfeige gegeben haben, weil dieser die Gottgleichheit Jesu mit dem Vater bestritt.
 

Ich habe zum Nikolaus übrigens eine besondere Beziehung, weil ich einen weiteren Namen habe …. und weil ich Freunde haben, die so heißen ...
 

Um seine Person ranken sich viele Geschichten. Legenden sagt man dazu. Viele meinen: Legenden sind Märchen, sie entbehren der objektiven Wahrheit oder Beweisbarkeit.

Mit solch einer Einengung von Wahrheit kommt man aber nicht weit. Wahrheit hat etwas mit der Treue der Person zu tun, mit Wahrhaftigkeit, nicht mit Beweisbarkeit, mathematischer Richtigkeit usw.

Bei einer Legende geht es allerdings noch um etwas ganz anderes: Das Wort „Legende“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie: „das zu Lesende“, d.h. sie muss gelesen werden, um zu verstehen. Ein Landkarte hat zum Beispiel eine Legende, damit man die Farben und Linien auf der Karte verstehen kann und weiß, dass damit Höhen oder Tiefen gekennzeichnet sind, Städte oder Dörfer, Straßen oder Eisenbahnlinien erkennbar werden.

Die Legenden um den Nikolaus sind also eher eine Art „Lesehilfe“, um die Wahrhaftigkeit im Leben dieses Menschen tiefer zu verstehen, aus dessen Leben man ja „an Fakten“ nur wenig weiß.

Eine der Legenden sei hier erzählt:

Ein völlig verarmter Vater will seine drei Töchter zu Prostituierten machen, weil er sie mangels angemessener Aussteuer nicht standesgemäß verheiraten kann. Nikolaus ist zu jener Zeit noch nicht Bischof in Myra. Er war durch ein Erbe mit einem größeren Vermögen ausgestattet worden. Als er von der Not der Familie erfährt, wirft er in drei aufeinander folgenden Nächten je einen große Goldkugel durch das Fenster des Zimmers der drei Töchter. In der dritten Nacht entdeckt ihn der Vater... Aus dieser Legende entspringt die häufige Darstellung des Nikolaus mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln.

In vielen der Legenden spielen, wie hier in der gerade erzählten, KINDER eine große Rolle. Daher rührt sicher der am 6.12. üblich gewordene Brauch, „den Hl. Nikolaus zu den Kindern kommen zu lassen“ und ihnen kleine Geschenke zu machen. 
In Holland ist es sogar so, dass der Geschenketag der Nikolaustag ist, der Weihnachtstag bleibt der Freude über die Geburt Jesu vorbehalten. Vor allem im Mittelalter gab es eine starke Orientierung am vorbildhaften Leben des Nikolaus: In jener Zeit wurden sehr viele Kirchen gebaut, denen man den Namen „Nicolai“ gab.

Der 6. Dezember ist der Todestag des Nikolaus. In der christlichen Tradition lässt man sich meist am Todestag - als dem himmlischen Geburtstag - „vorbildhafter“ Menschen daran erinnern, dass Christus uns solches Leben ermöglichen will ! Wenn wir über Heiligung bei John Wesley oder in der Kirche des Nazareners sprechen, dann hat das auch etwas damit zu tun: sich von Gott erfüllen zu lassen, dass man mit Paulus sagen kann: „Die Liebe Christi dränget uns“ (2 Kor 3).


Donnerstag, 4. Dezember 2014

Geld oder Leben!


Befreit vom Zwang, gute Geschäfte zu machen
Geld oder Leben!, Photo by Fotolia_72994209_XS.jpg
Geld oder Leben!
Wir haben eine kleine Firma, die national und international tätig ist, um eigene und Fremdprodukte zu vermarkten. Wir, das sind zwei Freunde, die sich schon aus dem Jugendkreis einer Kirchen-Gemeinde kennen und nun seit fast 20 Jahren eine eigene Firma gemeinsam verwalten. Vor ursprünglich zwei Mitarbeitern beim Start 1995 haben wir uns zu einem Unternehmen mit heute ca. 40 Mitarbeitern entwickelt.

Lange dachten wir, wir müssten Geschäft und Freizeit, Berufsleben und Gemeinde, Glaube und Wirklichkeit im Wirtschaftsleben auseinander halten.
Heute erleben wir, dass genau das Gegenteil richtig und gut ist. Wir erleben, dass das Wort Gottes mit all seinen Hinweisen, wie ein (Geschäfts-)Leben gut gelingen kann, besser als jeder teuer bezahlte Unternehmensberater ist.

In der Bibel, z.B. Matthäus Evangelium Kapitel 6, ist eine Auflistung von vielen kleinen Weisheiten konzentriert. Der für mich als Geschäftsmann wirklich befreiende Satz steht in Vers 33: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, dann wird Euch alles andere zufallen".

So ein Unsinn mag man meinen, wenn man ein guter und verantwortungsvoller Geschäftsmann ist. Ich muss mich doch zuerst um mein Geschäft kümmern, damit ich genug Geld verdiene, um all meine Mitarbeiter, meinen Einkauf und meinen Dienstwagen bezahlen zu können. Wir waren vor kurzem auf unserer wichtigsten Messe. Wie immer war zu wenig Zeit, die Messe sorgfältig vorzubereiten. Am Morgen vor dem Messestart haben wir uns trotzdem die Zeit genommen zusammen zu beten und das nicht dafür, dass wir möglichst viel Geld dort verdienen, sondern dafür, dass wir gute Begegnungen mit unseren Kunden, mit eventuellen Mitbewerbern und alten Freunden, die wir auf der Messe immer wieder sehen, haben können.

Und genau das ist geschehen: Wir hatten eine tolle Messe mit Gesprächen, die noch nie so intensiv, aber auch noch nie so persönlich tiefgehend und berührend waren. Es ging natürlich auch um geschäftliche Dinge, aber vielmehr um das, was uns ganz persönlich bewegt. Und die Möglichkeiten, die sich aus den Gesprächen ergeben, waren noch nie so aussichtsreich. Da war das, was dieser Vers aus Matth. 6,33 ausdrückt: Wenn wir unser Getriebensein vom Geld verdienen loslassen, wenn wir das Wichtigste, nicht das Geld, sondern die gute Beziehung zu einem liebenden Gott, auch so bewerten, wenn wir also zuerst nach dem fragen, was Gott will, dann kommt der Rest von allein. Wir sollen uns nicht darum sorgen, wie wir noch reicher werden, nicht einmal darum, was wir am nächsten Tag zu essen haben.

Was hilft uns Geld und Besitz in einer echten Lebenskrise?  Wie viel wichtiger ist es, dass wir gut schlafen, dass unser Familienleben gelingt, dass unsere Kinder noch mit uns zu tun haben wollen, dass wir für unsere Freunde da sein können und uns noch über kleine Dinge freuen können.

Ich kann nur sagen, dass die Bibel mit Ihren vielen Geboten nicht einschränkt, sondern wirklich befreit. Der Glaube an einen liebenden Vater, der uns gern und kostenlos berät, der uns immer gut ist, der wirklich möchte, dass unser Leben gelingt, hat meinen Blick auch auf unsere Firma und die Menschen, denen ich in und um unsere Firma begegne, verändert. Vor allem erlebe ich, dass ich bei Gott meine Last der Probleme aus dem Geschäftsleben abgeben kann und sie in den besten Händen dort weiß.

Schau doch einmal, was Dir auf dieser Seite www.gottinberlin.com noch alles zu entdecken ist und lass Dich doch auch gern von dem, was Dich bedrückt befreien.

Eckart Rogge, Faromed GmbH, Dezember 2014 

Dienstag, 2. Dezember 2014

Jetzt sind Sie ein barmherziger Samariter!

Jetzt sind Sie ein barmherziger Samariter! Pressefoto by Boulevard Berlin
Jetzt sind Sie ein barmherziger Samariter!
Ich kann es mir kaum vorstellen, dass in Berlin Migranten, Flüchtlinge und finanziell schwach Gestellte erfrieren. In dieser kalten Zeit gibt es doch genügend Angebote und Möglichkeiten, sich in temperierten Räumlichkeiten aufzuhalten. Oder?

Geht es wirklich nur ums Erfrieren? Nein. Mir geht es um die Würde dieser genannten Menschen in Berlin. Jede Frau, jeder Mann, jedes Kind möchte in seiner Lebensumgebung nicht negativ oder fremd wegen seiner Kleidung auffallen. Das ist entwürdigend.

Deshalb hat das Unternehmen Ing.Art Medien in Kooperation mit dem Boulevard Berlin  eine Gospelkonzertreihe organisiert.
Der Eintritt ist frei, aber jeder sei ermutigt, Winterkleidung für Flüchtlinge zu spenden. Diese wird sortiert und an Flüchtlingsheime in/um Berlin weiter gegeben. 
Mit jedem Kleidungsstück schenken Sie auch ein Stück Würde.

Veranstaltungsort: Boulevard Berlin-Steglitz (U-Bhf. Schloßstr.)
Uhrzeit: Jeweils von 18:00 – 20:00 Uhr

Interpreten:
05.12. mit Kirk Smith; bekannt durch The Voice of Germany 2014



Bitte diese Veranstaltungen an Ihre Freundinnen/Freunde mitteilen!

Thomas Gerlach für GottinBerlin.com

Sonntag, 30. November 2014

Warum ist eigentlich Weihnachten?

Warum ist gerade diese Zeit im Gegesatz zu Ostern und Pfingsten besonders aufregend?

Ich bin kein Theologe, versuche jedoch einmal aus meiner Laienperspektive, den Sinn von Weihnachten zu erklären. Auch wenn sich katholische Priester vielleicht aufregen oder evangelische Pfarrer mich belächeln.

Ich denke aber, ich habe gründlich recherchiert.  Los gehts:

Übrigens, die meisten Menschen auf dieser Welt glauben (98%).  Sie glauben an einen Gott, an ein Jenseits, an eine Kraft, beten Bäume an, die Natur, Steine, sie beten Götter an, Heiligenbilder, Berge, Tiere, manchmal auch sich selbst. Diese Menschen hängen irgendeiner Religion an. Seit Menschengedenken verehren sie ihren Gott oder ihre Götter und suchen ihn/sie gnädig zu stimmen. Sie bitten um gute Ernten, beten, dass Naturkatastrophen ausbleiben, dass die Frauen fruchtbar werden u. v. m. Und was besonders wichtig ist in den meisten Religionen: Die Menschen wollen durch ihr vorbildliches Leben ihrem Gott gefallen, sie wollen ihn gnädig stimmen. Sie haben Angst vor Strafe und Gericht.  Sie opfern Tiere,  um Gott zu beruhigen. Im Extremfall wurden auch schon mal Kinder geopfert.

Lenken wir jetzt unseren Focus auf die Bibel der Christen. Denn nur Christen feiern in der Regel Weihnachten. 

Die Bibel sagt, dass jeder Mensch, der falsch handelt  (sündigt) den Tod erleiden muss!!! Das kann man nun glauben, man kann's aber auch lassen. Nehmen wir einfach mal an, es gibt einen heiligen Gott. Dieser Gott sagt uns, wie man leben muss, um eine gerechte Gesellschaft zu bauen und wie man persönliche Erfüllung findet. Er muss uns Menschen sagen, wie er sich vorstellt, wie wir leben sollen. Wir sollen entscheiden können, was gut und böse ist. Dafür hat er uns die 10 Gebote gegeben. Jetzt wissen wir, was falsch und richtig ist.  Früher hat ein Mensch sich nichts dabei gedacht, wenn er einem anderen was wegnahm. "Der hat ja genug." - "Was ist schon dabei." Keiner hat ihm gesagt, dass dies eigentlich nicht richtig ist. Ohne Gebote Gottes gäbe es keine unrechten Taten, keine Sünde. 
Aus der Sicht Gottes sind wir Menschen aber dennoch verloren, auch wenn wir keine Gebote hätten. Denn: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. 

Jetzt kommt aber der Hammer.

Gott hat uns 10 Gebote gegeben, obwohl er wusste, dass sie kein Mensch halten kann. Sie dienen uns lediglich als Spiegel. Im Gegenteil,  seit es die Gebote gibt, geht es zwischen den Menschen noch schlimmer zu. Je mehr man dem Menschen verbietet,  desto eher durchbricht er das Verbot. Schauen wir nur auf uns selbst und in die Medien. Notlügen, Tricksereien, Mord und Totschlag,  Korruption, Ungerechtigkeiten, Ausbeutung, Missbrauch usw. wohin das Auge blickt. Das ist erstmal von Gott so beabsichtigt. Erstmal. Aber so soll es ja nicht bleiben. Durch die Gebote, die der Mensch ja nie halten kann, soll er zur Verzweiflung getrieben werden, so dass er nach einem Retter sucht oder nach Erlösung ruft. Der Mensch will raus aus seiner alten Natur, die ihn immer wieder dazu verleitet Schlimmes zu tun, was er eigentlich gar nicht will. 

Also, die Absicht der Bibel ist es, uns Menschen vor einem ewigen Tod zu bewahren. Wie macht Gott das nun? 

Es bleibt dabei: Bei Sünde muss immer jemand sterben. Ohne Blut keine Vergebung. Wer mit dieser Eigenart Gottes nicht zurecht kommt, sollte sich spätestens jetzt vom Christentum ganz verabschieden.  ----   Also, der Mensch steckt in einem Dilemma, aus dem er selbst nicht mehr herauskommt.

Um von Gott Vergebung zu erfahren, hatten die Israeliten fehlerlose Böcke und Lämmer stellvertretend für sich geopfert.

Aber auf Dauer stellt das Gott nicht zufrieden. Ein Mensch muss das übernehmen, ein Mensch muss geopfert werden. Aber welcher Mensch? 

Es kann ja nicht sein, dass Gott Menschen erschafft, die er dann alle wieder vernichten muss. 
Von so einem Gott kann man sich getrost abwenden. 

Plan B musste her. Da die Menschen nicht in der Lage sind, die Gebote zu halten,  musste Gott einen Menschen schaffen,  der sie halten kann und darüber hinaus noch bereit ist, für alle anderen Menschen zu sterben. 

Dieser besondere Mensch konnte aber kein Produkt von Mann und Frau sein, sonst wäre er einer wie wir gewesen, unfähig,  den Willen Gottes zu tun. Deshalb ist Jesus ist aus dem Geist geboren  -  d. h. von Gott geschaffen.

Als der Täufer Johannes Jesus am Jordan taufte, sagte er: "Seht mal, das ist der Mensch, der mal alle eure Schandtaten auf sich nimmt."

Die Menschen, die das glauben, für die ist Weihnachten. Für die ist die Geburt Jesu, ein Freudendest.  Denn sie haben durch den Sohn Gottes, an den sie jetzt glauben, Vergebung ihrer Schuld erfahren.
Gott sagt jetzt zu jedem Menschen, zu denen, die noch leben und zu denen, die noch geboren werden: "Wer an meinen Sohn Jesus glaubt, dem sind alle seine Verfehlungen vergeben. Ich sehe diese Menschen von nun an so, als wären sie mein Sohn."

Die frohe Botschaft an Weihnachten ist also: Uns Menschen wurde vergeben, alles, was jemals durch unsere Schuld am Mitmenschen vorgefallen ist.

Jetzt können wir sagen: "Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Jesus lebt in mir. Er ist in mir, tut das alles, was Gott verlangt und übernimmt zukünftig alle Verantwortung für mein Leben ."

Mit dem Glauben kommt ein neues, ganz anderes Denken in den Menschen. Seine Gesinnung ändert sich, er lässt sich nicht mehr so leicht manipulieren, er stellt sich nicht mehr auf eine Ebene mit dem verlogenen Denken seiner Zeit und seiner Gesellschaft.  Er geht gelassener durchs Leben. Er hat einen inneren Begleiter, einen Berater.  Er kämpft sich nicht mehr allein durchs Leben. Das ist doch ein tolles Geschenk, das uns da von Gott gemacht wird. Dieses Geschenk Gottes wollen wir dann auch anderen Menschen vermitteln, indem wir ihnen zu Weihnachten auch etwas schenken.  --- So weit meine Überlegungen.

Werner Zimmermann für

Mittwoch, 26. November 2014

Die berühmten drei Worte

Ganz klar, werden Sie denken. Weiß ich doch: „Ich liebe dich!“ Oft besungen werden sie und heiß herbeigesehnt, abgeschliffen sind sie durch inflationären Gebrauch. 

9. November 2014: 25 Jahre Mauerfall
Inmitten der vielen Berichte und Feierlichkeiten rund um das „Mauerjubiläum“ gehen meine Gedanken zurück in die Zeit kurz vor dem Ende der DDR. Seit einem knappen Jahr war ich Christin, stellte fest, dass „jemand“ meine Post überwachte und sah die Menschen mit anderen Augen an als vorher. So fiel mir in der S-Bahn ein junger Soldat auf. Zutiefst unglücklich hing er auf seinem Sitz, sternhagelvoll. Er lallte vor sich hin, es sollte wohl heißen: „Alles so eine verdammte Scheisse hier! Ich mach da nicht mehr mit! Ich hau ab!“

Man brauchte kein Genie zu sein, um zu wissen, dass diese Äußerungen ihn in große Schwierigkeiten bringen konnten. Je nachdem, wer so alles in der S-Bahn saß. Ich begann ein Gespräch und lotste ihn am nächsten S-Bahnhof raus. Es war kalt und regnerisch und wir suchten uns ein Lokal. Nach etwas Zögern bestellte er sich Tee statt Bier und ließ seiner Verzweiflung freien Lauf. Er war erst seit kurzem im Grundwehrdienst bei der NVA. Die „älteren Semester“ schliffen die Neuankömmlinge und noch dazu hatte seine Freundin mit ihm Schluss gemacht. Jetzt hatte er Ausgang und wusste nicht wohin. Aber eins wusste er: Um keinen Preis wollte er wieder zurück. Lieber untertauchen, rübermachen, vielleicht auch ganz aussteigen – alles, nur nicht wieder zurückmüssen.

Ich versuchte ihm begreiflich zu machen, was passieren würde, wenn er nicht aus dem Ausgang zurückkäme, wenn er versuchte, abzuhauen. Schlimmstenfalls konnte er erschossen werden oder Jahre im Gefängnis zubringen. Aber die Verzweiflung war zu groß. „Mir kann keiner helfen, es ist sowieso alles egal.“ Dieser Gedanke bohrte und wühlte in ihm. „Doch“, sagte ich. „Es gibt einen, der immer bei dir ist und niemals weggehen wird. Jesus hat das versprochen: ‚Ich bin alle Tage bei dir, bis zum Ende der Zeiten’.“ Ganz langsam bekam sein Alkoholnebel Löcher. Wir haben uns noch lange unterhalten und das Wenige, das ich von Jesus und seiner Liebe wusste, erzählte ich ihm. „Was soll ich denn machen, wenn ich wieder dort bin und es ist nicht zum Aushalten?“, fragte er mich. „Du brauchst nur drei Worte zu sagen: Jesus, hilf mir!“

Als wir uns dann an der S-Bahn trennten, die ihn wieder zurück zum Einsatzort bringen würde, fragte ich ihn: „Was sagst du, wenn's ganz schlimm wird?“ - „Jesus, hilf mir!“

Wenige Wochen später fiel die Mauer. Ich weiss nicht, wie es ihm seitdem ergangen ist, weiss auch nicht mehr seinen Namen. Aber ich hoffe, dass er die drei Worte nicht vergessen hat.

jotha für GottinBerlin

Mittwoch, 19. November 2014

Buß- und Bettag; Beichtstuhl im Brunnen 70

"Papi, bitte bitte lass mich jetzt nicht hängen!!"

Buß- und Bettag; Beichtstuhl im Brunnen 70; Photo by Thomas Gerlach
Buß- und Bettag; Beichtstuhl im Brunnen 70
Daniel, unser Sohn, rief mich am vergangenen Samstagnachmittag an. Wir sprachen über eine Filmaufnahme in dem Club, wo er selbst auch schon "aufgelegt" hatte. Hausadresse ist die Brunnenstraße 70 im Wedding; im alten Möbellager, im Keller. Der Veranstalter nennt sich "Herz & Leber". Der Keller besteht aus 7 Räumen und eine Vielzahl von Verbindungsgängen. Nur mit einem Lastenaufzug hat man Zugang.
Eigentlich war ich von den Arbeiten von Samstag früh an schon ziemlich erschöpft. Ich brauchte ein paar Minuten, bis ich dann zugesagt hatte. Nun gut, treffen um 21:00 Uhr, Brunnenstraße 70. Mit der Filmausrüstung angekommen, fand ich keinen Zugang zu dem Keller, keinen Hinweis auf die Lokation. Ich dachte, ich sei komplett verkehrt. Ich wurde spätestens vier Stunden des besseren belehrt. Es fanden sich ca. 800 Menschen ein. Insider-Tipp eben!

Fünf Räume wurden von unterschiedlichen Musikstilen bespielt, ein Live-Theater-Raum, ein Kinoraum und am Ende eines der vielen Gänge einen Beichtstuhl. Beichtstuhl? Ja und heute haben wir Buß- und Bettag. Nicht zu begreifen. In Berlin wird der besondere Feiertag für Buße und Beten gestrichen und unten in einem abgeransten Keller kommen Menschen auf die Idee, einen Beichtstuhl für die Buße zu installieren.
Was da nun genau alles in dem Beichtstuhl abgeht, will ich gar nicht wissen und doch dachte ich: Genau hier gehört der Beichtstuhl hin!

Ich meine das ganz bewusst, dass wir Christen dieses Thema nach außen hin vernachlässigen. Wie wäre es denn heute, am Buß- und Bettag, mit einem mobilen Beichtstuhl in die Geschäftsstraßen Berlins zu fahren und diese wahre Entlastung-Dienstleistung anzubieten. Damit Vergebung gelebt werden kann, musste Gottes Sohn sein Leben lassen. 
Thomas Gerlach für GottinBerlin

Montag, 17. November 2014

Buße tun und beten

#40762147 - Es ist nie zu spät (2)© Carola Vahldiek
Buße tun und beten
In zwei Tagen ist Buß- und Bettag. Steht im Kalender. Kannst Du etwas damit anfangen? Wenn Weihnachten im Kalender steht, ist der „Sachverhalt“ ziemlich klar: Fest der Geburt Jesu oder zumindest Geschenkefest der Familien … Auch Ostern ist es noch einigermaßen leicht: Fest der Auferstehung Jesu von den Toten, oder zumindest kommt der Osterhase. Und für beide Feste gilt: da sind freie Tage … Auch Erntedank ist zu erahnen, da sagt es schon der Name, worum es geht …

Aber Buß- und Bettag? Das klingt mal wieder so typisch christlich nach etwas Verstaubtem, nach „auf den Knien rutschen“, nach Sündenlast und Buße eben, wie es der Name einem nahe legt. Und einen freien Tag hat dieser Tag auch nicht mehr …. und es gibt keine Geschenke ...

Jeder Gedenktag hat einen Ursprung. Einen Geburtstag kann man nicht feiern, wenn man nicht geboren ist …., einen Erinnerungstag kann es nicht geben, wenn es nicht ein Ereignis gegeben hat, an das man erinnern möchte oder erinnert werden möchte.

Schon in der Bibel gab es Buß- und Fastzeiten, die dem religiösen Leben des Einzelnen oder des Volkes dienten. Man hielt inne, erlegte sich ein Fasten auf suchte in der Haltung der Umkehr Gott wieder in den Blick zu bekommen. In der Geschichte des Abendlands taucht der Buß- und Bettag auf in der Angst, dass das Osmanische Reich sich immer weiter nach Westen ausbreitete und den christlichen Glauben verdrängte. Das war 1532 ...

Heute kann dieser Tag ganz neu mit Inhalt gefüllt werden. Du brauchst Dich nur umzuschauen in unserer Welt. Es brodelt in vielen Regionen. Mit Waffengewalt wird gegeneinander vorgegangen. Menschen werden in die Flucht geschlagen, auch aus religiösen Motiven. Kleinkrieg gibt in den Familien, in Wohnhäusern, in unserem Herzen.

Der Buß- und Bettag ist ein Arbeitstag, ein Tag wie jeder andere im Ablauf eines Jahres. Aber Du bist eingeladen, Deine persönliche Friedenshaltung zu bedenken. Ich kann mich befragen, wie versöhnlich ich bin mit anderen und ihren Schwächen, mit mir selbst. Kann ich einen anderen konkret um Verzeihung bitten, wenn ich deutlich etwas falsch gemacht habe? Oder reicht es nur für ein „sorry“ oder „'tschuldigung“. Verweigere ich Vergebung, in dem ich doch nachtragend bin? So macht man sich in Gottes Augen auch schuldig … Hartherzigkeit.

Da, wo ich begrenzt bin, wo ich an Grenzen der Geduld, des Aushaltens und der Freundlichkeit komme, steht Gott und will an meinen Grenzen Frieden schenken. Diesen Frieden seiner Nähe, seiner Unterstützung in meinem Leben will ich annehmen. Der Buß- und Bettag kann mir helfen, kurz innezuhalten. Für ein wenig Frieden, mit dem ich zu tun habe. Innezuhalten für ein Gebet, das Gott Herzen zum Frieden berühren möge.

Thomas Bruhnke für GottinBerlin.com

Dienstag, 11. November 2014

Wir waren Ballonpate

Wir waren Ballonpate; Photo by Thomas Gerlach
Wir waren Ballonpate
Vorgestern waren meine Frau und ich Ballonpate. "Gemeinsam in Berlin e.V." hat sich die Ballons S1636 bis S1671 in der Sebastianstraße reserviert und verantwortlich für den Start gezeigt. Meine liebe Frau Angela und ich fuhren natürlich mit der BVG zum Standort. Schon mal vorweg, es hat alles super geklappt. Ein Ballon nach dem anderen schwebte zur rechten Zeit, im Dominoverfahren, in die Lüfte.

Die Besucher in der Straße waren alle sehr freundlich, neugierig und informativ. Viele haben sich die kurze Geschichte an den Ballons durchgelesen und dann ins Gespräch gekommen. Solch eine Offenheit habe ich unter den Berlinern schon lange nicht mehr erlebt.

Was mich bewegt hat:
Wir waren Ballonpate; Photo by Thomas Gerlach
Wir waren Ballonpate
  1. Alle Berliner, mit denen ich gesprochen habe, waren für den Mauerfall vor 25 Jahre.
  2. Die Hausbewohner der Sebastianstraße waren sehr freundlich. Eine türkische Familie ließ mich sogar in ihre Wohnung, um aus dem Fenster des  2. Stock fotografieren zu können. 
  3. Die Gespräche mit den Menschen waren sehr offen. Sehr oft kamen wir gemeinsam zu der Erkenntnis, dass Ideologien von Menschen sicherlich helfen, ein Miteinander zu gestalten, jedoch die Schwachstelle dabei der Mensch selbst ist. An dieser Stelle konnte ich dann Gottes gute Absicht ins Gespräch einbringen, wir ER sich das Zusammenleben von Menschen und Völker gedacht hat. 
  4. Mich hat es dann doch nochmal erwischt. Ich bekam dieses Gefühl, ein Teil der Weltgeschichte, wie damals vor 25 Jahren, zu sein. Menschen reißen Mauern ein, um sich wieder in Frieden zu begegnen. 
  5. Bei einem Gespräch war ich besonders tief bewegt. Eine Berlinerin las meinen beschriebenen Zettel am Ballon. Anschließend waren wir uns schnell einig, das weder der Mensch noch die Geschichte die Kraft hat, den wahren Frieden auf die Erde zu bringen und zu erhalten. Es muss was geben, was unabhängig vom Menschen den Frieden bringen kann. Ich durfte an dieser Stelle auf den Friedens-Fürst hinweisen.
  6. Auf den Rückweg, wir mussten 45 Minuten auf den M29 warten, schaute ich mir schon mal die gemachten Fotos und Videos auf meiner Kamera an. Wow, dachte ich, sehr gut. Sehr gute Motive, gute Beleuchtung, guter Ton. Zu Hause angekommen, steckte ich die Speicherkarte wie gewohnt in den PC, um den Datentransfer anzustoßen. Die Speicherkarte war leer. Alle Aufnahmen weg? Warum? Ich weiß es nicht! Doch eins wurde mir klar, das der Friede in Berlin in mir anfängt, in dem ich mit mir versöhnt bin. Ja, eine sehr ärgerliche Situation und doch habe ich meinen Frieden darüber. 
Versöhnt sein mit sich selbst, mit dem Nächsten in deinem Umfeld und mit dem lebendigen Gott ist ein Garant für den wahren Frieden.

Thomas Gerlach für GottinBerlin

Sonntag, 9. November 2014

Stärke wird geliefert!

Stärke wird geliefert! ; Photo by Angelika Pohl
Stärke wird geliefert!

Auf der Rückreise von Cincinnati nach New York gerieten mein Mann und ich auf einer Autobahnausfahrt in einen Stau und staunten nicht schlecht, als wir auf dem LKW einer Lebensmittelfirma einen Bibelvers aus dem Brief an die Philipper lesen konnten, der übersetzt „alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt“ (Hoffnung für alle) lautet. Hat jemand in Deutschland, gar Berlin, schon Ähnliches gesehen?

Ein Truckerfahrer, der u.U. sehr weite Strecken zurücklegen muss, ist stets allein unterwegs, kommt oft tagelang nicht nach Hause, hat unterwegs vielleicht eine Reifenpanne oder sieht sich anderen Fahrzeugprobleme gegenüber und er steht meistens unter Zeitdruck, seine Ladung termingerecht zum Kunden zu schaffen. Also kein Job zum Zuckerschlecken. Nicht nur in Amerika sondern auch in Deutschland und Berlin werden LKW-Fahrer händeringend gesucht. Bei diesen Herausforderungen ist es nur verständlich, dass sich vor allem junge Leute nicht unbedingt um diesen Job reißen.

Jedoch auch andere Berufe haben ihre „Knackpunkte“, die leicht dazu führen können, dass man sich überfordert fühlt und sehr unlustig seine Arbeit verrichtet.

Menschen, die ihr ganzes Vertrauen auf Jesus Christus richten, in allen Lebenslagen, die haben erlebt, dass Jesus ihnen „Kraft und Stärke gibt“, so dass sie „alles konnten“, auch Widrigkeiten zu ertragen, Pannen, Pech und Pleiten zu meistern und Herausforderungen anzunehmen in der Gewissheit, dass wir Lasten auferlegt bekommen, aber Gott auch zur Stelle ist, um tragen zu helfen.

Ich wünsche mir, Du, liebe Leserin, lieber Leser, bist neugierig geworden, diesen Gott kennen zulernen, der nicht nur Sprüche macht, sondern DICH sucht, um DIR Seine Liebe zu zeigen und um DICH stark zu machen.

Angelika Pohl für GottinBerlin

Freitag, 7. November 2014

Die wahre Selbstverwirklichung

Kannst du dich an eine Bibelstelle erinnern, in der Jesus sagt:
"Liebe deinen Nächsten, sofern du ihn sympathisch und als angenehm empfindest"?
Die wahre Selbstverwirklichung; Copyright: xurzon-Fotolia.com, #61783434
Die wahre Selbstverwirklichung
Oder kennst du einen Bibelvers in dem dies steht?
"Biete einem anderen Menschen nur an, seine Lasten mit zu tragen, wenn du davon ausgehen kannst, dass er anständig genug ist, dieses Angebot höflich abzulehnen oder es dir anständig zu vergelten"?

Also ich habe eifrig geblättert, aber leider - Fehlanzeige!
Selbst den Vers: " Vergebt euren Feinden, vorausgesetzt, sie sind nicht in echt deine Feinde, und euer Konflikt beruht nur auf ein großes Missverständnis" konnte ich nicht finden, obwohl ich lange danach gesucht habe.
Stattdessen steht so radikale Sachen in der Bibel wie:
"Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst" (Lukas 10,27b).
Oder: "Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetzt Christi erfüllen" (Galater6,2).
Noch so eine Aussagen Jesu: "Liebet eure Feinde und betet für dir, die euch verfolgen" (Matthäus 5,44).

Das ist irgendwie ein bisschen frustrierend, oder?
Hat Gott denn gar kein Feeling für kundenorientiertes Marketing?

Mittwoch, 5. November 2014

25 Jahre Mauerfall am 9. November - Aktion Lichtgrenze

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25 Jahre Mauerfall am 9. November - Aktion Lichtgrenze
Am Sonntag ist es soweit! Für die Aktion Lichtgrenze wird ein riesiger Aufwand betrieben. Es wird bestimmt ein unvergessliches Erlebnis, das weltweit Beachtung findet. Besonders viele kirchliche Gruppen sind beteiligt, wenn am Sonntagabend gegen 19:15 die Ballons in den vereinten Berliner Nachthimmel steigen.

Auch das Netzwerk "Gemeinsam für
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25 Jahre Mauerfall am 9. November - Aktion Lichtgrenze
Berlin", Partner von www.GottinBerlin.com, beteiligt sich mit einer Gruppe von „Ballonpaten“, die je für einen Leuchtballon und sein Loslassen verantwortlich sind. Sie sind an der Heinrich-Heine-Straße rechts und links der Kreuzung Sebastianstraße in Kreuzberg/Mitte. Lobpreis-Musikgruppen werden ab 17:15 den Dank unterstützen. Wir wollen feiern und Gott danken für das Wunder. Es wird dringend die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen: Moritzplatz (U8).

Außer den angemeldeten Ballonpaten sind weitere Zuschauer, Gemeindeleute, Familien, Berlin-Gäste usw. herzlich willkommen, an dieser Stelle dabei zu sein - von ca. 17:30 bis 19:45. Ab 19:15 steigen dann die Leuchtballons. Für alle, die am 9. November nicht vor Ort dabei sein können, gibt es die Möglichkeit, die stadtweite Inszenierung des Ballonaufstieges von 19 bis 20 Uhr live im Fernsehen mit zu verfolgen. Sicherlich ist das Ganze auch hinterher in der Mediathek der Fernsehanstalten zu sehen.
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25 Jahre Mauerfall am 9. November - Aktion Lichtgrenze
Es lohnt sich bestimmt auch, am Freitag- oder Samstagabend schon mal die 15 km-Strecke an irgendeiner Stelle anzuschauen. Die Ballons sind von Freitag, 17 Uhr, an erleuchtet. Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm: www.berlin.de/Mauerfall2014

Freuen wir uns auf eine großartige Aktion - zur Ehre Gottes, der das Wunder vor 25 Jahren geschehen ließ und zur Freude der Menschen, die mit uns das Wunder der Freiheit und Einheit feiern.