Sonntag, 19. Januar 2014

Der beste Vorsatz meines Lebens

Der beste Vorsatz meines Lebens; Quelle: de.fotolia.com
Der beste Vorsatz meines Lebens
Was nehmen wir uns Menschen nicht alles vor, wenn ein neues Jahr eingeläutet wird. Mein Nachbar nimmt sich vor, sein altes, klappriges Auto nun doch noch ein weiteres Jahr zu fahren. Die Familie über mir will im Jahr 2014 endlich sich mehr Zeit für ihren 16-jährigen  nehmen.  Der verbringt immer mehr Zeit allein vorm Bildschirm. Aber auch Vater, Mutter und Tochter sitzen, jeder für sich, täglich vor der Glotze. Die Kommunikation der Familienmitglieder untereinander ist fast auf dem Nullpunkt angelangt. Eigentlich ein guter Vorsatz.

Bei vielen Silvesterfeiern in meinem jetzt siebzigjährigen Leben hatte ich auch immer wieder gute Vorsätze.  Da wollte ich z. B. endlich ein paar Kilo abnehmen.  Aber ich stellte fest, dass ich mich in all den folgenden  Jahrzehnten durch diverse Diäten immer mehr zu einem heute ansehnlichen Über-Gewicht emporgehungert habe.

Eigentlich hatte nie ein Vorsatz so richtig gegriffen.
Deshalb mein neuer, sensationeller Vorsatz für das Jahr 2014, den ich diesmal mit Sicherheit durchhalten werde: Den Vorsatz, zukünftig mir keine Vorsätze mehr zu machen.

Seit dem lebt es sich entschieden leichter. Alles Gesetzliche im Leben setzt unter Druck. Verordnungen,  Regeln, Bestimmungen, auch die, die wir uns selbst geben,  führen dazu,  gerne übertreten zu werden. Im frommen Lebensbereich ist dies nicht anders. Bereits der Apostel Paulus klagt, indem er sagt: "Ich Paulus bin doch ein intelligenter Mensch. Ich kann doch denken und will immer das richtige,  gute, edle, Gott wohlgefällige tun. Aber was ist das Ergebnis?  Das Gegenteil kommt dabei raus. Was bin ich doch für ein schlechter, unzuverlässiger und sündiger Mensch". Der arme Paulus hat tatsächlich geglaubt, er könne die Gebote Gottes aus eigener Kraft halten. Er hat schnell erkannt: Da bin ich wohl am Ende, da brauch ich jemanden, der mir hilft. Zu der Erkenntnis bin ich letztlich auch gekommen. Egal, ob mit, oder ohne Vorsatz,  das Leben, der Kampf, den wir alle durchkämpfen müssen,  kann nur gelingen, wenn ein kompetenter Helfer, Berater, Ermutiger in uns lebt, uns begleitet,  den wir täglich befragen können. Eine Person, die uns in Niederlagen,  wenn ein Vorsatz wieder nicht eingehalten werden konnte, tröstet.

Ein Mensch, der uns Hoffnung macht,  der bei sich anbahnendem Übermut auch mal sagt: "Stopp, nun komm mal wieder runter." Dieser ständige Begleiter muss allerdings sehr weise sein,  ein gutes Einfühlungsvermögen haben und mir auch etwas auf Wunsch von seiner Weisheit abgeben können.
Wir merken schon, solche Personen sind sehr, sehr dünn gesät. Bei einem allerdings finden wir alle genannten und noch viel  mehr Vorzüge: Jesus Christus. Und hat er nicht versprochen,  alle Zeit bis an unsere letzten Tage bei uns zu sein?

Das Motto des neuen Jahres lautet: Gott nahe zu sein ist mein Glück.  Für mich habe ich einen neuen Vers hinzugefügt: Herr, lehre mich bedenken, dass ich auch mal sterben muss,  damit ich endlich klug werde.

                             Werner Zimmermann für GottinBerlin.com und mavuno.de

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