Freitag, 31. Januar 2014

Ein guter Muslim ist kein dummer Vogel

Extremismus geht scheinbar grundsätzlich mit der Dummheit Hand in Hand. Im Christentum genauso wie im Islam und wohl überhaupt. Mit dem Islam kommen wir ja nun ständig in Berührung. Und auch hier sind die Dummen am lautesten. Denn Weisheit spricht leise.

Ein guter Muslim ist kein dummer Vogel; Quelle: islamnixgut.blogspot.com
Ein guter Muslim ist kein dummer Vogel

Einer der übelsten Vertreter des sunnitischen Islam in Deutschland ist Pierre Vogel. Evangelisch getauft, war Schüler einer katholischen Klosterschule - sogar mit Abitur - beweist mit seinem Verhalten, dass die Dummheit selbst in Abiturienten regieren kann. 
Warum? Weil er zum Islam konvertiert ist? Nein, das wiederum beweist nur, dass er den christlichen Glauben trotz oder gerade wegen seines Hintergrundes nicht verstanden hat; aber wer weiß, vielleicht kann er ja nicht einmal was dafür. Mir sind in der Seelsorge etliche Berichte zu Ohren gekommen, in denen Menschen durch exzessive fundamentalistische Leute Jesus abspenstig gemacht wurden. Nun, Jesus spricht ja nicht umsonst davon, dass es für sie besser wäre, mit einem Mühlstein um den Hals im Meer versenkt zu werden, als sich dermaleinst vor Ihm für ihren Umgang mit Heranwachsenden verantworten zu müssen.

Was an dem Sichgebärden Vogels nicht nur peinlich, sondern bösartig ist, ist die Verfremdung und Verfälschung des muslimischen Glaubens. Ich lebe in Berlin und in Kontakt mit Muslimen, die einfach nur verantwortungsbewusst und gerecht vor Gott leben wollen und sich mit tiefer Abscheu von Leuten wie Vogel abwenden. So, wie ich mich vor allem christlichen Fundamentalismus ekel. Wenn ich mit ihnen über Jesus rede, sagen die "Oh, Jesus, guter Kollege".

Fundamentalismus lässt neben sich keine andere Meinung zu, lässt niemandem Luft zum Atmen, geschweige denn zum Denken. Denn diese seltsame Spezies hat selbst niemals eigenständiges Denken gelernt. Altbackenes wird unreflektiert wiedergekäut und als unverrückbare absolute Wahrheit proklamiert (ohne häufig in der Lage zu sein, das auch nur irgendwie redlich begründen zu können). 

Der Islam hätte ohne die jüdische und christliche Religion gar nicht entstehen können. Das merkt jeder, der sich mal den Koran zu Gemüte führt. Juden, Christen und Muslime sehen ihren historischen Ausgangspunkt in Abraham. Nur, dass sie jeweils andere Konsequenzen ziehen. Im Dialog mit Muslimen sollten wir zunächst mal die Gemeinsamkeiten sehen: Der Glaube an den Einen Gott, welcher der Schöpfer aller Dinge ist.

Ein guter Muslim ist kein dummer Vogel; Quelle: fisch-und-vogel.deDass wir Christen die Offenbarung von Jesus als den Mensch gewordenen Gott haben, ist reines Geschenk Gottes, der uns in Ihm zum Vater wird. Durch Jesus habe ich einen Gott, mit dem ich kuscheln kann, vor dem ich nicht auf den Knieen rutschen muss. Dass Jesus im Islam neben Mose und Mohammed "nur" Prophet ist, allerdings auch dort wiederkommt und das Weltgericht bringt, ist doch immerhin ein guter Anknüpfungspunkt für einen Dialog mit Muslimen. Und man fragt sich, welche Erkenntnisse diesbezüglich für Muslime noch möglich sein können. Sogar auf der Grundlage des Koran. Denn selbst im Koran wird Jesus das Wort Gottes und der Herr des Geistes genannt.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst gilt auch im Umgang mit Muslimen. Die Liebe ist der Schlüssel aller Verständigung. Wer Gott verstehen will, muss lernen zu lieben. Denn Gott ist die Liebe.


                                                      Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com

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