Freitag, 24. Januar 2014

"Wo ist Gott?"

Wo ist Gott?

Wir alle kennen diese Frage. Von uns selbst oder von anderen, in den unterschiedlichsten Situationen. "Überall", hört man häufig als Antwort. Oder vielleicht auch "in der Kirche". Zumindest wird Gott damit oft in Verbindung gebracht. Die Kirche als Ort, an dem man Gott begegnen kann. Aber ist das wirklich so?
"Wo ist Gott?"

Kirchen sind für manche Menschen ein Ort, an denen es ihnen leichter fällt, zur Ruhe zu kommen. Die Mauern halten den Lärm der Stadt auf Abstand. Es wird nichts von einem erwartet, wenn man sich hineinsetzt. Es ist ein Ort der Ruhe und des Gebets.

Einer meiner persönlichen Lieblings-Orte des Gebets ist mein Wohnzimmer. Ich glaube, dass Gott dort genau so anwesend ist, wie er es in der Kirche, am Meer oder auf der Straße sein kann. Ich kann ihn "einladen", indem ich einfach mit ihm rede.

Ein weiterer "Favorit" ist für mich die Natur: am Meer, aber auch an anderen Orten, wo ich relativ ungestört Natur erlebe. Ich glaube, dass es im Grunde genommen ganz einfach ist: Ich brauche einen Ort, an dem ich zur Ruhe kommen kann. Ich brauche Sehnsucht, Gott zu begegnen. Das allein reicht schon aus.

Meine Antwort auf die Frage: "Wo ist Gott": Überall dort, wo er eingeladen wird.

Ob im Wohnzimmer, in der Natur, in der Kirche, im Gottesdienst, in Gemeinschaft, im Stadion: Gott ist da, wenn wir ihn einladen. Wenn wir wollen, dass er da ist. Wenn wir ihm zuhören. Das ist sogar im Fußballstadion möglich – was ich mir ehrlichgesagt bis vor kurzem auch schwer vorstellen konnte.

Am 23.12. erlebte ich zum ersten Mal live das alljähliche "Weihnachtslieder-Singen" im Berliner Union-Stadion. Seit ein paar Jahren ist es für Unioner, und mittlerweile auch Nicht-Unioner, zur Tradition geworden. Ein gefülltes Stadion, 27.000 Menschen halten eine Kerze in der Hand, singen Weihnachtslieder und hören die Weihnachtsgeschichte. Hinter mir stand ein junges Pärchen. Ich bekam zufällig mit, wie sie zu ihm sagte: "Wie, es gibt eine Weihnachtsgeschichte?!"

Kein Wunder – dachte ich mir. Weihnachten wird eben häufig losgelöst von der eigentlichen Weihnachtsgeschichte gefeiert. Doch es sollte doch jeder die Chance bekommen, diese Geschichte wenigstens kennen zu lernen. Egal ob in der Gemeinde, im Wohnzimmer oder im Fußballstadion. Orte, an denen diese Geschichte erzählt wird, sind für mich Orte, an denen Gott eingeladen ist. Denn es ist SEINE Geschichte.

Das Union-Stadion war an diesem Tag für mich ein Ort, Jesus zu feiern.

Wie geht es euch? Was sind euere Lieblings-Orte, um Gott zu begegnen?


Monika Lusky für GottinBerlin.com


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