Samstag, 15. März 2014

Uli Hoeneß und das falsche Mitleid

Uli Hoeneß und das falsche Mitleid; Quelle: sport1.de
Die Münchner "leiden" mit Uli Hoeneß. Der Arme soll 3 1/2 Jahre sitzen. Wie kann die Justiz eine so verdienstvolle Persönlichkeit nur so hart bestrafen? Wer sind denn diese "Münchner", die so "tief" über das Urteil erschüttert sind?

Vor einigen Jahren wurden einem mir bekannten Geschäftsmann alle seine Konten gesperrt, weil er  1380 € an Steuerschulden nicht sofort aufbringen konnte. Er musste sich bei Freunden um Brot bemühen, damit seine Kinder was zu essen haben. Bei uns Uli geht es um einen höheren Betrag, den er aber bewusst hinterzogen hat. Vor Staat und Öffentlichkeit versteckt. Und nun solch ein Mitleid?

Selbst der viel geschmähte Bischof Tebartz van Elst, der über 30 Millionen Euro verbaute, hat wenigstens noch Firmen Aufträge verschafft, und damit Arbeitsplätze erhalten. Der gute Bischof hatte zumindest nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet und die beauftragten Firmen haben ihre Einnahmen hoffentlich ordentlich versteuert. Das lag allerdings nicht mehr in seiner Hand. Im Verhältnis zu Herrn Hoeneß wird mir der Bischof schon fast sympathisch. Aber uns Uli hat fast 30 Millionen hinterzogen. Mit diesem Geld hätte der Staat über 23 000 Hartz IV-Empfängern einen Monat lang die Lebensgrundlage sichern können. Dass die Münchner jetzt so sehr mit Ihrem Uli leiden, ist bezeichnend für eine Gesellschaft, die dabei ist, jegliches Maß für Gerechtigkeit zu verlieren. Der um Brot bettelnde Geschäftsmann versteht diese Welt nicht mehr.
Uli Hoeneß und das falsche Mitleid, Quelle: focus.de
Uli Hoeneß und das falsche Mitleid
Vor einiger Zeit fuhr ein Auto der Marke Porsche durch unsere Straßen mit folgenden Aufkleber auf der Heckscheibe: "Eure Armut kotzt mich an." Ich traute meinen Augen nicht. Auch hier wird deutlich, wie weit sich unsere Zweiklassengesellschaft entwickelt hat, wie sehr arm und reich auseinander driften. Die Stadt mit den meisten Millionären, München, solidarisiert sich mit ihrem Uli. Banken werden mit Milliarden gestützt. Auf der anderen Seite haben manche Familienväter zwei Jobs und kommen kaum über die Runden. Der so genannte Otto Normalverbraucher wartete in allen Jahrhunderten vergeblich auf seinen Rettungsschirm.

Man kann regelrecht das Gras wachsen hören: Die Armen fallen der Gesellschaft langsam zur Last. Am besten wäre es, man könnte sie geschickt entsorgen.
Ein Glück: Gott misst nie mit zweierlei Maß. Er achtet bei jedem einzelnen Menschen auf seine Würde. Er möchte, dass jeder und jede eine menschen"würdige" Lebensgrundlage hat. Er warnt davor, Reichtum anzuhäufen. Er bittet sie, zu teilen. Aber irgendwann wird er seinen Rettungsschirm über die Armen wieder ausspannen müssen, da es die Reichen offenbar nicht begreifen.

In der Geschichte ist häufig folgendes zu beobachten:
Wenn die Reichen mit den Armen nicht teilen, werden sie eines Tages ihren Reichtum verlieren, da ihnen die Armen nicht mehr helfen können, ihren Reichtum zu vermehren. 

Oft leider erst nach Kriegen. Muss es denn wieder so weit kommen? Lasst uns doch endlich gemeinsam an einer wirklich gerechten Gesellschaft bauen, wie sie in den 5 Büchern des Mose geplant war. Ohne Gott haben Menschen fast immer nur Stückwerk zustande bekommen.

                              Werner Zimmermann für GottinBerlin.com und Mavuno.de

Kommentare:

  1. Ich will es einfach nicht glauben, was hier für ei Stuss geschrieben wird.
    Lasst uns doch endlich .... ????

    Wie kann dieser Blogger nur annehmen, dass es mit einem solchen Aufruf nun vorwärts geht? Da muss mehr kommen!!

    Hätte hätte Fahrradkette finde ich da noch intelligenter.

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  2. "Die Armen fallen der Gesellschaft langsam zur Last. Am besten wäre es, man könnte sie geschickt entsorgen." - Auch wenn es nicht so gemeint ist, so etwas kann man nicht schreiben!
    Und zum Thema "Bischof Tebartz van Elst": Traurig, dass auch Christen offenbar inzwischen den Verleumdungskampagnen der Medien glauben. Wer sich über die Fakten informieren will, kann dazu diese Seite aufrufen: faktencheck-limburg.de

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  3. Ich glaube, der Schreiber wollt nur auf das "falsche Mitleid" aufmerksam machen. Um das besser ins Licht zu stellen schreibt er dann um dieses Thema herum.

    Ihm geht es um die Werte in unserer Gesellschaft und das ist die Bibel das beste Lehrbuch und auch das am meisten gelesenen.

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