Donnerstag, 13. März 2014

Vater Krieg oder Vater Gott?

Vater Krieg oder Vater Gott?;Quelle: de.wikipedia.orgSalopp gesprochen heißt es, der 1. Weltkrieg sei ausgebrochen, weil ein Österreicher erschossen wurde. Der 2. Weltkrieg sei ausgebrochen, weil ein Österreicher nicht erschossen wurde. Nun sind wir im einhundertsten Jahr nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges und erneut, wie seit Jahrzehnten nicht mehr, in akuter Kriegsgefahr.

Die Angelegenheit scheint unüberschaubar und ich werde es hier nicht wagen, darüber eine Analyse anzustellen. Der Laie kann sich diesbezüglich nur blamieren. Dort Russland, hier Europa im Verbund der NATO. Mittendrin die Ukraine und die Krim. Was wird Asien tun? Das einzige, was man wirklich weiß ist, dass die Menschen Angst haben. Angst davor, dass wieder von Menschen auf  Menschen geschossen wird. Bis dahin, dass von der Möglichkeit eines 3. Weltkrieges gesprochen wird. 

Wenn doch im Grunde kein normaler Mensch Krieg will, weshalb droht er uns? "Krieg ist aller Dinge Vater, aller Dinge König" sagt der griechische Philosoph Heraklit im 5. Jahrhundert vor Christus. Menschsein und Krieg gehörten seit je her zusammen, wie Geburt und Sterben ansich. Und obwohl sich der Krieg als das grausamste Mittel überhaupt darstellt, in dem als erstes die Wahrheit stirbt, löste die Kriegsausrufung zu fast allen Zeiten Euphorie bei den in den Krieg Ziehenden aus, um dann in Verzweiflung, Elend und Ekel zu enden. Nicht umsonst sagt Jesus, der Friedefürst, dass der, der zum Schwert greift durch das Schwert umkommen wird.

Kriegsheimkehrer haben häufig bis zu ihrem Lebensende ihren Angehörigen nichts darüber erzählt; und wenn doch, dann bei Veteranentreffen. Denn nur wer dabei war, kann überhaupt verstehen, was dort los war, so ihre Überzeugung. Als ich vor kurzem ein Interview mit einem alten Kriegsheimkehrer hörte, sagte dieser zum Schluss: "Ich habe heute das erste Mal darüber gesprochen, ich kann es garnicht fassen, dass ich das getan habe. Denn, wer will das denn hören?".

Für den Christen ist nicht der Krieg der Vater aller Dinge, sondern Gott. Beide "Väter" haben eines gemeinsam: Die Unaussprechlichkeit! Vater Krieg bringt unausprechliche Bosheit und Grausamkeit und Zerstörung hervor. Vater Gott ist unaussprechliche Liebe und Barmherzigkeit und wirkt heilend aufbauend.

Die Menschheit, so sie überleben will, wird sich zwischen diesen beiden Vätern entscheiden müssen. Betet um Weisheit für die Mächtigen, die hier am Werk sind, auf dass wir uns heil-sam auf die Seite Gottes, dem Vater des Friedens schlagen können, bevor uns Vater Krieg in seinem Un- Heil endgültig den Gar-Aus macht!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle menschliche Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, dem wahren König. Amen.


Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com  

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