Dienstag, 30. September 2014

Wo sind viele von uns Christen gelandet?

„Ich bin Christ: weil ich bei Jesus Freude bekommen habe. Er stillt meine Lust. Jesus ist der Superstar!“

Ja, an Jesus Christus scheiden sich die Religionen. Nur die Christen glauben an Jesus.
Gott als Kumpel?; Photo by Thomas Gerlach
Gott als Kumpel?
Aber ist er wirklich nur dazu gekommen, damit ich ein besseres Leben haben kann? Heilung, Wohlstand, Freude, Frieden und  Erfolg? Ist Er nicht der Weg, die Wahrheit und das Leben, damit ich zum himmlischen Vater kommen kann?
Früher hatten nur besondere Menschen, Könige und Propheten die Chance, mit Gott eine Beziehung zu haben.
Jesus selber erinnert an das Gebot: Du sollst Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer  Kraft.
Was heißt Gott zu lieben? Es heißt auch, seine Gebote zu halten (und diese Gebote sind gut für uns). Sie zu halten, bedeutet Frieden und Schutz in unserer Gesellschaft.
Jesus hat geheilt und auch heute ist Er bereit zu heilen. Aber das sind Zeichen um zu legimitieren, dass Er, der Sohn, von Gott gesandt ist und nicht das Ziel unseres Glaubens als Christen. Jesus ist nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu erfüllen. Er hilft uns damit auch wir dieses Gesetz erfüllen können, in dem wir Gott unsern Vater anbeten und dienen. Dann werden wir auch ein erfülltes und sinnvolles Leben haben. Denn Er hat uns geschaffen nach seinem Bilde, um mit uns Gemeinschaft zu haben.
Weil Er heilig ist, sollen auch wir heilig sein. Jesus durch seinen Tod am Kreuz und kraft seiner Auferstehung, hilft mir diese Heiligkeit zu erwerben und eine Beziehung zu Gott als meinem Vater zu bekommen.

Wenn ich Jesus nur als meinen Freund, Kumpel sehe und begegne, habe ich das Evangelium noch nicht verstanden.


Irene Lammers für GottinBerlin.com

Montag, 29. September 2014

Das Tor zur Freiheit

Das Tor zur Freiheit-  Wie Vergebung Ihr Leben verändert


Vergeben fällt nicht leicht.    
Wenn andere Menschen uns Verletzungen zufügen, sind Traurigkeit, Ärger und Wut ganz natürliche Reaktionen. Doch wenn man daran festhält, merkt man früher oder später, dass diese Gefühle einen selbst aufzufressen drohen. Glücklicherweise gibt es Hilfe. Das Wort Gottes nennt Prinzipien, die uns helfen können, uns von der Bitterkeit und den Schmerzen zu lösen, die Unversöhnlichkeit in uns hervorruft . Nancy Leigh DeMoss beleuchtet diese Prinzipien, und sie macht deutlich: Wir müssen uns bewusst dafür entscheiden, sie anzuwenden, und uns von unserem vermeintlichen Recht, dem anderen sein Fehlverhalten nachzutragen, verabschieden. Dann erst kann echte Vergebung gelingen und der Weg in die Freiheit wird gebahnt.


( aus Klappentext vom Verlag )
->
Nancy Leigh DeMoss
Das Tor zur Freiheit – Wie Vergebung Ihr Leben verändert
Preis 14.90 EUR
272 Seiten Hardcover
Erscheinungsdatum : 2014
 Harald Schiffers, von www.coeo-berlin.de , für www.GottinBerlin.com

Samstag, 27. September 2014

..man soll es von den Dächern pfeifen

Die Organisation für Demokratie in Aktion campact übergab gestern vor dem Reichstag eine Petition gegen die Überwachung der Bevölkerung durch die Geheimdienste. Vertreter aus dem NSA Untersuchungsausschuss waren vor Ort. Allerdings nur von SPD, Grüne und Die Linke. Die CDU machte sich durch Nichtanwesenheit mehr als verdächtig.

... man soll es von den Dächern pfeifen; Photo by Thomas Nachtigall
Vertreter der SPD, Grüne, Linke
Grundaussagen der Parteivertreter waren auf die Behinderung bzw. Lähmung der Arbeit des NSA Untersuchungsausschuss bezogen. Nicht nur dass von Merkelseite her bis heute die Zeugenaussage Edward Snowdens nicht zugelassen wird. Sie klagen an, dass die Leute, die vor dem Ausschuss aussagen müssen und zum großen Teil potentiell Verdächtige sind, die einer möglichen Anklage durch die Staatsanwaltschaft entgegen sehen, den Verlauf des Verfahrens bestimmen. Wo bitte kann ein Angeklagter das Gerichtsverfahren steuern?

Die Leute, die sich zu verantworten haben, dürfen entscheiden, welche Dokumente zu welchen Arbeitsbedingungen frei gegeben werden.  Hunderte von Akten, die brisant sind, werden mit Genehmigung der Bundesregierung zurück gehalten und bis 2048 versiegelt. Die Akten, die geliefert werden, sind bis zu 70% geschwärzt. Die Parteivertreter kündigten an, dass sie unter diesen Umständen vor dem Bundesverfassungsgericht klagen werden.

Nochmal: vom Volk gewählte Vertreter mit dem Auftrag und Wunsch die Wahrheit aufzudecken, werden von anderen Volksvertretern, die Leuten dienen, die nicht gewählt sind und in Verdacht stehen schwerste Verbrechen begangen zu haben, daran gehindert, ihrer Aufgabe nachzukommen. Keine „Verschwörungstheorie“, sondern Anklagen von Bundestagsabgeordneten!

Was ist mit uns Deutschen los?

Donnerstag, 25. September 2014

Christen, unsere Werbung kann wachsen!

Christen, unsere Werbung kann wachsen!; Photo by Thomas Gerlach
Christen, unsere Werbung kann wachsen!
Gestern hatte ich einen Arbeitstermin in Kreuzberg. Bei der Rückfahrt entdeckte ich an der Straßenecke Skalitzer Straße/ Manteuffelstraße das große Plakat an der Hauswand zum Aufruf, gegen den "Marsch des Lebens" vorzugehen.

Auch wenn die Angriffe der Linksextremisten zu verurteilen sind, so können wir Christen von ihnen lernen. Sie betreiben eine bessere Öffentlichkeitsarbeit!

Kennt ihr die großen Liebeserklärungen an Brücken und Hauswänden, wo Verliebte in großen Buchstaben sich outen? Sie tun es, weil das Herz voll ist. 

Das, womit mein Herz gefüllt ist, wo es zum Überlaufen kommt, das drängt es mich, nach außen zu kommunizieren. 


Kirche in Moabit; Photo by Thomas Gerlach

Wir Christen hier auf Erden, in Berlin, haben das ewige Leben vor uns. Das ist ein guter Grund, es an den Häusern von Berlin bekannt zu machen. Oder?  


Ich wünsche mir so sehr diese selbstbewusste Selbstverständlichkeit, unseren lebendigen Gott, unseren Himmlischen Vater und seinen Sohn, Jesus Christus, bekannt zu machen. Wie können wir für unseren Glauben besser und mehr werben? Werben ist in diesem Sinne die Liebe, von der Jesus spricht.

Gestern war ich nahe einer Turmspitze in Moabit. Die Kirche wird saniert. So eine Kirche steht schon alleine als Gebäude als Hinweis für Gott. Doch reicht das heute noch? Lasst uns nicht nur alte Gebäude sanieren sondern auch die Botschaft Gottes neu positionieren. 

Wo können wir damit in Berlin anfangen und weiter machen?


Thomas Gerlach für GottinBerlin.com

Sonntag, 21. September 2014

Marsch für das Leben 2014: Fundis und Rassisten?

Sich zu „outen“ ist heutzutage gesellschaftlich angesagt. Also „oute“ ich mich auch. Ja, meine Frau und ich haben es schon wieder getan! Wir haben uns gestern erneut in der „Gruseligen Allianz der Vorgestrigen“ (Berliner Kurier) eingereiht. Für den grünen Politiker Volker Beck ging es uns dabei um „Bevölkerungspolitik, Macht & Rassismus, aber nicht um das Leben“. Heutzutage ist man also ein Rassist, christlicher Fundamentalist, neuer Rechter oder extrem konservativer AFDler, wenn man sich beim „Marsch für das Leben“ für das unbedingte Recht auf Leben als oberstes Menschenrecht einsetzt.
Deshalb sei hier einmal kurz daran erinnert, was in unserem Grundgesetz dazu steht:
·       Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
·       Artikel 2: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“
"Marsch für das Leben" 2014
Die meisten Menschen in unserem Land wissen, dass diese Rechte immer mehr ausgehöhlt werden. Mehr als 100.000 ungeborene Kinder werden Jahr für Jahr abgetrieben, Beihilfe zur Selbsttötung und Euthanasie werden unter dem Deckmantel der „Barmherzigkeit“ vorangetrieben. So etwas darf zumindest uns Christen nicht gleichgültig sein. Deshalb rief der „Bundesverband Lebensrecht e.V.“ dazu auf, „gemeinsam für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie einzutreten. Dazu ist auf allen Ebenen ein Umdenken zugunsten von ungeborenen, kranken und alten Menschen erforderlich. Nur so ist allen Menschen ein Leben in Selbstbestimmung, Freiheit und Würde möglich“.
Selbsttötung verhindern, nicht fördern!
Eigentlich – so sollte man meinen - müssten sich alle Menschen und Politiker über einen solchen Marsch freuen! Doch das Gegenteil ist der Fall. Der jährliche Aufmarsch der Lebensschützer ist unserer hedonistischen Gesellschaft zunehmend ein Stachel im Fleisch. Sogar im Bundestag wütet DIE LINKE jetzt schon dagegen und stellte den Gegendemonstranten erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung, damit sie diesen Marsch wie in jedem Jahr kräftig stören konnten.
Ja, der 8 km lange Schweigemarsch vom Bundeskanzleramt bis zum Berliner Dom waren kein Spaziergang, sondern eher ein Spießrutenlaufen. Ständig wurden uns die Ohren mit Trommellärm, Pfeifen und hasserfüllten Parolen zugebrüllt. Sogar während der Schweigeminute für die 300.000 Euthanasieopfer des Naziterrors lärmten und grölten sie. „Sie haben nicht einmal Respekt vor den unschuldigen Opfern des Naziterrors. Herr, erbarme dich ihrer und der Opfer von Gewalt und Terror auf der ganzen Welt“, dachte und betete ich.

Sonntags-Öffnungszeiten NOTwendig?

Sonntags-Öffnungszeiten NOTwendig? iStoch-gratis
Sonntags-Öffnungszeiten NOTwendig?
Welche NOT soll es denn beheben oder abwenden?Vor einigen Jahren hatte ich ein interessantes Gespräch während einer Mitfahrgelegenheit. Der Fahrer vertrat die Meinung, dass sonntags die Läden „ruhig“ immer offen haben sollten, damit er seine Einkäufe für die Woche tätigen könne. Da hätte er wenigstens Zeit, „in Ruhe“ zu shoppen. Ich hatte ihn daraufhin gefragt, was er denn am Samstag mache. Da hätte er keine Zeit, weil er da immer ausschlafen müsste von den Partys am Freitag. Ok, da fragte ich mich, was er mit „ruhig“ und „in Ruhe“ meinte. Meinem Verständnis von „Ruhe“ folgend, erklärte ich ihm, was ich an der Sonntagsruhe schätze: dass es einen Tag in der Woche gibt, an dem kein Pressluft-Hammer-Lärm in der Luft durch meine vier Wände an mein Ohr dringt, (fast) kein LKW auf den Straßen zu sehen ist und kaum Menschen unterwegs sind, die gestresst durch die Stadt hetzen. Dass dieser Tag sich unterscheidet von den anderen 6 Tagen in der Woche. Dass nicht 365 Tage im Jahr, 24 Std pro Tag, lang unterbrochen der gleiche Trubel herrsche.

„Ruhe“ in der Bibel wird als „Atem schöpfen“ wiedergegeben bzw. beschreibt der semitische Wortstamm ein Kamel, das sich niederlegt zum Ausruhen – was für ein schönes Bild!

Wie sieht unser RuheTag in der Postmoderne aus?

Freitag, 19. September 2014

Kommt das Mittelalter zurück?

Kommt das Mittelalter zurück? Rechte bei Werner Zimmermann
Kommt das Mittelalter zurück?

Ist uns Menschen die Weisheit des Lebens abhanden gekommen?




Scheiterhaufen?    Verbrennungen, Rädern? 

          Abschlachten?    Enthaupten? 


Vierteilen?    Vergewaltigen?    

Zum Konvertieren zwingen?    Entführen?

Es könnte so weitergehen in der Aufzählung.
Die Welt steht in Flammen. Fassungslos stehen wir vor dem Entsetzen, was Menschen in der Lage sind, sich anzutun. Einen Gottesstaat mit Gewalt aufbauen zu wollen, ist in der Geschichte schon immer schief gegangen. Nicht nur im Islam, auch bei Juden und Christen. Denken wir an Zwangsbekehrungen ganzer Völker, an Inquisition, an Savonarola in Florenz usw.. Alle aber meinten, in guter Absicht zu handeln - da sie ja nur das Beste für den Menschen wollten. Auch die IS- Kämpfer wollen einen Gottesstaat aufbauen, der nicht von der dekadenten Lebensweise der westlichen Welt geprägt ist. Aber mit Gewalt und Enthauptungen?

Krieg ist überall. Auch im Job oder Zuhause. Auch Ehepaare stehen sich oft fassungslos beim Scheidungsrichter gegenüber. Sie wollten es nie so weit kommen lassen. Wo ist die Liebe geblieben? Das Versprechen, zusammen zu bleiben "bis dass der Tod uns scheidet".
Wo bleibt bei all dem Elend in der Welt die Vernunft? Oder ist der Mensch gar nicht so vernünftig und klug wie er meint zu sein. Trotz Bildung? Paulus, ein intellektueller Denker, bringt es im NEUEN TESTAMENT für sich auf den Punkt:

"Ich bin doch ein vernünftiger Mensch und möchte das Richtige tun, aber es kommt nur Falsches dabei raus. Was soll ich bloß machen?" 

Überall wo Menschen aufeinander los gehen, fehlt ihnen ein Stück Weisheit. Aber menschliche Vernunft und menschliche Weisheit genügen offenbar nicht - wie wir im derzeitigen Weltgeschehen wieder mal beobachten können. Vielleicht fehlt es uns an göttlicher Weisheit, die höher ist als unsere Vernunft. Paulus hat diese göttliche Weisheit nach verhängnisvollen Irrwegen erhalten.

(Siehe das Gemälde der Künstlerin Hillmeister-Becker.) Nach Empfang dieser Weisheit von oben hatte Paulus in seinem Leben alles richtig gemacht. Auch er hatte vorher seine Mitbürger, die nicht "seinem" Denken folgten, abgeschlachtet. Von dem Mann ist einiges zu lernen. Die streitenden Eheleute und die streitenden Völker brauchen die Weisheit von oben, alles andere verschlimmert das Elend. In der Bibel gibt es im Jakobusbrief einen einfachen Ratschlag:

Wenn es dir an Weisheit fehlt, bitte Gott darum, der gibt gern.


Werner Zimmermann für GottInBerlin.com und Mavuno

Eine Empfehlung von Werner Zimmermann:


Mittwoch, 17. September 2014

Gott und Freitag der 13.

Na, so etwas, da lagen gestern morgen Fotos, die sonst über meinem Schreibtisch hängen (aber nur mit Klebeband befestigt) auf der Erde. Und auch noch mit der Bildseite nach unten. Schlechtes Omen, für die Menschen, die auf den Bildern zu sehen sind?
Es war nicht Freitag, der 13. Und ich war auch nicht mit dem linken Fuß aufgestanden.
Gott und Freitag der 13.; Photo iSt
Gott und Freitag der 13.
Ich lese keine Horoskope, die mir in irgendeiner netten Weise erzählen, dass ich zu denen gehöre, die heute eine interessante Erfahrung machen werden und dass ich heute einmal über das liebe Geld nachdenken werde. So und so ähnlich steht es ja oft in den kleinen Abschnitten zu den Sternzeichen.
Ich lese aber die Bibel, die mich jeden Tag neu auf Gott, auf Jesus Christus verweist. Mal zusprechend, mal voller „Anspruch“, aber auf jeden Fall „ansprechend“. Gott ist im Gespräch mit mir, er meint mich und mein Leben. Er will in diesem Leben dabei sein und es mitgestalten. Er will allem sein Gesicht geben, seine Prägung. Das spüre ich. Und ich soll aktiv mitgestalten.
Horoskope brauche ich nicht. Sie bringen mich in Berührung mit einer Welt, in der dieser Gott keinen Platz hat, sondern nur das Glück, Pech oder Schicksal „regieren“.
Die heruntergefallenen Fotos hebe ich auf und klebe sie wieder an den Platz, an dem ich sie immer sehen kann. Es sind einige Personen darauf abgebildet, denen ich versprochen habe, für sie zu beten.
Ich bitte Gott zum Beispiel, einen liebevollen Blick auf sie zu haben und ihr Herz zu berühren, dass sie sich ansprechen lassen von ihm, der alles wunderbar geschaffen hat. 
Dass das Foto mal herunterfällt, hat nichts weiter zu sagen, als dass der Klebstoff nicht mehr gehalten hat. Oder doch? Doch: Ich lasse mir persönlich sagen, dass man immer nur in Gottes Hände fallen kann und darin am besten aufgehoben ist. „Danke, Gott, wir sind in deinen Händen geborgen“. Und ich danke, dass ich diese Menschen kennen darf. Und ich bitte darum, dass ein Funken der Freude in ihr Herz kommt und weitergegeben werden kann. Das ist heute mein Gebet für eine Drittklässlerin, eine Zehntklässlerin, einen Neuntklässler, und ein Ehepaar und eine Lehrerin, die nach Jahren der Beurlaubung wieder angefangen hat mit dem Schuldienst.


Ich bete auch für Dich, der Du das heute liest. 
Thomas Bruhnke, für GottinBerlin

Freitag, 12. September 2014

Gott streikt nie

Gott streikt nie; Photo by Thomas Gerlach
Gott streikt nie
Vor etwa 14 Tagen begannen die Piloten von LUFTHANSA zu streiken, letzte Woche die Lokführer. Alle, die auf eine funktionierende Beförderung angewiesen waren, wurden kurzerhand in „Geiselhaft“ genommen, um im Interesse zweier kleiner Berufsstände von den jeweiligen Arbeitgebern Nachbesserungen tatsächlicher oder vermeintlicher Benachteiligungen zu erzwingen. Ein Streikende ist noch nicht abzusehen, da es bisher keine Einigung der Konfliktparteien gab, im Gegenteil, eine Urabstimmung im Bahnbereich soll einen unbefristete Streik ermöglichen.

Die Folge wird sein, dass die Straßen noch mehr verstopfen, weil viele wieder das Auto benötigen, um zur Arbeit zu gelangen. Sollten im Flugverkehr weitere Warnstreiks angekündigt werden, tun mir jetzt schon die Servicemitarbeiterinnen und Servicemitarbeiter der Fluggesellschaft leid, die den Frust der Reisenden abbekommen (nicht jede und jeder hat Verständnis, dass Reisepläne von einer Minorität der Beschäftigten durchkreuzt werden). Ärgerlich ist außerdem, dass Flug- und Bahnverkehr quasi zeitgleich bestreikt werden und es schwierig wird, Fortbewegung heute zu planen, die morgen umgesetzt werden soll oder muss.

Gott streikt nie; Photo by Thomas Gerlach
Gott streikt nie
Ist es nicht fantastisch, dass Gott niemals streikt?! Er ist einfach immer da. Er war immer da. Er wird auch morgen da sein. Ob es mir passt oder nicht, ob ich mit mir und meiner Lebenslage zufrieden bin oder innerlich rebelliere, ob ich mich stets benachteiligt und übergangen fühle, weil „die Anderen“ immer viel toller, schöner, intelligenter, reicher, überhaupt viel besser, klüger und angesehener sind als ich. Nein, Gott streikt nicht. Er wartet geduldig ab, ob wir Sein „zurück-an-den-Verhandlungstisch“ annehmen, an seinen Tisch, der uns alles verheißt: ein Miteinander unter Seinem Segen. 

Gott ist nur ein Gebet weit weg.

Angelika Pohl für GottinBerlin.com

Dienstag, 9. September 2014

Too much

Ebola in Afrika.
Gewalt in der Ukraine.
Christenverfolgung im Iran.
Brüchige Waffenruhe in Israel.
Vertreibung von Jesiden im Irak.
Waffenlieferungen aus Deutschland.
Ein totes Baby in der Kühltruhe in Brandenburg...

Too much? Gott weiß es! ; ist-phpto
Too much? Gott weiß es! 
Auf allen Medienkanälen werde ich mit dem Elend in der Welt konfrontiert. Es überrollt mich. Es zerrt an mir. Es will eine Antwort haben. Ich soll mitfühlen, spenden, Petitionen unterschreiben, einer Partei beitreten, Briefe schreiben oder beten.

Immer öfter ertappe ich mich dabei, wie ich innerlich den AUS-Knopf drücke, abschalte, eine Pufferzone um mein Herz errichte und unwillig auf jede neue Nachricht reagiere.

Es ist mir einfach zu viel. Zu viel Leid an zu vielen Stellen. Zu viel Hilflosigkeit und Überforderung auf meiner Seite. Ich könnte problemlos alle meine Einkünfte in nützliche Projekte stecken, mich vollzeitig und unbezahlt engagieren und in der Freizeit Hilfspakete packen, beten und bei der Spendenhotline ein offenes Ohr haben. Es wäre nie genug.

Sinnlos, denke ich. Es wird nicht besser. Wie denn auch. Ich halte mich am besten raus und lasse nichts zu dicht an mich heran. Aber so richtig glücklich macht mich der Gedanke auch nicht.

Gott, seufze ich, was sagst du dazu? Stille. Schweigen. Ein leises Flüstern im nächsten Gedanken. Gott liebt diese Welt so sehr, dass er seinen Sohn geschickt hat. Nicht weil die Welt so perfekt und heil ist, sondern weil sie es so verdammt nötig hat. Jesus gibt die heile und perfekte Gemeinschaft mit seinem Vater auf, weil er unseren Verirrungen und Zerbrochenheiten nicht aus der Ferne zusehen kann. Er tut das, was ich nicht kann und nicht muss. Er hält sich nicht raus, er rettet die Welt. Trotz der Tatsache, dass er alle Schlagzeilen kennt – und das schon seit ewigen Zeiten.

Mein unwilliges Herz gibt nach und fragt: Was kann ich denn machen, damit es bisschen besser wird? Kein schlechter Anfang - oder?

jotha (für Gott in Berlin)

Montag, 8. September 2014

Neun Dinge für ein erfülltes Leben

Neun Dinge für ein ausgefülltes Leben:
Diese neun Punkte fand ich kürzlich in meinem Hotelzimmer in dem Büchlein „Gute Gedanken – Gute Nacht – Guter Tag“ (Herder-Verlag). Alles Dinge, die sich wohl die meisten von uns wünschen, die in unserem Leben aber oft zu wenig vorhanden sind. Bitten wir Jesus täglich darum, durch seine Liebe so verändert zu werden, dass uns diese neun Dinge geschenkt werden:
1. Gute Gesundheit, 
die Arbeit zu einem Vergnügen macht;

2. ausreichende Mittel, um die 
Bedürfnisse zu befriedigen;
3.
 Kraft und Stärke, die uns helfen,
 Schwierigkeiten zu besiegen 
und sie zu überwinden;

4. Anstand genug, die eigenen Sünden
 zu beichten und sie aufzugeben;

5. Geduld und Ausdauer genug,
 bis das Ziel erreicht ist;
6.
 genug Nächstenliebe, um das Gute
 in deinen Mitmenschen zu sehen;
7.
 genug Liebe, die dich anleiten wird, 
anderen zu helfen und ihnen zur Seite zu stehen;

8. genug Glaube, um die Worte Gottes
 Wirklichkeit werden zu lassen;
9.
 genug Hoffnung, um alle Sorgen
 und Ängste vor der Zukunft abzulegen.
( J.W. von Goethe)
Wenn die Menschen doch beten würden!
Jesus sagt: „Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet, oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten“ (Matthäus 7, 7-11).
Gerhard Lenz  (für "Gott in Berlin")

Sonntag, 7. September 2014

Dieser Tag ist eine Gabe Gottes für dich!

Dieser Tag ist eine Gabe und Aufgabe Gottes für dich
·      Gott will aus diesem Tag für dich einen besonderen Tag machen.
·      Du wirst so viel Freude erleben, wie du vertragen kannst,
·      und gerade so viel Belastung zu tragen haben, wie du nötig hast.
·      Es wird dir an nichts mangeln, was heute für dein Leben gut ist.
·      Unter der Führung von Jesus kann dir heute niemand und nichts schaden!
·      Niemand und nichts kann dich heute trennen von der Liebe Gottes!
·      Gott hat die Menschen ausgesucht, die heute an dir eine Aufgabe haben.
·      Fange diesen Tag mit Danken an und sei den ganzen Tag aufmerksam, Dinge zu entdecken, für die du Gott danken kannst.
·      Wen kannst du heute mit einer Freundlichkeit überraschen/segnen?
·      Wen kannst du heute mit einer Mail oder einem Gruß erfreuen?
·      Wem kannst du heute ein Wort oder einen Gedanken weitergeben, der dir wichtig wurde?
·      Gibt dir ein Gedenktag heute Anlass, einen Einsamen oder einen Menschen, der in einer schwierigen Lebenssituation ist, zu erfreuen?
·      Achte auf Menschen und Dinge, die Gott dir heute besonders wichtig macht!
·      Mache aus jedem Erinnertwerden an Menschen und Verhältnisse ein Gebet!
·      Lege alles Erleben gleich in Gottes Hände zurück!
·      Vertraue Gott in allen Dingen!
·      Glaubensloses Grübeln zersplittert nur deine Kraft. Tue stattdessen etwas Aufbauendes!
·      Das Entscheidende im Leben ist: Warten auf Gottes Stunde.
·      Bleibe in der Gegenwart Gottes, damit der Widersacher, der ein Stressverursacher und Durcheinanderwerfer ist, dir heute nicht dein göttliches Segensprogramm stören kann!

(verteilt von Wilfried Franz am 5./6. September 2014 in Essen
 beim Business Transforum „Firmen und Führung nach Gottes Herz“, Quelle: unbekannt)

Dieser Tag ist eine Gabe und Aufgabe Gottes für dich!

Mittwoch, 3. September 2014

Wunder der Freiheit und Einheit

24 Jahre deutsche Einheit und 25 Jahre Mauerfall

Wunder der Freiheit und Einheit; Photo by Axel Nehlsen
Wunder der Freiheit und Einheit
Dass Gott überwältigend und sichtbar in unsere Geschichte eingreift, erleben wir nicht oft. Aber am 9. Nov. 1989 war so ein Moment, in dem Gott souverän und völlig überraschend Geschichte schrieb. In gut zwei Monaten feiern wir 25 Jahre Fall der Mauer. Wer zu der Zeit schon bewusst die Welt wahrnahm, erinnert sich, wo und wie er den 9. oder 10. Nov. erlebt hat. „Wahnsinn“ und „Wunder“ waren die Worte der Stunde. Mit Schabowskis skurriler Pressekonferenz hat der Herr der Welt augenzwinkernd die politisch und militärisch Mächtigen ausgespielt. Das Wunder der Freiheit vollzog sich vor unseren Augen. Zehn Monate später war Deutschland und damit auch Berlin in Frieden mit allen Nachbarn wieder eins. 

Wunder der Freiheit und Einheit; Photo by Axel Nehlsen
Wunder der Freiheit und Einheit
Der 9. November wird offiziell groß gefeiert. Aber schon am 3. Okt. feiern wir dieses Jahr 24 Jahre deutsche Einheit, wieder mit einem Gottesdienst auf dem Mauerstreifen an der Bernauer Str. unter dem Motto „Danken-feiern-beten“. Aus dem Dank für Gottes souveränes Handeln in unserer Geschichte beten wir in diesem Jahr besonders für die Lage in der Ukraine. Ein russisch-ukrainisch-deutsches Lobpreisteam spielt an der Kapelle der Versöhnung, ein katholischer Bischof predigt, ein Pfingstpastor aus Sloviansk, Ostukraine, wirkt mit und berichtet später von der Lage in seiner Heimat.

Wunder der Freiheit und Einheit; Photo by Axel Nehlsen
Wunder der Freiheit und Einheit
Immer noch danken? Wer nur einen Augenblick den Vorher-Nachher-Vergleich macht, kann nur staunen – und, wenn er die Adresse kennt, Gott loben. Wir sind als Volk ziemlich vergesslich für das Wunder, das geschah. Oft überdecken die aktuellen Probleme das Kostbare unserer einmaligen Geschichte. Die Dokumentationen in den kommenden Monaten werden uns natürlich auch die Faktoren erneut vor Augen führen, die die Wende mit beeinflusst haben: der wirtschaftliche Zusammenbruch der DDR, die Ereignisse in Polen und Ungarn, der Einfluss von Gorbatschow und Perestroika in der damaligen Sowjetunion und manches andere. Dass aber letztlich der Umbruch eine friedliche Revolution wurde, ohne jegliche Gewalt und Blutvergießen, das ist und bleibt ein Wunder Gottes. Bei allen menschlichen und wirtschaftlichen Faktoren war es das Handeln und Zulassen Gottes „hinter den Kulissen der Geschichte“. Immer wieder fasziniert der Satz eines Offiziers der NVA in Leipzig: „Wir waren auf alles vorbereitet, außer auf Kerzen und Gebete.“

Am Ende kam all das absolut überraschend. Gott als Herr der Geschichte führt politische oder geistliche Veränderungen herbei, wie und wann er will. Und doch möchte er auf das Gebet seiner Söhne und Töchter dabei nicht verzichten. So wichtig sind wir ihm! Das Gebet der Christen ist ein Werkzeug für Gottes gute Absichten. Deshalb hören wir auch nicht auf mit „Danken, feiern und beten“.


Dienstag, 2. September 2014

Frieden? Selbstversuch in Berlin-Neukölln

Ein persönlicher Erfahrungsbericht von einem Selbstversuch in Berlin-Neukölln: Beschimpft, bespuckt, bedroht: “Du bist tot!”


Frieden? Selbstversuch in Berlin-Neukölln. Photo by Andrew Walde

Ein Erlebnis von Andrew Walde:

Ich möchte gern von einem Selbstversuch berichten…
Montag, 11.8.2014, Berlin-Neukölln.

Aus Solidarität mit den in Deutschland lebenden Juden, die in den vergangenen Tagen und Wochen antisemitischen Übergriffen ausgesetzt waren bzw. sind, habe ich an meinem Auto zwei kleine Fan-Fähnchen. Eine schwarz-rot-goldene und eine israelische mit dem Davidsstern. Damit bin ich nach Neukölln-Nord gefahren, zu einem Termin bei der AOK.
Ab Bhf. Neukölln zog das nicht nur irritierte Blicke nach sich, sondern an Ampeln auf Beschimpfungen. “Juden-Schwein”, Mörder, Wixer … alles dabei. Tür-Verriegelung runter. Aus insgesamt drei nachfolgenden Autos wurde ich gefilmt oder fotografiert. An einem Fußgänger-Überweg von türkischen oder arabischen Jugendlichen bespuckt. Wäre die Ampel nicht auf grün gesprungen, hätten sie mir die Fahne abgerissen. In der Karl-Marx-Straße: Geschäfte mit T-Shirts “Free Palestine” auf dem Gehsteig. Daran ein DIN A4-Zettel “10 Euro als Spende für Gaza”. Weitere Shirts mit Kindern mit Kalaschnikov. Landkarten ohne Israel. Vor der AOK mache ich die Fahne lieber ab. Drinnen von über 30 Kunden nur zwei Nicht-Migranten. Da kann man nicht mal erzählen, mit der Hoffnung auf Verständnis. Noch ein kurzer Termin in Kreuzberg Ritterstraße. Ich fahre nicht über Kottbusser Tor. Zu lange Wartezeiten an den Ampeln. Angst. Angst? In Berlin?
Am Straßenrand drei arabische Jungs. ca. 10 bis 12 Jahre. Sie bleiben wie angewurzelt stehen, zeigen auf die Fahne. Beschimpfen mich. Einer zieht sich vorn die Hose runter (Unterhose an). Ein zweiter zeigt auf mich und setzt die andere Hand an die Kehle. Weiterfahrt. Prinzenstraße. Ein Mann mit Vollbart bleibt stehen, läuft auf mich zu: “Du bist tot!” Grün.

Ich fühle mich wie im Feindesland. In fremder Uniform hinter der Front abgesetzt. Im Krieg. Unfassbar.

Ich bin in Deutschland im Jahr 2014. In der toleranten, multikulturellen Hauptstadt Berlin. Wahnsinn.
Ich fahre nach Hause Richtung Britz. Jetzt noch den Falafel-Test. Ich halte direkt vor dem Imbiss in der Hermannstraße. “Was soll die Scheiße?” werde ich begrüßt. “Verpiss disch”. Ok. Da hat sich jede Frage oder Diskussion erledigt. Den Test bei “meinem” Döner-Stand mache ich nicht. Weiß nicht warum? Weil er mich dann nie mehr bedient? Ich ärgere mich über mich selbst. Als ich einparke, bin ich sauer, verzweifelt, fassungslos. Ich kann einfach nach Hause fahren. Die Fahne abmachen. Nur noch “neutraler” Deutscher sein.

Aber die Juden, die Israelis, die täglich an Leib und Leben Bedrohten? Die das nicht können. Und wie muss das erst 1933 gewesen sein. Wenn deine Heimat zum Feindesland wird …? Wie soll das weitergehen?

Ich empfehle dieses oder ähnliche Versuche allen Politikern und Journalisten, die sich die Welt schönreden und -schreiben. Setzt euch eine Kippa auf, tragt einen Davidsstern oder gar einen schwarzen Mantel. Und dann auf in die Vielfalt, Friedfertigkeit und Toleranz des Islam. Allein. Ohne Begleitschutz. Und dann diskutieren wir weiter.
Ich fahre weiter mit der Fahne. Nicht immer und nicht überall. Aber in dem Bewusstsein, auf der richtigen Seite zu stehen.


Shalom


In diesem Blog veröffentlicht: Thomas Gerlach


Montag, 1. September 2014

Das Stück Himmel am Bahnhof

Sie erinnert mich an eine klassische Firmenkantine, die Bahnhofsmission am Zoo. Schlicht, pragmatisch, robust. Und auf den ersten Blick möchte man die Arbeit dort ebenfalls so beschreiben. Und das wäre nicht verkehrt, aber zu kurz gegriffen.


Das Stück Himmel am Bahnhof
Zunächst geht es um Grundversorgung. Drei tägliche Mahlzeiten in der Mission, je nach Spendenlage auch warm. Zusätzlich zweimal Ausgabe von "Fresspaketen" durch das Fenster. Möglichkeiten zu Duschen, Kleider zu wechseln, wenn vorhanden, mit Isomatten und Schlafsäcken versorgt zu 
werden. Ruhebetten, Notversorgung und Beratung. 365 Tage, 24 Stunden.
 

Menschen helfen Menschen. Würdevoll, herzlich, in manchmal notwendigerweise auch strenger Liebe. Die Biografien der Menschen, die in die Not der Obdachlosigkeit geraten, sind so vielschichtig und vielfältig wie das Leben selbst. Was sie eint, ist das Leiden. Als ich dort war, sah ich in der Nähe des Kruzifixes, das neben der Theke hängt, einen kleinen Traueraltar für eine kürzlich verstorbene langjährige Besucherin. Auf der Straße wird man nicht alt.
 

Wer bereit ist ihnen zu begegnen, wird hinter der häufig elenden Erscheinung dieser Menschen die ursprüngliche Ebenbildlichkeit Gottes entdecken, wie sehr sie auch durch Sucht, seelische Störungen und die Rohheit der Straße überdeckt sein mag. Wer sie aufmerksam im Umgang mit den Mitarbeitern beobachtet, kann nur aus dem Film "Grüne Tomaten" zitieren: "Alles sehnt sich nach Liebe". Die Menschen, die dort tätig sind, leisten Schwerstarbeit.
 

Als ich mit dem Schichtleiter sprach und sagte, dass hier eine gute Versorgung stattfände und ich ja kein schlechtes Gewissen haben bräuchte, wenn ich dem Bettler kein Geld gebe, da er es ja wahrscheinlich vertrinkt, sagte er etwas, worüber ich bis heute nachdenke: "Gib ihm trotzdem 50 Cent oder 'nen Euro, auch wenn er sich davon Bier kauft. Der braucht das, sonst stirbt er." Das meinte er wörtlich und er wusste, wovon er spricht. Eine Mitarbeiterin erzählte mir über ihn, dass, als ihn jemand Chef nannte, er zur Antwort, gab es gäbe hier nur einen Chef und zeigte auf den gekreuzigten Jesus.
 

Die Not nimmt zu und der Helfer sind zu wenige! Armut und Obdachlosigkeit expandieren in Deutschland und Berlin ist ein Magnet für Betroffene. Die Bahnhofsmission braucht Hilfe. Materielle und menschliche Hilfe.

Um es mit dem Chef zu sagen: "Was ihr einem meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan."
  



 Thomas Nachtigall für GottinBerlin.com