Sonntag, 30. November 2014

Warum ist eigentlich Weihnachten?

Warum ist gerade diese Zeit im Gegesatz zu Ostern und Pfingsten besonders aufregend?

Ich bin kein Theologe, versuche jedoch einmal aus meiner Laienperspektive, den Sinn von Weihnachten zu erklären. Auch wenn sich katholische Priester vielleicht aufregen oder evangelische Pfarrer mich belächeln.

Ich denke aber, ich habe gründlich recherchiert.  Los gehts:

Übrigens, die meisten Menschen auf dieser Welt glauben (98%).  Sie glauben an einen Gott, an ein Jenseits, an eine Kraft, beten Bäume an, die Natur, Steine, sie beten Götter an, Heiligenbilder, Berge, Tiere, manchmal auch sich selbst. Diese Menschen hängen irgendeiner Religion an. Seit Menschengedenken verehren sie ihren Gott oder ihre Götter und suchen ihn/sie gnädig zu stimmen. Sie bitten um gute Ernten, beten, dass Naturkatastrophen ausbleiben, dass die Frauen fruchtbar werden u. v. m. Und was besonders wichtig ist in den meisten Religionen: Die Menschen wollen durch ihr vorbildliches Leben ihrem Gott gefallen, sie wollen ihn gnädig stimmen. Sie haben Angst vor Strafe und Gericht.  Sie opfern Tiere,  um Gott zu beruhigen. Im Extremfall wurden auch schon mal Kinder geopfert.

Lenken wir jetzt unseren Focus auf die Bibel der Christen. Denn nur Christen feiern in der Regel Weihnachten. 

Die Bibel sagt, dass jeder Mensch, der falsch handelt  (sündigt) den Tod erleiden muss!!! Das kann man nun glauben, man kann's aber auch lassen. Nehmen wir einfach mal an, es gibt einen heiligen Gott. Dieser Gott sagt uns, wie man leben muss, um eine gerechte Gesellschaft zu bauen und wie man persönliche Erfüllung findet. Er muss uns Menschen sagen, wie er sich vorstellt, wie wir leben sollen. Wir sollen entscheiden können, was gut und böse ist. Dafür hat er uns die 10 Gebote gegeben. Jetzt wissen wir, was falsch und richtig ist.  Früher hat ein Mensch sich nichts dabei gedacht, wenn er einem anderen was wegnahm. "Der hat ja genug." - "Was ist schon dabei." Keiner hat ihm gesagt, dass dies eigentlich nicht richtig ist. Ohne Gebote Gottes gäbe es keine unrechten Taten, keine Sünde. 
Aus der Sicht Gottes sind wir Menschen aber dennoch verloren, auch wenn wir keine Gebote hätten. Denn: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. 

Jetzt kommt aber der Hammer.

Gott hat uns 10 Gebote gegeben, obwohl er wusste, dass sie kein Mensch halten kann. Sie dienen uns lediglich als Spiegel. Im Gegenteil,  seit es die Gebote gibt, geht es zwischen den Menschen noch schlimmer zu. Je mehr man dem Menschen verbietet,  desto eher durchbricht er das Verbot. Schauen wir nur auf uns selbst und in die Medien. Notlügen, Tricksereien, Mord und Totschlag,  Korruption, Ungerechtigkeiten, Ausbeutung, Missbrauch usw. wohin das Auge blickt. Das ist erstmal von Gott so beabsichtigt. Erstmal. Aber so soll es ja nicht bleiben. Durch die Gebote, die der Mensch ja nie halten kann, soll er zur Verzweiflung getrieben werden, so dass er nach einem Retter sucht oder nach Erlösung ruft. Der Mensch will raus aus seiner alten Natur, die ihn immer wieder dazu verleitet Schlimmes zu tun, was er eigentlich gar nicht will. 

Also, die Absicht der Bibel ist es, uns Menschen vor einem ewigen Tod zu bewahren. Wie macht Gott das nun? 

Es bleibt dabei: Bei Sünde muss immer jemand sterben. Ohne Blut keine Vergebung. Wer mit dieser Eigenart Gottes nicht zurecht kommt, sollte sich spätestens jetzt vom Christentum ganz verabschieden.  ----   Also, der Mensch steckt in einem Dilemma, aus dem er selbst nicht mehr herauskommt.

Um von Gott Vergebung zu erfahren, hatten die Israeliten fehlerlose Böcke und Lämmer stellvertretend für sich geopfert.

Aber auf Dauer stellt das Gott nicht zufrieden. Ein Mensch muss das übernehmen, ein Mensch muss geopfert werden. Aber welcher Mensch? 

Es kann ja nicht sein, dass Gott Menschen erschafft, die er dann alle wieder vernichten muss. 
Von so einem Gott kann man sich getrost abwenden. 

Plan B musste her. Da die Menschen nicht in der Lage sind, die Gebote zu halten,  musste Gott einen Menschen schaffen,  der sie halten kann und darüber hinaus noch bereit ist, für alle anderen Menschen zu sterben. 

Dieser besondere Mensch konnte aber kein Produkt von Mann und Frau sein, sonst wäre er einer wie wir gewesen, unfähig,  den Willen Gottes zu tun. Deshalb ist Jesus ist aus dem Geist geboren  -  d. h. von Gott geschaffen.

Als der Täufer Johannes Jesus am Jordan taufte, sagte er: "Seht mal, das ist der Mensch, der mal alle eure Schandtaten auf sich nimmt."

Die Menschen, die das glauben, für die ist Weihnachten. Für die ist die Geburt Jesu, ein Freudendest.  Denn sie haben durch den Sohn Gottes, an den sie jetzt glauben, Vergebung ihrer Schuld erfahren.
Gott sagt jetzt zu jedem Menschen, zu denen, die noch leben und zu denen, die noch geboren werden: "Wer an meinen Sohn Jesus glaubt, dem sind alle seine Verfehlungen vergeben. Ich sehe diese Menschen von nun an so, als wären sie mein Sohn."

Die frohe Botschaft an Weihnachten ist also: Uns Menschen wurde vergeben, alles, was jemals durch unsere Schuld am Mitmenschen vorgefallen ist.

Jetzt können wir sagen: "Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Jesus lebt in mir. Er ist in mir, tut das alles, was Gott verlangt und übernimmt zukünftig alle Verantwortung für mein Leben ."

Mit dem Glauben kommt ein neues, ganz anderes Denken in den Menschen. Seine Gesinnung ändert sich, er lässt sich nicht mehr so leicht manipulieren, er stellt sich nicht mehr auf eine Ebene mit dem verlogenen Denken seiner Zeit und seiner Gesellschaft.  Er geht gelassener durchs Leben. Er hat einen inneren Begleiter, einen Berater.  Er kämpft sich nicht mehr allein durchs Leben. Das ist doch ein tolles Geschenk, das uns da von Gott gemacht wird. Dieses Geschenk Gottes wollen wir dann auch anderen Menschen vermitteln, indem wir ihnen zu Weihnachten auch etwas schenken.  --- So weit meine Überlegungen.

Werner Zimmermann für

Mittwoch, 26. November 2014

Die berühmten drei Worte

Ganz klar, werden Sie denken. Weiß ich doch: „Ich liebe dich!“ Oft besungen werden sie und heiß herbeigesehnt, abgeschliffen sind sie durch inflationären Gebrauch. 

9. November 2014: 25 Jahre Mauerfall
Inmitten der vielen Berichte und Feierlichkeiten rund um das „Mauerjubiläum“ gehen meine Gedanken zurück in die Zeit kurz vor dem Ende der DDR. Seit einem knappen Jahr war ich Christin, stellte fest, dass „jemand“ meine Post überwachte und sah die Menschen mit anderen Augen an als vorher. So fiel mir in der S-Bahn ein junger Soldat auf. Zutiefst unglücklich hing er auf seinem Sitz, sternhagelvoll. Er lallte vor sich hin, es sollte wohl heißen: „Alles so eine verdammte Scheisse hier! Ich mach da nicht mehr mit! Ich hau ab!“

Man brauchte kein Genie zu sein, um zu wissen, dass diese Äußerungen ihn in große Schwierigkeiten bringen konnten. Je nachdem, wer so alles in der S-Bahn saß. Ich begann ein Gespräch und lotste ihn am nächsten S-Bahnhof raus. Es war kalt und regnerisch und wir suchten uns ein Lokal. Nach etwas Zögern bestellte er sich Tee statt Bier und ließ seiner Verzweiflung freien Lauf. Er war erst seit kurzem im Grundwehrdienst bei der NVA. Die „älteren Semester“ schliffen die Neuankömmlinge und noch dazu hatte seine Freundin mit ihm Schluss gemacht. Jetzt hatte er Ausgang und wusste nicht wohin. Aber eins wusste er: Um keinen Preis wollte er wieder zurück. Lieber untertauchen, rübermachen, vielleicht auch ganz aussteigen – alles, nur nicht wieder zurückmüssen.

Ich versuchte ihm begreiflich zu machen, was passieren würde, wenn er nicht aus dem Ausgang zurückkäme, wenn er versuchte, abzuhauen. Schlimmstenfalls konnte er erschossen werden oder Jahre im Gefängnis zubringen. Aber die Verzweiflung war zu groß. „Mir kann keiner helfen, es ist sowieso alles egal.“ Dieser Gedanke bohrte und wühlte in ihm. „Doch“, sagte ich. „Es gibt einen, der immer bei dir ist und niemals weggehen wird. Jesus hat das versprochen: ‚Ich bin alle Tage bei dir, bis zum Ende der Zeiten’.“ Ganz langsam bekam sein Alkoholnebel Löcher. Wir haben uns noch lange unterhalten und das Wenige, das ich von Jesus und seiner Liebe wusste, erzählte ich ihm. „Was soll ich denn machen, wenn ich wieder dort bin und es ist nicht zum Aushalten?“, fragte er mich. „Du brauchst nur drei Worte zu sagen: Jesus, hilf mir!“

Als wir uns dann an der S-Bahn trennten, die ihn wieder zurück zum Einsatzort bringen würde, fragte ich ihn: „Was sagst du, wenn's ganz schlimm wird?“ - „Jesus, hilf mir!“

Wenige Wochen später fiel die Mauer. Ich weiss nicht, wie es ihm seitdem ergangen ist, weiss auch nicht mehr seinen Namen. Aber ich hoffe, dass er die drei Worte nicht vergessen hat.

jotha für GottinBerlin

Mittwoch, 19. November 2014

Buß- und Bettag; Beichtstuhl im Brunnen 70

"Papi, bitte bitte lass mich jetzt nicht hängen!!"

Buß- und Bettag; Beichtstuhl im Brunnen 70; Photo by Thomas Gerlach
Buß- und Bettag; Beichtstuhl im Brunnen 70
Daniel, unser Sohn, rief mich am vergangenen Samstagnachmittag an. Wir sprachen über eine Filmaufnahme in dem Club, wo er selbst auch schon "aufgelegt" hatte. Hausadresse ist die Brunnenstraße 70 im Wedding; im alten Möbellager, im Keller. Der Veranstalter nennt sich "Herz & Leber". Der Keller besteht aus 7 Räumen und eine Vielzahl von Verbindungsgängen. Nur mit einem Lastenaufzug hat man Zugang.
Eigentlich war ich von den Arbeiten von Samstag früh an schon ziemlich erschöpft. Ich brauchte ein paar Minuten, bis ich dann zugesagt hatte. Nun gut, treffen um 21:00 Uhr, Brunnenstraße 70. Mit der Filmausrüstung angekommen, fand ich keinen Zugang zu dem Keller, keinen Hinweis auf die Lokation. Ich dachte, ich sei komplett verkehrt. Ich wurde spätestens vier Stunden des besseren belehrt. Es fanden sich ca. 800 Menschen ein. Insider-Tipp eben!

Fünf Räume wurden von unterschiedlichen Musikstilen bespielt, ein Live-Theater-Raum, ein Kinoraum und am Ende eines der vielen Gänge einen Beichtstuhl. Beichtstuhl? Ja und heute haben wir Buß- und Bettag. Nicht zu begreifen. In Berlin wird der besondere Feiertag für Buße und Beten gestrichen und unten in einem abgeransten Keller kommen Menschen auf die Idee, einen Beichtstuhl für die Buße zu installieren.
Was da nun genau alles in dem Beichtstuhl abgeht, will ich gar nicht wissen und doch dachte ich: Genau hier gehört der Beichtstuhl hin!

Ich meine das ganz bewusst, dass wir Christen dieses Thema nach außen hin vernachlässigen. Wie wäre es denn heute, am Buß- und Bettag, mit einem mobilen Beichtstuhl in die Geschäftsstraßen Berlins zu fahren und diese wahre Entlastung-Dienstleistung anzubieten. Damit Vergebung gelebt werden kann, musste Gottes Sohn sein Leben lassen. 
Thomas Gerlach für GottinBerlin

Montag, 17. November 2014

Buße tun und beten

#40762147 - Es ist nie zu spät (2)© Carola Vahldiek
Buße tun und beten
In zwei Tagen ist Buß- und Bettag. Steht im Kalender. Kannst Du etwas damit anfangen? Wenn Weihnachten im Kalender steht, ist der „Sachverhalt“ ziemlich klar: Fest der Geburt Jesu oder zumindest Geschenkefest der Familien … Auch Ostern ist es noch einigermaßen leicht: Fest der Auferstehung Jesu von den Toten, oder zumindest kommt der Osterhase. Und für beide Feste gilt: da sind freie Tage … Auch Erntedank ist zu erahnen, da sagt es schon der Name, worum es geht …

Aber Buß- und Bettag? Das klingt mal wieder so typisch christlich nach etwas Verstaubtem, nach „auf den Knien rutschen“, nach Sündenlast und Buße eben, wie es der Name einem nahe legt. Und einen freien Tag hat dieser Tag auch nicht mehr …. und es gibt keine Geschenke ...

Jeder Gedenktag hat einen Ursprung. Einen Geburtstag kann man nicht feiern, wenn man nicht geboren ist …., einen Erinnerungstag kann es nicht geben, wenn es nicht ein Ereignis gegeben hat, an das man erinnern möchte oder erinnert werden möchte.

Schon in der Bibel gab es Buß- und Fastzeiten, die dem religiösen Leben des Einzelnen oder des Volkes dienten. Man hielt inne, erlegte sich ein Fasten auf suchte in der Haltung der Umkehr Gott wieder in den Blick zu bekommen. In der Geschichte des Abendlands taucht der Buß- und Bettag auf in der Angst, dass das Osmanische Reich sich immer weiter nach Westen ausbreitete und den christlichen Glauben verdrängte. Das war 1532 ...

Heute kann dieser Tag ganz neu mit Inhalt gefüllt werden. Du brauchst Dich nur umzuschauen in unserer Welt. Es brodelt in vielen Regionen. Mit Waffengewalt wird gegeneinander vorgegangen. Menschen werden in die Flucht geschlagen, auch aus religiösen Motiven. Kleinkrieg gibt in den Familien, in Wohnhäusern, in unserem Herzen.

Der Buß- und Bettag ist ein Arbeitstag, ein Tag wie jeder andere im Ablauf eines Jahres. Aber Du bist eingeladen, Deine persönliche Friedenshaltung zu bedenken. Ich kann mich befragen, wie versöhnlich ich bin mit anderen und ihren Schwächen, mit mir selbst. Kann ich einen anderen konkret um Verzeihung bitten, wenn ich deutlich etwas falsch gemacht habe? Oder reicht es nur für ein „sorry“ oder „'tschuldigung“. Verweigere ich Vergebung, in dem ich doch nachtragend bin? So macht man sich in Gottes Augen auch schuldig … Hartherzigkeit.

Da, wo ich begrenzt bin, wo ich an Grenzen der Geduld, des Aushaltens und der Freundlichkeit komme, steht Gott und will an meinen Grenzen Frieden schenken. Diesen Frieden seiner Nähe, seiner Unterstützung in meinem Leben will ich annehmen. Der Buß- und Bettag kann mir helfen, kurz innezuhalten. Für ein wenig Frieden, mit dem ich zu tun habe. Innezuhalten für ein Gebet, das Gott Herzen zum Frieden berühren möge.

Thomas Bruhnke für GottinBerlin.com

Dienstag, 11. November 2014

Wir waren Ballonpate

Wir waren Ballonpate; Photo by Thomas Gerlach
Wir waren Ballonpate
Vorgestern waren meine Frau und ich Ballonpate. "Gemeinsam in Berlin e.V." hat sich die Ballons S1636 bis S1671 in der Sebastianstraße reserviert und verantwortlich für den Start gezeigt. Meine liebe Frau Angela und ich fuhren natürlich mit der BVG zum Standort. Schon mal vorweg, es hat alles super geklappt. Ein Ballon nach dem anderen schwebte zur rechten Zeit, im Dominoverfahren, in die Lüfte.

Die Besucher in der Straße waren alle sehr freundlich, neugierig und informativ. Viele haben sich die kurze Geschichte an den Ballons durchgelesen und dann ins Gespräch gekommen. Solch eine Offenheit habe ich unter den Berlinern schon lange nicht mehr erlebt.

Was mich bewegt hat:
Wir waren Ballonpate; Photo by Thomas Gerlach
Wir waren Ballonpate
  1. Alle Berliner, mit denen ich gesprochen habe, waren für den Mauerfall vor 25 Jahre.
  2. Die Hausbewohner der Sebastianstraße waren sehr freundlich. Eine türkische Familie ließ mich sogar in ihre Wohnung, um aus dem Fenster des  2. Stock fotografieren zu können. 
  3. Die Gespräche mit den Menschen waren sehr offen. Sehr oft kamen wir gemeinsam zu der Erkenntnis, dass Ideologien von Menschen sicherlich helfen, ein Miteinander zu gestalten, jedoch die Schwachstelle dabei der Mensch selbst ist. An dieser Stelle konnte ich dann Gottes gute Absicht ins Gespräch einbringen, wir ER sich das Zusammenleben von Menschen und Völker gedacht hat. 
  4. Mich hat es dann doch nochmal erwischt. Ich bekam dieses Gefühl, ein Teil der Weltgeschichte, wie damals vor 25 Jahren, zu sein. Menschen reißen Mauern ein, um sich wieder in Frieden zu begegnen. 
  5. Bei einem Gespräch war ich besonders tief bewegt. Eine Berlinerin las meinen beschriebenen Zettel am Ballon. Anschließend waren wir uns schnell einig, das weder der Mensch noch die Geschichte die Kraft hat, den wahren Frieden auf die Erde zu bringen und zu erhalten. Es muss was geben, was unabhängig vom Menschen den Frieden bringen kann. Ich durfte an dieser Stelle auf den Friedens-Fürst hinweisen.
  6. Auf den Rückweg, wir mussten 45 Minuten auf den M29 warten, schaute ich mir schon mal die gemachten Fotos und Videos auf meiner Kamera an. Wow, dachte ich, sehr gut. Sehr gute Motive, gute Beleuchtung, guter Ton. Zu Hause angekommen, steckte ich die Speicherkarte wie gewohnt in den PC, um den Datentransfer anzustoßen. Die Speicherkarte war leer. Alle Aufnahmen weg? Warum? Ich weiß es nicht! Doch eins wurde mir klar, das der Friede in Berlin in mir anfängt, in dem ich mit mir versöhnt bin. Ja, eine sehr ärgerliche Situation und doch habe ich meinen Frieden darüber. 
Versöhnt sein mit sich selbst, mit dem Nächsten in deinem Umfeld und mit dem lebendigen Gott ist ein Garant für den wahren Frieden.

Thomas Gerlach für GottinBerlin

Sonntag, 9. November 2014

Stärke wird geliefert!

Stärke wird geliefert! ; Photo by Angelika Pohl
Stärke wird geliefert!

Auf der Rückreise von Cincinnati nach New York gerieten mein Mann und ich auf einer Autobahnausfahrt in einen Stau und staunten nicht schlecht, als wir auf dem LKW einer Lebensmittelfirma einen Bibelvers aus dem Brief an die Philipper lesen konnten, der übersetzt „alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt“ (Hoffnung für alle) lautet. Hat jemand in Deutschland, gar Berlin, schon Ähnliches gesehen?

Ein Truckerfahrer, der u.U. sehr weite Strecken zurücklegen muss, ist stets allein unterwegs, kommt oft tagelang nicht nach Hause, hat unterwegs vielleicht eine Reifenpanne oder sieht sich anderen Fahrzeugprobleme gegenüber und er steht meistens unter Zeitdruck, seine Ladung termingerecht zum Kunden zu schaffen. Also kein Job zum Zuckerschlecken. Nicht nur in Amerika sondern auch in Deutschland und Berlin werden LKW-Fahrer händeringend gesucht. Bei diesen Herausforderungen ist es nur verständlich, dass sich vor allem junge Leute nicht unbedingt um diesen Job reißen.

Jedoch auch andere Berufe haben ihre „Knackpunkte“, die leicht dazu führen können, dass man sich überfordert fühlt und sehr unlustig seine Arbeit verrichtet.

Menschen, die ihr ganzes Vertrauen auf Jesus Christus richten, in allen Lebenslagen, die haben erlebt, dass Jesus ihnen „Kraft und Stärke gibt“, so dass sie „alles konnten“, auch Widrigkeiten zu ertragen, Pannen, Pech und Pleiten zu meistern und Herausforderungen anzunehmen in der Gewissheit, dass wir Lasten auferlegt bekommen, aber Gott auch zur Stelle ist, um tragen zu helfen.

Ich wünsche mir, Du, liebe Leserin, lieber Leser, bist neugierig geworden, diesen Gott kennen zulernen, der nicht nur Sprüche macht, sondern DICH sucht, um DIR Seine Liebe zu zeigen und um DICH stark zu machen.

Angelika Pohl für GottinBerlin

Freitag, 7. November 2014

Die wahre Selbstverwirklichung

Kannst du dich an eine Bibelstelle erinnern, in der Jesus sagt:
"Liebe deinen Nächsten, sofern du ihn sympathisch und als angenehm empfindest"?
Die wahre Selbstverwirklichung; Copyright: xurzon-Fotolia.com, #61783434
Die wahre Selbstverwirklichung
Oder kennst du einen Bibelvers in dem dies steht?
"Biete einem anderen Menschen nur an, seine Lasten mit zu tragen, wenn du davon ausgehen kannst, dass er anständig genug ist, dieses Angebot höflich abzulehnen oder es dir anständig zu vergelten"?

Also ich habe eifrig geblättert, aber leider - Fehlanzeige!
Selbst den Vers: " Vergebt euren Feinden, vorausgesetzt, sie sind nicht in echt deine Feinde, und euer Konflikt beruht nur auf ein großes Missverständnis" konnte ich nicht finden, obwohl ich lange danach gesucht habe.
Stattdessen steht so radikale Sachen in der Bibel wie:
"Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst" (Lukas 10,27b).
Oder: "Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetzt Christi erfüllen" (Galater6,2).
Noch so eine Aussagen Jesu: "Liebet eure Feinde und betet für dir, die euch verfolgen" (Matthäus 5,44).

Das ist irgendwie ein bisschen frustrierend, oder?
Hat Gott denn gar kein Feeling für kundenorientiertes Marketing?

Mittwoch, 5. November 2014

25 Jahre Mauerfall am 9. November - Aktion Lichtgrenze

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25 Jahre Mauerfall am 9. November - Aktion Lichtgrenze
Am Sonntag ist es soweit! Für die Aktion Lichtgrenze wird ein riesiger Aufwand betrieben. Es wird bestimmt ein unvergessliches Erlebnis, das weltweit Beachtung findet. Besonders viele kirchliche Gruppen sind beteiligt, wenn am Sonntagabend gegen 19:15 die Ballons in den vereinten Berliner Nachthimmel steigen.

Auch das Netzwerk "Gemeinsam für
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25 Jahre Mauerfall am 9. November - Aktion Lichtgrenze
Berlin", Partner von www.GottinBerlin.com, beteiligt sich mit einer Gruppe von „Ballonpaten“, die je für einen Leuchtballon und sein Loslassen verantwortlich sind. Sie sind an der Heinrich-Heine-Straße rechts und links der Kreuzung Sebastianstraße in Kreuzberg/Mitte. Lobpreis-Musikgruppen werden ab 17:15 den Dank unterstützen. Wir wollen feiern und Gott danken für das Wunder. Es wird dringend die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen: Moritzplatz (U8).

Außer den angemeldeten Ballonpaten sind weitere Zuschauer, Gemeindeleute, Familien, Berlin-Gäste usw. herzlich willkommen, an dieser Stelle dabei zu sein - von ca. 17:30 bis 19:45. Ab 19:15 steigen dann die Leuchtballons. Für alle, die am 9. November nicht vor Ort dabei sein können, gibt es die Möglichkeit, die stadtweite Inszenierung des Ballonaufstieges von 19 bis 20 Uhr live im Fernsehen mit zu verfolgen. Sicherlich ist das Ganze auch hinterher in der Mediathek der Fernsehanstalten zu sehen.
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25 Jahre Mauerfall am 9. November - Aktion Lichtgrenze
Es lohnt sich bestimmt auch, am Freitag- oder Samstagabend schon mal die 15 km-Strecke an irgendeiner Stelle anzuschauen. Die Ballons sind von Freitag, 17 Uhr, an erleuchtet. Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm: www.berlin.de/Mauerfall2014

Freuen wir uns auf eine großartige Aktion - zur Ehre Gottes, der das Wunder vor 25 Jahren geschehen ließ und zur Freude der Menschen, die mit uns das Wunder der Freiheit und Einheit feiern.

Dienstag, 4. November 2014

iPhone, iPad, iZelle

iPhone, iPad, iZelle; Photo by CitizenGo.org
iPhone, iPad, iZelle
"Tja, das ist ja schade. Sie sind eine fleißige, kreative und in den letzten Jahren sehr erfolgreiche Mitarbeiterin in unserem Konzern. Geben Sie sich doch bitte einen Ruck und lassen sich Eizellen einfrieren. Nur so wissen wir, das Sie auch weiterhin für uns planbar und einsetzbar sind. Sie wissen doch, wir übernehmen sogar die Kosten. Deshalb gibt es für Sie keinen Grund, jetzt nicht ihre besten Jahre unserem Konzern zu geben und  später, wenn es dann noch sein soll, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Ach, ich vergaß es ihnen zu sagen, ihre momentane Position wird auch von zwei anderen Kolleginnen angestrebt. Diese beiden haben schon Eizellen von sich einfrieren lassen. Was meinen Sie, wenn es zur Auswahl der zukünftigen Besetzung geht, wen wir bevorzugen? Sie wissen doch, wir benötigen Planungssicherheit"

So könnte sich ein Gespräch in einem größeren Konzern zwischen  einer erfolgreichen Mitarbeiterin und dem disziplinarischen Vorgesetzten anhören.

"Wir wollen dich nicht mit Kindern." Erst diese Botschaft macht einen Arbeitgeber für Frauen (und hoffentlich Männer), die sich Familie wünschen, abstoßend. Was wir wirklich brauchen sind: besser organisierte Teilzeitjobs! Da müssen die Firmen ran.

Jawohl, es stimmt, ohne Kinder sind wir freier, finanziell besser gestellt, die Nerven liegen nicht so oft blank ..... . Ihr Eltern, ihr wisst was ich meine. Doch wir verlieren auch ohne unsere Kinder was; nicht nur unsere Zukunft. Wir verlieren ein Geschenk Gottes. Wir verlieren die Freude mit unseren Kindern und auch den Blick für das Ganz-sein eines Menschen, wozu Kinder gehören. Was ist denn, wenn es mit der Karriere dann doch nicht so geklappt hat und der Kinderwunsch sich auch nicht erfüllt? Hallo!!! Ich höre es schon jetzt wieder auf das Neue: Wie kann Gott das zulassen? Liebt Gott mich nicht mehr? Warum werde ich nicht schwanger? So lange geschuftet und jetzt kein eigenes Kind; Gott ist ungerecht. Alles hausgemachte Probleme. 
Ihr Frauen, entscheidet euch rechtzeitig für das menschliche Leben und nicht für den Mammon und das Ansehen. Gebt eure beste und stärkste Zeit euren Kindern, auch wenn die Wasserhähne in eurem Bad noch nicht vergoldet sind. Wir Männer und Väter wollen es lernen, Euch mit höchsten Respekt und Anerkennung zu unterstützen, damit es erst garnicht zum eiskalten Handeln kommen muss.

Thomas Gerlach für GottinBerlin