Samstag, 10. Januar 2015

Gebt die Freude weiter!

Heute, am 7.1., fuhr das Auto von DHL vor und brachte mir ein Päckchen. „Weihnachten ist doch vorbei“, dachte ich. Und doch: Das Päckchen war für mich.
Gebt die Freude weiter!
Ich las den Absender und dachte: „Toll!“ Und ich war sehr gespannt. Ich packte aus: Ein sorgfältig in irre schönes Geschenkpapier eingewickeltes Buch, ein Sachbuch, Bestseller bei den Buchhändlern. Dazu eine Karte mit einem herzlichen Danke! Von einem Menschen aus Berlin.
Wie komme ich zu diesem Geschenk?
Im Advent ging ich einmal morgens spazieren und sah in einem Gebüsch nahe bei der Bushaltestelle an der John-Locke-Straße einen Brief liegen. Durch den Nieselregen war er völlig aufgeweicht, und der Verschluss war bereits offen.
Adressiert war der Brief an einen Menschen mitten in Berlin. Wieso lag er hier im Süden Berlins in einem Gebüsch? Das war nicht mehr zu klären …
Ich schaute in den offenen Brief hinein. Ich sah ein rosa Formular. Ein Rezept! Ja, es war ein ärztliches Rezept darinnen mit einem Begleitschreiben.
Das Internet half mir zu Hause weiter. Ich konnte den Adressaten ausfindig machen und rief dort an, um nachzufragen, ob die Zustellung noch relevant sei (das Rezept war bereits einige Tage vorher ausgestellt gewesen). Und wie wichtig es war! Und welche Freude durch das Telefon zu hören war!
Nun begann meine Freude erst richtig …, ich machte also einen Brief fertig, tütete alles neu ein, schrieb einen kleinen Gruß dazu und schickte den Brief ab an den Empfänger – mitten in Berlin.
Heute, am 7.1., fuhr das Auto von  DHL vor und brachte mir ein Päckchen. Mir. Sonst bekommt meine Frau immer Päckchen ….
Es war, es ist … ein Dankespäckchen.
Zwei Menschen, die einander nicht kennen, haben einander eine Freude gemacht, und die ist wirksam! Wie rezeptpflichtige Medizin.
Ich werde also in den nächsten Tagen noch einen kleinen Gruß aufsetzen und schreiben, dass ich den Bestseller vorläufig nicht lesen kann, weil mein Sohn ihn sich gleich geschnappt hat, als er aus der Schule kam … - auch der hat Anteil an der Freude …
Wie leicht es doch ist mit der Freude - oder?
Das ist die Botschaft von Jesus im Neuen Testament der Bibel. Lebt auf in der Freude, die ich euch sein will. Und gebt diese Freude weiter, sie verbraucht sich nicht!
Und wenn du zu Jesus keinen Bezug hast, versuche es trotzdem: Mach einfach jemandem eine Freude – da passiert etwas zwischen dir und einem Menschen, zwischen Jesus und dir. Weil Jesus sich freut. Davon bin ich fest überzeugt.
Thomas Bruhnke, (für Gott in Berlin)

Mittwoch, 7. Januar 2015

RELIGIONSKRIEGE ? (2)

#37235308 Religion © VRD - Fotolia
RELIGIONSKRIEGE ? 
Fortsetzung ..

Wenn ernsthaft von Religionskriegen die Rede sein soll, dann muss von einem Götzen die Rede sein, den Jesus Christus Mammon nennt. Mammon meint Besitztum und irdische Macht als letzte Sicherheit, als Versorger. Er ist ein irdischer Gegengott zu dem wahren Schöpfer, den jeder ernsthaft an Gott Glaubende als seine letzte Sicherheit, als Versorger versteht (unser täglich Brot gibt uns heute). Die "Mammongläubigen" beziehen zwar auch nicht selten durch okkulte Praktiken ihre Macht aus über- oder vielleicht besser unterirdischen Quellen. Quellen, die die Religionen Teufel oder Satan nennen, also einer sich selbst zutiefst gottfeindlich empfindenden Macht, die der Apostel Paulus sogar als Gott dieser Welt bezeichnet. Doch geschieht dies im Verborgenen, in den Hinterzimmern der Mächtigen dieser Welt. Wer wissen will wie Kriege entstehen, sollte zunächst wahrnehmen, dass dies durch strategische Polarisierung geschieht. Die Mächtigen sind immer in der Minderheit. Damit diese zahlenmäßig Unterlegenen ihre Interessen durchsetzen können, müssen sie die menschliche Mehrheit in Gegensätze zueinander verstricken. Dazu werden Jahrhunderte oder gar Jahrtausende alte Völker- und Kulturfeindschaften aufrecht erhalten bzw. neu geschürt. Notfalls schafft man neue Konflikte. Links gegen Rechts. Werktätige gegen Arbeitslose. Schwarz gegen Gelb gegen Weiß gegen wen auch immer.
Entscheidend für sie ist, dass der "Pöbel" sich schlägt, aber bloß nicht verträgt und sich einig ist. Es sind letztenendes einige Geisteskranke, süchtig nach Macht, gierig nach Besitz, der Illusion verfallen, gottgleich zu sein.

Massenmanipulation als DIE Waffe schlechthin. Wenn dann diese Massenmedien von den Herrschenden gleichgeschaltet werden, wie wir das in Deutschland in einem erschreckend zunehmenden Ausmaß erleben müssen (man beachte nur, wie einseitig und verlogen gegen Russland gehetzt wird), ist es nicht verwunderlich, wenn die unreflektierte Masse sich jedes Feindbild aufschwatzen und in Kriege verwickeln lässt. Kriege, das sind Auseinandersetzungen, in denen Menschen, die sich nie begegnet sind, sich vielleicht lieben und miteinander das Leben feiern würden, gegenseitig quälen und töten.

Um dem Einhalt zu gebieten, müssen die Menschen mündig, selbständig denkende und frei entscheidende Individuen sein bzw. werden. Religion, wie sie sich vom lebendigen Gott her versteht, ist hier nicht hinderlich, sondern hilfreich. Eine liebende, lebensbejahende, den Menschen in Verantwortung nehmende letzte Instanz, die wir Gott nennen, verschafft dem Menschen erst eine wirkliche Freiheit. Sie macht frei von der Abhängigkeit von anderen Menschen, von Ideologien und politischen Systemen. Denn diese letzte Instanz ist meine letzte Versicherung, die mir als Menschen Würde und Lebensberechtigung zuspricht. Wer Religion sagt, muss auch Re-ligion, also Rückbindung an die Urkraft allen Daseins und Lebens meinen. Und wer ernsthaft diese Ur- Lebendigkeit meint, liebt das Leben, schützt und fördert es. Wer wirklich von diesem Gott her redet, kommt um die tiefgreifende Wahrheit nicht herum, die der für uns Christen in Jesus aus Nazareth offenbar gewordene Gott einfach und klar definiert hat: "Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen." Hier spricht der, den die Bibel den Friedefürsten nennt, also der, der selbst in sich Frieden ist. Und wer hier bereit ist, die Ostergeschichte zu lesen, erfährt, dass Er sich diesen Frieden das eigene Leben hat kosten lassen. Er hat in seinem Sterben den Tod besiegt, in Seiner Auferstehung das Leben garantiert. Ein Leben in Frieden mit Gott und der Schöpfung.

Thomas Nachtigall für GottinBerlin

Dienstag, 6. Januar 2015

RELIGIONSKRIEGE? (1)

#37235308 Religion © VRD - Fotolia
RELIGIONSKRIEGE ? 
Gegenwärtig hat man den Eindruck, dass die Kriege dieser Welt wieder mehr religiös eingefärbt werden. Das soll grundlegend nicht infrage gestellt werden. Es gibt sie, diese religiösen Fanatiker, die durch ihre Geistlosigkeit die Errungenschaften und Weisheiten ihrer jeweiligen Mutterreligion beschädigen. Das gilt übrigens für ziemlich alle Religionen. Doch so wenig die fundamentalistischen "Christen", wie wir sie zuhauf in den Südstaaten der USA finden, auch nur ansatzweise für die Botschaft des christlichen Glaubens repräsentativ sind, sind es die selbsternannten Dshihadisten für den Islam, noch die Zionisten für das Judentum. 
Religiöse Streitigkeiten hat es zu allen Zeiten unter und innerhalb der Religionen gegeben. Doch eines kann man als Grundkonstante festhalten: Je aggressiver die  Auseinandersetzungen geführt wurden, desto mehr hat man sich von der elementaren Qualität der jeweiligen Religion entfernt. Das gilt, die Geschichte betrachtet, von den Katholiken und Protestanten im Christentum genauso wie von den Shiiten und Sunniten im Islam. Man muss beachten, dass eine Religion nach dem Ursprung fragt; nach dem Woher, Wozu und Wohin unseres menschlichen Daseins. Wer hier Antwort bekommt bzw. zu bekommen meint, wird im tiefsten seiner Existenz ergriffen. Das bringt schon psychologisch gesehen eine Dynamik mit sich, die sich auswirken muss. Im Positiven wie im Negativen. Sowohl hingebungsvolle Liebe zum Mitmenschen, die sich kümmert, heilt und Leben schafft, als auch Rechthaberei, Ablehnung und Zerstörung Andersdenkender. Dass zerstörerische Religiosität als gottfeindlich angesehen werden muss, ist für mich eine religionenenübergreifende theologische Grunderkenntnis. Denn die drei großen Religionen, Judentum, Christentum und Islam (der Buddhismus ist streng genommen keine Religion, sondern eine Welt- und Lebensanschauung mit religiösen Elementen; der Hinduismus mit seiner Vielgötterei ist schwer greifbar, jedoch letztendlich auf Gerechtigkeit und Ausgleich ausgerichtet) berufen sich auf einen Gott, der aus Liebe das Leben aller Geschöpfe hervorbringt. Damit ist Er ein lebensbejahender, das Leben bewahrender und schützender Gott. Lebensfeindlichkeit, die anderes Leben zerstört ist somit per se gottfeindlich.   

Doch haben die wirklich oder scheinbar religiös motivierten Kriege wirklich damit zu tun, Gott einen Dienst zu leisten, die Wahrheit und Reinheit der jeweiligen Religion zu bewahren? Im Ersten Weltkrieg trugen die gegnerischen Soldaten auf ihren Koppeln Sprüche wie "Gott mit uns" oder "Für Gott und Vaterland". Jede Seite berief sich auf Gott. Doch keine der kriegstreibenden Seiten hatte ernsthaft etwas mit Gott am Hut. Religion als Motivator der in den Krieg zu Schickenden? Die wahren Interessen waren und sind meistens geopolitische. Es geht um Raum- und Machtgewinn. So wenig die NATO- Einsätze mit Menschenrechten und Demokratie zu tun haben. Es geht nicht um Menschenrechte. Es geht ausschließlich um Schürfrechte und geostrategischen Machtgewinn. Wer hier etwas anderes behauptet ist schlichtweg verlogen - oder mindestens verblendet.
Fortsetzung folgt morgen ..