Montag, 26. Dezember 2016

Märchen vom Auszug aller Ausländer

Während der Advents- und Weihnachtszeit  lieben es viele Menschen Märchen zu lesen oder zu erzählen.
Ich habe ein Märchen entdeckt, in dem erzählt wird, wie es sich in Deutschland leben lässt, ohne ausländische Beteiligung. Ich möchte euch daran Teil haben lassen.

Lucie Reichert, Berlin-Tempelhof, für GottinBerlin.de

Märchen vom Auszug aller Ausländer

Märchen vom Auszug aller Ausländer
Es war einmal etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Marktplatz der Stadt kamen ein paar Männer gezogen.  Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer:
 > Ausländer raus<  und  > Deutschland den Deutschen < .
Steine flogen gegen in das Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.

> Los, kommt, es reicht, wir gehen. <
> Wo denkst du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden? <
> Da unten? Das ist doch immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer.
Wir tun was an der Wand steht: Ausländer raus! <

Tatsächlich mitten in der Nacht kam Bewegung in die Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf:
Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtsverpackungen.
Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann der Kaffee, palettenweise, der Deutschen Lieblingsgetränk; Uganda, Kenia und Lateinamerika war seine Heimat.
Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und Erdbeeren und alle Obstsorten aus Südafrika.  Fast alle Weihnachtsleckereien brachen auf, Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne,
die Gewürze in ihrem Innern zog es nach Indien. Der Dresdner Christstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen  Rosinenaugen, als er zugab:  Mischlingen wie mir geht’s besonders an den Kragen. Mit ihm kamen das Lübecker Marzipan und der Nürnberger Lebkuchen.

Nicht Qualität, nur Herkunft zählte jetzt.  Es war schon in der Morgendämmerung, als die Schnittblumen nach Kolumbien aufbrachen und die Pelzmäntel mit Gold und Edelsteinen in  teuren  Chartermaschinen in alle Welt starteten. Der Verkehr brach an diesem Tag zusammen. Lange Schlangen japanischer Autos, vollgetopft mit Optik und Unterhaltungselektronik, krochen gen Osten.
Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von feinen Seidenhemden und Teppiche des fernen Asien.
Mit Krachen lösten sich die tropischen Hölzer aus  den besonderen Möbelstücken und schwirrten ins Amazonasbecken. Man musste sich vorsehen, um nicht auszurutschen, denn überall her quoll Öl und Benzin hervor, floss in Rinnsalen und Bächen zusammen Richtung Naher Osten. Aber man hatte ja Vorsorge getroffen. Stolz holten die großen deutschen Autofirmen ihre Krisenpläne aus den Schubladen: Der Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden. Wozu ausländisches Öl? – Aber die VWs und BMWs begannen sich aufzulösen in ihre Einzelteile, das Aluminium wanderte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, ein Drittel der Einzelteile nach Brasilien, der Naturkautschuk nach Zaire. Und die Straßendecke hatte mit dem ausländischen Asphalt im Verbund auch immer ein besseres Bild abgegeben als heute.
Nach drei Tagen war der Spuk vorbei, der Auszug geschafft, gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest.
Nichts Ausländisches war mehr im Land. Aber Tannenbäume gab es noch, auch Äpfel und Nüsse. Und „Stille Nacht“ durfte gesungen  werden – zwar nur mit Extragenehmigung, das Lied kam immerhin aus Österreich.
Nur eines wollte nicht in Bild passen. Maria und Joseph und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet.  „Wir bleiben“, sagte Maria.  >Wenn wir aus diesem Land gehen – wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, den Weg zurück zur Vernunft und Menschlichkeit.
Ein Märchen von  Helmut Wöllenstein
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Dienstag, 20. Dezember 2016

#Breitscheidplatz in Berlin

Wir Menschen schaffen es immer wieder, uns gegenseitig Leid zuzufügen. Gestern Abend mal wieder, auf dem Weihnachtsmarkt, mitten im Herzen von West-Berlin. Das Attentat trifft uns besonders hart, da wir doch meinten, wir wären alle aufgeklärt und vernünftig.


#Breitscheidplatz in Berlin
Die Welt ist krank und ohne Medizin. Wer jetzt eine "heilende Medizin" auf den Markt bringen würde, wäre der Held. Jedenfalls ist es nicht der Humanismus, die Religionen, der Kommunismus, der Kapitalismus. An was wollen wir noch glauben, was bleibt übrig?

Vielleicht hilft es, die Frage zu stellen, nicht an was, sondern an wem zu glauben. Wem glaubst Du? 

Ich glaube an Jesus Christus, ich traue es IHM zu, diese Menschheit, jetzt in meiner Generation (ich bin Bauj. 61), positiv zu verändern. Er hat es selbst vorgemacht. Und als es darum ging, Opfer zu bringen, da hat ER sich selbst geopfert und das, ohne jemanden mit in den Tod zu ziehen.

Du suchst nach Trost und Antworten? Beanspruche einen eMailpartner. Er nimmt sich Zeit für Dich.

Wir, das Team von GottinBerlin.desolidarisieren uns mit den Opfern und deren Angehörigen. 


Thomas Gerlach, Projektleiter von GottinBerlin.de



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Mittwoch, 14. Dezember 2016

Fake news

Fake news
Während der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2015 und 2016 hielten einige Kommentatoren es für problematisch, dass zahlreiche frei erfundene Falschmeldungen (so genannte fake news) auf Facebook unter den Nutzern verbreitet wurden (Wikipedia).

Auch im Wahlkampf in Deutschland und anderen europäischen Ländern wird es in der nächsten Zeit solche Probleme geben. Wie kann man eine Wahl beeinflussen?
Man stelle sich vor, Herr Martin Schulz würde SPD -Kanzlerkandidat  2017 werden. Aber die Fake-Fangemeinde möchte ihn nicht als Kanzler haben und stellt eine Behauptung ins Netz wie z. B.: "Wussten Sie, dass Herr Schulz sich in einem Hotelzimmer in Brüssel öfter heimlich mit einer 16- jährigen traf?" Eine ungeheuerliche Falschnachricht. Niemand kann das so schnell auf "Wahrheit" überprüfen.  Mancher der Millionen Empfänger der FAKE- Botschaft  wird denken: "Irgendwas wird wohl schon dran sein. Sicherheitshalber wähle ich ihn nicht." --- Fake New können jeden treffen und wenn möglich auch vernichten. Zur Zeit liefern die Medien bereits den Hauptverdächtigen für fake news: die AFD.  Ist auch das ein Fake? ----

So runtergekommen waren Menschen selten. Man spricht von einer Verrohung der Gesellschaft, wozu die fake news auch gehören. Zur Verrohung gehört weit mehr: Mangel an gemeinsamen Werten, Respektlosigkeit der Obrigkeit gegenüber,  Mobbing,  Gewalt gegen Lehrer, Polizisten, Mitarbeitern in Behörden, steigende Einbruchszahlen, Angriffe auf Parteibüros, Eltern gegen Lehrer bei Elternabenden, Diffamierung von ganzen Berufsgruppen im Netz usw.

Frechheit, Auflehnung und Diffamierung, wohin man blickt. Hinzu kommt die schleichende Verwahrlosung unserer Städte, Vandalismus. Hübsche Plätze in den Innenstädten waren früher mit Blumen dekoriert, immer mehr werden diese durch "Kunst" aus Eisen und Beton (vandalismusresistent) ersetzt.
An Graffiti hat man sich längst gewöhnt, es ist inzwischen sogar gesellschaftsfähig. ----

Woher kommt dieser schleichende Niedergang? Was bewegt den modernen Menschen? Ist das Leben für viele so sinnlos geworden, dass es sich auf solch negative Art Luft machen muss? Wie sieht das Sinnvolle, Erstrebenswerte, Begeisternde aus? Wird es gelehrt? Wird es vermittelt? Von wem? Wo sind die Vorbilder?
Welche Visionen für die Zukunft hat die Jugend? Was haben wir als erwachsen Vorbilder versäumt?

Und vor allem:
Was ist die Aufgabe der Kirche? Sollte sie nicht das volle Evangelium den Menschen verkünden? In dem gesagt ist, dass der Mensch in seinem Innern, in seinem Geist , erneuert werden muss, damit er die Welt sinnvoll gestalten kann? Ständig nur an die gemeinsamen europäischen Werte zu appellieren reicht nicht. Woraus definieren sich eigentlich Werte?
Reichen Toleranz, Weltoffenheit und Bekenntnisse zur demokratischen Ordnung?
Vielleicht steckt im Evangelium der eigentliche Sinn des Lebens? Vielleicht entwickeln daraus die Menschen lebenswerte Visionen für die Zukunft. Könnte dadurch der weiteren Verwilderung und Verwahrlosung Einhalt geboten werden? Diskutieren Sie mit.

Hören wir auf einen klugen Mann des Alten Testaments:

"Wenn ein Volk keine Visionen hat, wird es wild."

"Ohne die Weisung von Propheten verwildert ein Volk; doch es blüht auf, wenn es Gottes Gesetz befolgt.

"Wenn ein Volk sich in Schuld verstrickt, dann spielen viele sich als Herrscher auf. Aber durch einen vernünftigen und einsichtsvollen Mann an der Spitze herrschen Recht und Ordnung."

"Wenn ein König das Recht beachtet, lebt sein Volk in Glück und Sicherheit;"

Ein Wort aus dem Neuen Testament:
Passt euch nicht dieser Welt an, sondern ändert euch, indem ihr euch von Gott völlig neu ausrichten lasst. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt."

Wezi für gottinberlin.de
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Freitag, 9. Dezember 2016

Kreislauf ohne Energie

Kreislauf ohne Energie
Neulich habe ich es mal wieder fertig gebracht, mich selbst auszutricksen. Im Gewirr von vielen Kabeln, nahm ich einen Stecker und steckte ihn in eine der Steckdosen. Kein Saft; was ist los?
Beim genauerem Hinsehen erkannte ich meinen Fehler.

Obwohl, eigentlich alles richtig gemacht. Der Stecker gehört nun mal in die Steckdose. Und doch habe ich mit meiner Super-Verkablung die Energie  nicht mit eingebunden.

Ähnlich erkenne ich es bei einem Echoraum. In diesem Raum befinde nur ich mich und ich  höre nur mich. Keiner quatscht dazwischen, keiner kritisiert. Aber eine lebenswichtige Kommunikation kommt nicht zu Stande. Was sich anfangs als angenehm zeigt, wirkt sich mit der Zeit zerstörend aus. Ich bleibe mit mir alleine und das ist die Hölle.

Im großen Stil ist es auch so mit Gott. Da wir uns zu oft nur mit uns beschäftigen und Gott nicht mit einbinden, entgeht uns viel Kraft für unser Leben und so mancher erlebt schon jetzt die Hölle hier auf Erden.
Das muss nicht sein, da Gott sich selbst durch Jesus Christus in unseren Ego-Trip einbinden lassen will. Alles begann mit der Geburt von Jesus Christus. Auch zu diesem Anlass feiern wir gerade Advent.

Was ist eigentlich Advent, was bedeutet es? Die Berliner, Paule und Kasulske, haben dazu natürlich mal wieder eine herzhafte und frische Antwort. Schaut euch den Clip dazu an: Berliner Kneipengespräch - Advent.

Thomas Gerlach, Berlin-Tegel für GottinBerlin

Photo: TG

Dienstag, 29. November 2016

Jesus - nicht Coca Cola

"Morgen kommt der Weihnachtsmann" singt man nun wieder in der Adventszeit. Der Weihnachtsmann, eine Parallelerfindung zum Nikolaus. Die Legende vom Nikolaus geht ja auf einen alten Bischof zurück, der den Armen seinerzeit heimlich lebensnotwendige Gaben zukommen ließ. Der Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen, ist eine Erfindung von Coca Cola.

Jesus - nicht Cola Cola
Wir Christen warten nicht auf den Weihnachtsmann, auch wenn wir gelegentlich mal gern eine Coke trinken. Ja, wir warten noch nicht einmal auf das Christkind. Doch, wir gedenken in der Weihnacht dessen, dass Gott uns als Mensch besucht hat. Und wir nehmen auch wahr, dass Gott nicht in Hoheit und Herrlichkeit kam, sondern in tiefster Niedrigkeit als ein Obdachloser in einem Stall geboren wurde. Ein Gott, der sich mit den Ärmsten der Armen identifiziert.

Nein, wir warten nicht auf den Weihnachtsmann und auch nicht auf das Christkind. Wir warten auf Christus. Das Kind in der Krippe blieb nicht Kind. Es wurde ein Mann, der heilte und die Liebe Gottes lehrte und lebte. Es wurde ein Mann, der von den Mächtigen abgelehnt und ermordet wurde. Es wurde ein Mann, der von den Toten auferstand, mit und in denen lebt, die sich Ihm anvertrauen. Auf Ihn warten wir als den - diesmal in Macht und Herrlichkeit - Wiederkehrenden. Er, der den wirklichen Frieden, die wahrhaftige Gerechtigkeit aufrichten wird. Nicht Merkel oder Trump, kein Weihnachtsmann kann das leisten. 

Wir feiern Weihnachten auf den kommenden Friedefürst hin, dessen Frieden unseren Verstand übersteigt. Deshalb will Er ja auch in unseren Herzen wohnen. Feier doch mit uns mit; Weihnachten im wahrhaftigen Sinn.

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de
Photo: TG

Montag, 21. November 2016

Von der Kanzel zur Theke

In meiner Stammkneipe habe ich ein paar Tage als Urlaubsvertretung gearbeitet. Spannend. Vor allem Sonntags. Vormittags stand ich auf der Kanzel und nachmittags hinterm Tresen. Erst Gottes Wort und dann Bier ausgeteilt. Geht das zusammen? Auf jeden Fall!

Von der Kanzel zur Theke
Da die Stammgäste mich und meinen beruflichen Hintergrund kennen, gab das dem Ganzen eine ganz eigene Note. Zunächst waren die Leute verwundert bis überrascht. Dann erfreut. Ein Pastor, der ihnen Alkoholika serviert. Mittlerweile nennen sie mich auch nicht mehr Thomas (was gut ist, da dort jeder dritte so heißt) sondern "Don Camillo" oder auch "Papst von Lankwitz". Das ehrt mich.

Die Konsequenz aus dieser Geschichte ist, dass wir in dieser Kneipe regelmäßig Gottesdienste feiern dürfen. Der erste wird am 18. Dezember sein. Ick freu mir! Denn wenn die Kneipenleute nicht in die Kirche kommen, muss die Kirche eben in die Kneipe gehen. Und das ist wohl ganz im Sinne Jesu, der uns ja an die Hecken und Zäune zu den Leuten schickt. Etwas, das die Kirche vergessen zu haben scheint. Mission heißt nicht irgendwo von der Kanzel zu Leuten predigen, die schon längst eine Gottesbeziehung haben, sondern als Christ in aller Schwachheit und Gebrochenheit unter und mit den Leuten leben.

Ich kann nur sagen, dass meine Stammkundschaft nun deswegen nicht gleich fromm geworden ist, aber dem Christlichen Glauben mit sehr viel mehr Respekt begegnet. Klischees ausräumen. Darum geht es. Die bekommen plötzlich mit, dass die Frommen ganz normale Leute sind, die sogar mal einen "versauten Witz" reißen können. Sollte das irgendeinen Frommen stören, mich nicht. Jesus nannten die damals "Frommen" ja auch einen Fresser und Weinsäufer. Somit befinde ich mich also in bester Gesellschaft. Nämlich in der Gesellschaft Jesu, der übrigens sehr gern in die Kneipe mitkommt. Komm Du doch auch: Wann: 18.12.2016, ab 11:00 Uhr. Wo: "Zum Schusterjungen", Paul Schneiderstr. 25 in Berlin-Lankwitz.

Schaut euch mal den Clip "Gottes Segen" an, den wir in dieser Kneipe vor ein paar Tagen gedreht haben.
Thomas Nachtigall für GottinBerlin.de
Photo-Copyright: Thomas Gerlach

Donnerstag, 17. November 2016

Bullshit

Bullshit
Immer mehr Bullshit ist im Netz zu lesen. Weder Lüge noch Wahrheit (TRUTH), kurz Unsinn. Adenauer sagte schon, "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern." Er hatte Tags darauf eine andere Meinung. Alles Gesagte ist bei den Bullshit - Spezialisten relativ. Morgen schon können sie anderer Meinung sein. Nichts mehr gilt. Alle heute ausgesprochenen Überzeugungen haben höchstens eine Halbwertszeit. Wird eine Behauptung wissenschaftlich widerlegt, kratzt das keinen. Das Bauchgefühl ist wichtiger. Und außerdem, man kann ja eine Sache so oder so sehen.  Ein junger Amerikaner sagte kürzlich:
"Ich habe Trump gewählt, weil er überzeugender lügen kann als H. Clinton."
Erinnern wir uns: Das Credo vor Jahren: Die LINKEN sind nicht regierungsfähig. Linke haben in der Regierung nichts zu suchen. Keine Koalition mit den Linken. Alle   demokratischen Parteien waren sich darin einig. Heute allerdings sieht man plötzlich "Gemeinsamkeiten".

Fakt ist aber: Es geht einfach nur um Machterhalt, um Geld und fast nicht mehr um Überzeugungen. Von so viel Unzuverlässigkeit hat das Volk langsam die Nase voll.
Wie es mit Rot, rot, grün in Berlin ausgeht, lassen wir uns überraschen.

Blick in die Zukunft:
Waren damals erst die GRÜNEN, dann die LINKEN das verabscheuungswürdige Übel, ist es diesmal die "rechtspopulistische" AFD.  Wetten, dass  man auch bei der AFD in wenigen Jahren "Gemeinsamkeiten" finden wird. Nicht erst in wenigen Jahren. Die CDU hat bereits erste Signale gesendet. Die Partei kann zwar wieder in der Versenkung verschwinden, oder aber kräftig zulegen. Legt sie zu, werden die anderen Parteien zwecks Machterhalt ihnen zu Füßen liegen und plötzlich ganz viele "Gemeinsamkeiten" feststellen. Die Kontrahaltung beginnt jetzt schon in den gesamten öffentlichen Medien langsam aufzuweichen. Die Bullshit - Spezialisten in den Parteien werden bald verkünden: "Ganz viele Parteifreunde sehen "akzeptable Gemeinsamkeiten" mit der AFD." Kein Mensch kann nachprüfen, wie viele Parteifreunde dies so sehen. Eine weitere Bullshit -Äußerung ist dann: "Die meisten Bundesbürger sehen keine Probleme darin, dass die Parteien XY mit der AFD  koalieren, Hauptsache, die Probleme des Landes werden gemeinsam gelöst." Keiner kann das  nachprüfen. Werden so Wahlversprechen eingehalten? Die müssen gar nicht mehr eingehalten werden. Wen interessiert schon das Gequatsche von gestern? Menschen, auch Parteien entwickeln sich doch weiter, sind lernfähig. Tun sie das? Ist das so?

Eine klare Botschaft von Jesus lautet: "Eure Rede sei ja, ja oder nein, nein. Alles darüber ist von Übel." Übrigens übel wird mir schon lange nicht mehr. Ich halte mich auch hier an die Bibel, wo es heißt: "Verlass dich nur auf deinen Gott, der lügt nicht. Der hält, was er verspricht. Verlass dich nicht auf Menschen."

Wohl bemerkt, da steht nicht: Verlass dich nicht auf Ungläubige. Da steht auch nicht: Verlass dich nur auf Gläubige, auf gläubige Moslems, oder gläubige Christen, oder gläubige Hindus, oder auf den Dalai Lama  oder, oder..... Nein. Allen glaub ich nichts mehr. Denn es heisst eindeutig: "Verlass dich nicht auf Menschen."

Wezi für gottinberlin.de

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Samstag, 12. November 2016

5 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich geheiratet habe!

Es passiert die ganze Zeit: Meine Frau und ich hören Dinge über unsere Ehe, die uns schmunzeln lassen. Das sind zum Beispiel solche Sätze:
„Ihr schaut so glücklich aus!"
„Ihr verhaltet euch wie frisch Verheiratete!"
„Du kannst nicht verstehen, was ich gerade durchmache, weil deine Ehe so gut läuft."
„Ihr zwei streitet nie."

Wir müssen darüber nicht lachen, weil diese Dinge uns glücklich machen würden, sondern weil nur sehr wenige Menschen unsere Geschichte kennen. Jeder hat eine Geschichte - sogar wir.
Vor nicht allzu langer Zeit standen Consuela und ich kurz vor der Scheidung. Die Dinge liefen nicht gut und unsere Ehe steckte in einer Krise. Ich schreibe oder sage diese Worte nicht leichtfertig. Wir waren an dem Punkt angelangt, an dem es kein Zurück mehr gab... Oder zumindest dachten wir das.
Wir trafen uns mit Pastoren und Beratern, versuchten wieder herzustellen, was einmal gewesen war. Dabei arbeiteten wir uns durch die schmerzvollste Angelegenheit, an der ich persönlich jemals Anteil hatte.
Wenn ich mich an diese Zeit meines Lebens zurückerinnere, hätte ich die Krise, in der wir uns befanden, abwenden können, wenn ich einige Dinge nur in ihrer Gänze verstanden hätte. Fünf von ihnen sind Folgende:
1) Es gibt keinen Plan B.
Meine Ehe ist für ein ganzes Leben angelegt und wird nur mit dem Tod enden. Das hört sich ein wenig düster an, ist aber die Wahrheit. Als ich schwor, meine Frau für immer zu lieben, habe ich mich dazu verpflichtet, die Ehe funktionieren zu lassen - komme, was wolle.
Meine Einstellung war, mir alle Optionen offen zu halten. Ich wollte sichergehen, einen Ausweg zu haben, wenn verheiratet zu sein nicht funktioniert hätte, wenn die Beziehung zu Consuela nicht gehalten hätte, oder wenn sie mich nicht glücklich gemacht hätte... Oder noch schlimmer, ich wollte eine andere Option haben.
In der Ehe gibt es aber keinen Plan B. Solche Pläne öffnen Türen und haben mich davon abgehalten, mich voll und ganz meiner Frau und unserer Ehe zu verpflichten.
2) In der Ehe geht es nicht um mein Glück.

Montag, 7. November 2016

Wie Pornographie die Liebe zerstört

Vor kurzem waren meine Frau und ich zu einer Buchpräsentation eingeladen. Die Autorin Shelley Lubben, geboren 1968, wirkte bis 1994 unter dem Künstlernamen „Roxy“ in zahlreichen Hardcore-Pornofilmen mit. Nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch und dem Ausstieg aus der Pornofilmbranche wurde sie bekennende Christin und gründete die Pink Cross Foundation, die Aussteigerinnen (und Aussteigern) aus der Pornoindustrie hilft. Von ihr stammt das Buch „Pornographie – die größte Illusion der Welt“
Prof. Thomas Schirrmacher sprach an diesem Abend in einem einleitenden Vortrag über die Folgen der sexuellen Revolution: 1975 war die spätere Familienministerin Renate Schmidt für die Freigabe der Pornographie gewesen. 1990 erklärte sie, das sei der größte Fehler ihres Lebens gewesen. Sie hätte sich damals eingebildet, durch die Freigabe würde das Interesse daran verschwinden. Jetzt sei sie gegen Pornographie und werde dafür von engsten Freunden für prüde und verklemmt gehalten.
Auch der Psychoanalytiker Prof. Alexander Mitscherlich hätte früher propagiert, jeder dürfe mit jedem und das müsse im Internet zu sehen sein. Heute beklage er, dass die aggressive Gewalt in der Pornographie die gesamte Sexualität überschatte. Pornographie sei alles andere als eine harmlose Kleinigkeit, zumal viele Menschen nicht freiwillig in der Pornoindustrie arbeiten würden.
Pornographie verändert unser Verhalten
Verändere Pornographie unser Verhalten? Ja, erklärte Prof. Schirrmacher. Die Menschen würden heute eine Menge Sexpraktiken ausüben, die sie erst durch das Internet kennengelernt hätten. Die häufigsten Zugriffe hätten Videos, in denen Vergewaltigungen dargestellt werden. Menschen würden von dem geprägt, was sie da sähen, auch wenn sie das in der Realität nicht erlebten. 
Vor kurzem sei in Amerika eine Studie über das Verhältnis von Pornographie zu erektiler Dysfunktion erschienen. Das häufige Masturbieren beim Betrachten pornographischer Filme führe dazu, dass die Männer nicht mehr könnten, wenn sie nicht alleine seien. Doch kein Mensch rede darüber. 
Eine Studie der WHO hätte an den Tag gebracht, dass die Menschen noch nie so wenig Sex wie gegenwärtig hätten. Die reale Sexualität von zwei Menschen nehme zahlenmäßig immer stärker ab. Auch die Aufklärung durch die Eltern sei stark rückläufig. Aufklärung fände heute hauptsächlich durch Pornographie statt. Das sei eine gefährliche Entwicklung, weil wir dadurch eine wachsende Zahl von jungen Frauen bekämen, die denken, sie dürften nicht Nein sagen, sie müssten bei all dem mitmachen. Und immer mehr Jungen glauben, ihr Penis sei zu klein, weil er nicht mit denen in den Pornofilmen mithalten kann. Es seien auch niemals Kondome in Internetdarstellungen zu sehen. 
Opfer der Pornographie 
Es gäbe heute das Tabu, dass man über die Folgen der sexuellen Revolution nicht sprechen dürfe. Wir würden nicht über die Opfer reden. Die Opfer seien auch die pornographischen Darsteller(innen). Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liege bei 38 Jahren. Die Todesursachen seien: Geschlechtskrankheiten, Suizid, Gewalt und Drogen. Aber auch die Konsumenten gehörten zu den Opfern, weil sie durch die Pornografie negativ geprägt werden und oft zu einer wirklichen Beziehung nicht mehr fähig seien. Die Fähigkeit zu lieben werde immer mehr zerstört. Das komme in dem Buch von Shelley Lobben sehr deutlich rüber. Deshalb wünschte Prof. Schirrmacher dem Buch den „allerbesten Erfolg“.
Bei der anschließenden Diskussion machte der Abgeordnete Frank Heinrich (MdB, CDU) darauf aufmerksam, dass Internetpornographie oft eine Einstiegsdroge zur Prostitution sei. Über den Schaden zu sprechen, sei nicht modern. Außerdem stecke sehr viel Geld hinter der Porno-Industrie. 
Hinter jeder Sucht steckt Sehnsucht
Martin Leupold (Geschäftsführer Weißes Kreuz e.V.) fragte: Was suchen Menschen bei ihrer Sucht nach Internetpornographie? Viele Menschen kämen von den Bildern und vom Bildschirm nicht mehr los, würden ihre Arbeit, ihre Familie vernachlässigen und spürten, dass sie ihre Ehe, ihre Partnerschaft damit zerstören. Hinter jeder Sucht stecke eine Sehnsucht nach echter Partnerschaft und gelebter Sexualität. Das „Weiße Kreuz“ wolle dabei helfen, verlässliche, lebendige Partnerbeziehungen zu leben. 
90 Prozent der Jungen konsumieren Pornos
Dipl.-Psychologin Tabea Freitag (Fachstelle Mediensucht) fragte, wie Pornographie auf Jugendliche wirke. Sie nähmen dadurch ihre gesamte Umgebung nur noch sexualisiert wahr. Zwar empfänden junge Menschen die Pornographie oft als pervers, werden aber trotzdem immer wieder in ihren Bann gezogen. Pornographie führe zu einer narzisstischen Konsumhaltung: Ich nehme mir alles, was ich will. Frauen würden nur noch zu einer sexuellen Verwertbarkeit genutzt. Über 90 Prozent der Jungen würden Pornos konsumieren. Das kostbarste, was wir Menschen hätten, sei die Fähigkeit zu lieben. Die müssten wir stärken. Die Fachstelle Mediensucht biete dazu gutes Unterrichtsmaterial für eine bindungsorientierte Sexualpädagogik an. 
Gerhard Schönborn vom Neustart e.V., der Prostituierten beim Ausstieg helfen will, beklagte, dass die Prostituierten für die Männer nur ein Konsumgut seien. Sie würden Sex ohne Kondome fordern, die Frauen erniedrigen, gewalttätig sein und Grenzen überschreiten. Es sei erschreckend, was für Perversitäten heute von den Prostituierten verlangt würden. 
Die Autorin des Buches aus den USA war an diesem Abend zwar nicht erschienen, dafür aber Sindy Sunshine von Pink Cross Deutschland, die das Vorwort geschrieben hat. Sie sah ihre ersten Pornofilme, als sie in der 5. Klasse war, und liebte das Spiel, Männern den Verstand zu rauben. Sie bekam Geschenke, Bewunderung und ihr wurde der Einstieg in die Sexindustrie angeboten, bis sie sich das Leben nehmen wollte. Shelley Lubben half ihr, sich neu zu orientieren.
Heute sieht sie in der Pornographie den Wegbereiter für zerstörte Beziehungen und Menschenhandel mit sexueller Ausbeutung: „Die Erwartungen an Sex sind stark der pornographischen Bilderflut entnommen. Die Leute in meinem Alter haben fast keine echte Möglichkeit mehr, tragfähige Liebesbeziehungen aufzubauen, geschweige denn, eine auf die Zukunft und Kinder ausgerichtete Ehe.“
Gerhard Lenz (für GottinBerlin.de)

Mehr über Sindy in dem angefügten Video unten auf dieser Seite.
Oder auch hier im Blog: Perfect Love - auf dem Straßenstrich?




Montag, 31. Oktober 2016

Martin, der Polterer

"Ich kann nicht leise treten" hat Martin Luther kritisch von sich selbst gesagt und seinen engsten Mitarbeiter Philipp Melanchton um dessen sortierte und filigrane Sprachweise beneidet. Ein Sprachgenie, das unter seiner Sprache litt. Luther war deutlich in seinem Denken und direkt in seiner Sprache. Von zart bis hart.

Martin, der Polterer
Heute ist Reformationstag. Die Brandenburger und Sachsen haben heute Feiertag. Nächstes Jahr vor 500 Jahren hat Luther seine 98 Thesen zum Ablass veröffentlicht. Plötzlich wurde in wenigen Jahren aus einem kleinen Augustinermönch eine welthistorische Figur. Dabei wollte der das garnicht. Der wollte einfach nur theologisch diskutieren und ein paar kritische Fragen und Anmerkungen anbringen. Er wollte auch keine neue Kirche. Er hatte ja die Thesen sogar dem Papst gewidmet. Die Reaktion Roms und der Rest ist Geschichte.

Das Denken Luthers setzt beim Menschen vor Gott als mündig und verantwortlich an. Gott, der den Menschen persönlich als Sein Gegenüber anspricht und in Seine Liebe ruft. Luther hat in seiner Zeit dem Menschen eine Würde zugesprochen, die ihn frei und unabhängig macht. Fand die Vermittlung zwischen Gott und Mensch bis dahin über die Priester statt, nimmt Luther den Menschen als einzigartiges Individuum wahr, der im Namen Jesus direkte Gottesgemeinschaft hat. Die Aufklärung, die aus dem starren Kirchensystem ausstieg war eine Folge Luthers Reformation. Der Mensch, der eigenständig vor Gott und durch Ihn denken, fragen und eigenverantwortlich entscheiden kann. Diese evangelische Freiheit darf sich ein Christ nie nehmen lassen.

Thomas Nachtigall, Mr. Tii für GottinBerlin.de

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Freitag, 21. Oktober 2016

Kostbare Perle


Äußerlich ist die Perlenmuschel unansehnlich.
Ihre Schale ist rau. Öffnet  man sie aber, so wird ein perlmuttfarbiger Grund sichtbar.
Und dann kommt es vor, dass die Muschel eine Perle bildet.
Kostbare Perle
Schimmernd liegt sie in ihrer Kostbarkeit im Innern der Muschel, und doch ist die Perle im Grunde eine Abwehrreaktion der Muschel auf eine Störung.
Irgendein Fremdkörper gelang in die Muschel,  etwa ein störender Sandkorn.
Wenn sich die Muschel des schmerzenden Eindringlings nicht entledigen kann,
legt sie um ihn Schicht um Schicht, schließt den Fremdkörper mit Schmelz ein  und macht ihn so unschädlich.
So entsteht die Perle, ein Wunderwerk an Farberscheinungen, an Glanz und Form,
keine der  andere gleichend und als kostbarer Schmuck hochbegehrt.
Zum Schutz ihres Lebens hat die Muschel das Böse mit kostbarem eigenem Schmelz umkleidet und so nebenbei eine Kostbarkeit geschaffen. –
Die Perlenmuschel wird für uns ein Bild der Überwindung des Bösen.
Sind wir auch fähig, das Leid, das uns zerstören will, einzukleiden in unserer Lebenshingabe, und schließlich wird aus all der Not noch eine Perle der Tröstung und Hoffnung?
Die Erfahrung, des Schmerz und Leid den Menschen stärkt und läutert, der Aufblick auf Jesus,
den Schmerzensmann,  der alles für uns getragen und überwunden hat,
die Glaubensgewissheit, die gerade in schweren Zeiten gewachsen ist,
 sind die Perlen, die sich dann bilden.
Suche in deinem Leiden die Bedeutung, die sie für dein geistliches Leben haben, und die Bitterkeit deiner Leiden wird sich in eine Perle verwandeln!

                                                                                                                 Axel Kühner

Im Brief an die Römer drückt es Paulus so aus:
Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit des Leidens nicht ins Gewicht fallen wird,
der Herrlichkeit die an uns offenbart werden soll. (Röm. 8,18)

Als ich diesen Text von Axel Kühner gelesen habe, wurde mir neu bewusst,
dass wir  dem Schmerz unserer Leiden nicht hilflos ausgeliefert sind.
Nein! Wir können uns aktiv daran beteiligen, dass in uns eine Perle der Hoffnung
und Tröstung heranwächst.
Der Blick auf Jesus, wird das in uns bewirken.

Ich wünsche jedem Leser dieser Zeilen, dass er auch diese Erfahrung erleben darf.

                                                              Lucie Reichert, Berlin-Tempelhof, für GottinBerlin.de

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Freitag, 14. Oktober 2016

Füße oder Kopf waschen

Füße und Kopf waschen
"Dem müsste man mal so richtig den Kopf waschen". Wir kennen das als stehende Redewendung. Meint, der andere hat so schräge Ansichten, dass ich sie nicht akzeptieren kann und ihn mal zurechtstutzen muss. Das ist so ungefähr die Gesprächskultur, wie man sie in Talkshows, am Stammtisch, auf der Arbeit und in Kirchen zuhauf findet.
Wenn ich recht habe, muss alles, was der andere denkt Schrott sein und das muss deutlich werden.

Nun, gelegentlich, z.B. bei Nazis oder allzu arroganten Menschen, kann das sogar mal berechtigt sein.

Jesus, der Durchblick hat und unwiderlegbar argumentieren kann, geht hier den niedrigen Weg. Nicht durch Maßregelung sondern durch liebendes, wertschätzendes Dienen will Er dies  Menschen von sich überzeugen. Nur der, dem ich zeige, dass er in meinen Augen wertvoll, liebens- wert ist wird sich dem öffnen, was ihm sagen möchte. Das von oben herab traktieren wird immer nur Widerstand und Feindschaft erzeugen.
In manchen Kirchengemeinden gibt es in der Vorosterzeit noch den Brauch der Fußwaschung. Das wird dann rechtzeitig bekanntgegeben. Und jeder sieht pingelig zu, dass die Füßesauber, die Zehnägel geschnitten und die Socken frisch sind. Aber sobald es Meinungsverschiedenheiten gibt, drischt man verbal aufeinander ein, macht den anderen madig und klein. Und dann wundern sich die Gemeinden, dass bei Ihnen das Leben erlahmt und Gott nicht zum Zuge kommt.

Alles, was sich Kirche oder christlich nennt, muss wieder diesen Weg Jesu von unten her begreifen und leben lernen. Den anderen in seinem Anderssein akzeptieren und, wenn möglich, lieben lernen. Akzeptanz und Liebe schaffen Freiräume, in denen der Mensch sich öffnen und veränderungsbereit werden kann. Aber, so scheint es mir, müssen wir Christen (ich eingeschlossen) uns vielleicht erstmal ändern bzw. von Jesus her verändern lassen. Seine Qualität der Liebe muss in uns Raum gewinnen, bevor wir anderen Räume eröffnen können.

Es ist so billig zu werten und zu verurteilen. Aber wie schwer ist es, sich die Mühe zu machen, den anderen zu verstehen, zu akzeptieren, zu lieben. Doch das, genau das ist der Weg Jesu, in dessen Nachfolge Er uns ruft! Oh, wie viel müssen wir noch lernen. Denn an uns sollen die Menschen Jesus ablesen. Können sie Ihn bei dir erkennen?

ThomasNachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

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Mittwoch, 5. Oktober 2016

Die Grenzen der Talkshows.

Die Grenzen der Talkshows. Junge Frauen lesen in der Bibel.
Liebend gerne sehe ich mir Talkshows an, oft sogar weit nach Mitternacht. Der Grund: Es werden interessante und vor allem kluge Leute in die Talkrunden bei M. Illner, Plassberg und Co. eingeladen.

In den letzten Wochen ging es auf fast allen Kanälen um Flüchtlinge oder den Islam. Hier wird in kluger Weise messerscharf formuliert und diskutiert. Wenn Parteispitzen zusammen sitzen, ist zu beobachten, dass macher Politiker einer Zuschauergruppe besonders aus dem Herzen spricht. Es gibt Beifall. Wenn eine andere Meinung vertreten wird geben andere Zuhörer Beifall. Ob Vertreter der CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, AFD, jeder erhält mal Beifall. Da gibt es gute Gründe z. B. für eine Flüchtlings-Obergrenze. Beifall. Andere sind mit guten Argumenten dagegen. Beifall. Das eine Land möchte pro Jahr nur 200 Flüchtlinge aufnehmen. Das andere Land meint 20 000 pro Jahr verkraften zu können. Beifall. Der eine glaubt an Integration, andere wieder nicht. Beifall. Jede intelligent begründete Meinung wird applaudiert. Alles ist gleich gültig. Alles kann wahr sein oder auch nicht. Keiner weiß so recht, was die Zukunft bringen wird.

Der Zuhörer und Zuschauer am Fernseher wird zwar gut informiert, aber letztlich nicht zufrieden gestellt, weil er keine endgültige klare Antwort erhält. Er hat das Gefühl, dass die Akteure in der Runde überfordert sind und keine einheitliche Lösung finden, um an einem Strang zu ziehen.

Ein Volk will aber eine Elite an seiner Spitze, die einen Durchblick hat und deshalb klare Führungsqualitäten hat und führt. Wir haben das Gefühl, dass der Durchblick durch die Problematiken des Landes fehlt.

Im tiefsten Innern macht sich deshalb im Volk immer mehr die Hilflosigkeit breit. Das Volk weiß nicht mehr, was es glauben soll. Alles, jede gut vorgetragene Meinung wird akzeptiert. Aber wenn alles nebeneinander gleich gültig ist, reagiert das Volk eben gleichgültig.  Wahlverdrossenheit uns andere Verdrossenheiten machen sich breit. Die Talkrunden haben prächtig informiert, das Volk aber orientierungslos hinterlassen.
Das erhebt in mir die Frage,  werden die Klugen im Netz ihrer eigenen Klugheit gefangen? Oder denken sie, sie teilen dem Volk was vernünftiges mit, erliegen aber gewaltigen Irrtümern.?

Wer Gott nicht mehr in sein eigenes Denken mit einbezieht, muss also selbst überlegen, wie er die Welt retten kann. Doch dann läuft der Mensch Gefahr, dass Gott ihm Irrtümer in sein Denken gibt, die er dann als seine Wahrheit ans Volk weitergibt. Die Irrtümer erkennt er nicht. Er glaubt, es sind seine eigenen klugen und demnach vernünftigen Gedanken. Oder sind es von Gott geschickte Irrtumer?
Dem ist nachzudenken.
Kurz gefragt: Wem können wir noch glauben? Wer in der Talkrunde hat recht? Vielleicht ist es besser, einmal zu fragen "was ist recht"?
Sollten wir nicht eine Instanz über uns zu Rate ziehen?  Gibt es nicht einen im Volk, der bereit ist, seine eigenen Gedanken vom Geist Gottes inspirieren zu lassen, damit endlich die Wahrheit erfahrbar wird?
Zum Schluss noch einige nachdenkenswerte Bibelzitate, die meine Gedanken untermauern sollen:

1. Korinther 1.20.
Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?

1. Korinther 1.21.
Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt selig zu machen die, so daran glauben.

1. Korinther 3.19.
Denn was die Welt für klug hält, das ist bei Gott töricht. Die Schrift sagt es so: »Er fängt die Klugen im ´Netz` ihrer eigenen Schlauheit.«

2. Thessalonicher 2.11- 12.
Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge, auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit.

Wezi für gottinberlin.de
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Freitag, 30. September 2016

What would Jesus do?


What would Jesus do?
Eugen Drewermann antwortete, nachdem er aus der Katholischen Kirche ausgetreten war, auf die Frage, warum er nicht in die Evangelische Kirche eingetreten sei: " Es ist einfach, ein Katholik zu werden und es ist auch einfach, ein Protestant zu werden. Aber es erscheint mir fast unmöglich, ein Christ zu werden".

Als sich in Hamburg, in den Neunzigern die Jesus Freaks gründeten, kamen die Leute aus der Punk- und Drogenszene. Sie hatten keine Ahnung von Kirche und Theologie, fingen gerade erst an, die Bibel zu lesen. Aber sie hatten eine Jesus- Begegnung gehabt. So gaben sie sich, in der Frage, wie sie leben sollen nur einen Leitsatz, mit dem sie das Christsein auf den Punkt brachten: "What would Jesus do?", Was würde Jesus tun?

Viele, die sich Christen nennen, haben eine Tradition, die sie leben, einen Moralkodex. Sie leben in einem Regelwerk. Und wenn sie dagegen verstoßen, ist das ein totes System, gegen das sie verstoßen. Wie viel ernster nahmen die Jesus Freaks Jesus, der nicht sagte: lernt ein paar Regeln und Gebräuche und lebt danach, sondern: komm und folge mir nach. Das heißt, in einer lebendigen Beziehung zu Ihm leben.

Stell dir vor, jeder Christ würde sich in jeder Situation seines Lebens fragen: What would Jesus do? Im Umgang mit der Frau, dem Mann, den Kindern. Was würde Jesus tun? Im Umgang mit dem Chef, den Kollegen, den Angestellten; dem Flüchtling, dem Busfahrer, dem Nachbarn. Was würde Jesus tun? In der Diskussion am Stammtisch, im Gemeinderat. Was würde Jesus tun?

Würden wir mit dieser Frage ständig leben, wir würden in schlimme Krisen geraten. Denn wenn wir so leben, gibt Er als der Lebendige Antwort. Aber die gefällt uns dann häufig nicht. Wir wollen doch unsere Macht ausleben. Wir wollen doch über den anderen schlecht reden und denken. Wir wollen doch wichtig sein und uns selber feiern. Wir wollen doch größer und besser sein als der jeweils andere. Was, wenn wir uns wirklich jedesmal Seiner Gegenwart bewußt wären und Ihn fragen würden: Herr, was würdest du jetzt an meiner Stelle tun? Das würde uns durcheinander bringen, uns unserer eigenen Armseligkeit vorführen. Dann doch lieber ein totes religiöses System, dass mich nur gelegentlich infrage stellt. Aber Christsein ist nunmal, in einer Liebesbeziehung mit dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus leben.

Insofern hat Bruder Drewermann wohl recht, dass es leicht ist, ein Katholik oder Protestant, aber fast unmöglich ein Christ zu werden. Ist das so? Wer diskutiert mit mir darüber?

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de.

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Mittwoch, 28. September 2016

Gesprächsforum und die Illusion von der Integration

"Gesprächsforum" und die Illusion von der Integration

Das Gesprächsforum Leben + Glauben ist ein niederschwelliges Format, zu dem auch Freunde und Kollegen eingeladen werden können. In gehobener Atmosphäre des Best Western in Steglitz werden provokante Themen behandelt. Gestern referierte ein ehemaliger Moslem zum Thema "Warum ich kein Terrorist geworden bin".

Mit knapp 150 Teilnehmern an neunzehn Tischen war die Veranstaltung des Gesprächsforum Leben+ Glauben ausgebucht. Der "Große Saal" des Best Western in Steglitz war wie zu einem Gala-Dinner eingedeckt. Das Buffet war vorbereitet. Kellner, ältere Herrschaften, Männer in Anzügen und Damen in formalen Kostümen liefen durch den Saal und schauten nach ihren Tischkarten. Wir hatten uns für Dresscode "Smart Casual" entschieden. Das passt fast immer.

Begegnung mit den Fehlgeleiteten

Als Referent war der als politisch inkorrekt gehandelte Nassim Ben Imam angekündigt. Inkorrekt war er in vielerlei Hinsicht. Es fing damit an, dass er vor vielen Jahren als Moslem nach Deutschland gekommen war. Als zuwandernder Islamist war er davon ausgegangen, dass alle Deutschen Christen seien.

Christen gehören nach dem Koran zu den "Fehlgeleiteten". Waren doch die "Nazarener" gemäß mehrerer Suren mit den Juden "uneins über die Schrift". Deshalb musste der Koran als letzte Warnung und Aufklärung in "klarer arabischer Sprache" herabgesendet werden. Dass Christen Ungläubige sind, manifestierte sich für den Redner in den kurzen Röcken der Frauen, in der Werbung mit halbnackten Damen, Single-Haushalten und anderen Dingen, die er aus seiner Kultur nicht kannte.

Vom Terroristen zum Christen

Deshalb entschloss er sich, Terrorgruppen zu organisieren und die "wahre Leitung des Koran" im Rahmen asymmetrischer Konflikte durchzusetzen. Dieses Ziel hätte er wohl weiter verfolgt, wenn er nicht einen BGS-Beamten getroffen hätte, der ihm das Christsein der Bibel gemäß erklärt hätte. Den letzten Kick zu seiner Konvertierung bekam er, als er einige christliche Motorrad-Rocker kennen lernte. Ihre Art war für ihn überzeugend. So überzeugend, dass er den Verlust seiner gesamten sozialen Kontakte in die islamistische Szene in Kauf nahm und Christ wurde.

Das stellte einen Hochverrat gegenüber seiner bisherigen Religion dar und gefährdet bis heute sein Leben. Während sich die engste Familie so langsam wieder annähert und sein Vater inzwischen auch konvertiert ist, geht er davon aus, dass die Verwandten zweiten Grades mit seiner Ermordung sehr gerne "die Schande" von der Familie nehmen würden.

Seine Geschichte und theologische Ausbildung machen ihn zu einem Insider, der wie Nabeel Qureshi, fundiert über beide Seiten reden und entsprechende Vergleiche anstellen kann. Und genau hier wird es wieder politisch inkorrekt. Beschäftigt man sich mit dem Koran selbst, so unterscheidet sich dessen Hauptlinie maßgeblich von der Hauptlinie der Bibel. Gefühlte 80% beschäftigen sich mit den Qualen der Ungläubigen im Feuer des Jenseits, ein weiterer Teil iteriert die Geschichten von Noah, Abraham, Lot und Mose in einer äußerst lückenhaften Weise. Der erfahrbare und auf Beziehung zur Menschheit orientierte Gott der Bibel und die stellvertretende Übernahme unserer Schuld durch Jesus werden vehement abgestritten.

Die wenigsten Moslems haben jemals den Koran komplett gelesen. Das notwendige Wissen konzentriert sich auf wenige Punkte, nämlich dass der Koran nicht hinterfragt werden darf und dass sich der Gläubige sich durch die Armensteuer, regelmäßiges Gebet, das festgesetzte Fasten und das Glauben an das Jenseits auszeichnet.

Laut Nassim Ben Imam seien viele friedliche Moslems noch lange kein Beweis dafür, dass der Islam im Kern eine friedliche Religion sei. Auch sei aufgrund des religiösen Führungsanspruchs des Korans gar keine Integration in eine Gesellschaft von Ungläubigen vorgesehen.

Europa und die politische Korrektheit

Die politisch korrekte Abendland-Meinung wäre, dass man ja ohnehin nicht alles glauben könne, was in der Bibel stehe. Das seien nur Fabeln und Geschichten, die sich die Frauen am Lagerfeuer erzählt hätten. Gott sei schließlich überall, auch in den Bäumen und Pflanzen und den Tieren. Damit versucht sich der Ungläubige beim Moslem anzubiedern. Der Moslem nimmt den vermeintlichen Christen als jemanden wahr, der weder ein schriftliches Fundament hat, noch an den einen Gott als souveräne Person glaubt. Das bestätigt auch die Aussagen des Korans.

Der Koran bietet ein Fundament, das nicht hinterfragt werden darf. Bezüglich der Hingabe von "Gut und Blut" sowie im Eifer um den Ruf Muhammads ist selbst der säkularisierte Moslem dem "ungläubigen" Christen in der westlichen Welt überlegen. Hinzu kommt, dass Abtreibung bei Moslems kein Thema ist und die Verbreitung dieser Religion auf simple demographische Weise voranschreitet.

Der weltweiten Islamisierung ist mit europäischen Denkmustern nicht beizukommen. Im Kämmerlein werden sich islamische Führer weiterhin über die fundamentlosen Christen kaputtlachen, die in ihrer humanistischen Gutgläubigkeit nicht realisieren wollen, dass der Koran explizit zu Unwahrheit und Scheinverträgen mit Ungläubigen als taktisches Mittel aufruft (siehe Sure 9,4-5). Aber wer glaubt das hier schon?

Der Koran sagt dazu in Sure 13,42: "Allahs aber ist die List allzumal. Er weiß, was jede Seele tut, und wahrlich, die Ungläubigen werden schon sehen, wem der Lohn der Wohnung sein wird."

Prof. Rainer Mannel zitierte vor drei Jahren bezüglich der Konflikte in Syrien und Nordwestafrika: "Die Geschichte lehrt ständig, findet aber keine Schüler."

Auch im Mikrokosmos von Gemeinde ist zu erleben, was Konfuzius bereits sagte: "Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste."

Und Jesus stellt in Joh 8,45 fest: "Weil ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht."

Mögliche Lösung - Träume und authentisches Christsein

Der Moslem glaubt, dass seine Seele während des Schlafes zu Allah geht (Sure 6,60). Deshalb wird Träumen eine besondere Bedeutung beigemessen. Viele konvertierte Moslems hatten zunächst Jesus im Traum gesehen und dann nach Christen gesucht, die sie beim Durchschreiten der engen Pforte (Mt 7,13-14) begleiten.

An dieser Stelle sind Christen gefragt, die die Grundlagen ihres Glaubens kennen, diese ernst nehmen und authentisch im Alltag umsetzen. Solche Menschen hatten auch Nabeel Qureshi und Nassim Ben Imam überzeugt. 

Church Checker von Matthias Baumann

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Dienstag, 27. September 2016

Die Presse ist keine Lügenpresse, aber........

...... oft ist sie einfach etwas unseriös und nicht ganz wahrhaftig.

Die Presse ist keine Lügenpresse, aber ...
Beispiele:
Immer wieder wird von den etablierten Parteien bei jeder sich bietenden Gelegenheit die ungeliebte AFD mit ihrer Vorsitzenden Frauke Petri mit ihrem "Schießbefehl" zitiert.

Was sagte sie eigentlich wörtlich?
"Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf Flüchtlinge schießen.  Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt."

Vermisst habe ich auf allen Medien-Ebenen Aussagen von Verantwortungsträgern, die folgendes viele Monate vor!!!! Petri äußerten:
Frank Osterweg (CDU): "Die Polizei muss solche Horden mit allen Mitteln stoppen  -  auch unter Anwendung von Schusswaffen."

Boris Palmer (die Grünen) sagte ebenfalls Monate vor Petri: "Die Außengrenzen sind zu schließen,  notfalls bewaffnet."

Auch unser moralisches Vorbild, der Kirchenmann Bedford-Strohm (EKD), der besonders gegen die AFD hetzt, sagte ebenfalls Monate vor Petri wörtlich: "Nächstenliebe schließt aber nicht aus, in bestimmten Situationen zum Schutz von Menschen Gewalt anzuwenden."

So leicht ist also ein ganzes Volk zu manipulieren, indem man Aussagen von unliebsamer Konkurrenz immer und immer wieder ins Feld führt, andere aber, mit ähnlichem Inhalt, schlichtweg verschweigt. Vor Jahrzehnten hat der SPIEGEL den damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß permanent als Kriegsminister verunglimpft. Er war einer der fähigsten Köpfe, die das Land hatte, seine Reden hatten oft mehr Gewicht und Aussagekraft als das Gelabere des ganzen Bundestages.
Warum wird nicht ehrlicher, sachlicher,  ausgeglichener und seriöser berichtet? Da spielt die um sich greifende Gottlosigkeit sicherlich eine Rolle.
Da es keinen Gott und somit keinen vorgegebenen Sinn gibt, gibt es auch keine allgemein gültige Wahrheit;  jeder hat seine eigene, daher bestimmen wir selbst, wer und was wir sind.
Vergessen wir nicht: Die Preisgabe der Wahrheit führt in die Unfreiheit. Bereits heute ist es gefährlich,  laut zu denken, wenn das Gedachte nicht ins Weltbild der ver-öffentlichten Meinung passt.
Wir sind ein Land mit noch freier Meinungsäußerung.  Im Leserbrief darf man alles schreiben, nur, es wird nicht mehr alles geduckt. Die öffentliche Meinung ist keine mehr. Sie wird durch geschicktes Betonen oder Weglassen ver-öffentlicht. Man schreibt dem Volk vor, was es zu denken hat.

Das ist der eigentliche Skandal in unserer Medienwelt, der immer mehr um sich greift. Der "kleine Mann" aber durchschaut das langsam, glaubt gar nichts mehr und wendet sich von allem Etablierten ab.
In seiner Wut spricht er von Lügenpresse. Dem kann ich nicht zustimmen. Aber ganz wahrhaftig und seriös wären die Medienleute, wenn sie weniger mit zweierlei Maß messen würden.  -  Kurz  -  wir werden betrogen, ohne dass direkt gelogen wird.

Menschen der Bibel sagen folgendes:   "Wir haben uns bewusst entschieden, nicht mit unwürdigen Methoden zu arbeiten, bei denen wir das Licht des Tages scheuen müssten. Wir greifen nicht zu betrügerischen Mitteln und verfälschen Gottes Botschaft nicht. Im Gegenteil, weil wir uns Gott gegenüber verantwortlich wissen, machen wir die Wahrheit bekannt, und gerade dadurch empfehlen wir uns dem Gewissen jedes einzelnen Menschen.

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Freitag, 23. September 2016

Laufen bis nix mehr geht; Berlin-Marathon 2016


Der Legende nach lief der Militärbote Pheidippides 490 v.Chr. 40 km von Marathon nach Athen an einem Stück. Als er ankam rief er "euangelio, wir haben gewonnen" und brach tot zusammen. Am Anfang steht häufig eine scheinbar übermenschliche Leistung. Niemand scheint das bewältigen zu können. Doch dann machen sich Menschen dieses Übermenschliche zum Ziel, bis sie es erreichen. Als Bach seine Sonaten und Partiten für Solovioline komponierte, konnte das niemand spielen. Doch die Violinisten haben so lange daran gearbeitet, bis sie das spielen konnten. Ich habe diese auf Doppel CD und kann kaum glauben, dass da nur eine Violine zu hören ist.

Am 25.09. findet in Berlin der jährliche Marathonlauf statt. Menschen leisten, was früher unmöglich schien. 42,195 km werden am Stück gelaufen. Menschen, die an ihre Grenzen gehen, die sich ein Ziel gesetzt haben und nicht nachlassen, bis sie es erreicht haben. Zielstrebigkeit, Kampfgeist und der Glaube, es zu schaffen, die sich verbinden. Das geschieht in vielen Dingen des Lebens. Manch einer baut so seine Karriere. Ob das, was mir wichtig ist, am Ende auch wirklich wichtig und gut ist, sei mal dahingestellt. Das Ziel von Henkler und Koch, die meisten Waffen weltweit zu verkaufen, halte ich für eine perverse Leistung, die in einem den Frieden liebenden Land verboten werden müsste.

Engagement ja, aber wofür. Denn wenn ich ein Ziel habe, werde ich alles daran setzen, es zu erreichen. Und wenn ich es dann erreicht habe und feststellen muss, dass es mir gar nicht das bringt, was ich mir erwartet habe, war mein Engagement eine Fehlinvestition. Prozentual gesehen ist die höchste Selbstmordrate unter Millionären. Sie haben alles erreicht und stellen fest, dass das eben doch nicht das Leben ist. Während arme Leute noch von Reichtum träumen, stellen die Reichgewordenen fest, dass das zwar die berühmte Beruhigung ist, aber den Hunger der Seele nicht stillen kann. Erinnert mich an Jesus, der mal sagte, dass es dem Menschen nichts nützt, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber dabei die Seele zu kurz kommt, ja tiefen Schaden nimmt.

Kampf und Engagement ja, aber wofür? Paulus schreibt, dass viele in der Kampfbahn laufen und doch nur einer den Siegeskranz empfängt. Was er hier im Bild meint, ist nicht Geschwindigkeit sondern Thema. Also nicht der, der am schnellsten lebt ist hier der Sieger, sondern der, der für das Richtige lebt. Das Richtige ist, was dem Leben dient, es fördert und sich entfalten lässt. In Anbetracht dieser Welt, wird genau das Gegenteil gelebt. Die Menschheit zerstört Leben in allen Gattungen. Zwar schnell, aber eben pervers, dem Gegenteil des Lebens dienend. Die wirklich dem Leben Dienenden sehen selten einen Lorbeerkranz. Sie tun das Richtige und werden gesellschaftlich kaum wahr genommen. Dafür bekommen Kriegstreiber den Friedensnobelpreis.

Ich bewundere die Marathonläufer. Sie gehen an ihre Grenzen und tun sich doch etwas Gutes an. Trotz aller Schmerzen und Krämpfe. Wir Christen haben auch ein Ziel. Leben aus Gott. Ein Ziel, dass diese Welt nicht hat, ja sogar belächelt und verlacht. Als Marathonläufer rennen wir gegen einen Sturm an. Das kostet Kraft und kann ermüden und resignativ machen. So wie Umweltschutz und Friedensbewegung gegen Windmühlenflügel zu kämpfen scheinen, so erlebt sich der Christ nicht selten selbst in seiner Umwelt. Scheinbar siegt immer die Ungerechtigkeit, das Böse. Aber abgerechnet wird zum Schluss. Und vieles, was sich hier herrlich darzustellen scheint, wird sich als Schrott erweisen und auf dem Müllplatz Gottes landen. Und vieles, was hier so unscheinbar zu sein scheint, wird in Herrlichkeit erstrahlen. Es gibt eben auch eine Punktwertung und Gott ist die Jury.

Und eines ist im Christsein erlaubt, was Sportler nicht dürfen: Dopen. Unser Dopingmittel nennt sich Heiliger Geist, Gott in uns. Er gibt Kraft, Trost und ein klares Ziel vor. Was Ihn angeht, kann der Mensch niemals überdosiert sein.


Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

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Mittwoch, 21. September 2016

Nachruf! Mein Bauch gehört mir.

Mein Bauch gehört mir.
Am 17. September fand in Berlin der jährliche "Marsch des Lebens" statt. Die Bezirksämter wollten sich dagegen stellen, eine Gegendemonstration sollte mit Stinkbomben und Gülle auflaufen. War es so? Ihre Begründung lautet, dass da "christliche Fundamentalisten auf Mittelalterniveau" gegen Abtreibung demonstrieren. Und diese selbstgerechten, dümmlich unaufgeklärten Menschen nennen sich dann auch noch Freunde des menschlichen Lebens.

Erstens, ich finde als Christ Fundamentalisten jeglicher Art zum Erbrechen. Wer ernsthaft Christ sein will, dem steht eine fundamentalistische Haltung nicht zur Verfügung, denn die ist Jesus Christus nicht zu eigen. Der Christ ist liebe- und verständnisvoll. Ja, da werden auch Fundamentalisten mit marschieren. Aber eben vor allem Christen und andere Leute, denen das ungeborene Leben nicht egal ist.

Wer sich ein wenig Bildung aneignet, und nur der, der das tut, darf zu diesem Thema mitreden, wird eines feststellen. Von der biologischen Forschung her ist erwiesen, dass mit der Befruchtung der Eizelle im weiblichen Uterus von Beginn an alle Anlagen des menschlichen Lebens vorhanden sind. Der Embryo ist mehr als nur ein biochemischer Klumpen. Dein Bauch gehört dir? Nun, den darfst du ja auch gern behalten. Aber das Leben, das in dir heranwächst ist ein eigenständiger Mensch, über dessen Lebensberechtigung du nicht zu entscheiden hast.

Ich bin weit davon entfernt, Frauen, die abtreiben zu verurteilen. Steckt doch hinter dieser Entscheidung häufig eine große seelische und soziale Not. Die Seelsorge hat mich gelehrt, dass keine Frau abtreibt ohne einen eigenen seelischen Schaden davon zu tragen. Wenn hier einer demonstrieren will, dann bitte für eine Gesellschaft, in der niemand allein gelassen wird. Das Problem der Abtreibung ist, bis auf Ausnahmen, ein gesellschaftliches Problem. Wir sind weder familien- noch kinderfreundlich. Hier müssen Lösungen geschaffen werden, dass Frauen und Mädchen geschützt und mit Perspektive, und sei es eine spätere Adoption durch Menschen, die sich ein Kind wünschen, aber nicht bekommen können, aufgefangen, unterstützt und begleitet werden. Eine Abtreibungsideologie ist nicht nur dumm, sondern böse.

Ich glaube an einen Gott des Lebens. Kein Leben entsteht aus Versehen. Alles menschliche Leben ist zutiefst von Ihm gewollt.
                                                                 Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

Zwei weitere Hinweise zu dem Thema:
  1. Ein starker Film jetzt in den Kinos :http://www.kino.de/film/24-wochen/
  2. Unsere Unterseite zum Thema Abtreibung: www.abtreibung.hierinberlin.com
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