Donnerstag, 31. März 2016

Wie hoch ist bei Gott eigentlich der Mindestlohn?

Wie hoch ist bei Gott eigentlich der Mindestlohn?
Ich erinnere mich eines Praktikums vor langer Zeit. Ich hatte Quartier bei einer älteren Schwester im Glauben, die leicht zwanghafte Neigungen hatte. Wenn ich früh los musste, ließ sie nicht zu, dass ich das Haus verlasse, bevor sie mir die Herrnhuter Tageslosung vorlas. So ähnlich, dachte ich, ist das mit den Leuten, die, bevor sie in den Tag starten, unbedingt ihr Tageshoroskop lesen müssen. Sowas ist symptomatisch.

Es gibt Frömmigkeitsstile, die einfach nur nervend und dem Gott der Liebe nicht angemessen sind. Das sind Leute, die anderen, wenn auch in bester Absicht, das Leben schwer und ein schlechtes Gewissen machen. "Machst du auch täglich deine Bibellese? Hältst du täglich stille Zeit im Gebet?" Und wenn dich jemand so richtig fertig machen will, fragt er dich: " Wie soll Gott dich denn segnen, wenn du dich nicht an seine Regeln hältst?"

Nun, rollen wir die Dinge doch mal von hinten auf. Bibel lesen, Beten? Das sind gute und wichtige Gewohnheiten, die dem Menschen eine stabile Lebensgrundlage geben. Aber auf Zwang? Väter und Mütter sind, wenn sie verantwortlich leben, für ihre Kinder da. Sie freuen sich, wenn ihr Kind sich ihnen anvertraut; mit Worten und ihrem Leben. Und sie freuen sich, wenn das Kind, wenn es auf Reisen ist, den Brief liest, den sie ihm schreiben. Aber, wollen sie ernsthaft, dass das Kind aus einem Pflichtgefühl heraus mit Vater oder Mutter redet; aus einem Zwang heraus Ihren Brief liest?

Ich persönlich lehne es zutiefst ab, mich auf Zwang zu unterhalten oder unterhalten zu werden. Wir alle kennen diese Smaltalkgespräche, bei denen man sich eigentlich nichts zu sagen hat, aber dann auf Krampf über das Wetter oder sonstige Belanglosigkeiten redet, nur damit man redet. In einer Folge der alten Serie Kung Fu gibt es eine schöne Szene, wo der Protagonist Caine von jemandem tagelang zugetextet wird, selbst aber nie darauf antwortet. Irgendwann ist die Quasselstrippe dann so genervt, dass sie Caine vorwirft, er sei ohne Geist, weil er keine Worte hätte. Caine antwortet dann kurz und knapp: " Wenn deine Worte nicht besser sind als Schweigen, solltest du besser schweigen". Das gilt bei Menschen wie bei Gott.

Sicher, gute Angewohnheiten und Lebensstruktur sind hilfreich. In diesem Sinn ist Gesprächs- und Lesekultur nicht von der Hand zu weisen. Jedoch gilt auch hier die alte Grundsatzfrage des alten Goethe: "Amboss oder Hammer sein?" Bin ich noch Herr über meine Gewohnheiten oder mittlerweile zwanghaft an sie versklavt? Habe ich das Bedürfnis mit Gott zu reden, Seine Heilige Schrift zu lesen oder zwinge ich mich dazu, mit einem heimlichen Blick auf die Uhr, wann ich denn meine "Pflicht" erfüllt habe. Solche Kinder will kein Mann, keine Frau und erst recht Gott nicht haben.

Mit Gott leben heißt, in einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung zu leben. Da gibt es nichts, das ich mir "verdienen" kann, sondern nur, dass ich Ihm und Er mir Freude bereitet. Er ist für mich da, interessiert sich für jedes Detail meines Lebens. Diese Liebe, mit der Gott mich in Jesus ergreift, treibt mich in Seine Arme. Darin liegt mein Bedürfnis mit Ihm zu reden, meine Neugierde Seine Schrift zu lesen. Das führt, von Person zu Person unterschiedlich, zu einer guten Gewöhnung, aber nie zu Zwangsneurosen. Einfach nur deshalb beten und lesen, weil ich Ihn lieb habe und Seine Gegenwart suche. Und  wenn ich nicht lesen oder sprechen mag, weißt du eigentlich, wie schön es sein kann, mit Gott einfach nur ganz kuschelig zu schweigen?

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.com
(c): fotolia.com | #75092912 | Urheber: alphaspirit

Donnerstag, 24. März 2016

Trauer um Westerwelle?

Trauer um Westerwelle?
Schon seltsam, solange öffentliche Persönlichkeiten im Amt und tätig sind bekommen sie ununterbrochen Prügel, Kritik und Infragestellung. Zumindest von der Presse und den Medien, die sich ihrer journalistischen Verantwortung bewusst sind und keine Sklaven der Atlantikbrücke. Doch sobald diese Persönlichkeiten abtreten, wird Trauer und der oder die Verstorbene als unersetzbare Lücke geheuchelt.


Wie ist das nun bei Guido Westerwelle? Zunächst sollte man erstmal konstatieren, dass hier ein Mensch nach langer Krankheit und statistisch lange vor seiner Zeit gehen musste. In den letzten Interviews, die ich mit ihm hören konnte, wirkte er sehr gereift, man möchte fast sagen erwachsen. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ein Mensch mit einer tödlichen Krankheit von vielem Alltäglichen Abstand gewinnt und diese gesellschaftspolitischen Dinge bedeutungsärmer werden. Soweit ich mitbekommen habe, war er von ihm nahen Menschen in der letzten Zeit gut betreut worden. Das hat etwas tröstliches; ein Mensch sollte nicht allein sterben.

Seine Politik habe ich nie gemocht. Hier sollte Person und Sache getrennt werden. Um den Menschen Westerwelle tut es mir aufgrund seines frühen Todes leid. Um den Politiker nicht. Er war ein exemplarischer Vertreter des Neoliberalismus. Als Diener des Volkes war er in seinem politischen Verhalten zuerst der Hochfinanz hörig. "Wer arbeitet muss mehr im Portemonnaie haben als der, der nicht arbeitet." war einer seiner Standardsätze. Das klingt zunächst fair und gerecht. Nur, in Anbetracht dessen, dass er gegen den Mindestlohn war, weil sich ja angeblich "der Markt selbst reguliert", war diese Forderung wohl sehr rhetorisch. Denn, wenn jemand, der voll arbeitet und dann so wenig verdient, dass er seine Kosten kaum bestreiten kann, wie viel weniger soll denn dann der bekommen, der nicht arbeiten (kann)? Nein, er war kein Freund des einfachen arbeitenden Volkes. Damit ist er als Minister, was ja übersetzt nichts weiter als Diener heißt, dem Volk gegenüber nicht gerecht geworden.

Als Politiker werde ich ihn kein bisschen vermissen, so wie ich ein Großteil unserer Politiker nicht vermissen würde. Als Mensch wünsche ich ihm, dass er jenseits der politischen Macht das Leben noch einmal von seiner eigentlichen Wirklichkeit her kennen lernen konnte. Ich kann ja bezüglich seiner Seligkeit oder Unseligkeit nichts sagen. Aber mir ist zu Ohren gekommen, dass Gott sich gelegentlich sogar über FDP Politiker erbarmt. Nun lieber Guido, das wünsche ich dir. Kyrie eleison.


Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.com
(c) wahlplakat 2009 stefan karstens.de


Montag, 21. März 2016

Ostern, Gottes einmaliges Geschenk für die Menschheit.

Ostern, Gottes einmaliges Geschenk für die Menschheit.
Ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht, was wir am Osterfest eigentlich feiern.
Die meisten Christen,  denen ich diese Frage stellte, antworteten mir: Jesus starb für die Vergebung meiner Sünden, damit ich in den Himmel komme. Einige erweitern ihre Aussage darin, dass Jesus Auferstanden ist, um zurück zu seinem Vater in den Himmel zu gehen.
Doch was bedeutet die Auferstehung Jesu für mein Leben, und das aller Menschen, fragte ich mich?

Ich gehe mit meinen Gedanken mal kurz auf die ersten Seiten der Bibel zurück.
Gott schuf den Menschen zu SEINEM Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1. Mose 1,27
Gott schuf also den Menschen um mit ihm in Gemeinschaft zu leben.
ER liebt den Menschen so sehr, dass ER immer mit uns in Verbindung sein wollte.
So hat ER uns einen Geist geschenkt, der mit SEINEM Geist in Verbindung stand.
Um diesen Zustand zu erhalten, gab ER uns ein einziges Gebot, der Mensch sollte nicht von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen. An dem Tag an dem der Mensch davon isst, wird er des Todes sterben. (1. Mose 2,17)
In der Form einer Schlange kam Satan und stellte die Behauptung auf: „ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern sein wie Gott und wissen was gut und böse ist.“ (1. Mose 3,4-5)
Der Mensch glaubte der Lüge des Satans.
Er meinte sich dadurch aus der  abhängigen Glaubensbeziehung zu Gott lösen zu können, um einen unabhängigen Status einnehmen zu können.
Selbst zu entscheiden, was für ihn gut sein würde.
Weil der Mensch der Lüge des Satans glaubte, und dadurch Gott zum Lügner machte, starben er zwar nicht körperlich, doch  sein Geist starb.
So wurde die lebendige Verbindung Gottes Geist zu unserem Geist zerstört.
Doch Gott in SEINER unendlichen Liebe zu uns Menschen, fand eine Lösung, um mit uns wieder in lebendiger Gemeinschaft leben zu können.
ER kam in Jesus Christus als Gottes Sohn in Menschengestalt auf die Erde.
Jesus lebte mitten unter uns in voller Verbindung zu seinem Vater in Himmel.
Jesus und der Vater im Himmel  waren immer eine Einheit.
Jesu Ausspruch: „Ich und der Vater sind Eins“ oder „wer mich sieht, sieht den Vater im Himmel“ verdeutlichen dies.
Jesus Christus, geistlich am Leben, gab sein Leben für uns am Kreuz von Golgatha dahin.
So hat ER uns SEIN Leben geschenkt.
Das bekennt Paulus in den Brief an die Galater: „Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich für mich dahingegeben. (Gal 2,20 )
Das feiern wir am Osterfest.
Nicht nur die Vergebung und Versöhnung mit Gott unserem Schöpfer, sondern durch den
Auferstanden Christus, haben wir neues geistliches Leben geschenkt bekommen.
Das bekennt Paulus auch im Brief an die Epheser:
„Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht. (Eph „,4-5)
Dadurch  verbindet sich Gottes Geist wieder mit unserem Geist und wir sind wieder eine lebendige Seele.
Unser ewiges Leben in der Gemeinschaft mit Gott unserem Schöpfer, beginnt also schon hier auf der Erde. Wir brauchen und können ja auch gar nicht da  zu beitragen.
Keine Anstrengungen „ein guter Mensch“ zu sein.
Nur Jesus Christus in uns wohnen zu lassen.
Welch ein einmaliges und wunderbares Geschenk unseres Gottes!

                                        Geschrieben für - Gott in Berlin -  Lucie Reichert/ Berlin-Tempelhof
(c)-Right: fotolia.com | #104761396 | Urheber: Gino Santa Maria

Dienstag, 15. März 2016

"Abschied von einem Freund" oder "Der Himmel ist nicht leer"

"Abschied von einem Freund" oder "Der Himmel ist nicht leer"
Letzte Woche musste ich Abschied von einem guten Freund nehmen. Der Krebs hat ihn mit gerade mal 55 Jahren hinweggerafft. Die Wochen zuvor besuchte ich ihn im Hospitz. Er war in seinem Leben nie ernsthaft mit der Frage nach Gott in Berührung gekommen. Dementsprechend groß war da natürlich die Angst vor dem Sterben. Wenn man denkt, dass mit dem Tod alles vorbei ist und man denken muss, dass man im Nichts versinkt, ist das nur allzu verständlich.

Ich habe ihm keine weltanschaulichen Vorträge gehalten, aber doch meine Begegnung mit und mein Vertrauen zu Gott bezeugt. Ich sagte ihm, dass ich ihm wünsche, dass er angstfrei sterben darf. " Nimm es doch wie Reisefieber, was man hat, wenn man ein fremdes Land besucht. Ich verspreche dir, dass du abgeholt wirst". Er antwortete, dass er nichts dagegen hätte und er das gern so erfahren würde. Dementsprechend richtete ich meine Gebete für ihn aus. Und sie wurden erhört. Eine Woche vor seinem Sterben wurde er ruhig und seine Angst verflüchtigte sich. An seinem vorletzten Tag auf dieser Welt hatte er einen Traum. Dort sah er ein ihm unbekanntes Land und Engel, die ihm zuriefen "Harald, komm herüber". Dieser Traum hat ihn und auch mich tief getröstet. Er ist dann ganz friedlich und versöhnt gestorben.

Gott liebt Seine Menschen und lässt sie im Sterben nicht im Stich. Dass Er das selbst bei denen tut, die Ihn in diesem Leben nie begegnet sind, zeigt mir, dass Seine Liebe im wahrsten Sinne des Wortes unbegreiflich ist. Gnädig sterben zu dürfen ist ein großes Geschenk. Und wenn Gott einem dann die Gewissheit schenkt, dass Er sich meiner annimmt, dann entsteht selbst auf dem letzten Weg eine Freude, die mir alte Christen häufig als Heimweh nach dem Himmel beschrieben haben. Ich kenne einen Pastor, der jede Predigt mit dem Satz schließt " Der Himmel ist nicht leer und Gott nur ein Gebet entfernt". Amen. So ist es und so soll es sein.

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.com
("Mr Tii" auf FB)
Foto von Stefan Kühle (Rechte Theater Hagen)

Donnerstag, 10. März 2016

Vertrauen ist der Anfang von allem!

Mit diesem Spruch begann vor etlichen Jahren (vor 2008) ein Werbeslogan.. ausgerechnet von einer Bank. Diese Bank musste später (nämlich genau nach 2008) vom Steuerzahler gerettet werden. Und die armen Menschen, die dieser Bank vertraut hatten, waren ihr Geld los.

Vertrauen ist der Anfang von allem!
Wer nicht vertrauen kann, ist im Grunde lebensunfähig. Wir machen uns gar nicht klar, wie häufig wir blind vertrauen. Wir steigen in Busse und Bahnen, von denen wir einfach erwarten, dass sie uns heil ans Ziel bringen. Nur wenn wir in den Nachrichten von katastrophalen Unfällen hören, wird uns für einen kurzen Moment bewusst, wie gefährlich wir eigentlich leben. Doch das blenden wir ganz schnell wieder aus. 6000 Verkehrstote im Jahr hindern uns nicht daran, in unser Auto zu steigen.. selbst auf die Gefahr hin, selbst in der nächsten Statistik der Verkehrsopfer aufzutauchen.

Keine Angst, ich plädiere hier nicht zur Rückkehr zur Pferdekutsche (da gab es auch Verkehrstote).  Aber mal darüber nachdenken, dass wir nur durch Vertrauen leben können! Die Frage ist einfach nur die, wem oder was wir vertrauen (können). Wir vertrauen, dass uns die Sonne nicht mehr oder zu wenig Temperatur zukommen lässt, um zu überleben. Wir vertrauen der Gravitationskraft, den Lebensmitteln, die wir kaufen. Wir vertrauen ganz selbstverständlich blind den Gegebenheiten. Die Menschen, die so etwas nicht können bzw. denen die Kraft zu vertrauen genommen wurde, verschanzen sich in ihrer Wohnung (in der sie ebenfalls Angst haben) und werden von uns Angstneurotiker genannt.

Die Hauptaussage der Bibel ist ebenfalls die, dass das Vertrauen nicht nur der Anfang von allem ist, sondern dass es rettet, hindurch trägt. Ja, dass ohne Vertrauen Leben gar nicht möglich ist  (zumindest kein ewiges). Das meint der Begriff GLAUBE. Glaube ist etwas anderes als "nichts genaues weiß man nicht, aber es könnte ja sein, dass..". Glaube, von dem die Bibel redet, hat ein klares Gegenüber, dem ich vertraue, mich mit allem was ich bin und habe anvertraue. Dieses Gegenüber ist Gott. Also genau Der, Der dafür sorgt, dass die Sonne uns nicht verheizt bzw. erfrieren lässt (oh mögen wir Menschen Ihm da doch nicht ins Handwerk pfuschen.. aber das tun wir leider).

Und es ist schon seltsam. Wir vertrauen unseren Anlageberatern, von denen wir doch eigentlich wissen, dass sie in erster Linie an ihre Gewinnprämie denken (müssen). Das hat etwas mit unserer eigenen Gier zu tun, denn, wenn wir ehrlich sind, ist es die Gier nach mehr, die uns im Herzen mit diesen Anlageberatern verbindet. Der will, was wir wollen: MEHR. Dass der gegen uns arbeiten könnte, weil er für sich und nicht für uns denkt, kommt uns kaum in den Sinn, denn Gier macht blind.

Nur bei Gott, dem Schöpfer aller Kreaturen, vom Stein bis zum Hund (der Mensch steht irgendwo dazwischen, denn wir sind selten so treu wie ein Hund) da sind wir skeptisch. Sollte Gott uns das Leben gönnen? Meint Er es gut mit uns. Nein, Der muss sich ersteinmal rechtfertigen für den ganzen Mist, den wir Menschen so anstellen. Wir sind an dieser Stelle so billig lächerlich.

Gott will einfach nur Der sein, Der Er ist, Gott. Der Schöpfer allen Daseins.. auch unser "Hersteller". Würden wir das begreifen, würden wir Ihm vertrauen, wir wären eine Menge Ängste los und würden die (sicher, nicht alle) Banken und Anlageberater zum Teufel jagen, wo sie hingehören. Und vor der Fahrt mit dem Auto, dem Bus oder der Bahn eine kurze Bitte an Ihn senden, dass Er uns bewahren möge. Denn hier, und genau hier bei Ihm macht Vertrauen Sinn, schafft uns eine echte Lebensgrundlage.. auf ewig.


Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.com
(c)-Foto: fotolia.com | #69187919 | connel_design 


Sonntag, 6. März 2016

Da bleibt selbst gläubigen Christen und Moslems die Spucke weg.

Da bleibt selbst gläubigen Christen und Moslems die Spucke weg.
Am 25. 3. 1896 hielt der fast 91-jährige Georg Müller bei seiner erstaunlichen  Rede in Bristol die Zuhörer in atemloser Spannung. Er bezeichnete sein Missionswerk als göttliches Unternehmen, dessen Erfolg ausschließlich von seinem glaubenden Gebet abhängig ist. Joh. 14,12-14 nahm er einfach wörtlich.
Er sprach an diesem Abend von dem allgegenwärtigen, Gebete erhörenden Gott. 

Im Laufe seines Lebens erhielt er von Gott als Gebetsantwort die Summe von 27 Millionen Mark, ohne je direkt oder indirekt Menschen um Spenden gebeten zu haben. Mit diesem gläubigen Vorgehen wollte er einer „ungläubigen Welt und einer halb-gläubigen Kirche beweisen, dass man sich auf Gott verlassen kann“. 
Mit dem erbeteten Geld druckte er 270 000 Bibeln, 1,5 Millionen NT, 21 000 Psalmen, 106 Millionen Traktate. Für 123 000 Kinder hat er in ganz Europa Schulen gegründet. Mit über 5 Millionen Mark unterstützte er weltweit hunderte von Missionaren.  Darüber hinaus baute er 5 Waisenhäuser mit 500 Zimmern für über 2000 Waisen. Die insgesamt 9000 Waisenkinder, die in 55 Jahren betreut wurden, bekamen täglich, wenn auch oft im letzten Moment, eine gesunde Mahlzeit. 

Kein Mensch auf Erden konnte sagen, dass er je um einen Penny gebettelt hat. Alle Einnahmen steckte der bescheidene Müller ins Reich Gottes. Er sagt: "Wenn ich einmal davon überzeugt bin, dass eine Sache richtig und zur Ehre Gottes ist, bete ich beständig dafür, bis die Antwort kommt. Der wichtigste Punkt ist, niemals aufzugeben, bis die Antwort kommt. 

"Der Anfang der Sorge ist das Ende des Glaubens, der Anfang wahren Glaubens aber das Ende der Sorge." 

An jenem Vortragsabend wurde einer seiner Mitarbeiter gefragt: "Wenn genügend Geld einkam und genug Speisen für die Kinder in den Vorratskammern waren, wie war dann die Gemütsverfassung und der Geisteszustand von G. Müller? Antwort: "Wenn möglich, scheint seine Gemütsruhe beinahe größer,  wenn alle Geld- und Nahrungsmittel erschöpft sind." 

Ein Glaubensvorbild, das bis zum 20. Lebensjahr die verführerischen Vergnügungen dieser Welt genoss, sie letztlich aber alle für die Liebe Gottes hingab.  Wo wird Jesus bei seiner Wiederkunft einen solchen Glauben vorfinden?

Werner Zimmermann für GottinBerllin.com

(c)-Bildrechte: BRUNNEN-Verlag