Montag, 13. Juni 2016

Wie kann ich mir die Liebe Gottes zu uns Menschen vorstellen?

Wie kann ich mir die Liebe Gottes zu uns Menschen vorstellen?
Ich glaube, der bekannteste Text über die Liebe, steht in der Bibel im 1.Korinterbrief 13.
Dieser Text wird oft bei Trauungen zitiert, um dem neu Vermähltem Paar eine Vorgabe zu geben, wie sie in ihrem gemeinsamen Leben miteinander umgehen sollten.

Dort beschreibt Paulus: Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf. 1.Kor.13, 4 – 8.

Diese Art von Liebe ist kein Gefühl – sie ist eine Geisteshaltung, die sich  durch mein Verhalten beispielhaft ausdrücken sollte.  So dachte ich viele lange Jahre meines Lebens als Christ.
Doch so sehr ich mich auch bemühte, diese Art zu lieben, konnte ich aus eigener Kraft nie erreichen.
Ich erlebe auch, dass viele Menschen, die Christus ihr Leben anvertraut haben, diesen hohen Anspruch der Liebe nicht gerecht werden können und so verzagen. Sie messen sich und den Anderen  an diesem hohen Anspruch. Dadurch entsteht auch, oder gerade deshalb, so viel Streit und Unzufriedenheit in den Kirchen. Auch Menschen außerhalb christlicher Gemeinschaften beurteilen unser Verhalten aus dieser Perspektive.
Kommt es nicht oft genug vor, dass der einzelne Mensch Zweifel, an der Liebe Gott,  zu sich hat?
Wie kann er denn nun, dem Anderen mit dieser vollkommenden Liebe begegnen, wenn er selber unsicher ist, ob Gott ihn von ganzem Herzen liebt?
Was beschreibt Paulus hier den Korinther?  Wie wir als Menschen einander begegnen sollen, oder ist  es nicht so, dass er uns in diesem Text, Gott beschreibt?
Wie also können wir Menschen uns nun die Liebe Gottes zum Menschen vorstellen?
Die Bibel sagt uns: „Gott ist die Liebe“ (1. Joh 4,8)

Lies einmal den Text so, in dem du das Wort Liebe mit Gott ersetzt.
Das liest sich dann so:   Gott ist langmütig und  freundlich zu Ihnen.
Gott eifert nicht, ER treibt nicht Mutwillen,
ER bläht sich nicht auf, ER verhält sich nicht ungehörig, ER sucht nicht das Seine,
ER lässt sich nicht erbittern, ER rechnet das Böse nicht zu, ER freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, ER freut sich aber an der Wahrheit; ER erträgt alles, ER glaubt alles;
ER hofft alles, ER duldet alles.  Gottes Liebe hört niemals auf.
Weil Gott die vollkommende Liebe ist, dürfen wir uns von IHM geliebt wissen.
Egal wie du bist und welche Schuld du auf dich geladen hast.
ER liebt dich, in und durch Jesus Christus bedingungslos.
Wenn du das glaubst und dein Leben durch Jesus Christus gestalten lässt,
dann schenkt dir Jesus diese Gottes – Liebe.
Du kannst dich und deinen Nächsten mit den Augen Jesu sehen und lieben.
Denn kein Mensch ist zu dieser Liebe fähig.
Nur Jesus Christus in mir und in dir, kann diese Liebe bewirken.

Als ich das erkennen durfte, ist mir eine große Last von der Seele genommen worden.
Ich brauche mich nicht unmenschlich anstrengen, um den anderen mit dieser Gottes – Liebe zu begegnen. Jesus Christus, der Herr über mein Leben, schenkt mir diese Liebe zu meinem Nächsten.
Lass du dir auch diese Liebe schenken, in dem du Jesus Herr über deinem Leben sein lässt.

geschrieben von Lucie Reichert für Gott in Berlin.
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