Freitag, 30. September 2016

What would Jesus do?


What would Jesus do?
Eugen Drewermann antwortete, nachdem er aus der Katholischen Kirche ausgetreten war, auf die Frage, warum er nicht in die Evangelische Kirche eingetreten sei: " Es ist einfach, ein Katholik zu werden und es ist auch einfach, ein Protestant zu werden. Aber es erscheint mir fast unmöglich, ein Christ zu werden".

Als sich in Hamburg, in den Neunzigern die Jesus Freaks gründeten, kamen die Leute aus der Punk- und Drogenszene. Sie hatten keine Ahnung von Kirche und Theologie, fingen gerade erst an, die Bibel zu lesen. Aber sie hatten eine Jesus- Begegnung gehabt. So gaben sie sich, in der Frage, wie sie leben sollen nur einen Leitsatz, mit dem sie das Christsein auf den Punkt brachten: "What would Jesus do?", Was würde Jesus tun?

Viele, die sich Christen nennen, haben eine Tradition, die sie leben, einen Moralkodex. Sie leben in einem Regelwerk. Und wenn sie dagegen verstoßen, ist das ein totes System, gegen das sie verstoßen. Wie viel ernster nahmen die Jesus Freaks Jesus, der nicht sagte: lernt ein paar Regeln und Gebräuche und lebt danach, sondern: komm und folge mir nach. Das heißt, in einer lebendigen Beziehung zu Ihm leben.

Stell dir vor, jeder Christ würde sich in jeder Situation seines Lebens fragen: What would Jesus do? Im Umgang mit der Frau, dem Mann, den Kindern. Was würde Jesus tun? Im Umgang mit dem Chef, den Kollegen, den Angestellten; dem Flüchtling, dem Busfahrer, dem Nachbarn. Was würde Jesus tun? In der Diskussion am Stammtisch, im Gemeinderat. Was würde Jesus tun?

Würden wir mit dieser Frage ständig leben, wir würden in schlimme Krisen geraten. Denn wenn wir so leben, gibt Er als der Lebendige Antwort. Aber die gefällt uns dann häufig nicht. Wir wollen doch unsere Macht ausleben. Wir wollen doch über den anderen schlecht reden und denken. Wir wollen doch wichtig sein und uns selber feiern. Wir wollen doch größer und besser sein als der jeweils andere. Was, wenn wir uns wirklich jedesmal Seiner Gegenwart bewußt wären und Ihn fragen würden: Herr, was würdest du jetzt an meiner Stelle tun? Das würde uns durcheinander bringen, uns unserer eigenen Armseligkeit vorführen. Dann doch lieber ein totes religiöses System, dass mich nur gelegentlich infrage stellt. Aber Christsein ist nunmal, in einer Liebesbeziehung mit dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus leben.

Insofern hat Bruder Drewermann wohl recht, dass es leicht ist, ein Katholik oder Protestant, aber fast unmöglich ein Christ zu werden. Ist das so? Wer diskutiert mit mir darüber?

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de.

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Mittwoch, 28. September 2016

Gesprächsforum und die Illusion von der Integration

"Gesprächsforum" und die Illusion von der Integration

Das Gesprächsforum Leben + Glauben ist ein niederschwelliges Format, zu dem auch Freunde und Kollegen eingeladen werden können. In gehobener Atmosphäre des Best Western in Steglitz werden provokante Themen behandelt. Gestern referierte ein ehemaliger Moslem zum Thema "Warum ich kein Terrorist geworden bin".

Mit knapp 150 Teilnehmern an neunzehn Tischen war die Veranstaltung des Gesprächsforum Leben+ Glauben ausgebucht. Der "Große Saal" des Best Western in Steglitz war wie zu einem Gala-Dinner eingedeckt. Das Buffet war vorbereitet. Kellner, ältere Herrschaften, Männer in Anzügen und Damen in formalen Kostümen liefen durch den Saal und schauten nach ihren Tischkarten. Wir hatten uns für Dresscode "Smart Casual" entschieden. Das passt fast immer.

Begegnung mit den Fehlgeleiteten

Als Referent war der als politisch inkorrekt gehandelte Nassim Ben Imam angekündigt. Inkorrekt war er in vielerlei Hinsicht. Es fing damit an, dass er vor vielen Jahren als Moslem nach Deutschland gekommen war. Als zuwandernder Islamist war er davon ausgegangen, dass alle Deutschen Christen seien.

Christen gehören nach dem Koran zu den "Fehlgeleiteten". Waren doch die "Nazarener" gemäß mehrerer Suren mit den Juden "uneins über die Schrift". Deshalb musste der Koran als letzte Warnung und Aufklärung in "klarer arabischer Sprache" herabgesendet werden. Dass Christen Ungläubige sind, manifestierte sich für den Redner in den kurzen Röcken der Frauen, in der Werbung mit halbnackten Damen, Single-Haushalten und anderen Dingen, die er aus seiner Kultur nicht kannte.

Vom Terroristen zum Christen

Deshalb entschloss er sich, Terrorgruppen zu organisieren und die "wahre Leitung des Koran" im Rahmen asymmetrischer Konflikte durchzusetzen. Dieses Ziel hätte er wohl weiter verfolgt, wenn er nicht einen BGS-Beamten getroffen hätte, der ihm das Christsein der Bibel gemäß erklärt hätte. Den letzten Kick zu seiner Konvertierung bekam er, als er einige christliche Motorrad-Rocker kennen lernte. Ihre Art war für ihn überzeugend. So überzeugend, dass er den Verlust seiner gesamten sozialen Kontakte in die islamistische Szene in Kauf nahm und Christ wurde.

Das stellte einen Hochverrat gegenüber seiner bisherigen Religion dar und gefährdet bis heute sein Leben. Während sich die engste Familie so langsam wieder annähert und sein Vater inzwischen auch konvertiert ist, geht er davon aus, dass die Verwandten zweiten Grades mit seiner Ermordung sehr gerne "die Schande" von der Familie nehmen würden.

Seine Geschichte und theologische Ausbildung machen ihn zu einem Insider, der wie Nabeel Qureshi, fundiert über beide Seiten reden und entsprechende Vergleiche anstellen kann. Und genau hier wird es wieder politisch inkorrekt. Beschäftigt man sich mit dem Koran selbst, so unterscheidet sich dessen Hauptlinie maßgeblich von der Hauptlinie der Bibel. Gefühlte 80% beschäftigen sich mit den Qualen der Ungläubigen im Feuer des Jenseits, ein weiterer Teil iteriert die Geschichten von Noah, Abraham, Lot und Mose in einer äußerst lückenhaften Weise. Der erfahrbare und auf Beziehung zur Menschheit orientierte Gott der Bibel und die stellvertretende Übernahme unserer Schuld durch Jesus werden vehement abgestritten.

Die wenigsten Moslems haben jemals den Koran komplett gelesen. Das notwendige Wissen konzentriert sich auf wenige Punkte, nämlich dass der Koran nicht hinterfragt werden darf und dass sich der Gläubige sich durch die Armensteuer, regelmäßiges Gebet, das festgesetzte Fasten und das Glauben an das Jenseits auszeichnet.

Laut Nassim Ben Imam seien viele friedliche Moslems noch lange kein Beweis dafür, dass der Islam im Kern eine friedliche Religion sei. Auch sei aufgrund des religiösen Führungsanspruchs des Korans gar keine Integration in eine Gesellschaft von Ungläubigen vorgesehen.

Europa und die politische Korrektheit

Die politisch korrekte Abendland-Meinung wäre, dass man ja ohnehin nicht alles glauben könne, was in der Bibel stehe. Das seien nur Fabeln und Geschichten, die sich die Frauen am Lagerfeuer erzählt hätten. Gott sei schließlich überall, auch in den Bäumen und Pflanzen und den Tieren. Damit versucht sich der Ungläubige beim Moslem anzubiedern. Der Moslem nimmt den vermeintlichen Christen als jemanden wahr, der weder ein schriftliches Fundament hat, noch an den einen Gott als souveräne Person glaubt. Das bestätigt auch die Aussagen des Korans.

Der Koran bietet ein Fundament, das nicht hinterfragt werden darf. Bezüglich der Hingabe von "Gut und Blut" sowie im Eifer um den Ruf Muhammads ist selbst der säkularisierte Moslem dem "ungläubigen" Christen in der westlichen Welt überlegen. Hinzu kommt, dass Abtreibung bei Moslems kein Thema ist und die Verbreitung dieser Religion auf simple demographische Weise voranschreitet.

Der weltweiten Islamisierung ist mit europäischen Denkmustern nicht beizukommen. Im Kämmerlein werden sich islamische Führer weiterhin über die fundamentlosen Christen kaputtlachen, die in ihrer humanistischen Gutgläubigkeit nicht realisieren wollen, dass der Koran explizit zu Unwahrheit und Scheinverträgen mit Ungläubigen als taktisches Mittel aufruft (siehe Sure 9,4-5). Aber wer glaubt das hier schon?

Der Koran sagt dazu in Sure 13,42: "Allahs aber ist die List allzumal. Er weiß, was jede Seele tut, und wahrlich, die Ungläubigen werden schon sehen, wem der Lohn der Wohnung sein wird."

Prof. Rainer Mannel zitierte vor drei Jahren bezüglich der Konflikte in Syrien und Nordwestafrika: "Die Geschichte lehrt ständig, findet aber keine Schüler."

Auch im Mikrokosmos von Gemeinde ist zu erleben, was Konfuzius bereits sagte: "Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste."

Und Jesus stellt in Joh 8,45 fest: "Weil ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht."

Mögliche Lösung - Träume und authentisches Christsein

Der Moslem glaubt, dass seine Seele während des Schlafes zu Allah geht (Sure 6,60). Deshalb wird Träumen eine besondere Bedeutung beigemessen. Viele konvertierte Moslems hatten zunächst Jesus im Traum gesehen und dann nach Christen gesucht, die sie beim Durchschreiten der engen Pforte (Mt 7,13-14) begleiten.

An dieser Stelle sind Christen gefragt, die die Grundlagen ihres Glaubens kennen, diese ernst nehmen und authentisch im Alltag umsetzen. Solche Menschen hatten auch Nabeel Qureshi und Nassim Ben Imam überzeugt. 

Church Checker von Matthias Baumann

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Dienstag, 27. September 2016

Die Presse ist keine Lügenpresse, aber........

...... oft ist sie einfach etwas unseriös und nicht ganz wahrhaftig.

Die Presse ist keine Lügenpresse, aber ...
Beispiele:
Immer wieder wird von den etablierten Parteien bei jeder sich bietenden Gelegenheit die ungeliebte AFD mit ihrer Vorsitzenden Frauke Petri mit ihrem "Schießbefehl" zitiert.

Was sagte sie eigentlich wörtlich?
"Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf Flüchtlinge schießen.  Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt."

Vermisst habe ich auf allen Medien-Ebenen Aussagen von Verantwortungsträgern, die folgendes viele Monate vor!!!! Petri äußerten:
Frank Osterweg (CDU): "Die Polizei muss solche Horden mit allen Mitteln stoppen  -  auch unter Anwendung von Schusswaffen."

Boris Palmer (die Grünen) sagte ebenfalls Monate vor Petri: "Die Außengrenzen sind zu schließen,  notfalls bewaffnet."

Auch unser moralisches Vorbild, der Kirchenmann Bedford-Strohm (EKD), der besonders gegen die AFD hetzt, sagte ebenfalls Monate vor Petri wörtlich: "Nächstenliebe schließt aber nicht aus, in bestimmten Situationen zum Schutz von Menschen Gewalt anzuwenden."

So leicht ist also ein ganzes Volk zu manipulieren, indem man Aussagen von unliebsamer Konkurrenz immer und immer wieder ins Feld führt, andere aber, mit ähnlichem Inhalt, schlichtweg verschweigt. Vor Jahrzehnten hat der SPIEGEL den damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß permanent als Kriegsminister verunglimpft. Er war einer der fähigsten Köpfe, die das Land hatte, seine Reden hatten oft mehr Gewicht und Aussagekraft als das Gelabere des ganzen Bundestages.
Warum wird nicht ehrlicher, sachlicher,  ausgeglichener und seriöser berichtet? Da spielt die um sich greifende Gottlosigkeit sicherlich eine Rolle.
Da es keinen Gott und somit keinen vorgegebenen Sinn gibt, gibt es auch keine allgemein gültige Wahrheit;  jeder hat seine eigene, daher bestimmen wir selbst, wer und was wir sind.
Vergessen wir nicht: Die Preisgabe der Wahrheit führt in die Unfreiheit. Bereits heute ist es gefährlich,  laut zu denken, wenn das Gedachte nicht ins Weltbild der ver-öffentlichten Meinung passt.
Wir sind ein Land mit noch freier Meinungsäußerung.  Im Leserbrief darf man alles schreiben, nur, es wird nicht mehr alles geduckt. Die öffentliche Meinung ist keine mehr. Sie wird durch geschicktes Betonen oder Weglassen ver-öffentlicht. Man schreibt dem Volk vor, was es zu denken hat.

Das ist der eigentliche Skandal in unserer Medienwelt, der immer mehr um sich greift. Der "kleine Mann" aber durchschaut das langsam, glaubt gar nichts mehr und wendet sich von allem Etablierten ab.
In seiner Wut spricht er von Lügenpresse. Dem kann ich nicht zustimmen. Aber ganz wahrhaftig und seriös wären die Medienleute, wenn sie weniger mit zweierlei Maß messen würden.  -  Kurz  -  wir werden betrogen, ohne dass direkt gelogen wird.

Menschen der Bibel sagen folgendes:   "Wir haben uns bewusst entschieden, nicht mit unwürdigen Methoden zu arbeiten, bei denen wir das Licht des Tages scheuen müssten. Wir greifen nicht zu betrügerischen Mitteln und verfälschen Gottes Botschaft nicht. Im Gegenteil, weil wir uns Gott gegenüber verantwortlich wissen, machen wir die Wahrheit bekannt, und gerade dadurch empfehlen wir uns dem Gewissen jedes einzelnen Menschen.

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Freitag, 23. September 2016

Laufen bis nix mehr geht; Berlin-Marathon 2016


Der Legende nach lief der Militärbote Pheidippides 490 v.Chr. 40 km von Marathon nach Athen an einem Stück. Als er ankam rief er "euangelio, wir haben gewonnen" und brach tot zusammen. Am Anfang steht häufig eine scheinbar übermenschliche Leistung. Niemand scheint das bewältigen zu können. Doch dann machen sich Menschen dieses Übermenschliche zum Ziel, bis sie es erreichen. Als Bach seine Sonaten und Partiten für Solovioline komponierte, konnte das niemand spielen. Doch die Violinisten haben so lange daran gearbeitet, bis sie das spielen konnten. Ich habe diese auf Doppel CD und kann kaum glauben, dass da nur eine Violine zu hören ist.

Am 25.09. findet in Berlin der jährliche Marathonlauf statt. Menschen leisten, was früher unmöglich schien. 42,195 km werden am Stück gelaufen. Menschen, die an ihre Grenzen gehen, die sich ein Ziel gesetzt haben und nicht nachlassen, bis sie es erreicht haben. Zielstrebigkeit, Kampfgeist und der Glaube, es zu schaffen, die sich verbinden. Das geschieht in vielen Dingen des Lebens. Manch einer baut so seine Karriere. Ob das, was mir wichtig ist, am Ende auch wirklich wichtig und gut ist, sei mal dahingestellt. Das Ziel von Henkler und Koch, die meisten Waffen weltweit zu verkaufen, halte ich für eine perverse Leistung, die in einem den Frieden liebenden Land verboten werden müsste.

Engagement ja, aber wofür. Denn wenn ich ein Ziel habe, werde ich alles daran setzen, es zu erreichen. Und wenn ich es dann erreicht habe und feststellen muss, dass es mir gar nicht das bringt, was ich mir erwartet habe, war mein Engagement eine Fehlinvestition. Prozentual gesehen ist die höchste Selbstmordrate unter Millionären. Sie haben alles erreicht und stellen fest, dass das eben doch nicht das Leben ist. Während arme Leute noch von Reichtum träumen, stellen die Reichgewordenen fest, dass das zwar die berühmte Beruhigung ist, aber den Hunger der Seele nicht stillen kann. Erinnert mich an Jesus, der mal sagte, dass es dem Menschen nichts nützt, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber dabei die Seele zu kurz kommt, ja tiefen Schaden nimmt.

Kampf und Engagement ja, aber wofür? Paulus schreibt, dass viele in der Kampfbahn laufen und doch nur einer den Siegeskranz empfängt. Was er hier im Bild meint, ist nicht Geschwindigkeit sondern Thema. Also nicht der, der am schnellsten lebt ist hier der Sieger, sondern der, der für das Richtige lebt. Das Richtige ist, was dem Leben dient, es fördert und sich entfalten lässt. In Anbetracht dieser Welt, wird genau das Gegenteil gelebt. Die Menschheit zerstört Leben in allen Gattungen. Zwar schnell, aber eben pervers, dem Gegenteil des Lebens dienend. Die wirklich dem Leben Dienenden sehen selten einen Lorbeerkranz. Sie tun das Richtige und werden gesellschaftlich kaum wahr genommen. Dafür bekommen Kriegstreiber den Friedensnobelpreis.

Ich bewundere die Marathonläufer. Sie gehen an ihre Grenzen und tun sich doch etwas Gutes an. Trotz aller Schmerzen und Krämpfe. Wir Christen haben auch ein Ziel. Leben aus Gott. Ein Ziel, dass diese Welt nicht hat, ja sogar belächelt und verlacht. Als Marathonläufer rennen wir gegen einen Sturm an. Das kostet Kraft und kann ermüden und resignativ machen. So wie Umweltschutz und Friedensbewegung gegen Windmühlenflügel zu kämpfen scheinen, so erlebt sich der Christ nicht selten selbst in seiner Umwelt. Scheinbar siegt immer die Ungerechtigkeit, das Böse. Aber abgerechnet wird zum Schluss. Und vieles, was sich hier herrlich darzustellen scheint, wird sich als Schrott erweisen und auf dem Müllplatz Gottes landen. Und vieles, was hier so unscheinbar zu sein scheint, wird in Herrlichkeit erstrahlen. Es gibt eben auch eine Punktwertung und Gott ist die Jury.

Und eines ist im Christsein erlaubt, was Sportler nicht dürfen: Dopen. Unser Dopingmittel nennt sich Heiliger Geist, Gott in uns. Er gibt Kraft, Trost und ein klares Ziel vor. Was Ihn angeht, kann der Mensch niemals überdosiert sein.


Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

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Mittwoch, 21. September 2016

Nachruf! Mein Bauch gehört mir.

Mein Bauch gehört mir.
Am 17. September fand in Berlin der jährliche "Marsch des Lebens" statt. Die Bezirksämter wollten sich dagegen stellen, eine Gegendemonstration sollte mit Stinkbomben und Gülle auflaufen. War es so? Ihre Begründung lautet, dass da "christliche Fundamentalisten auf Mittelalterniveau" gegen Abtreibung demonstrieren. Und diese selbstgerechten, dümmlich unaufgeklärten Menschen nennen sich dann auch noch Freunde des menschlichen Lebens.

Erstens, ich finde als Christ Fundamentalisten jeglicher Art zum Erbrechen. Wer ernsthaft Christ sein will, dem steht eine fundamentalistische Haltung nicht zur Verfügung, denn die ist Jesus Christus nicht zu eigen. Der Christ ist liebe- und verständnisvoll. Ja, da werden auch Fundamentalisten mit marschieren. Aber eben vor allem Christen und andere Leute, denen das ungeborene Leben nicht egal ist.

Wer sich ein wenig Bildung aneignet, und nur der, der das tut, darf zu diesem Thema mitreden, wird eines feststellen. Von der biologischen Forschung her ist erwiesen, dass mit der Befruchtung der Eizelle im weiblichen Uterus von Beginn an alle Anlagen des menschlichen Lebens vorhanden sind. Der Embryo ist mehr als nur ein biochemischer Klumpen. Dein Bauch gehört dir? Nun, den darfst du ja auch gern behalten. Aber das Leben, das in dir heranwächst ist ein eigenständiger Mensch, über dessen Lebensberechtigung du nicht zu entscheiden hast.

Ich bin weit davon entfernt, Frauen, die abtreiben zu verurteilen. Steckt doch hinter dieser Entscheidung häufig eine große seelische und soziale Not. Die Seelsorge hat mich gelehrt, dass keine Frau abtreibt ohne einen eigenen seelischen Schaden davon zu tragen. Wenn hier einer demonstrieren will, dann bitte für eine Gesellschaft, in der niemand allein gelassen wird. Das Problem der Abtreibung ist, bis auf Ausnahmen, ein gesellschaftliches Problem. Wir sind weder familien- noch kinderfreundlich. Hier müssen Lösungen geschaffen werden, dass Frauen und Mädchen geschützt und mit Perspektive, und sei es eine spätere Adoption durch Menschen, die sich ein Kind wünschen, aber nicht bekommen können, aufgefangen, unterstützt und begleitet werden. Eine Abtreibungsideologie ist nicht nur dumm, sondern böse.

Ich glaube an einen Gott des Lebens. Kein Leben entsteht aus Versehen. Alles menschliche Leben ist zutiefst von Ihm gewollt.
                                                                 Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de

Zwei weitere Hinweise zu dem Thema:
  1. Ein starker Film jetzt in den Kinos :http://www.kino.de/film/24-wochen/
  2. Unsere Unterseite zum Thema Abtreibung: www.abtreibung.hierinberlin.com
Foto-Copyright: fotolia.com | #74231114 | fresnel6


Montag, 19. September 2016

Berlin hat gestern gewählt - Gar keine soo üble Wahl.

Gar keine soo üble Wahl
Wahl in Berlin. Große Überraschungen gab es nicht. Aber kleine, angenehme. Dass die AfD ihre Protestwähler einsammelt, damit war zu rechnen. Aber so doll war es dann doch nicht, wenn man mit Meck-Pomm vergleicht. CDU hat ihre Rechnung bekommen. Vielleicht lässt da mal die Arroganz nach. Selbst die FDP hat ihre Verzweiflungswähler gefunden und darf wieder ein bisschen mitspielen. Die Linke konnte, trotz AfD zulegen. Im Ostteil der Stadt sogar mit Abstand die stärkste Fraktion. Also rutschen doch wieder ein paar kluge Berliner mehr nach links statt, wie erwartet wurde, nach rechts. SPD und Grüne verlieren, bleiben aber stabil. Somit ist ein Regierungswechsel vorprogrammiert. Schluss mit Rot-Schwarz. Dafür Rot-Rot-Grün. Das macht Hoffnung? Nun, abwarten, denn so, wie die letzten Jahre darf es nicht weiter gehen.

Mietpreisexplosion, unsortierte, von daher nervige Flüchtlingspolitik. Zerfallende Schulen mit 10% und mehr Schulstundenausfall usw. Berlin muss wieder sozialer werden. Dafür ist die jetzt mögliche Koalition unter den gegebenen Umständen die beste Voraussetzung. Es soll mehr Direktdemokratie geben. Klingt erstmal gut. Aber:

Die Könige sind gewählt. Nun müssen die Propheten an den Start. Das können nur Leute aus dem Volk sein, die wissen und spüren, was in dieser Stadt abläuft. Wir dürfen die Regierenden nicht mehr einfach mal in Ruhe machen lassen (siehe BER). Wir müssen denen beständig auf die Füße treten. Friedlich für die gewollten Ziele demonstrieren. Hier kann Berlin Vorreiter werden, denn diese Stadt hat das richtige Volk dafür. Und vielleicht sind da auch Propheten, die auf das Reden Gottes hören, sich von Seinem Menschen- und Lebensbild her an die Mächtigen wenden und Gerechtigkeit fordern, wie es die Alten Propheten der Bibel taten. In jedem Fall muss Berlin wieder neu zusammen wachsen. Nicht neureich gegen arm. Sondern arm und reich zusammen für die Kinder und damit für die Zukunft dieser Stadt.

                                                                 Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de
Foto-Copyright: Thomas Gerlach

Pokemon go

Pokemon go
Gestern kam es zu einer Begegnung der ungeplanten Art: eine Gruppe Teenager war unterwegs und kam nicht weiter. Bedingt durch ein defektes Rad konnte die ganze Truppe nicht weiterziehen. Sie waren eigentlich auf der Jagd nach „Taschenmonstern“, die sich momentan weltweit, zumindest digital, auf unseren Planeten ausbreiten. Und durch einen trivialen Fahrradschaden kam es zu einer Zwangspause
Was jetzt? Ich hatte ihr Problem mitbekommen und konnte (als mit Werkzeug ausgerüstete Radfahrerin) „Erste Hilfe“ leisten. Eine Passantin war begeistert darüber, dass da eine Person samt Werkzeug scheinbar „zufällig“ an diesem Ort war und helfen konnte. 
Für mich war das kein Zufall, weil ich nicht an Zufälle glaube, sondern ein Impuls, diese Zeilen zu schreiben. Denn in letzter Zeit werde ich häufig mit dem Thema Spielsucht konfrontiert und frage mich (als Nicht-Spielerin), was die Faszination von pokemon go ausmacht. Ein Spiel, dass Alt und Jung gleichermaßen in seinen Bann zieht und Menschen aller Couleur buchstäblich in Bewegung setzt, selbst eingefleischte Couch-Potatoes. Auch recht vernünftig und bodenständig erscheinende Zeitgenossen können sich offensichtlich nicht dem Spielreiz und dessen Sog entziehen.

Wenn anfängliche Begeisterung und Leidenschaft für eine Sache plötzlich zur Sucht wird, sollte man sich unbedingt drei Fragen stellen und ehrlich beantworten:

1. Welche der beiden Gründe, weshalb Menschen in eine Abhängigkeit geraten können, sind bei mir der Auslöser? A) Langeweile oder B) Überforderung? Bei Antwort A) bitte letzten beiden Absätze lesen, bei B) Hilfe suchen und Problem angehen, auch wenn’s weh tut.

2. Wer oder was leidet unter eigentlich unter meiner Sucht? Mein Freundeskreis, meine Schule/Arbeit, mein Partner bzw. meine Familie, meine Gesundheit…?

3. Wieviel Zeit geht verloren, wenn man hinter Monstern herrennt, die gar nicht existieren?

Wenn man die Summe der Spielzeiten aller Berliner Spieler z.B. in Ehrenamtsarbeit investieren würde, frage ich mich, wie sich unsere Stadt Berlin positiv verändern könnte.
Und mit einer weitverbreiteten und tiefsitzenden Lüge möchte ich aufräumen: dass Spielen entspannt und ehrenamtlicher Einsatz stresst. Aus eigener Erfahrung und auch Beobachtung anderer kann ich sagen, dass bei einem sinnvollen und zeitlich machbaren Ehrenamtsjob wesentlich mehr Freude, Zufriedenheit und Sinn herauskommt, als bei jeder suchtartigen Freizeitbeschäftigung. Einfach mal ausprobieren.

Also pokemon go…!

Jutta Lörler aus Berlin-Reinickendorf für GottinBerlin.de

Foto-Copyright: fotolia.com | #116556954 | lumenphotos

Freitag, 2. September 2016

Mein Gott, warum?


Mein Gott, warum?
Mein Gott warum lässt du all das Elend in der Welt geschehen?

Mit diesen, oder ähnlichen Worten klagen wir Menschen unseren Schöpfer an.
Wobei viele Menschen, die so reden, gar nicht an einem Schöpfer - Gott glauben.
Auch wir Christen stellen immer wieder diese Frage, wenn wir Leidvolles erleben oder wir von dem Elend in der Welt  erfahren.
Ich werde auch nicht versuchen eine Antwort darauf zu geben, weil es keine Antwort, die wir Menschen verstehen, darauf gibt.
Doch aus der Bibel habe ich etwas unendlich Wertvolles über diese Frage, aus dem Buch Hiob, gelernt.

Hiob war ein Mensch ganz nach Gottes Wohlgefallen.
Wir können in der Bibel nachlesen, wie Gott selbst die Vorzüge des Hiob aufzählt.
Dort steht: Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse. (Hiob 1,8)

Ist das der Grund, weshalb es Hiob so gut ergeht?
Denn er war mit einer großen Familie gesegnet worden.
Außerdem besaß er viele Ländereien und viel Vieh.
Er war also ein reicher Mann.

Doch was ist mit den Menschen, die auch nach den gleichen Kreterin leben, Gott über alle Maßen lieben und verehren und denen es trotzdem an vielem fehlt?