Montag, 26. Dezember 2016

Märchen vom Auszug aller Ausländer

Während der Advents- und Weihnachtszeit  lieben es viele Menschen Märchen zu lesen oder zu erzählen.
Ich habe ein Märchen entdeckt, in dem erzählt wird, wie es sich in Deutschland leben lässt, ohne ausländische Beteiligung. Ich möchte euch daran Teil haben lassen.

Lucie Reichert, Berlin-Tempelhof, für GottinBerlin.de

Märchen vom Auszug aller Ausländer

Märchen vom Auszug aller Ausländer
Es war einmal etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Marktplatz der Stadt kamen ein paar Männer gezogen.  Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer:
 > Ausländer raus<  und  > Deutschland den Deutschen < .
Steine flogen gegen in das Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.

> Los, kommt, es reicht, wir gehen. <
> Wo denkst du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden? <
> Da unten? Das ist doch immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer.
Wir tun was an der Wand steht: Ausländer raus! <

Tatsächlich mitten in der Nacht kam Bewegung in die Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf:
Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtsverpackungen.
Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann der Kaffee, palettenweise, der Deutschen Lieblingsgetränk; Uganda, Kenia und Lateinamerika war seine Heimat.
Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und Erdbeeren und alle Obstsorten aus Südafrika.  Fast alle Weihnachtsleckereien brachen auf, Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne,
die Gewürze in ihrem Innern zog es nach Indien. Der Dresdner Christstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen  Rosinenaugen, als er zugab:  Mischlingen wie mir geht’s besonders an den Kragen. Mit ihm kamen das Lübecker Marzipan und der Nürnberger Lebkuchen.

Nicht Qualität, nur Herkunft zählte jetzt.  Es war schon in der Morgendämmerung, als die Schnittblumen nach Kolumbien aufbrachen und die Pelzmäntel mit Gold und Edelsteinen in  teuren  Chartermaschinen in alle Welt starteten. Der Verkehr brach an diesem Tag zusammen. Lange Schlangen japanischer Autos, vollgetopft mit Optik und Unterhaltungselektronik, krochen gen Osten.
Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von feinen Seidenhemden und Teppiche des fernen Asien.
Mit Krachen lösten sich die tropischen Hölzer aus  den besonderen Möbelstücken und schwirrten ins Amazonasbecken. Man musste sich vorsehen, um nicht auszurutschen, denn überall her quoll Öl und Benzin hervor, floss in Rinnsalen und Bächen zusammen Richtung Naher Osten. Aber man hatte ja Vorsorge getroffen. Stolz holten die großen deutschen Autofirmen ihre Krisenpläne aus den Schubladen: Der Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden. Wozu ausländisches Öl? – Aber die VWs und BMWs begannen sich aufzulösen in ihre Einzelteile, das Aluminium wanderte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, ein Drittel der Einzelteile nach Brasilien, der Naturkautschuk nach Zaire. Und die Straßendecke hatte mit dem ausländischen Asphalt im Verbund auch immer ein besseres Bild abgegeben als heute.
Nach drei Tagen war der Spuk vorbei, der Auszug geschafft, gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest.
Nichts Ausländisches war mehr im Land. Aber Tannenbäume gab es noch, auch Äpfel und Nüsse. Und „Stille Nacht“ durfte gesungen  werden – zwar nur mit Extragenehmigung, das Lied kam immerhin aus Österreich.
Nur eines wollte nicht in Bild passen. Maria und Joseph und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet.  „Wir bleiben“, sagte Maria.  >Wenn wir aus diesem Land gehen – wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, den Weg zurück zur Vernunft und Menschlichkeit.
Ein Märchen von  Helmut Wöllenstein
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Dienstag, 20. Dezember 2016

#Breitscheidplatz in Berlin

Wir Menschen schaffen es immer wieder, uns gegenseitig Leid zuzufügen. Gestern Abend mal wieder, auf dem Weihnachtsmarkt, mitten im Herzen von West-Berlin. Das Attentat trifft uns besonders hart, da wir doch meinten, wir wären alle aufgeklärt und vernünftig.


#Breitscheidplatz in Berlin
Die Welt ist krank und ohne Medizin. Wer jetzt eine "heilende Medizin" auf den Markt bringen würde, wäre der Held. Jedenfalls ist es nicht der Humanismus, die Religionen, der Kommunismus, der Kapitalismus. An was wollen wir noch glauben, was bleibt übrig?

Vielleicht hilft es, die Frage zu stellen, nicht an was, sondern an wem zu glauben. Wem glaubst Du? 

Ich glaube an Jesus Christus, ich traue es IHM zu, diese Menschheit, jetzt in meiner Generation (ich bin Bauj. 61), positiv zu verändern. Er hat es selbst vorgemacht. Und als es darum ging, Opfer zu bringen, da hat ER sich selbst geopfert und das, ohne jemanden mit in den Tod zu ziehen.

Du suchst nach Trost und Antworten? Beanspruche einen eMailpartner. Er nimmt sich Zeit für Dich.

Wir, das Team von GottinBerlin.desolidarisieren uns mit den Opfern und deren Angehörigen. 


Thomas Gerlach, Projektleiter von GottinBerlin.de



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Foto-Copyright: fotolia.com | #80475127 | Sven Maaßen Schleife

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Fake news

Fake news
Während der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2015 und 2016 hielten einige Kommentatoren es für problematisch, dass zahlreiche frei erfundene Falschmeldungen (so genannte fake news) auf Facebook unter den Nutzern verbreitet wurden (Wikipedia).

Auch im Wahlkampf in Deutschland und anderen europäischen Ländern wird es in der nächsten Zeit solche Probleme geben. Wie kann man eine Wahl beeinflussen?
Man stelle sich vor, Herr Martin Schulz würde SPD -Kanzlerkandidat  2017 werden. Aber die Fake-Fangemeinde möchte ihn nicht als Kanzler haben und stellt eine Behauptung ins Netz wie z. B.: "Wussten Sie, dass Herr Schulz sich in einem Hotelzimmer in Brüssel öfter heimlich mit einer 16- jährigen traf?" Eine ungeheuerliche Falschnachricht. Niemand kann das so schnell auf "Wahrheit" überprüfen.  Mancher der Millionen Empfänger der FAKE- Botschaft  wird denken: "Irgendwas wird wohl schon dran sein. Sicherheitshalber wähle ich ihn nicht." --- Fake New können jeden treffen und wenn möglich auch vernichten. Zur Zeit liefern die Medien bereits den Hauptverdächtigen für fake news: die AFD.  Ist auch das ein Fake? ----

So runtergekommen waren Menschen selten. Man spricht von einer Verrohung der Gesellschaft, wozu die fake news auch gehören. Zur Verrohung gehört weit mehr: Mangel an gemeinsamen Werten, Respektlosigkeit der Obrigkeit gegenüber,  Mobbing,  Gewalt gegen Lehrer, Polizisten, Mitarbeitern in Behörden, steigende Einbruchszahlen, Angriffe auf Parteibüros, Eltern gegen Lehrer bei Elternabenden, Diffamierung von ganzen Berufsgruppen im Netz usw.

Frechheit, Auflehnung und Diffamierung, wohin man blickt. Hinzu kommt die schleichende Verwahrlosung unserer Städte, Vandalismus. Hübsche Plätze in den Innenstädten waren früher mit Blumen dekoriert, immer mehr werden diese durch "Kunst" aus Eisen und Beton (vandalismusresistent) ersetzt.
An Graffiti hat man sich längst gewöhnt, es ist inzwischen sogar gesellschaftsfähig. ----

Woher kommt dieser schleichende Niedergang? Was bewegt den modernen Menschen? Ist das Leben für viele so sinnlos geworden, dass es sich auf solch negative Art Luft machen muss? Wie sieht das Sinnvolle, Erstrebenswerte, Begeisternde aus? Wird es gelehrt? Wird es vermittelt? Von wem? Wo sind die Vorbilder?
Welche Visionen für die Zukunft hat die Jugend? Was haben wir als erwachsen Vorbilder versäumt?

Und vor allem:
Was ist die Aufgabe der Kirche? Sollte sie nicht das volle Evangelium den Menschen verkünden? In dem gesagt ist, dass der Mensch in seinem Innern, in seinem Geist , erneuert werden muss, damit er die Welt sinnvoll gestalten kann? Ständig nur an die gemeinsamen europäischen Werte zu appellieren reicht nicht. Woraus definieren sich eigentlich Werte?
Reichen Toleranz, Weltoffenheit und Bekenntnisse zur demokratischen Ordnung?
Vielleicht steckt im Evangelium der eigentliche Sinn des Lebens? Vielleicht entwickeln daraus die Menschen lebenswerte Visionen für die Zukunft. Könnte dadurch der weiteren Verwilderung und Verwahrlosung Einhalt geboten werden? Diskutieren Sie mit.

Hören wir auf einen klugen Mann des Alten Testaments:

"Wenn ein Volk keine Visionen hat, wird es wild."

"Ohne die Weisung von Propheten verwildert ein Volk; doch es blüht auf, wenn es Gottes Gesetz befolgt.

"Wenn ein Volk sich in Schuld verstrickt, dann spielen viele sich als Herrscher auf. Aber durch einen vernünftigen und einsichtsvollen Mann an der Spitze herrschen Recht und Ordnung."

"Wenn ein König das Recht beachtet, lebt sein Volk in Glück und Sicherheit;"

Ein Wort aus dem Neuen Testament:
Passt euch nicht dieser Welt an, sondern ändert euch, indem ihr euch von Gott völlig neu ausrichten lasst. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt."

Wezi für gottinberlin.de
Photo-Copyright: fotolia.com | #121878164 | fotogestoeber

Freitag, 9. Dezember 2016

Kreislauf ohne Energie

Kreislauf ohne Energie
Neulich habe ich es mal wieder fertig gebracht, mich selbst auszutricksen. Im Gewirr von vielen Kabeln, nahm ich einen Stecker und steckte ihn in eine der Steckdosen. Kein Saft; was ist los?
Beim genauerem Hinsehen erkannte ich meinen Fehler.

Obwohl, eigentlich alles richtig gemacht. Der Stecker gehört nun mal in die Steckdose. Und doch habe ich mit meiner Super-Verkablung die Energie  nicht mit eingebunden.

Ähnlich erkenne ich es bei einem Echoraum. In diesem Raum befinde nur ich mich und ich  höre nur mich. Keiner quatscht dazwischen, keiner kritisiert. Aber eine lebenswichtige Kommunikation kommt nicht zu Stande. Was sich anfangs als angenehm zeigt, wirkt sich mit der Zeit zerstörend aus. Ich bleibe mit mir alleine und das ist die Hölle.

Im großen Stil ist es auch so mit Gott. Da wir uns zu oft nur mit uns beschäftigen und Gott nicht mit einbinden, entgeht uns viel Kraft für unser Leben und so mancher erlebt schon jetzt die Hölle hier auf Erden.
Das muss nicht sein, da Gott sich selbst durch Jesus Christus in unseren Ego-Trip einbinden lassen will. Alles begann mit der Geburt von Jesus Christus. Auch zu diesem Anlass feiern wir gerade Advent.

Was ist eigentlich Advent, was bedeutet es? Die Berliner, Paule und Kasulske, haben dazu natürlich mal wieder eine herzhafte und frische Antwort. Schaut euch den Clip dazu an: Berliner Kneipengespräch - Advent.

Thomas Gerlach, Berlin-Tegel für GottinBerlin

Photo: TG