Mittwoch, 29. März 2017

Irgendwo gibt es ein "höheres Wesen"!

"Ich glaube zwar nicht an Gott, aber da ist etwas, das größer ist als diese Welt". 

Diese Sicht der Welt ist sich der Fragezeichen bewusst, die das Leben in unserer Wahrnehmung hinterlässt. Damit allerdings begnügt sich der Mensch, der so denkt. 

Ich mache im Lauf der Zeit zwar seltsame, geheimnisvolle Erfahrungen, die nicht in den "normalen Alltag" passen, aber das hat nicht wirklich etwas mit mir oder meinem Leben zu tun. Hier finden die berühmten Zufälle statt, die nicht erklärbar sind. Aber diese Wahrnehmung genügt dem Menschen un-hinterfragt. Er setzt hier sein Fragezeichen, lebt aber so, als gäbe es diese unsere Welt überschreitende Wirklichkeit nicht.
Irgendwo gibt es ein "höheres Wesen"!
Ich mache im Lauf der Zeit zwar seltsame, geheimnisvolle Erfahrungen, die nicht in den "normalen Alltag" passen, aber das hat nicht wirklich etwas mit mir oder meinem Leben zu tun. Hier finden die berühmten Zufälle statt, die nicht erklärbar sind. Aber diese Wahrnehmung genügt dem Menschen un-hinterfragt. Er setzt hier sein Fragezeichen, lebt aber so, als gäbe es diese unsere Welt überschreitende Wirklichkeit nicht. Bzw.. kann es so eine höhere Wirklichkeit zwar geben, sie hat aber nichts mit mir im Hier und Heute zu tun. 
Dass dem Menschen hier vielleicht etwas mitgeteilt werden soll oder er in seinem Menschsein als Gegenüber angerufen wird, kommt ihm nicht in den Sinn bzw. interessiert ihn nicht. Hier muss noch nicht einmal von "besonderen Ereignissen" die Rede sein. 
Man muss nur einmal auf seine Traumwelten im Lauf des Lebens achten. Da finden sich neben den normalen Verarbeitungs- und Wunschträumen eben auch solche, die uns auf Gefahren oder Möglichkeiten hinweisen. Es gibt Träume, die Räum und Zeit überschreiten und uns Wirklichkeiten zeigen, die noch gar nicht greifbar sind. So gab es z.B. Leute, die heute Millionäre sind, weil sie die Lottozahlen geträumt, dieselben getippt und gewonnen haben. Über den Sinn und Zweck solcher Phänomene kann man als Außenstehender selten etwas sagen. Doch der Mensch, dem solches widerfährt, sollte das auf sich und sein Leben beziehen und fragen, worin für ihn hier etwas bedeutsames liegen könnte. 

Ein Mann erzählte, dass er vor einem großen Vertragsabschluss stand. Ein innerer Impuls veranlasste ihn, den Vertragsabschluss auf den nächsten Tag zu verlegen. In der folgenden Nacht hatte er einen Traum, indem ihm ein großer Betrug angezeigt wurde. Er schloss den Vertrag nicht ab und erfuhr später, dass ihn das vor dem totalen Ruin bewahrt hat. 

Nicht, ob ein Mensch Erfahrungen macht, die seinen normalen Alltag sprengen, ist die Frage. Sondern ob und wie er damit umgeht steht im Raum. Dem Menschen ist natürlicherweise die Neugierde zu eigen. Blinde Neugier kann in problematische Verhältnisse führen. Wir sollten gerade bei Phänomenen, die unser Begriffsvermögen übersteigen, vorsichtig und prüfend fragen und dann abwägen. 
Wie man sich in diesen Wirklichkeiten auch komplett verrennen kann, dafür gibt die Esoterikszene ausreichend Beispiele. Aber sich dessen bewusst sein, dass das Dasein größer und mächtiger als unser Wissen, unsere Wahrnehmung ist, sollte uns indem Sinn fragend machen, dass merken, das hat etwas mit uns zu tun. 

Hier sollte fragende Lebensforschung einsetzen. Sich damit zu begnügen zu sagen, dass da etwas Höheres da sein könnte, sich damit begnügen, dass es sich in einer eventuellen Ewigkeit aufklärt, hat irgendwie etwas ignorant faules an sich. 
Menschsein heißt immer auch sich selbst und seine gewohnte Wirklichkeit zu überschreiten. Die Wirklichkeit ist größer als ich und die sichtbare Welt. Hier nach Antworten zu suchen, mit Antworten zu rechnen ist der Normalzustand des Menschseins. So ein agnostisches "es könnte sein, aber auch nicht" klingt zwar demütig und bescheiden, ist aber im Grunde Ignoranz der Wirklichkeiten, die zwar größer als wir selbst sind, uns aber unmittelbar angehen, uns berühren wollen. Nur wer ernsthaft fragt, hat die Chance auf eine ernsthafte Antwort.

Ich schlage Dir einen Test vor. Da gibt es doch diesen Jesus, der zugesagt hat, dass, wen Du ihn von ganzem Herzen suchst, er sich finden lässt. Schreib uns doch, wen Du eine Erfahrung mit Jesus gemacht hast. Sehr spannend!
Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz, für GottinBerlin
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Mittwoch, 22. März 2017

Ha, ha, ha, die Alte

Wenn ich am Sonntagmorgen an meinem Fenster stehe, lache ich immer über die alte Oma, die treu zu ihrer Kirche watschelt. Sie soll sehr fromm sein, die Arme, und viel beten. Die glaubt also immer noch, dass es einen Gott gibt, der die Situation der Welt verbessern kann. 
Mir ist längst das Lachen über die Alte am Sonntagmorgen vergangen. Wenn sie zum Gottesdienst geht und für eine niedergehende Welt betet, hat sie vielleicht mehr an geistlicher und göttlicher Weisheit erfasst, als alle Politiker der Welt zusammen.  Ich kann nur selbst beten: Herr, vergib uns, denn wir wissen nicht mehr was wir tun. Nur du kannst dem Wahnsinn noch ein Ende setzen. Ich möchte mich vor DIR beugen.
Ha, ha, ha, die Alte
Aber was müssen wir feststellen? Alles ist schlimmer geworden. Hungersnöte wie nie zuvor, Bürgerkriege, Hass und Gewalt nehmen rasant zu. Gewalt gegen unliebsame politische Gegner, gegen Sanitäter, gegen Polizisten, gegen Lehrer, gegen Unschuldige, gegen Kinder, gegen Ärzte, gegen Andersgläubige, gegen Frauen, gegen. Bomben auf Krankenhäuser ...... Das ist aber nicht die Folge eines tatenlos zusehenden Gott. Nicht Gott ist schuld, wir sind schuld.

Verträge werden ignoriert, weil einer dem anderen nicht mehr traut. Die Waffenindustrie hat Dauer-Hochkonjunktur. Haben Sie eigentlich schon gemerkt, dass keine Regierung der Welt in der Lage ist,  diesen Wahnsinn zu stoppen? Trump, Wilders, Martin Schulz und andere werden ebenfalls dieser Tendenz machtlos gegenüber stehen.


Ich verrate Ihnen jetzt etwas, was sehr schwer zu verdauen ist: Gott will das so, dass die Menschheit sich Schritt für Schritt vernichten. Im wichtigsten Brief der Bibel an die Menschheit, dem Römerbrief (Kap. 1+2), hat Gott folgendes angeordnet, indem er sinngemäß sagt:

"Wenn Menschen nicht erkennen wollen, dass mein Plan für ihr Leben sinnvoll und gut ist, wenn sie mir nicht den Dank und die Ehre zukommen lassen, dann lass ich sie halt machen, was und wie sie wollen. Ich überlasse sie ihrem Irrsinn. Was sie auch zukünftig entscheiden werden, es trägt nur zu ihrem Untergang bei."

Seit dieser Zeit müssen nun die Menschen so leben, wie sie wollen. Erst wollten Sie Waffen herstellen, jetzt müssen sie. Erst wollten sie Erfolg haben, jetzt müssen sie Erfolg haben. Erst wollten sie Geld verdienen, jetzt müssen sie Geld verdienen. Erst wollten sie sich gegenseitig unterdrücken, jetzt müssen sie es. Ein ungöttlicher Geist lenkt sie, die Weisheit des Lebens lässt Gott sie nicht mehr finden. Sie sind jetzt Sklaven ihrer selbst. Jeder muss nun für sich ums Überleben kämpfen.

Stellen Sie sich vor, sie haben einen sehr guten Job. Sie verdienen weit überdurchschnittlich Geld, haben sich ein Oberklassen-auto gekauft, ein prächtiges Häuschen gebaut, machen jährlich weite Reisen. Sie sind um die 50 und regen sich immer wieder wegen der zunehmenden Gewalt auf der Welt auf. ---- Eines Tages flattert ihnen die Kündigung ins Haus. Die Firma gibt auf. Sie will nicht weiter mitschuldig sein am Elend der Welt. Ihr gut bezahlter Job ist also gekündigt. Sie haben bei einem Waffenhersteller gearbeitet, der jetzt keine mehr herstellt. Kämpfen Sie dann auch nur für sich? Wie verhalten Sie sich. Demonstrieren Sie mit der Gewerkschaft für die Erhaltung ihres Arbeitsplatzes, oder sind Sie bereit, das schöne Auto abzugeben, oder das Häuschen versteigern zu lassen, da Sie jetzt als Arbeitsloser weit weniger haben? Sie waren doch selbst all die Jahre auch gegen den Wahnsinn, dass für Milliarden von Euro Waffen in alle Länder exportiert werden. 


Wetten, dass auch Sie versuchen werden, erst mal Ihre eigene Haut zu retten, ehe Sie bereit sind, sozial abzusteigen?  Was sagt Ihre Vernunft? Wie sieht Ihr praktisches Handeln aus?
Wir sehen, die Menschen werden immer weiter getrieben, auch wenn Einzelne dem Hamsterrad entkommen. 


Mir ist längst das Lachen über die Alte am Sonntagmorgen vergangen. Wenn sie zum Gottesdienst geht und für eine niedergehende Welt betet, hat sie vielleicht mehr an geistlicher und göttlicher Weisheit erfasst, als alle Politiker der Welt zusammen.
Ich kann nur selbst beten: Herr, vergib uns, denn wir wissen nicht mehr was wir tun. Nur du kannst dem Wahnsinn noch ein Ende setzen. Ich möchte mich vor DIR beugen.

Wezi  für gottinberlin.com 

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Donnerstag, 16. März 2017

Leugnung von allem Übernatürlichen

"Ick gloob nur, wat ick sehen und anfassen kann". 

Das ist so der Standardspruch von Leuten, die es ablehnen, Realitäten jenseits dessen, was wir mit unseren natürlichen Sinnen erkennen können, selbst als Möglichkeit ablehnen. Diese Haltung ist schon sehr extrem.
Die Anschauung, dass es nichts Übernatürliches geben kann stammt im Abendland aus Zeiten, als man von einem geschlossenen Weltbild ausging. Dieses Weltbild ist schon rein wissenschaftlich überholt. Wer die Maße der Realität über seine begrenzte Wahrnehmungsfähigkeit bestimmt und begrenzt, muss entweder dumm oder aber arrogant bzw. beides sein.
Leugnung von allem Übernatürlichen
Wir wissen aus der Wissenschaft, dass die Wirklichkeit sehr viel größer und komplexer ist, als wir mit bloßem Auge erkennen können. Die Physik rechnet heute in sieben bis elf Dimensionen. Unsere erkennbare Wirklichkeit besteht gerade mal aus vier (Höhe, Breite, Tiefe und die Zeit). 
So gesehen dürften Menschen mit dieser Haltung weder die Magnetfelder dieser Erde noch das WLAN als real anerkennen. Doch! werden sie sagen. Wir können das ja alles messen. Stimmt. Das können wir heute.

Vor hundert Jahren konnte man das noch nicht. Dementsprechend gab es nach dieser Anschauung so etwas damals noch nicht? Und wer weiß, was wir alles in hundert Jahren alles entdecken und messen werden, wovon wir heute noch keine Ahnung haben.
Die Anschauung, dass es nichts Übernatürliches geben kann stammt im Abendland aus Zeiten, als man von einem geschlossenen Weltbild ausging. Das heißt, alles, was da ist, existiert in festen Gesetzmäßigkeiten, die unverrückbar sind. Dieses Weltbild ist schon rein wissenschaftlich überholt. Wer die Maße der Realität über seine begrenzte Wahrnehmungsfähigkeit bestimmt und begrenzt, muss entweder dumm oder aber arrogant bzw. beides sein.

Wir kennen das Menschsein als seelisch- geistig. Wirklich messen können wir aber nur die biochemischen Abläufe in unserem Körper; sprich die Auswirkungen unserer Geistseele. Aber greifbar oder messbar ist selbst unser innerstes und eigentliches Wesen nicht. Deswegen hat man ja, bis vor gar nicht langer Zeit, versucht den Menschen als rein biochemische Maschine zu definieren. Das war in Gesellschaften so, die sich dem Materialismus verschrieben hatten. Seltsam, dass es dort trotzdem Psychologen gab, obwohl man die Existenz eine Seele bestritten hat. Diese Sicht der Weltwirklichkeit ist sowohl wissenschaftlich als auch kulturell überholt.

Wer heute wirklich noch mit so einer Haltung durchs Leben gehen will, sollte sich wenigstens desses bewusst sein, dass er geistesgeschichtlich im Vorgestern lebt.
Kannst Du jetzt mit einem höheren Wesen rechnen? Schreib uns! Deine Meinung interessiert uns.

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz, für GottinBerlin

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Dienstag, 14. März 2017

"Kein Krieg ist heilig" - Infos zum Webinar


präsentiert am Sonntag, den 19.03.2017/ 19:00 Uhr

ein weiteres Webinar mit Alexander Garth zu dem Thema:

"Kein Krieg ist heilig".

Alexander Garth schreibt:

Alexander Garth
"Zu allen Zeiten gab es Menschen und Bewegungen, die sich von Gott berufen fühlten, in seinem Namen einen heiligen Krieg zu führen. Vor eintausend Jahren zogen die Kreuzfahrer aus, um das Heilige Land im Namen Gottes von muslimischen Invasoren zu befreien. Heute sind es muslimische Extremisten, die mit dem Ruf "Gott ist groß" Flugzeuge in Hochhäuser steuern oder mit LKWs in Menschenmassen fahren, um möglichst viele "Ungläubige" zu töten. Sie führen einen "Heiligen Krieg" gegen den Westen. Kann man sich bei Krieg auf Gott berufen? Immerhin befahl Gott in der Bibel einen heiligen Krieg, nämlich das verheißene Land mit seinen Städten zu erobern, alles, was lebt, mit dem Schwert umzubringen und die Städte niederzubrennen. Die Bibel nennt das „den Bann vollstrecken“. Befiehlt Gott wirklich heilige Kriege? Wie passt das zusammen mit dem Gott der Liebe, den Jesus verkündigt hat und der alle Menschen liebt? Wie passt das zusammen mit dem Gebot, selbst die Feinde zu lieben? Wie ist Gott? Was will er? Gibt es überhaupt Heilige Kriege?

Bis Sonntag!"


Bitte melden Sie sich für das Webinar zum Thema "Kein Krieg ist heilig!" an, das Sie dann "live" auf Ihrem Monitor, am Sonntag, den 19. März 2017, 19:00 Uhr verfolgen können:
https://attendee.gotowebinar.com/register/2997131639586260226 (Taste unten links "strg" drücken und gleichzeitig mit dem Curser den Link (blaue Schrift) anklicken)
Nachdem Sie Ihren Vornamen und Nachnamen und Ihre E-Mail-Adresse in das Formular eingetragen  und auf "Anmelden" geklickt haben, erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail von GoToWebinar (unser techn. Dienstleister für das Webinar) mit Informationen zur Teilnahme am Webinar.
Schreiben Sie schon "während" des Vortrages Ihre Fragen in das System; Pfarrer Alexander Garth wird im Anschluss auf die Fragen "live" eingehen.

Haben Sie Fragen zu dem Ablauf des Webinars? Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an:  
E-Mail:  thomas.gerlach@internetmission-berlin.de
Tel.: 030-39742733; Handy: 0172-3079544

Ich freue mich auf das gemeinsame Erlebnis mit Ihnen,
Gott befohlen,

Thomas Gerlach

Mittwoch, 8. März 2017

Heimat-Los


Heimat-Los
"Und woher kommen Sie? Sie sprechen Englisch, aber ist England auch Ihre Heimat?“ Er schaut in die Ferne, sucht, als ob er dort eine Antwort fände und sagt dann zögernd: „Mein Vater ist Jude und stammt aus Polen. Meine Mutter
wurde in Litauen geboren. Kennengelernt haben sich die beiden in der Schweiz. Dort kaufte sich mein Vater die Schweizer Staatsbürgerschaft. Als sich meine Eltern trennten, war ich noch sehr jung. Mein Vater ging mit mir für einige Jahre nach Israel. Dort lernte ich Hebräisch. Bis auf einige Worte habe ich alles vergessen. 
Dann zogen wir nach England. Hier machte ich eine Ausbildung in einem praktischen Beruf. Nach zwei geschiedenen Ehen – ich hatte zwei jüdische Ehefrauen -, vier Kinder und inzwischen auch Enkelkinder begann ich, Psychologie zu studieren und arbeite heute als Psychotherapeut.“
„Und haben Sie in England Ihre Heimat gefunden?“ – „Heimat! Was für ein Zauberwort!“ Er holt tief Luft: „Es ist viel mehr als ein Zuhause. Es bedeutet Familie, Wurzeln, die sich über Generationen ausstrecken, die Festigkeit geben, Traditionen bewahren, Erbe, Geschichte. Zusammengehörigkeit. Heimat lässt Erschütterungen aushalten, weil ganze Generationen das Fundament ausmachen. Es bedeutet auch Zukunft, weiterbauen auf einem festen Grund.“

Wieder der ratlos suchende Blick. „Nein, das alles habe ich nicht!“ Dann ein sehnsüchtiger Satz: „Aber mein Leben lang wünschte ich es mir. Was für ein Gefühl muss das sein, wenn einer sagt: Da ist meine Heimat. Da lebten nicht nur meine Eltern, auch meine Großeltern und deren Eltern – nicht nur ein paar Jahre, sondern jahrzehntelang.“

Doch Heimat ist noch mehr. Sie bedeutet auch Sicherheit. Eingebettetsein in ein festes soziales Gefüge, Eingebundensein in Lebensgemeinschaften, die einander tragen. Aufrechterhaltung von Werten, Schutz kostbarer Erinnerung.
Aber wenn die Wurzeln abgeschnitten werden, noch bevor sie sich ausbreiten können? Wenn der Boden nicht Kraft genug hat, um einen Menschen oder gar eine Familie zu ernähren? Dann hat Heimat den Boden verloren und Konflikte haben ihn eingenommen: Einwanderung, Auswanderung, kulturelle Fremdheit. Abstoßung anstelle von Anziehung, Ablehnung anstelle von Annahme. Ein unpersönliches, oft sogar feindliches Nebeneinander, das eigentlich ein Miteinander sein sollte.
Mehr und mehr sind wir zu Nomaden geworden. Immer auf der Suche nach Wurzeln, nach einer eigenen Identität. Das Zuhause ist nur geborgt. Nicht Ankommen, sondern Unterwegssein, ist die Grundhaltung aller, die sich täglich neu auf die Reise zu einem unbestimmten Ziel machen.
Und doch gibt es einen einzigen, der die Arme ausbreitet und die unglaublichen Worte sagt: Ich bin deine Familie, dein Zuhause, dein Dach über dem Kopf, deine Wurzeln, aus denen du nicht herausgerissen werden kannst.“
Er kam und verkündigte die Liebe des Schöpfers zu seinen Menschen. Er ging zu ihnen, auch wenn sie ihn ablehnten. Er schenkte Vergebung, auch als sie ihn verrieten. Er besaß weder ein Haus noch eine Wohnung, noch nicht einmal ein Zelt. Doch er versprach: „Wer zu mir kommt, dem werde ich ein Zuhause bereiten, denn in meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.“
Dieser größte Immobilienbesitzer der Welt, Jesus, macht die Tür weit auf und lädt ein: Jeden, der sich nach Heimat, nach Geborgenheit sehnt, nach einer Familie und Sicherheit – für den steht das Haus bereits da. Und es ist noch dazu kostenlos. Es wartet nur darauf, bezogen zu werden.
Geheimnisvollerweise gibt es dieses Heimatgefühl auch im Leid. Ein Mann, der sich in einer schweren Krankheitssituation befindet und völlig auf fremde Hilfe angewiesen ist, sagte: „Wenn wir auf dem Boden liegen – leer von allem, was uns einmal wichtig war, dann wissen wir doch – mitten in dieser Leere, dass Gott uns nicht aufgegeben hat. Vielmehr hat er alle Hindernisse weggenommen, die uns von einer tieferen Beziehung mit ihm fernhalten könnten.“ 

In diesem Jesus sind unsere Wurzeln nicht nur verankert, sondern sie verzweigen sich bis in die Ewigkeit hinein. Er verspricht: Sobald du nach einer Heimat fragst, komm zu mir und fürchte dich nicht. Ob der Schweizer, der weder Pole noch Litauer und schon gar kein Schweizer war, der schließlich nach England zog und eigentlich auch kein Engländer war, diesem Jesus einmal begegnen wird?

"Aber unsere Heimat ist der Himmel, wo Jesus Christus, der Herr, lebt." Diese Aussage steht in der Bibel, im Neuen Testament; PHILIPPER 3, 20. Du willst es nachlesen und hast keine Bibel? Wir senden Dir gerne eine zu. Schreib uns!!


Von Dr. Irmhild Bärend für GottinBerlin

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Mittwoch, 1. März 2017

Josef Müller: Im Knast rettete ihn Jesus

Er ist trotz Rollstuhl und seiner 61 Jahre immer noch ein Energiebündel - Josef Müller, der Mann, der alles hatte: „Geld, Autos, eine Yacht, Frauen. Aber glücklich war ich nicht! Ich brachte 40 Millionen US-Dollar von einer Drogen- und Waffen-Mafia in Koffern nach Deutschland und verzockte es an der Börse!“ Fünfeinhalb Jahre im Gefängnis München-Stadelheim beendeten sein Luxusleben. Auf Einladung des Gesprächsforums „Leben + Glauben“ sprach er im Februar in Berlin. Ich freute mich ihn kennenzulernen, denn ich hatte nicht nur sein erstes Buch über den „Ziemlich besten Schurken“ gelesen, sondern immer wieder gehört, dass er Menschen für den christlichen Glauben begeistern könne.
Josef Müller signiert sein neues, lesenswertes Buch "Go!" für uns.
Seit einem Autounfall in jungen Jahren ist Josef Müller querschnittsgelähmt. Von dem Gedanken, nun ein Leben lang im Rollstuhl sitzen zu müssen, ließ er sich aber nicht lähmen, sondern nutzte seine beruflichen Chancen. In zwölf Jahren gründete er vier Steuer- und Wirtschaftsprüfungskanzleien mit 50 Mitarbeitern. Sehr schnell lernte er die Kunst der Geldvermehrung. Für Geld gebe es aber keinen Sättigungsgrad, erklärte er. Er habe Menschen kennengelernt, die besaßen Hunderte von Millionen und waren doch nicht zufrieden. Aber auch er wollte reich werden, richtig reich. Er hatte Wohnungen in Dubai und Monte Carlo und gesteht heute: „Ich war damals so verrückt, dass ich zur gleichen Zeit einen schwarzen Rolls Royce mit einem weißen Fahrer, aber natürlich auch einen weißen Rolls Royce mit einem schwarzen Fahrer besaß.“ Wirklich glücklich wurde er dadurch aber nicht.
Seine depressiven Gedanken versuchte er mit exzessivem Kokain- und Alkoholkonsum zu dämpfen. Im Februar 2005 wollte er sich aus dem 20. Stock seines Apartments in Florida zu Tode stürzen, als er plötzlich eine Männerstimme hörte: „Kehre um, fliege zurück nach Deutschland und stelle dich den Behörden!“ Ein Windstoß von der offenen Balkontür wehte ihm ein Lesezeichen vor die Füße, auf dem er las: „Sei unerschrocken und unverzagt, denn dein Gott ist mit dir, wohin du auch gehst“ (Die Bibel, Josua 1,9).
Er beschloss, nach Europa zurückzukehren und mit seiner Frau ein letztes Mal zu feiern. Doch bei einem Zwischenstopp in einem Wiener Nobelhotel wurde er festgenommen.
Die ersten Tage im Gefängnis waren ein Schock für ihn: „Ich saß einfach nur herum und starrte vor mich hin. Immer wieder kamen mir die Tränen. Doch mit der Zeit lernte ich, es anders zu sehen. Dass ich hier einsaß, war allein meine Schuld. Ich hatte mir die Jahre der Haft redlich verdient, durch Maßlosigkeit und Selbstüberschätzung.“
Ein kleines Büchlein des Pallotinerpaters Dr. Jörg Müller („Gott heilt auch dich“), das sein Vater ihm beim Besuch in der Haftanstalt mitgebracht hatte, brachte die Wende. Er las darin von einer „Lebensübergabe an Jesus“ und erkannte das größte Problem seines Lebens: Er hatte keine lebendige Beziehung zu Gott, den der Mensch so nötig braucht wie die Primel das Wasser. Dieser Jörg Müller behauptete, jeder könne mit Gott reden.
Also versuchte es auch Josef Müller: „Mein Herr und mein Gott. Bisher hatte ich keinen näheren Kontakt zu dir...“ Er sprach mit Gott über seinen lauen Glauben, sein verkorkstes Leben und bereute zutiefst, dass er fast gegen alle Gebote verstoßen hatte: „Mein Herr und mein Gott. Ich würde gern eine lebendige Beziehung zu dir haben. Ich bin mit meinem Leben am Ende. Ich habe keine Freunde, kein Geld. Ich habe mich an deine Gebote nicht gehalten. Ich bitte dich um Vergebung. Übernimm mein Leben! Mal sehen, ob es dich wirklich gibt! Nimm meine Bitte an!“
Nach diesem Gebet lauschte er in die dunkle Stille hinein und es passierte... nichts. Zwei Tage später jedoch wachte er mit einem Glücksgefühl und einer Freude auf, wie er sie nie zuvor erlebt hatte. Am unfreiesten Ort, den man sich vorstellen konnte, hatte er eine innere Freiheit gefunden, die ihn beflügelte. Er begann, in der Bibel zu lesen und vertiefte seinen Glauben durch ein Theologiestudium. 
Josef Müller appellierte in Berlin an seine Zuhörer: „Auch Sie können Jesus reden hören. Schließen Sie sich ein in Ihrer Kammer und reden Sie mit ihm. Sagen Sie zu Gott: Ich will dich kennenlernen! Gott will mit Ihnen eine lebendige Beziehung haben. Hören Sie nicht auf zu beten!“
Außerdem sei es sehr wichtig, täglich wenigstens 15 Minuten in der Bibel zu lesen, um das Feuer des Glaubens am Brennen zu halten. Gott habe einen Lebensplan für jeden. Es sei wichtig, dort die Erfüllung zu sehen, wo Gott einen hingestellt habe.
In unserer Gesellschaft werde oft gesagt, Glauben sei Privatsache, aber das stimme nicht. Christen müssten Zeugnis geben ohne Scham, ohne Furcht. Gott sei immer für uns da, warum reden wir dann nicht über ihn? 
In seinem neuen Buch „Go! Das Leben will dir Beine machen“ will der Mann, der seine Beine nicht mehr bewegen kann, uns „Beine machen“, eine echte Freundschaft zu Jesus aufzubauen: „Gott gibt dir keine fertige Landkarte, aber er reicht dir seine Hand und geht deine Wege mit.“
Gerhard Lenz (für GottinBerlin.de)
Webseite von Josef Müller: http://josef-mueller.de
Webseite seiner Stiftung „Jesus saved my life Ministry“http://jesus-saved-my-life.de/


Josef Müller sprach im SI-Hotel in Berlin.